Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART, Reckenholzstrasse 191, CH-8046 Zürich

Arbuskuläre Mykorrhizapilze als Bioindikatoren in Schweizer Landwirtschaftsböden

Die meisten Nutz- und Wildpflanzen bilden eine Symbiose mit einer speziellen Gruppe von Bodenpilzen, den Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM-Pilze). AM-Pilze übernehmen in allen von Pflanzen besiedelten Ökosystemen wichtige Funktionen. Sie bilden ein engmaschiges Pilzfadengeflecht im Boden und geben lebensnotwendige Nährstoffe aus dem Boden an die Pflanzen weiter und schützen diese gegen Stress und Trockenheit. Sie reduzieren Nährstoffverluste aus dem Boden und können durch Lebendverbauung Erosion vermindern und somit die Stabilität von Ökosystemen erhöhen. AM-Pilze scheinen als Bioindikatoren besonders geeignet zu sein, da diese Pilzgruppe mit bisher bekannten 230 Arten überschaubar klein ist und sowohl häufige als auch seltene Arten enthält. In der Schweiz sind bisher mehr als 100 AM-Pilze nachgewiesen worden. Viele dieser Pilze reagieren stark auf die Landnutzungsintensität, die Bewirtschaftungsform und/oder die Bodenbeschaffenheit (z. B. Glomus sinuosum und Acaulospora paulinae). Diese spezialisierten AM-Pilzarten sind deshalb sehr gut geeignet als Bioindikatoren. Andere Arten kommen in fast allen Böden vor und können als Generalisten bezeichnet werden (z. B. Gl. fasciculatum und Archaeospora trappei). Unsere Studien zeigen, dass sich eine Vielzahl von AM-Pilzen als Bioindikatoren in landwirtschaftlich genutzten Böden eignen.

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Arbuskuläre Mykorrhizapilze als Bioindikatoren in Schweizer Landwirtschaftsböden

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