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Ressourcenschutz durch Agroforstsysteme – standortangepasste Lösungen

Die Agrarpolitik des Bundes hat unter anderem zum Ziel, Agrarökosystemleistungen bereitzustellen, Umweltbelastungen zu reduzieren und die Resilienz der Landwirtschaft zu erhöhen. Die Kombination von Bäumen mit landwirtschaftlichen Unterkulturen, genannt Agroforst, kann dazu beitragen, diese Ziele zu erreichen, ohne die landwirtschaftliche Produktion wesentlich einzuschränken. Wir haben diejenigen Regionen identifiziert, in denen gemäss den Umweltzielen Landwirtschaft Umweltbelastungen auftreten, und in denen Agroforstsysteme einen Beitrag zur Minderung dieser Belastungen leisten können. Unsere Resultate basieren auf elf nationalen Defizitkarten der Umweltbereiche Biodiversität, Landschaft, Klima, Luft, Wasser und Boden. Demnach finden sich auf 13,3 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche (LN) drei oder mehr Defizite gleichzeitig. Würden diese 13,3 % der LN zu Agroforstsystemen wie Baumreihen in Ackerkulturen, Futterbäumen und Schattenspendern für Tiere usw. umgewandelt, so könnten bis zu 13 % der Treibhausgasemissionen des Sektors Landwirtschaft kompensiert werden. Mit Hilfe der vorliegenden Karten und dem grossen Potenzial von Agroforstsystemen lassen sich in Zukunft Massnahmen entwickeln, die auf die lokalen Voraussetzungen und Umweltziele abgestimmt sind.

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