Basierend auf einer repräsentativen schriftlichen Befragung von 776 Betriebsleitern und Betriebsleiterinnen über 40 Jahren und ihren Kindern sowie mehreren Gruppendiskussionen hat Agroscope FAT Tänikon die Situation der Hofnachfolge in der Schweiz untersucht. Eine Analyse der Einflussfaktoren und Prozesse, die zur Hofübergabe oder zum Ausstieg aus der Landwirtschaft führen, ist zentral für das Verständnis des landwirtschaftlichen…
Die Naturalerträge der Getreidekulturen variieren von Jahr zu Jahr. Dies lässt sich hauptsächlich auf die Witterung während der Vegetationsperiode zurückführen. Dabei ist aber über die Zeit ein Trend zu immer höheren Erträgen festzustellen. Dies hängt mit dem biologisch-technischen Fortschritt zusammen. Ziel dieser Arbeit war es, die Naturalerträge von Getreide zu analysieren und festzustellen, wie gross…
Auf Windhalm (Apera spica venti (L.) P.B.) wurde in der Schweiz erstmals die Sulfonylharnstoff-Resistenz nachgewiesen. Das Ausmass und die Art der Resistenz müssen erst präzisiert werden, aber die Regeln, eine Resistenz-Entwicklung zu bremsen – wie Wechsel der Bekämpfungsmethode, Wechsel des Wirkmechanismus von Herbiziden oder vielseitige Fruchtfolge – müssen auf allen Parzellen mit Windhalm ab sofort…
Bisherige Evaluationen der Direktzahlungen haben die Kosten für den Vollzug und die Kontrolle weitgehend vernachlässigt. Für die Ausgestaltung der Agrarpolitik stellt sich aber die Frage, inwieweit diese Transaktionskosten die Umsetzung und Effizienz der agrarpolitischen Massnahmen beeinflussen. Eine Schätzung der Transaktionskosten für die Kantone Graubünden und Zürich zeigt, dass die Kosten bei knapp 1’100 Fr. pro…
Unter dem Druck hoher Produktionskosten in der Schweizer Landwirtschaft hat der Faktor Arbeit zurecht an Beachtung gewonnen. In der angelaufenen Diskussion rund um die Arbeitsproduktivität wird häufig mit der Mengenproduktivität argumentiert. Eine hohe Arbeitsproduktivität kann allerdings auch mit einem unverhältnismässigen Kapitaleinsatz erkauft werden. In diesem Beitrag wird das erwirtschaftete Arbeitseinkommen des Betriebs je Normalarbeitstag als…
Nährstoffverluste in der Landwirtschaft sind sowohl ökologisch wie ökonomisch unerwünscht. In einem etwa zehn Hektaren grossen Einzugsgebiet in der Gemeinde Reichenburg (SZ) in der Linthebene wurde die Phosphorauswaschung aus futterbaulich genutzten Flächen ins Drainagewasser untersucht. Die hauptsächlichen Einflussfaktoren für Phosphorverluste ins Drainagewasser sind Niederschlagsereignisse, Grundwasserstand, Bodentyp und Nutzung, insbesondere die Düngung. Die vorliegenden Untersuchungen haben…
Buntbrachen fördern zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Ob auch der Boden von diesem ökologischen Ausgleichselement profitiert, war bisher nicht bekannt. Aus diesem Grund wurden in den Kantonen Aargau und Basel-Landschaft zwei Bodenaspekte untersucht: Fünf- und sechsjährige Buntbrachen wurden hinsichtlich des Zustandes des Bodengefüges und des Vorkommens des insektenpathogenen Bodenpilzes Metarhizium anisopliae (Grüne Muskardine) mit Getreideflächen und…
Die Winterweizen-Zulassungsprüfungen wurden in den Jahren 2002, 2003 und 2004 separat in einem Bio- und einem Extenso- Anbauversuchsnetz durchgeführt. Es wurden die Analyseresultate zur Backqualitätsbestimmung verglichen. Generell sind die Resultate der rheologischen Analysen im Bioversuchsnetz tiefer. Die Backtests ergeben in beiden Versuchsnetzen hingegen ähnliche Resultate. Die Korrelationen der Backeigenschaften zwischen den beiden Versuchsnetzen sind sehr…
