Wirtschaftlichkeit der Alpung in der Schweiz

Im Rahmen des Projektes AlpWirtschaft wurde an der HAFL das Rechnungsinstrument Voko-Alp als Erhebungs-, Analyse- und Planungsinstrument konzipiert, um Wirtschaftlichkeitsberechnungen auf verschiedenen Alptypen aus der Perspektive unterschiedlicher Ebenen (z.B. Alppersonal, Alpbestösser) durchzuführen. Die Berechnungen auf 18 Pilotalpen zeigen, dass die sehr unterschiedlichen Alpen zu entsprechend grossen Einkommensunterschieden führen. Grössere Alpen sind tendenziell wirtschaftlicher sowohl für die Bestösser als auch für das Alppersonal, welches dort einen höheren Anteil der Arbeit erledigt und einen höheren Netto-Arbeitsverdienst realisiert als auf den kleineren. Im Durchschnitt kommen bei den 18 Pilotalpen etwas mehr als zwei Drittel der Leistungen aus Produktverkäufen, der Rest aus Direktzahlungen. Je grösser der Anteil der Milchproduktion und der davon verkästen Milch, desto höher das Einkommen. Simulationen für zwei Alpen bestätigen, dass sich Spezialisierung lohnt. Insbesondere das Ausschöpfen der Milch- und Käseproduktionspotenziale ist sehr wirtschaftlich. Die hohe Wertschöpfung der Alpmilch macht Milch- gegenüber Mutterkühen auf Alpen konkurrenzfähiger als im Heimbetrieb.

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