Archiv

2,688 Beiträge

Pflanzenbau

Suter D., Rainer F., Hirschi H., Aebi Ph.

Timothe: zwei neue Sorten empfohlen

In den Jahren 2013 – 2015 prüfte Agroscope insgesamt 21 Sorten von Timothe (Phleum pratense) im Feld auf ihre Anbaueignung. Sieben Sorten davon waren bereits empfohlen. Sie dienten dem Versuch als Standard und hatten zugleich die Prüfung erneut zu bestehen. Folgende Eigenschaften wurden bewertet: Futterertrag und – verdaulichkeit, Güte (Dichte, Üppigkeit und Ebenmässigkeit des Bestandes),…
Pflanzenbau

Grieder Ch., Tanner P., Schubiger F.-X., Boller B.

Mehr Leistung dank Sex: die neuen Wiesenrispengras-Sorten von Agroscope

Mit Selista und Sepia wurden 2014 erstmals zwei Sorten des Wiesenrispengrases ( Poa pratensis) aus dem Zuchtprogramm von Agroscope in die Schweizer Liste der empfohlenen Sorten für Futterpflanzen aufgenommen. Anstelle der beim Wiesenrispengras sonst üblichen asexuellen Samenbildung (Apomixis) zeigen Selista und Sepia wie die bekannte Sorte Lato eine hauptsächlich sexuelle Reproduktion. Die beiden neuen Sorten…
Nutztiere

Gutzwiller A.

Diätfutter mit Johannisbrot gegen Ferkeldurchfall

Die durchfallvorbeugende Wirkung von zwei Diätfuttermitteln wurde an 192 frisch abgesetzten Ferkeln geprüft. Das Kontrollfutter enthielt pro kg 175 g Rohprotein (RP), 42 g Lignocellulose (ADF), 116 g neutrale Detergentienfaser (NDF) und 13,9 MJ verdauliche Energie Schwein (VES). Das 20% Johannisbrot (mit Kernen) und 8% Strohmehl enthaltende Diätfutter SM und das 30% Johannisbrot und 9%…
Agrarwirtschaft

Zorn A., Lips M.

Wirtschaftlichkeit inländischer Körnerleguminosen

Bei der Diskussion über den Import von Futtermitteln ist die Wirtschaftlichkeit des Anbaus von Körnerleguminosen in der Schweiz von Interesse. Kosten-/Leistungsrechnungen auf Vollkostenbasis für Soja, Ackerbohnen, Eiweisserbsen und Lupinen ergeben unter Annahme einer rationellen Bewirtschaftung auf drei Hektar grossen Parzellen einen realisierten Stundenlohn beziehungsweise eine Arbeitsverwertung von mindestens Fr. 37.–. Diese Arbeitsverwertung ist vergleichbar mit…
Umwelt

Ramseier H., Füglistaller D., Lädrach Ch., Ramseier Ch., Rauch M., Widmer Etter F.

Blühstreifen fördern Honig- und Wildbienen

Honig- und Wildbienen sind für die landwirtschaftliche Produktion und die Biodiversität unverzichtbar, doch sie sind weltweit unter Druck geraten. Neben der Varroa- Milbe, Krankheiten und Umweltgiften dürfte auch fehlende Nahrung ein wichtiger Stressfaktor sein. Mit Blühstreifen in der Kulturlandschaft soll deshalb die Trachtlücke von Ende Mai bis Ende Juli verringert werden. An der Hochschule für…
Umwelt

Luka H., Barloggio G., Pfiffner L.

Blühstreifen regulieren Schädlinge im Gemüsebau und werten Kulturland ökologisch auf

Die Regulation von Schädlingen kann im Bio-Gemüsebau mit Hilfe von Biodiversitätsflächen verbessert werden. Dies zeigen mehrjährige Untersuchungen am Modellsystem Kohl, am Schädling Kohleule und an dessen Ei- und Larvenparasitoiden (Nützlinge). Gefördert wurden die Nützlinge durch Blühstreifen am Feldrand und Beipflanzen innerhalb des Feldes. Geeignete Pflanzen für die Blühstreifen wurden aufgrund der Fachliteratur und eigener Laborexperimente…
Umwelt

Tschumi M., Albrecht M., Dubsky V., Herzo F., Jacot K.

