In einem Verdauungsversuch mit Schafen wurde die Verdaulichkeit der organischen Substanz und der Nährwerte von Ganzpflanzenmaissilagen (MGP) untersucht, die auf unterschiedliche Weise geerntet worden waren. Verglichen wurden vier Verfahren: Standard-MGP aus dem Hochsilo, welche mit einer Silofräse entnommen wurde, Standard-MGP in Ballen, MGP-Shredlage und MGP mit Kolben angereichert (Powermais). Gemäss den chemischen Analysen waren die…
Neben den Maissilagen mit einer Standardhäcksellänge von 5 bis 10 mm werden heute auch Shredlage mit einer längeren Häcksellänge (26 bis 30 mm) und Powermais mit einem höheren Kolbenanteil hergestellt. Bei Agroscope wurden mit diesen neuen Ernteverfahren Silagen hergestellt und in Verdauungsversuchen mit Schafen und Fütterungsversuchen mit Mastmunis mit Standardmaissilagen verglichen. Der Silomais wurde bei…
Noch vor 20 Jahren wurde mehr als die Hälfte des genetischen Materials für die Braunviehzucht vor allem aus Nordamerika importiert, obwohl das genetische Zentrum des Braunviehs in der Schweiz liegt. Heute hat der Selbstversorgungsgrad beim Zuchtmaterial für Braunvieh jedoch knapp 100 % erreicht und die Schweiz wurde bei dieser Rasse sogar zum Nettoexporteur. Die Gründe…
Anhand von Buchhaltungsdaten wird der Anteil des Kraftfutters für den Betriebszweig Milchvieh und Aufzucht von Bio-Verkehrsmilchbetrieben geschätzt. Im Mittel beträgt dieser 5 %, wobei 45 % der Betriebe weniger als 5 % Kraftfutter aufweisen. Nur vereinzelt setzen Betriebe gar kein Kraftfutter ein. Der Kraftfutteranteil nimmt mit der Grösse des Milchkuhbestands und vor allem mit der…
Welchen Einfluss hat proteinreduziertes Futter auf die Ammoniak-Emissionen von Milchkühen auf der Weide? Um diese Frage zu beantworten, wurden die Ammoniak- Emissionen von zwei Weidesystemen mit Milchkühen zwischen Mai und Oktober gemessen und verglichen. Im ersten System (G) ernährten sich die Kühe ausschliesslich von Weidegras, während im zweiten System (M) 25 % Maissilage zugefüttert wurde.…
Phosphor ist ein für das Pflanzenwachstum essenzieller Nährstoff. Die Schweiz ist auf den Import von Phosphordüngern angewiesen. Diese stammen aus Lagerstättenvorräten und sind zunehmend mit Schadstoffen belastet. Demgegenüber stehen bisher nicht genutzte Phosphor-Vorräte in Klärschlamm und Schlachtabfällen, die die Düngerimporte vollständig ersetzen könnten. In der Schweiz wurde deshalb eine Recyclingpflicht für Phosphor aus Klärschlamm sowie…
In den Jahren 2015 bis 2017 prüfte Agroscope in vergleichenden Sortenversuchen an sechs Standorten sieben Neuzüchtungen von xFestulolium braunii (K. Richter) A. Camus und vier Sorten von Futtertrespen (Bromus spp.) auf ihre agronomischen Eigenschaften. Untersucht wurden die Merkmale Ertrag, Jugendentwicklung, Bestandesgüte, Konkurrenzkraft, Ausdauer, Resistenz gegen Blattkrankheiten und Bakterienwelke (nur xF. braunii), Winterhärte und Verdaulichkeit der…
Anhand von Kosten-/Leistungsrechnungen wird die Wirtschaftlichkeit von vier Betriebszweigen der Paralandwirtschaft (Arbeit für Dritte, Direktvermarktung, Tourismus und Dienstleistungen) untersucht, wobei die Arbeitsverwertung, d. h. der resultierende Stundenlohn, als Kriterium dient. Mit einem Fokus auf Betriebszweige mit einer Rohleistung zwischen Fr. 10 000.– und Fr. 100 000.– stehen 2339 Beobachtungen für die Analyse zur Verfügung. Während…
An zwölf ausgewählten Standorten der langjährigen Bodenbeobachtung des Kantons Bern wurde die Vielfalt der arbuskulären Mykorrhizapilze (AM-Pilze) untersucht. Es waren dies neun Böden nach der Produktionsrichtlinie des ökologischen Leistungsnachweises (ÖLN), davon drei Naturwiesen und je drei direkt gesäte (DS) beziehungsweise gepflügte Ackerböden (PF), und drei gepflügte Ackerböden, bewirtschaftet nach den Richtlinien des biologischen Anbaus (BIO).…
Die Landwirtschafts- und Klimapolitik in der Schweiz hat sich zum Ziel gesetzt, die landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen bis ins Jahr 2050 gegenüber 1990 um mindestens ein Drittel zu senken. Dieses Ziel kann mit produktionsseitigen technischen Massnahmen und/oder durch Umstellung der landwirtschaftlichen Strukturen (Flächenanteile, Tierbestände) erreicht werden. Die Tierhaltung ist für ungefähr 85 % der landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen verantwortlich.…
Im Jahr 2016 wurden 75 791 Tonnen Fisch und Meeresfrüchte in der Schweiz verkauft, wovon 1679 Tonnen aus einheimischer Produktion stammen. Der Pro-Kopf-Konsum betrug 9,1 kg und nahm in den letzten 25 Jahren um ca. 60 % zu. Die vorliegende «Analyse der Wertschöpfungskette» stellt die IST-Situation des Schweizer Fischmarkts im Jahr 2016 dar1. Ziel dieser…
Zur sicheren Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln richtet der Bund seit 2014 Versorgungssicherheitsbeiträge aus. Sie machen mit jährlich 1,1 Mrd. Franken einen grossen Teil der Direktzahlungen aus. Nun hat Agroscope das Instrument im Auftrag des Bundesamts für Landwirtschaft auf seine Wirksamkeit geprüft und schlägt Verbesserungen vor. So sollten die Ziele der Versorgungssicherheitsbeiträge präziser und messbarer…
Die Tracer-Ratio-Methode dient zur Quantifizierung der Emissionen bei Ställen mit freier Lüftung. Die Empa und Agroscope entwickelten eine Tracer-Ratio-Methode mit zwei Tracergasen für vergleichende Messungen im Emissionsversuchsstall mit zwei separaten Stallabteilen. Dabei werden die Tracergase Schwefelhexafluorid (SF6) und Trifluormethylschwefelpentafluorid (SF5CF3) kontinuierlich bodennah über ein Rohrsystem mit kritischen Kapillaren zudosiert. Diese bilden so die Emissionsquellen ab.…
Für die Bewertung der Nachhaltigkeit auf der Ebene des Landwirtschaftsbetriebes liegen drei in der Schweiz entwickelte Methoden vor: RISE, SMART und SALCAsustain. Im vorliegenden Artikel werden die drei Methoden anhand eines Kriterienkatalogs und einiger konkreter Beispiele miteinander verglichen, mit dem Ziel, dem Leser, der Leserin die Entscheidung zu erleichtern, welches Tool für die eigene spezifische…