Archiv

2,810 Beiträge

Umwelt

Humbert J-Y., Buri P., Unternährer D., Arlettaz R.

Alternative Mähregimes zur Förderung der Artenvielfalt von Wiesen

Etwa 15 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche in der Schweiz sind Biodiversitätsförderflächen (BFF). Zwar ist die Förderung der Biodiversität im Agrarraum das wichtigste Ziel dieser BFF, ihre Wirkung ist jedoch gerade für die Artenvielfalt von Wirbellosen und in der Talzone beschränkt. In dieser Studie wurden die Auswirkungen des Mähregimes auf die Biodiversität in extensiv genutzten BFF-Wiesen…
Umwelt

Schrade S., Zeyer K., Emmenegger L., Keck M.

Feinstaub(PM10)-Emissionen bei Milchvieh im Liegeboxenlaufstall mit Laufhof

Zur Verbesserung der Datengrundlage für Emissionsinventare wurden Feinstaub( PM10)-Emissionen in einem Laufstallhaltungssystem bestimmt, das in der Schweiz am weitesten verbreitet ist. Dazu wurden in sechs freigelüfteten Liegeboxenställen für Milchvieh mit planbefestigten Laufflächen und Laufhof jeweils in zwei von drei Jahreszeiten (Sommer, Übergangszeit, Winter) Emissionsmessungen durchgeführt. Die Beprobung von PM10 erfolgte über 72 Stunden anreichernd mit…
Agrarwirtschaft

Böcker Th., Finger R.

Implikationen eines herbizidlosen Extenso-Weizenanbaus in der Schweiz

Verschiedene Akteure suchen nach Lösungen, um den Herbizideinsatz auf landwirtschaftlichen Betrieben zu reduzieren. Die Implikationen solcher Schritte sind jedoch oft unklar. Mit Hilfe eines bio-ökonomischen Modells analysieren wir in diesem Artikel, wie sich Pflanzenschutzstrategien, Erträge und Deckungsbeiträge im Schweizer Extenso-Winterweizenanbau bei einem Verzicht auf Glyphosat oder auf alle Herbizide verändern. Es zeigt sich, dass mechanische…
Agrarwirtschaft

Hochuli A., Raemy D., Hofer H., Flückiger D.

Schweizer Label-Rindfleisch: Glaubwürdigkeit und Vertrauen

Voraussetzung für den Konsum von hochwertigem Rind- und Kalbfleisch sind die tierfreundliche und ökologische Produktionsweise sowie die Bekanntheit und Glaubwürdigkeit der entsprechenden Markenprodukte. Mit den vorliegenden Marktforschungsergebnissen kann gezeigt werden, dass Schweizer Label-Rindfleisch von bestimmten Konsumsegmenten häufiger konsumiert wird, wenn hohe Produktionsstandards wie Tierwohl, Ökologie, Weidehaltung sowie Fütterung vorwiegend mit Gras eingehalten werden. Label-Rindfleisch aus…
Agrarwirtschaft

Kohler A., Wunderlich A. C.

Wir sind, was wir essen – das Marktpotenzial von Ethno-Food

Wandern Menschen aus anderen Kulturen in die Schweiz ein, bringen sie ihre Vorlieben für das Essen ihrer Herkunftsländer mit. Wir sind, was wir essen! Dieser Artikel untersucht den systematischen Zusammenhang zwischen Immigration und Nahrungsmittelimporten für verschiedene Produktkategorien. Die Resultate zeigen, dass die Lebensmittelimporte in fast allen Produktkategorien am stärksten mit der Zahl der asiatischen Migranten…
Pflanzenbau

Jeangros B., Sinaj S.

Einfluss der Nutzungsart auf den Phosphor- und Kaliumbedarf von Grasland im Jura

Die Beweidung unterscheidet sich von der Mahd durch eine im Allgemeinen weniger homogene Nutzung des Futters und vor allem durch die Rücklieferung von Nährstoffen durch die Ausscheidungen der Weidetiere. Der Einfluss der Nutzungsart (vier Beweidungen oder vier Schnitte pro Jahr) auf den Bedarf an Phosphor (P) und Kalium (K) von Grasland im Jura wurde über…
Nutztiere

Arrigo Y.

Verdaulichkeit von Futter in Mischrationen

Die Verdaulichkeit der organischen Substanz (vOS) eines Futters, die entweder in vitro durch Modellrechnung geschätzt oder in vivo durch einen Versuch bestimmt wird, ist ein isoliert betrachteter Nährwert. Eine Ration besteht in der Regel jedoch aus einer Mischung verschiedener Raufutter und Kraftfutter. In diesem Versuch wird die Entwicklung der vOS verschiedener Futter (Grünfutter, Grassilage, Heu,…
Nutztiere

Huguenin-Elie O., Nyfeler D., Ammann Ch., Latsch A., Richner W.

Einfluss der Gülleapplikationstechnik auf Ertrag und Stickstoffflüsse im Grasland

Bei der Verwendung eines Schleppschlauchs oder Schleppschuhs gelangen pro Gülleausbringung bei einer üblichen Applikationsmenge 2−3 kg mehr Stickstoff pro Hektare in den Boden als mit dem Breitverteiler, weil 30−50 % weniger Ammoniak entweicht. Dies zeigen in der Schweiz zu verschiedenen Jahreszeiten durchgeführte Messreihen sowie eine Literaturübersicht. In einem zweieinhalbjährigen Feldversuch wurde am ersten Standort kein…
Nutztiere

Häller B., Van der Maas J., Moser S., Kempter A., Mulser E., Hofstetter P.

