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Vergleich von Methoden zur Bestimmung der Buttersäurebakterien in Milch

Zur Überwachung von käseschädlichen anaeroben Sporen in der Rohmilch – auch Buttersäuresporen genannt – wurden die zurzeit in der Schweiz verwendeten Analysenmethoden (MPN-Methode nach CNERNA und Filtrationsmethode nach Bourgeois) mit einer neuen Methode (SY-LAB) verglichen. Dies fand im Rahmen der alljährlichen Winterkampagne eines Milchverarbeiters statt. Zu diesem Zweck wurden 93 Milchproben aus silagefreier und 217 Proben aus nicht silagefreier Milchproduktion jeweils mit allen drei Methoden untersucht. Bei der Silomilch überzeugte die neue Methode gegenüber den anderen Methoden mit einer grösseren Genauigkeit und einem sehr grossen Messbereich von 44 bis 19 000 Sporen/L. Bei den Milchproben aus silagefreier Milchproduktion wurden mit der neuen Methode nur in 9 % der Proben Sporen nachgewiesen, mit der Filtrationsmethode in 29 % (Nachweisgrenze 25 Sporen/L) und mit der MPN-Methode in 44 % der Proben (Nachweisgrenze 53 Sporen/L). Die neue Methode vereint den Vorteil der Spezifität der Filtrationsmethode mit der Robustheit von MPN-Verfahren und könnte darum trotz der geringeren Empfindlichkeit nicht nur für Silomilch, sondern auf für silofreie Milch Vorteile bieten.

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