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Buchweizenanbau in der Schweiz: neue Sorten für eine alte Nischenkultur

Seit einigen Jahren steigt das Interesse an der Buchweizenproduktion in der Schweiz. Zuvor war die Ackerfrucht fast vollständig in Vergessenheit geraten. Buchweizen eignet sich gut zur Auflockerung der Fruchtfolge, da er nicht mit anderen Ackerkulturen verwandt ist. Auch ernährungsphysiologisch ist Buchweizen interessant: Er enthält Zink und Selen und bietet für Menschen mit Glutenunverträglichkeit eine glutenfreie Alternative zu Getreideprodukten. Um Empfehlungen für einen zeitgemässen Schweizer Buchweizenanbau zu erarbeiten, wurden 2015 bis 2018 14 Buchweizensorten unterschiedlicher Herkunft in Kleinparzellenversuchen angebaut und ihre agronomischen Eigenschaften verglichen. Als Referenz diente dabei die französische Sorte La Harpe, die in der Schweiz angebaut wird. Zudem wurden die Auswirkungen verschiedener Saatdichten auf das Wachstum und den Ertrag anhand der Sorten Devyatka und La Harpe erforscht. Die Sortenversuche zeigten, dass die neueren Züchtungen aus Russland neben dem höheren Ertrag eine schnellere Jugendentwicklung aufweisen und auf Grund ihres begrenzten Wuchses kürzer als andere Sorten bleiben, was die Ernte im Direktdruschverfahren erleichtert. Die Untersuchung der Saatdichte lieferte hingegen keine abschliessende Antwort auf die Frage nach der zu wählenden Saatdichte. Obwohl der Ertrag mit zunehmender Saatdichte tendenziell abnimmt, sollte die optimale Saatdichte situationsspezifisch ermittelt werden. Ein guter Startwert ist dabei eine Saatdichte um 180 Körner/m2.

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