Forschung mit Wissenstransfer erhöht die Praxiswirkung

Im Projekt «Optimierung der Milchproduktion mit frischem Wiesenfutter» war der Wissenstransfer zwischen Praxis, Forschung sowie Bildung und Beratung ein zentrales Anliegen. Besondere Bedeutung hatten dabei die Arbeitskreise der beteiligten Praxisbetriebe. Sie lieferten einerseits die Grundlagen und Daten für die Bearbeitung von Forschungsfragen und beschäftigten sich andererseits intensiv mit der Umsetzung von neuen Vorgehensweisen. Dies löste…
Pflanzenbau

Suter D., Frick R., Hirschi H.

Neue Sortenempfehlung beim Knaulgras: RGT Lovely statt Lazuly

Agroscope prüfte von 2015 bis 2017 an sieben Standorten insgesamt 23 Sorten des Knaulgrases (Dactylis glomerata L.), davon elf Neuzüchtungen, auf ihre Verwendungseignung unter Schweizer Anbaubedingungen. Die Sorten wurden nach dem Ertrag, der Verdaulichkeit des Futters, der Güte des Bestandes, der Jugendentwicklung, der Konkurrenzkraft, der Resistenz gegen Blattkrankheiten, der Toleranz gegen Wintereinflüsse sowie der Ausdauer…
Pflanzenbau

Jeangros B., Sinaj S.

Phosphor- und Kaliumbedarf einer rotschwingelreichen Mähwiese im Jura

Die ausgewogene Düngung einer Wiese mit Phosphor (P) und Kalium (K) zielt auf die Erhaltung einer geeigneten botanischen Zusammensetzung und einer ausreichenden Futterproduktion ohne die Umwelt zu beeinträchtigen. Acht verschiedene P- und K-Düngungsverfahren wurden während 13 Jahren auf einer wenig intensiv bewirtschafteten Dauerwiese im Jura ausgebracht. Durch zunehmende Düngung mit P (zwischen 0 und 26…
Pflanzenbau

Bittar A., Meisser M., Mosimann E., Calanca P.

Simulation des Graswachstums und der Erträge auf Wiesen und Weiden durch ModVege

Eine Vorhersage des Graswachstums wäre sehr nützlich, um die Beweidung zu steuern oder den optimalen Erntezeitpunkt für Mähwiesen zu bestimmen. Das Simulationsmodell ModVege wurde mittels einer repräsentativen Auswahl von 125 Situationen (Wiese × Jahr × Bewirtschaftung), die aus Beobachtungen bei Graslandflächen in der Schweiz stammen, getestet und verbessert. Der Vergleich der simulierten mit den gemessenen…
Nutztiere

Münger A., Denninger Th., Martin C., Eggerschwiler L., Dohme-Meier F.

Methanemissionen von weidenden Milchkühen: Vergleich zweier Messmethoden

Methanemissionen bei sich frei bewegenden Wiederkäuern können auf unterschiedliche Art und Weise gemessen werden. In einer Studie mit 13 weidenden Milchkühen wurden bei Agroscope zwei Methoden miteinander verglichen. Die Schwefelhexafluorid (SF6)-Marker-Technik ist eine etablierte Methode, die jedoch vergleichsweise aufwändig ist. Hierbei wurde den Kühen ein Bolus, der SF6 in definierter Menge freisetzt, verabreicht. Während der…
Nutztiere

Wyss U., Schlegel P., Frey H., Akert F., Mulser E., Reidy B.

Nährstoff- und Mineralstoffgehalte der konservierten Futtermittel

Im Projekt Hohenrain II wurden von 2014 bis 2016 drei Milchproduktionssysteme mit Verfütterung von frischem Wiesenfutter während der Vegetationsperiode untersucht. Von den Erntejahren 2013 bis 2015 wurden vom konservierten Futter (Dürrfutter, Grassilage und Trockengras) die Inhaltsstoffe analysiert. Zusätzlich wurden vom Erntejahr 2015 in den Dürrfutter- und Grassilageproben die Rohproteinfraktionen bestimmt. Neben den Proben des Gutsbetriebes…
Umwelt

Zumwald J., Braunschweig M., Hofstetter P., Reidy B., Nemecek Th.

Ökobilanzanalyse weide- und graslandbasierter Milchproduktionssysteme

Im Rahmen des Projekts «Optimierung von graslandbasierten Milchproduktionssystemen auf Basis von Eingrasen (Hohenrain II)» haben wir die Umweltwirkungen von drei Systemen anhand der Ökobilanzmethode SALCA miteinander verglichen: Vollweide mit saisonaler Abkalbung, sowie zwei Varianten von Eingrasen mit unterschiedlichem Kraftfuttereinsatz (< 500 kg/Kuh/ Jahr und 800–1200 kg/Kuh/Jahr). Systeme mit höherem Kraftfuttereinsatz weisen im Vergleich zu Systemen…