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Bekämpfung des Rapsglanzkäfers mit dem Naturstoff Surround

Rapsglanzkäfer Meligethes spp. können an Rapskulturen grosse Schäden verursachen. Gefährdet sind besonders Bio- und Extenso- Bestände, weil Insektizide dort verboten sind. Künftig könnten zudem durch die zunehmende Resistenzbildung des Rapsglanzkäfers auch im konventionellen Rapsanbau nichtchemische Behandlungsmöglichkeiten wichtig werden. Agroscope hat zahlreiche Naturstoffe auf ihre Wirksamkeit gegen Rapsglanzkäfer in Feldversuchen getestet. Gute Wirkung und Anwendbarkeit in der Praxis zeigte das kaolinhaltige Produkt Surround in Kombination mit einem rapsölhaltigen Netzmittel. Von 2011 bis 2013 wurde Surround unter ÖLN-Bedingungen in insgesamt zehn Grossparzellenversuchen mit konventionellen Insektiziden und einer unbehandelten Kontrolle verglichen. Surround wies eine statistisch gesicherte Wirkung von 50–70 % gegenüber der unbehandelten Kontrolle auf. Die Wirkungsdauer lag bei etwa fünf Tagen. Der Körnerertrag wurde mit einer Behandlung um durchschnittlich 10 % erhöht. Bei den chemisch-synthetischen Insektiziden betrug der Ertragszuwachs im Mittel 17 %. Mit einer zweiten Behandlung im Abstand von sechs bis zehn Tagen konnte der Ertrag bei beiden Bekämpfungsverfahren jeweils um nochmals durchschnittlich 7 % verbessert werden. In gut mit Nährstoffen versorgten Rapsfeldern lohnt sich eine Behandlung mit Surround aus wirtschaftlicher Sicht, sobald die Bekämpfungsschwelle von drei bis fünf Käfern pro Pflanze erreicht ist.

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