Heimfutterfläche – Schlüsselparameter der Sömmerungsnachfrage

Die Entwicklung der Alpwirtschaft hängt stark von der Entwicklung der Heimbetriebe ab. Gemäss repräsentativen Befragungen sömmernder (n = 856) und nicht-sömmernder Heimbetriebe (n = 233) in der Schweiz ist die vorhandene Futterfläche auf den Heimbetrieben ein Schlüsselparameter der Sömmerungsnachfrage: Sie ist sowohl wichtigster Sömmerungs- und Nicht-Sömmerungsgrund als auch potenzieller und tatsächlicher Ausstiegsgrund. In den kommenden Jahren ist ein Szenarium mit vermehrten Sömmerungsausstiegen wahrscheinlich, denn die Hälfte der Betriebe äussert den Wunsch, die Futterbasis auf dem Heimbetrieb zu vergrössern. Hinzu kommt gemäss Umfrageergebnissen ein geringes Potenzial an Bewirtschaftenden für einen Neu- oder Wiedereinstieg in die Sömmerung: Einerseits werden gemäss Umfrage Betriebe, die noch nie Tiere auf die Alp gegeben haben, kaum in die Sömmerung einsteigen. Anderseits kann nicht mit einem gehäuften Wiedereinstieg von ehemals sömmernden Betrieben gerechnet werden, denn der Sömmerungsausstieg erfolgte mehrheitlich aufgrund grösserer und damit wohl längerfristiger Veränderungen auf dem Heimbetrieb, wie zum Beispiel einer Erweiterung der Futterfläche.

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