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Einfluss der Gülleapplikationstechnik auf Ertrag und Stickstoffflüsse im Grasland

Bei der Verwendung eines Schleppschlauchs oder Schleppschuhs gelangen pro Gülleausbringung bei einer üblichen Applikationsmenge 2−3 kg mehr Stickstoff pro Hektare in den Boden als mit dem Breitverteiler, weil 30−50 % weniger Ammoniak entweicht. Dies zeigen in der Schweiz zu verschiedenen Jahreszeiten durchgeführte Messreihen sowie eine Literaturübersicht. In einem zweieinhalbjährigen Feldversuch wurde am ersten Standort kein Ertragsunterschied zwischen Schleppschlauch- und Breitverteilerausbringung festgestellt. Die Verdünnung der Gülle führte dagegen zu einer Ertragssteigerung. Am zweiten Standort dieses Versuchs war ein tendenziell höherer Gesamtertrag mit dem Schleppschlauch im Vergleich zum Breitverteiler zu beobachten (p = 0,063). Die kombinierte Analyse in- und ausländischer Ausbringungsversuche zeigt mittlere Mehrerträge von Graslandbeständen von 2,5 % mit Schleppschlauch und 5,8 % mit Schleppschuh im Vergleich zum Breitverteiler. Zu den Verlustpfaden des Stickstoffs, der dank der emissionsmindernden Technik zusätzlich in den Boden gelangt, ist der Wissensstand noch ungenügend. Auswaschungsund Denitrifikationsverluste nehmen gemäss aktuellem Wissensstand nicht so stark zu, dass damit eine Reduktion der Stickstoff-Ertragswirksamkeit zu erwarten ist. Wie die Ausbringtechnik die Dynamik des organischen Stickstoffs im Boden beeinflusst, ist noch gänzlich unerforscht.

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