Nützlingsblühstreifen für den Ackerbau reduzieren Schädlinge in Kulturen

Frühere Studien haben gezeigt, dass halbnatürliche Lebensräume wie Buntbrachen oder extensive Wiesen die Biodiversität von Pflanzen und Tieren erhöhen. Um auch die natürliche Schädlingsregulation zu fördern, wurden Samenmischungen für einjährige Blühstreifen entwickelt, die gezielt auf die Bedürfnisse der Gegenspieler von Ackerschädlingen (insbesondere Getreidehähnchen und Blattläuse) ausgerichtet sind. In den mit diversen Wild- und Kulturpflanzen angesäten…
Nutztiere

Wyss C., Gerster G., Zollinger A., Bachmann I.

Slow-feeding-Systeme für Pferde: Test einer Sparraufe

In freier Wildbahn beschäftigen sich Equiden mehr als 16 Stunden mit der Nahrungsaufnahme. In der traditionellen Fütterung von Pferden ist die Fressdauer mit 2–3 rationierten Raufutterportionen pro Tag stark verkürzt und kann zu Verdauungs- und/ oder Verhaltensproblemen führen. In dieser Studie wurde geprüft, ob eine Sparraufe mit zwei unterschiedlichen Netzen die Dauer der Futteraufnahme von…
Nutztiere

Grob N., Altermath J., Boillat C., Frutschi V., Guy A., Roumet J.-P., Python P., Reidy B.

Beratungsinstrument zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit auf Milchbetrieben

Um die Wirtschaftlichkeit von Milchproduktionsbetrieben zu verbessern, wurde eine in Frankreich entwickelte Beratungsmethode auf das Umfeld im Kanton Jura und Berner Jura angepasst. Dazu wurden auf 64 Milchproduktionsbetrieben Daten zu den natürlichen Standortfaktoren, zur Produktionstechnik sowie dem damit in Zusammenhang stehenden wirtschaftlichen Ergebnis erhoben. Mittels multivariater statistischer Analysen wurden die wichtigsten Faktoren für den Betriebserfolg…
Umwelt

Fuhrer J., Thomet M., Smith P, Jordan F., Thomet P.

Online-Prognosen für Wasserknappheit

Mit dem Klimawandel steigt in Regionen mit intensiver Landwirtschaft das Risiko von Wasserknappheit. Als Hilfsmittel für die Prognose kritischer Situationen und für die längerfristige Planung der Wassernutzung zur Anpassung an den Klimawandel wurde ein Modell für die Drei-Seen-Region (Broye/ Seeland) geschaffen. Es erlaubt, gleichzeitig das Wasserdargebot in natürlichen Gewässern wie auch den Wasserbedarf der angebauten…
Umwelt

Chervet A., Sturny W.G., Weisskopf P., Sommer M., Martinez I., Keller T.

Bodenporosität und Gastransport nach 19 Jahren Direktsaat und Pflug

Seit 1994 werden auf der Dauerbeobachtungsfläche Oberacker am Inforama Rütti in Zollikofen auf einem schwach humosen, sandigen Lehm die beiden Anbausysteme Direktsaat und Pflug miteinander verglichen. In einem Streifenversuch mit sechs verschiedenen Parzellen werden im Rahmen einer Fruchtfolge sechs Kulturen angebaut. Nach 19 Versuchsjahren wurden den Böden beider Anbausysteme ungestörte Zylinderproben in 10 cm und…
Umwelt

Chervet A., Ramseier L., Sturny W.G., Zuber M., Stettler M., Weisskopf P., Zihlmann U., Martinez I., Keller T.

Erträge und Bodenparameter nach 20 Jahren Direktsaat und Pflug

Seit 1994 werden auf der Dauerbeobachtungsfläche Oberacker am Inforama Rütti in Zollikofen auf einem schwach humosen sandigen Lehm die beiden Anbausysteme Direktsaat und Pflug miteinander verglichen. In einem Streifenversuch mit sechs verschiedenen Parzellen werden im Rahmen einer Fruchtfolge die sechs Kulturen Eiweisserbsen – Winterweizen – Ackerbohnen – Wintergerste – Zuckerrüben – Silomais angebaut. Nach 20…
Agrarwirtschaft

Umstätter Ch., Stark R., Schmid D., Schick M.

