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Analyse der Wertverteilung in der Wertschöpfungskette Milch

Seit zehn Jahren geht der Produzentenpreis für Molkereimilch zurück. Als Antwort auf diese besorgniserregende Situation liefert die Studie «Wertverteilung in den Wertschöpfungsketten » Analyseelemente und zeigt konkrete Handlungsachsen auf, um den Mehrwert-Rücklauf an die landwirtschaftlichen Produzenten zu verbessern. Unabhängig von der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette variieren die an die Produzenten bezahlten Preise stark, je nach Vertriebskanal, nach der von Konsumenten und Verteilern wahrgenommenen Differenzierung des Produktes (differenziert versus generisch) und nach der Governance-Form, welche den Produzenten mit dem Käufer verbindet. Die Regeln zur Festsetzung der Verkaufsmargen durch die Grossverteiler und die Verarbeiter sind nicht transparent. Die Informationsungleichheit zwischen den Akteuren geht zulasten der Produzenten. Je besser es den Produzenten und Verarbeitern gelingt, ihre Produkte zu differenzieren und die Konsumenten davon zu überzeugen, einen höheren Preis zu zahlen, desto stärker steigt der Wertanteil der Grossverteiler. Überschüsse und Produkte mit geringer Wertschöpfung, verringern zudem den Gesamtwert der Wertschöpfungskette. Die Studie verdeutlicht die Auswirkung der Governance-Struktur auf den Mehrwert-Rücklauf an die Landwirte. Der Ruf der Konsumentinnen und Konsumenten nach fairen Preisen für die Landwirte nimmt zu. Dies könnte bald schon ausreichend Druck auf das Image von Verarbeitern und Grossverteilern ausüben und sie überzeugen, diesen Aspekt systematisch in ihre Leistungskriterien aufzunehmen.

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