Genomische Inzucht: Wie hoch ist sie in Schweizer Schaf- und Ziegenrassen?

Die Entwicklung moderner Technologien erlaubt es heute, mittels einer DNA-Genotypisierung den Zustand an Tausenden von Stellen im Erbgut eines Tieres aufzudecken. Diese Information kann verwendet werden, um die genomische Inzucht herzuleiten. Dies ist wertvoll für Populationen, die keine oder nur unvollständige Pedigree-Information haben. Weiter können Unterschiede in der Inzucht von Vollgeschwistern aufgezeigt werden und es kann sichtbar gemacht werden, wo im Erbgut Inzucht gewirkt hat. Dadurch liefert sie Anhaltspunkte zur genetischen Vielfalt innerhalb einer Rasse. In dieser Studie wurde für 1120 Schafe von elf Rassen und für 332 Ziegen von zehn Rassen die genomische Inzucht hergeleitet. Für die untersuchten Tiere der Ziegenrassen Saanenziege (SA), Toggenburgerziege (TO), Bündner Strahlenziege (BS), Walliser Ziegen (WZ), Appenzellerziege (AP) und Stiefelgeiss (ST), sowie der Schafrassen Walliser Schwarznasenschaf (SN), Spiegelschaf (SPS), Walliser Landschaf (WLS) und Ouessant Schaf (OUE) wurde eine durchschnittliche genomische Inzucht > 6,25 % berechnet. Generell erlaubt der Miteinbezug von genomischen Daten ein besseres Verständnis der Verwandtschafts- und Inzuchtverhältnisse in Schweizer Rassen. Dadurch sind differenziertere Entscheide für die Zucht und allfällige Erhaltungsaktivitäten möglich.

PDF-Vollversion

Genomische Inzucht: Wie hoch ist sie in Schweizer Schaf- und Ziegenrassen?

Vollversion als PDF herunterladen (378 Kb.)

Zum kompletten Archiv