Wasserverfügbarkeit und Futterproduktion im Ackerbaugebiet

Im Jahre 2009 wurde im Genferseegebiet auf einer Höhe von 390 Meter über Meer ein Versuch mit verschiedenen Futterbaustrategien (Ackerfruchtfolgen im Vergleich zu Kunstwiesen) angelegt. Ab 2010 wurden zwei Wasserversorgungsstrategien verglichen, welche einem Jahresniederschlag von 900 mm (mittlerer Jahresniederschlag des Standortes) und einem von 1200 mm (zusätzliche Wassergaben durch Bewässerung) entsprachen. Während der Trockenheitsperioden der Jahre 2010 und 2011 zeigten die Wassergaben in den Klee-Gras-Mischungen die grösste Wirkung. Eine Wassergabe von zehn Litern pro Quadratmeter erlaubte es, den Ertrag der Klee-Gras-Mischungen um 120 kg TS/ha zu erhöhen, während dieselbe Wassergabe bei Mais lediglich eine Zunahme von 50 kg TS/ha bewirkte. Allerdings verschlechterte sich die botanische Zusammensetzung der Kunstwiesen ab dem dritten Nutzungsjahr merklich. Damit einher ging auch eine konstante Abnahme der Futterproduktion. In sämtlichen Kulturen bewirkten die Wassergaben im Grossen und Ganzen eine geringe Abnahme des Stickstoffgehaltes und eine Zunahme der Kaliumgehalte in den Klee-Gras-Mischungen (Luxuskonsum). Die Gehalte der anderen untersuchten Elemente (P, Ca und Mg) veränderten sich wenig. Die vorliegende Studie verdeutlicht die Schwächen des Grünlandes unter Trockenheitsbedingungen und zeigt die Vorteile auf, welche die Kulturen Mais und Luzerne aufweisen.

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