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Bewässerungsbedarf und Wasserdargebot unter Klimawandel: eine regionale Defizitanalyse

Mit dem Klimawandel nimmt der Wasserbedarf landwirtschaftlicher Kulturen tendenziell zu. Dies führt zu einem höheren Bewässerungsbedarf. Gleichzeitig sinkt die Wasserverfügbarkeit, da im Sommer die Wasserstände in vielen Einzugsgebieten des Mittellandes zurückgehen. Um Gebiete mit einem erhöhten Risiko für Wasserknappheit zu identifizieren, wurde mit Hilfe eines hydrologischen Modells das Verhältnis des potenziellen Bewässerungsbedarfs zum Dargebot (verfügbares Wasser, Gebietsabfluss) für 39 Einzugsgebiete während 1981–2010 berechnet. Die Ergebnisse zeigen, dass in Extremjahren wie 2003 in einzelnen Regionen das Dargebot schon heute ungenügend ist. Mit dem Klimawandel spitzt sich diese Situation zu und führt vermehrt zu Wasserknappheit, wie Modellierungen für ausgewählte Gebiete anhand von zwei Klimaszenarien für die Periode 2036–2065 zeigen. In den Einzugsgebieten von Glatt- Töss, Birs, oder Broye-Mentue steigt die Häufigkeit der Jahre mit Wasserknappheit im Falle eines starken Klimawandels um ein Vielfaches an. In diesen Gebieten sind Massnahmen für eine angepasste Wasserbewirtschaftung angesagt, die sowohl den Schutz der Gewässer als auch die Ansprüche der Landwirtschaft berücksichtigen.

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