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Was kosten ökologische und landschaftspflegerische Leistungen?

Bei der Teilnahme an freiwilligen ökologischen oder landschaftspflegerischen Programmen fallen Produktions- und Opportunitätskosten an, die je nach Betriebsstruktur und Region sehr unterschiedlich ausfallen können. Genaue Kenntnisse über die Höhe der einzelbetrieblichen Erbringungskosten helfen agrarpolitischen Entscheidungsträgern, die Direktzahlungsbeiträge für die Programme zielgerichtet festzulegen und zu bemessen. Dieser Beitrag quantifiziert die Erbringungskosten auf der Grundlage von einzelbetrieblichen Optimierungsmodellen für insgesamt 3200 Schweizer Landwirtschaftsbetriebe und setzt sie in Relation zu den Direktzahlungsbeiträgen im Jahr 2016. Je nach Region können 10–27% aller Betriebe ihre Erbringungskosten von extensiven Wiesen vollständig über den Direktzahlungsbeitrag Qualitätsstufe 1 (Q1) abgelten. Von den Betrieben im Tal können 43% ihre Erbringungskosten von Buntbracheflächen mit Direktzahlungsbeiträgen kompensieren. Bei Hochstamm-Feldobstbäumen auf mittelintensiven Wiesen- oder Weideflächen können 26% der Betriebe im Tal ihre Erbringungskosten über den Direktzahlungsbeitrag Q1 abdecken. Da bei einer Teilnahme am Programm für graslandbasierte Milchund Fleischproduktion (GMF) ein hoher Anteil der Verkehrsmilchbetriebe die GMFAuflagen ohne zusätzliche Kosten erfüllen kann, liegt der Anteil mit 63% deutlich höher.

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