Diese Arbeit zeigt eine Methode zur Einschätzung von Transferrisiken von Pestiziden in Oberflächengewässer durch Erosion und Oberflächenabfluss in einem Teil des Einzugsgebietes des Boiron de Morges (Waadt). Die Methode verbindet Feldbeobachtungen mit der Nutzung von geographischen Informationssystemen (GIS). Sie berücksichtigt unvergängliche und vergängliche Faktoren. Eine Bewertungstabelle erlaubt es, die verschiedenen Faktoren entsprechend der Intensität ihres…
Die Entwicklung hin zu grösseren Betrieben und kostengünstigeren Strukturen verläuft in der Schweizer Landwirtschaft relativ langsam. Mit einem dynamischen Simulationsmodell wird untersucht, wohin eine Extrapolation der bisherigen Entwicklung in die Zukunft führt und wie alternative Entwicklungspfade aussehen könnten. Die Simulationen zeigen, dass kostengünstigere Strukturen auch ohne häufigere altersunabhängige Betriebsaufgaben erreichbar sind. Als Chancen für eine…
Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, anhand geeigneter ethologischer und physiologischer Parameter das Ausmass der Belastung von Lärm und Vibrationen auf das Tier zu erfassen. In einem Autotandem-Melkstand wurden mittels spezieller Lautsprechersysteme verschiedene Lärm- und Vibrationsintensitäten erzeugt (Variante A: 70 dB(A) / 0,5 m/s2; Variante B: 80 dB(A) / 0 m/s2; Variante C: 80 dB(A)…
In der Schweiz erfolgt die Einstallung von Mastkälbern im Alter von vier bis sieben Wochen und findet somit in der Übergangsphase von der passiven zur aktiven Immunität statt. In einem Versuch wurde der Einfluss unterschiedlicher Einstallalter auf die Gesundheit von Mastkälbern untersucht. Drei Gruppen von 30 Kälbern im Alter von zwei bis vier, von fünf…
Der durchgeführte Versuch hatte das Ziel, die Auswirkungen einer zweiwöchigen energetischen Unterversorgung in der Höhe von minus 15 MJ pro Tag auf die Zusammensetzung des Milchfetts zu prüfen. 24 Kühe in der Anfangsphase der Laktation wurden auf zwei Varianten aufgeteilt, nachdem sie gleich gefüttert (Heu, Mischung aus Gras- und Maissilage, Kartoffeln, Energie- und Proteinkraftfutter, Mineralstofffutter)…
Der Anbau transgener Kulturen könnte nach Ablauf des Gentech-Moratoriums auch in der Schweiz zu einer Option werden. Dabei stellt sich die Frage, welche Bedeutung diese neue Technologie bei den Landwirtinnen und Landwirten erreichen wird und welche Faktoren die Entscheidung beeinflussen, transgene Kulturen zu nutzen. Die potenzielle Bereitschaft von Landwirtinnen und Landwirten transgene Pflanzen anzubauen sowie…
Im Rahmen des ISAFRUIT-Projektes sind wichtige produktionstechnische (z.B. Flächenerträge, Sortierergebnisse) und betriebswirtschaftliche (z.B. Arbeitsstunden und Produzentenpreise) Grössen verglichen worden zwischen der Schweiz und wichtigen EU-Ländern, die Äpfel produzieren. Die Produzentenpreise und die Arbeitskosten sind in der Schweiz deutlich höher als in der EU. Die Apfelfläche pro Betrieb in der Schweiz ist deutlich kleiner. Zwischen der…
Weltweit versuchen Apfelzüchter den noch perfekteren Apfel zu selektieren. Welche Sorten sich am Markt durchsetzen, hängt massgeblich von der Beliebtheit bei den Konsumentinnen und Konsumenten ab. Im Rahmen des EU-Projekts ISAFRUIT wurde untersucht, wie beliebt Apfelsorten bei den Konsumenten sind. Dabei wurde die Beliebtheit von elf verschiedenen Apfelsorten in einer Degustation mit 550 Schweizer Konsumenten…
Die 27. Internationale Konferenz der Agrarwirtschafter (International Association of Agricultural Economists IAAE) fand vom 16. – 22. August 2009 in Beijing zum Thema �The New Landscape of Global Agriculture� statt. Die Konferenz war geprägt durch ein �dank� der Ernährungskrise erneuertem Interesse am Agrar- und Ernährungssektor, sowieder Frage, wie die Weltbevölkerung künftig nachhaltig ernährt werden kann.Entsprechend…