Von 2002 bis 2004 wurden Sortenversuche für Winterweizen in zwei getrennten Versuchsnetzen durchgeführt. Zum einen nach den Anforderungen des biologischen Anbaus, zum anderen unter den Extensobedingungen. Der Vergleich zwischen den Versuchsnetzen hatte nicht zum Ziel, die unterschiedlichen Anbaumethoden zu beurteilen. Vielmehr sollten mögliche Wechselwirkungen zwischen Anbaumethode und Sorten hervorgehoben werden. Trotz grosser Unterschiede der beiden…
Während elf Jahren wurde der Einfluss der Stickstoff- und der Kalidüngung auf den Futterertrag, den Gehalt an Inhaltstoffen im geernteten Futter und auf die botanische Zusammensetzung einer Fromentalwiese untersucht. Der Verzicht auf eine N-Düngung führte zu einer ähnlich ausgeprägten Ertragsminderung wie der Verzicht auf eine K-Düngung. Betrug die gedüngte Kaliummenge weniger als 40 % des…
Im Schweizer Berggebiet werden zwischen 2 % und weit über 40 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche einer Gemeinde als ökologische Ausgleichsfläche (öAF) angemeldet. Wie können diese Unterschiede aus klimatischer, agronomischer und sozioökonomischer Sicht erklärt werden? Welche Bedeutung haben die unterschiedlichen Anteile an öAF für die Erreichung der Ziele des ökologischen Ausgleichs? Zur Beantwortung dieser Fragen haben…
Die vorliegende Inhaltsanalyse gibt erstmals einen Überblick, wie häufig, wie umfangreich und über welche landwirtschaftlichen Themen Schweizer Medien im Jahre 2004 berichten. Untersucht wurden insgesamt 586 Artikel aus acht Zeitungen und 55 Beiträge aus sechs Fernsehsendungen. Die Beiträge werden überwiegend als tatsachenbetonte journalistische Formen wie Nachrichten und Berichte verfasst. Meinungsbetonte Formen wie Kommentare sind selten.…
Grundlegend für jede Probenahme ist eine eindeutige Problemdefinition und eine klare analytische Fragestellung. Daraus leitet sich die detaillierte Probenahmeplanung ab, unter Berücksichtigung statistischer Überlegungen und eingebunden in das Qualitätssicherungs-System. Die Probenahme von Milch und Milchprodukten ist in amtlichen Dokumenten und internationalen Standards gut beschrieben. Der Leitfaden ISO 707 | IDF 50 ist dabei von zentraler…
Das Projekt SULAPS macht für einen Zeithorizont von zehn bis 15 Jahren mit einem Agrarstrukturmodell Prognosen über die Entwicklung der Berglandwirtschaft in zwei Regionen Mittelbündens. Zwei der betrachteten Szenarien gehen von einer starken Liberalisierung der Agrarmärkte und einer Halbierung der Direktzahlungen aus: Im Szenarium «Liberalisierung mit Stellenangebot» bietet die regionale Wirtschaft den landwirtschaftlichen Betriebsleitenden vermehrt…
Für den Ersatz von kupferhaltigen Pflanzenschutzmitteln im Bio-Landbau untersuchten wir die Wirkung von unterschiedlich aufbereiteten Heilpflanzen gegen die Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans) der Kartoffel. Fein gemahlenes Pflanzenmaterial wurde mit Ethanol extrahiert oder in Wasser suspendiert und in Feuchtkammer- oder Feldversuchen auf Kartoffelpflanzen appliziert. Dabei war die Wirkung der Suspensionen mit jener der Extrakte vergleichbar…
Seit 1990 zählt die Kraut- und Knollenfäule der Kartoffel zu den Forschungsgebieten von Agroscope FAL Reckenholz, der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Agrarökologie und Landbau. Ein Schwerpunkt liegt in der Entwicklung des Warn- und Prognosemodells PhytoPRE zur Bekämpfung der Kraut- und Knollenfäule für den Ökologischen Leistungsnachweis für die integrierte Produktion und den biologischen Kartoffelanbau in der Schweiz.…
Der Einfluss der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung auf den Nitratgehalt des Grundwassers wurde im Kanton Bern mit Hilfe des Stofffluss-Modells MODIFFUS untersucht. Zwischen 1990 und 1999 nahm der durchschnittliche Gehalt um 12 % ab, wobei der Rückgang je nach Region unterschiedlich hoch ausfiel. Die Resultate der Modellrechnungen zeigten teilweise eine gute Übereinstimmung mit einer Reihe von Messwerten aus…