Die Ausweisung von Regionalen Naturpärken in der Schweiz hatte zur Folge, dass Direktzahlungsprogramme zur Förderung der Biodiversität (BFF-Programme) insbesondere in Regionen mit vergleichsweise intensiver Landwirtschaft und bisher unterdurchschnittlicher Teilnahme einen starken Aufschwung erlebten. Zwei politische Instrumente mit einem gemeinsamen Ziel: Förderung der Biodiversität Die BFF-Programme sind in der Schweiz seit 1993 ein wichtiges agrarpolitisches Instrument,…
Stabile Erträge im Pflanzenbau sind entscheidend für die Wirtschaftlichkeit der Betriebe und die Ernährungssicherheit. Modellsimulationen zeigen, dass die Ertragsstabilität vieler Sommerkulturen durch den Klimawandel erheblich abnehmen könnte, während Winterkulturen deutlich weniger betroffen sind.
Wasserlinsen können auf nährstoffreichen Gewässern, sowie auch Abwässern oder Hofdünger effizient proteinreiche Biomasse bilden und dabei Stickstoff und Phosphor binden. Dies könnte Potenziale für eine moderne Kreislaufwirtschaft haben.
Die landwirtschaftliche Nährstoffbilanzierung der Schweiz anhand der Hoftorbilanz wurde mit Importen aus dem Ausland zu einer Lebensmittelsystembilanz erweitert. Damit lassen sich neben den Nährstoffüberschüssen auch die Selbstversorgung und Zirkularität der Nährstoffnutzung bewerten.
Auf direktgesäten Flächen kann es mit den Jahren zu Ertragsverlusten kommen. Forschende von Agroscope und den Universitäten von Graz und Nevada konnten aufzeigen, wie Unterbodenverdichtungen zu Ertragsverlusten führen können.
Ergebnisorientierte Biodiversitätsförderung ist ein Ansatz, der im agrarpolitischen Kontext als Alternative zum aktuellen massnahmenorientierten System diskutiert wird. Die Umfrage zeigt ein grosses Interesse unter Landwirtinnen und Landwirten.
Private Initiativen, wie der Handel mit CO₂-Zertifikaten, können öffentliche Massnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen ergänzen. Agroscope und die ETH untersuchten, welche Faktoren die Wirksamkeit solcher Initiativen beeinflussen.
Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) werden verbreitet in Böden, Gewässern, Trinkwasser und Lebensmitteln nachgewiesen. Eine Auswertung von Agroscope ordnet ein, was Pflanzenschutzmittel zur Belastung des Grundwassers mit PFAS beitragen.
Stickstoff aus Landwirtschaft, Verkehr und Industrie gelangt via Luft in Böden und Gewässer. Eine neue Studie zeigt für Vögel erstmals, dass sich höhere Stickstoffeinträge negativ auf die Bestände auswirken – auch in naturnahen Lebensräumen.
Die Treibhausgasemissionen aus entwässerten, kohlenstoffreichen Böden werden im Treibhausgasinventar unterschätzt. Für eine genauere Einschätzung müssen Übergangsböden berücksichtigt werden. Dementsprechend werden Verbesserungen für das Treibhausgasinventar vorgeschlagen.
Zahlen zur landwirtschaftlichen Wassernutzung für Bewässerung sind in der Schweiz bislang sehr lückenhaft. Agroscope hat deshalb im Auftrag des Bundesamts für Umwelt eine Methode zur Schätzung der Verbrauchsmengen entwickelt.
Das FiBL zeigte in einer Literaturübersicht, dass es für den Schutz der Biodiversität sowohl nachhaltig bewirtschaftete Agrarlandschaften als auch geeignete, möglichst ungestörte Habitate braucht.
Die Tierhaltung mit ihrer Vielfalt und räumlich ausgedehnten Geruchsquellen bringt Herausforderungen bei der Ermittlung der Geruchsimmission mit sich. Agroscope und Empa haben eine Methode mit geschulten Testpersonen weiterentwickelt und mit Tracergasen validiert.
Wie kann sich die Stadtzürcher Landwirtschaft in Richtung Netto-Null-Ziel entwickeln? Eine FiBL-Studie zeigt, dass grosse Umstrukturierungen für die Zielerreichung nötig wären – kleinere Massnahmen sind dennoch möglich, um Netto-Null näher zu kommen.
