Nachfrage, Angebot und Wert der Insektenbestäubung in der Schweizer Landwirtschaft

In einigen Ackerkulturen, vor allem aber auch bei Obst und Beeren, sind Ertrag und Qualität der Ernte von der Bestäubung durch Insekten abhängig. Gemäss weltweiten Schätzungen tragen Honig- und Wildbienen gleich viel zu dieser Wertschöpfung bei.Systematische Untersuchungen für die Schweiz gibt es dazu aber nicht. Mit Hilfe von Daten zur Fläche und Verteilung von insektenabhängigen Kulturen und deren Ertrag wurde erstmals der direkte Nutzwert dieser Bestäubungsleistung für die Schweiz berechnet. Er liegt zwischen 205 und 479 Millionen Franken jährlich. Bestäubungsabhängige Kulturen werden in der Schweiz auf circa 5 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche und 14 % der Ackerfläche angebaut. Die potenzielle räumliche Abdeckung dieser Kulturen durch Honigbienen ist im landesweiten Durchschnitt relativ gut. Vor allem im westlichen Mittelland und im Wallis ist sie jedoch lückenhaft. Ob dies zu Ertragseinbussen durch Bestäubungsmängel (Bestäubungsdefizite) führt, und ob und wie eine gezielte Förderung von natürlich vorkommenden Wildbienen oder der Einsatz von zusätzlichen Honig- und gezüchteten Wildbienen zu einer besseren Bestäubungsleistung beitragen, muss weiter untersucht werden.

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