Auswirkung des technischen Fortschritts auf die Arbeitszeit in der Landwirtschaft

Diese Studie beschäftigt sich mit dem Einfluss des technischen Fortschritts auf die Jahresarbeitszeit von Schweizer Landwirtinnen und Landwirten in den Jahren 2003 und 2012. Die Auswertung von Normalarbeitsverträgen für landwirtschaftliche Angestellte in der Schweiz sowie eine Literaturrecherche zeigte auf, dass die Wochenarbeitszeit bei landwirtschaftlichen Tätigkeiten in den meisten Ländern mehr als 48 Stunden beträgt. Zudem…
Pflanzenbau

Villacrés de Papajewski D., Grisot E., Bétrix C.-A., Schori A., Mascher F.

Entwicklung eines Resistenztests gegen den Bakterienbrand an Sojabohnen

Der Bakterienbrand an Sojabohnen ist eine Blattkrankheit, die vom Bakterium Pseudomonas savastanoi pv. syringae hervorgerufen wird. Die Krankheit verursacht eckige Flecken auf der Blattspreite, beeinträchtigt den Ertrag aber nur selten. Da Saatgut die wichtigste Ansteckungsquelle ist, kann eine Kontamination zu bedeutenden Qualitätsverlusten führen und die Verbreitung anfälliger Sorten behindern. Das beste Mittel zur Vorbeugung dieser…
Nutztiere

Wyss U., Dettling T., Reidy B.

Silagequalitäten im Berggebiet: eine Praxisuntersuchung

Silage ist im Berggebiet eine wichtige Konservierungsform für Raufutter. Um die Silierbarkeit verschiedener typischer Pflanzenbestände im Berggebiet zu bestimmen, wurden im Labormassstab Futter von vier Pflanzenbeständen einsiliert und untersucht. Gleichzeitig wurden Grassilagen von 31 Praxisbetrieben aus der Bergregion Ybrig-Einsiedeln gesammelt und auf die Qualität analysiert. Die vier untersuchten Pflanzenbestände erwiesen sich gemäss der Vergärbarkeitskoeffizienten aus…
Nutztiere

Müller Richli M., Kaufman D., Scheeder M.

Bestimmung der Schweinefettqualität für die Zuchtwertschätzung

Bei der Herstellung von Fleischprodukten spielt die Fettqualität eine entscheidende Rolle. Auskunft über die wesentlichen Qualitätskriterien des Schweinefettes, das Oxidationspotential und die Konsistenz, gibt der Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren (PUFA) und die Jodzahl. Diese Merkmale sind bei Schweizer Schweinen auch bezahlungsrelevant. Für die Ausprägung von PUFA-Gehalt und Jodzahl spielt neben der Fütterung auch die…
Umwelt

Meichtry-Stier K., Zellweger-Fischer J., Horch P., Birrer S.

Die ökologische Qualität der Wiesen ist wichtig für den Feldhasen

Die Feldhasenbestände im Schweizer Mittelland sind seit Jahren rückläufig. Im St. Galler Rheintal erfolgen seit 1994 ökologische Aufwertungen mit Biodiversitätsförderflächen (BFF), u.a. mit dem Ziel, den Feldhasen zu fördern. Mit der vorliegenden Studie wollten wir einerseits herausfinden, ob die Entwicklung des Feldhasenbestands im St. Galler Rheintal mit der Entwicklung der BFF erklärbar ist. Andererseits sollte…
Agrarwirtschaft

Lips M., Gazzarin Ch.

Die finanziellen Auswirkungen von Investitionen im Vorfeld abschätzen

Der Artikel enthält einen Vorschlag, um geplante Investitionen auf ihre Wirtschaftlichkeit zu überprüfen (Ex-ante-Evaluation). Da für den durchschnittlichen Schweizer Landwirtschaftsbetrieb die Entschädigung der familieneigenen Arbeit viel bedeutender ist als diejenige des Eigenkapitals, steht die Veränderung der Arbeitsverwertung pro Stunde, beziehungsweise des effektiv realisierten Stundenlohns im Zentrum des Interesses. Dies wird mit je einer Kalkulation vor…