Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART, Reckenholzstrasse 191, CH-8046 Zürich

Ökobilanz von Energiepflanzen

Die Umweltwirkung der Produktion von Energieträgern aus Biomasse hängt entscheidend vom landwirtschaftlichen Anbau ab. Diese Studie untersucht, wie sich der Anbau von Biomasse ökologisch optimieren lässt. Dabei stellen sich folgende drei Fragen: Wie ökologisch ist der Biolandbau im Vergleich zur integrierten Produktion? Welche Kulturen sind für die Biomasseerzeugung besonders geeignet? Und welche anderen Faktoren spielen für eine ökologische Produktion eine Rolle? Für die Ökobilanzierung wurde die an der Forschungsanstalt Reckenholz-Tänikon ART entwickelte SALCA-Methode (Swiss Agricultural Life Cycle Assessment) verwendet. Bezogen auf 1 kg Erntemasse Trockensubstanz (respektive Kilogramm Stärke bei Kulturen für Bioethanol und Kilogramm Öl bei Kulturen für Biodiesel) ist der biologische Anbau für die Bioenergienutzung aus ökologischer Sicht vor allem für Körnermais, Silomais und Soja geeignet. Bei Getreide und Winterraps hat der Biolandbau sowohl ökologische Vor- als auch Nachteile. Extensives Grasland hat für die Biogasproduktion, und zusammen mit Zuckerrüben für die Bioethanolproduktion, die geringsten Umweltwirkungen. Für die Biodieselproduktion gibt es keine eindeutig zu bevorzugende Kultur.

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