Die Zufütterung von Milchkühen mit Lebensmitteln, die nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet sind («Former Food Products»), ist ein vielversprechender Ansatz zur Verminderung von Food Waste. Sie wirkt sich nicht auf den Stoffwechsel der Kuh aus, mindert aber auch nicht die Methanproduktion.
Staatliche Förderung für den Absatz tierischer Produkte steigert in der Tendenz die Nachfrage nach ressourcenintensiven Lebensmitteln. Dadurch kann die Umweltbelastung einschliesslich negativer Auswirkungen auf die Biodiversität verstärkt werden.
Um den Herbizideinsatz für die Vegetationskontrolle im Gleisbereich zu reduzieren, haben die Schweizerischen Bundesbahnen Agroscope und HEPIA beauftragt, eine niedrigwachsende Pflanzenmischung für den Gleisrandbereich zu entwickeln.
Agroscope hat eine neue Karte der organischen Böden der Schweiz erstellt. Diese bildet eine Grundlage, um eine Nutzungsstrategie für den Umgang mit diesen Böden zu entwickeln.
Eine Studie von Agroscope zeigt: Die Suisse-Bilanz könnte als Umweltindikator für eine nachhaltige Nährstoffnutzung dienen, jedoch nur für Phosphor und nicht für Stickstoff.
Eine Fokuskarte von Agroscope, ETH Zürich und Universität Lausanne zeigt auf, wo Biodiversitätsmassnahmen einen positiven Effekt auf Vögel haben könnten und wo nicht. Basierend auf diesen Erkenntnissen lässt sich die Landnutzung besser planen.
Die Methanemissionen steigen rasant und beschleunigen den Klimawandel. Eine neue Übersichtsstudie zeigt nun wirksame Massnahmen auf, um sie schnell zu reduzieren.
Mittels einer Literaturstudie haben Agroscope-Forscherinnen zusammengefasst, welche Massnahmen Foodwaste am effektivsten verringert. Dies trägt dazu bei, wirksame Interventionen besser zu identifizieren und umzusetzen.
Die Ausbreitung der Grünerle auf Weideflächen verringert die Artenvielfalt, die Futterqualität und die Attraktivität der Landschaft. Die Beweidung mit Ziegen kann die Ausbreitung der Grünerle aufhalten und die Weidevegetation wiederherstellen.
Lenkungsabgaben können das Konsumverhalten verändern. In einer Agroscope-Studie stand eine Nachhaltigkeitsabgabe auf Lebensmittel im Fokus. Es zeigte sich, dass Abgaben für soziale Nachhaltigkeit und Tierwohl am ehesten auf Akzeptanz stossen.
Mit Hilfe der korrigierten Normen kann ein standortangepasster Stickstoff-Düngebedarf ermittelt werden. Die Methode wurde im Projekt AgroCO2ncept im Zürcher Weinland angewendet und evaluiert. Dabei zeigten sich bedeutende Stickstoff-Einsparpotenziale.
Die Intensivierung der Landwirtschaft hat die Agrarökosysteme in Europa stark verändert mit grossen Auswirkungen auf die Biodiversität. Eine Übersichtsstudie von Agroscope und der Schweizerischen Vogelwarte identifiziert die wichtigsten Themen der zukünftigen Forschung. Ziel ist es, die Unsicherheiten des derzeit verfügbaren Wissens zu minimieren.
Gegen den Biodiversitätsrückgang setzen Schweizer Landwirtschaftsbetriebe 19,3 % ihrer Nutzfläche als Biodiversitätsförderflächen (BFF) um. Dabei zeigt sich, dass Biobetriebe deutlich mehr und qualitativ bessere BFF umsetzen als ÖLN-Betriebe.
Schweizer Landwirtinnen und Landwirte setzen bei der Bodenbewirtschaftung unterschiedliche Prioritäten, wie eine Agroscope-Studie zeigt. Massgeschneiderte Informations- und Politikmassnahmen könnten eine bodenschonende Bewirtschaftung gezielt fördern.
Schweizer Landwirtschaftsbetriebe müssen entscheiden, in welchem Umfang sie Agrargüter produzieren und Biodiversitätsleistungen erbringen. Agroscope hat die Vielfalt der gesamtbetrieblichen Bodennutzung analysiert und typisiert.