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Fall und Aufstieg der Schweizer Braunviehzucht

Noch vor 20 Jahren wurde mehr als die Hälfte des genetischen Materials für die Braunviehzucht vor allem aus Nordamerika importiert, obwohl das genetische Zentrum des Braunviehs in der Schweiz liegt. Heute hat der Selbstversorgungsgrad beim Zuchtmaterial für Braunvieh jedoch knapp 100 % erreicht und die Schweiz wurde bei dieser Rasse sogar zum Nettoexporteur. Die Gründe für diese positive Entwicklung werden in diesen Beitrag nachgezeichnet. Dabei treten zwei Faktoren hervor: Auf der einen Seite fällt auf, dass die Vermehrung zunehmend dereguliert wird. Ein staatlich festgelegtes Monopol wurde aufgehoben; mittlerweile darf jedes Tier zur Vermehrung angeboten und verwendet werden. Auf der anderen Seite wird die Herdebuchführung staatlich gefördert und stellt damit gezielt tierspezifische Informationen zur Milch- und Fleischleistung sowie zum Gesundheitszustand bereit. Diese Informationsbasis erlaubt den Landwirten eine qualifizierte Auswahl des genetischen Materials. Diese Kombination von Liberalisierung und durch den Staat geförderter Information scheint gut für eine wettbewerbsfähige Branche zu sein.

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