Mit einem breiten Methodenmix wurden die beiden Teile «Qualität» und «Vernetzung» der Ökoqualitätsverordnung in Hinblick auf Schwachstellen bei ihren Transaktionskosten, ihrer institutionellen Ausgestaltung in den Kantonen und die mit den Programmen verbundenen Landnutzungsänderungen untersucht. Im Ergebnis werden für den Bereich „Qualität“ abgestufte Beitragshöhen vorgeschlagen, für den Bereich „Vernetzung“ ein Ersatz der fixen Hektarbeiträge durch individuell…
Der Versuch hatte das Ziel, die Machbarkeit einer Kalbfleischproduktion mit Kälbern aus Mutterkuhhaltung unter Schweizer Bedingungen zu untersuchen. Dabei wurden die Leistungen der Kälber je nach Kreuzungstyp ihrer Mütter miteinander verglichen sowie der Fütterungsstatus der Kälber in Abhängigkeit davon, ob sie Zugang zur Futterration ihrer Mütter hatten oder nicht. Der Versuch erfolgte mit 45 Kuh-Kalb-Paaren,…
Die Direktzahlungen sollen künftig konsequent auf die von der Bevölkerung gewünschten gemeinwirtschaftlichen Leistungen der Landwirtschaft ausgerichtet werden. In einem am 6. Mai 2009 verabschiedeten Bericht schlägt der Bundesrat eine Weiterentwicklung des heutigen Direktzahlungssystems vor. Massnahmen mit unspezifischer Zielausrichtung sollen durch zielgerichtete Instrumente ersetzt werden. Dadurch verbessern sich die Wirksamkeit und die Effizienz des Direktzahlungssystems.
In der Schweiz erbringt rund ein Prozent der bäuerlichen Familienbetriebe Soziale Dienstleistungen. Damit gehört die Schweiz bezüglich der Verbreitung mit zu den führenden europäischen Ländern im Bereich Care Farming. Zu diesen Dienstleistungen zählen zum Beispiel betreutes Wohnen und Arbeiten für Menschen mit Behinderungen auf einem Bauernhof, Familienplatzierungen von Kindern aus sozial schwierigen Situationen in bäuerlichen…
Die Schweizerische Sortenliste für Kartoffeln hat empfehlenden Charakter. Sie wird von der Arbeitsgruppe «Sortenfragen / Pflanzgut» der swisspatat herausgegeben, welche die Interessen der Kartoffelbranche vertritt. Für die Beurteilung der Sorten sind die eidgenössischen Forschungsanstalten Agroscope Changins-Wädenswil ACW und Reckenholz-Tänikon ART zuständig. Diese Liste wird jährlich überarbeitet. Es werden unter Berücksichtigung der sortenspezifischen Anbaueignung, der Marktbedürfnisse,…
Von 2005 bis 2007 untersuchten Agroscope ACW und ART in Feldversuchen an den Standorten Changins (VD) und in Zürich-Reckenholz den sortenspezifischen N-Bedarf von Lady Felicia, Derby, Victoria, Innovator und Marlen. Die gedüngten N-Mengen variierten von 0 bis 200 kg N/ha und wurden in mehreren Teilgaben von der Pflanzung bis zum Reihenschluss ausgebracht. Obwohl sich die…
Zur direkten Bekämpfung der Kraut- und Knollenfäule der Kartoffel im biologischen Anbau stehen als wirksame Produkte zurzeit ausschliesslich Kupferfungizide zur Verfügung. In üblicher Dosierung belasten diese die Umwelt, weshalb ihre Anwendung vermieden oder zumindest die Aufwandmengen stark reduziert werden sollten. Im Rahmen des EU-Projektes Blight-MOP zum Krautfäulemanagement im Bio-Kartoffelanbau ohne Kupfer wurde das krankheitsreduzierende Potential…
Die Anpassung der Soja an unsere klimatischen Bedingungen kann nicht gelingen, ohne dass die Blattfläche bedeutend reduziert wird. Dieses Ziel wird erreicht durch die Selektion von Pflanzen mit kleinen Blättern und durch Kreuzungen mit Genotypen, die lanzettförmige Blattformen zeigen. Im Allgemeinen bleibt die Einkreuzung des ln Allels, das die lanzettförmige Blätter exprimiert, ohne Einfluss auf…
Für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln (PSM) wird die Empfindlichkeit von Amphibien nicht getestet. Man geht davon aus, dass so genannte Stellvertreter-Organismen gleich empfindlich sind wie Amphibien. Anhand von Literaturdaten lässt sich zeigen, dass die akute Empfindlichkeit von Amphibien im Gewässer gegenüber PSM mit derjenigen von Fischen und aquatischen Invertebraten vergleichbar ist. Folglich ist in der…