Archiv

2,826 Beiträge

Umwelt

Tamm L., Speiser B., Niggli U.

Reduktion von Pflanzenschutzmitteln in der Schweiz: Beitrag des Biolandbaus

In einer auf 100 % biologische Bewirtschaftung umgestellten Schweizer Landwirtschaft würde die Anzahl der Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe von heute 383 auf 107 (28 %) reduziert. Von den verbleibenden 107 Wirkstoffen sind 66 lebende Organismen, 15 Pheromone und 26 Substanzen wie Pflanzenextrakte, Schwefel und Kupfer. Im Ackerbau (23,6 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche (LN)) würde gemäss dem Szenario «100…
Umwelt

Prasuhn V., Doppler T., Spycher S., Stamm Ch.

Pflanzenschutzmitteleinträge durch Erosion und Abschwemmung reduzieren

Viele Schweizer Bäche zeigen hohe Belastungen mit Pflanzenschutzmitteln (PSM). Erosion und Abschwemmung sind dabei wichtige Eintragspfade. Dieser Artikel gibt eine Übersicht über Massnahmen zur Verminderung der PSM-Einträge in Gewässer aus Ackerflächen über die Pfade Erosion, Abschwemmung und Drainage sowie eine expertenbasierte, qualitative Bewertung dieser Massnahmen bezüglich Forschungsstand, Praxistauglichkeit, Akzeptanz, Stand der Umsetzung und Reduktionspotenzial. Die…
Umwelt

Blanckenhorn W.U., Jochmann R., Walter Th.

Biodiversität von Kuhdunginsekten und anderen Weidebewohnern nicht korreliert

Die Biodiversität landwirtschaftlicher Flächen wird üblicherweise durch Indikatorarten gemessen, die zeit- und kostengünstig erfassbar sind. Dahinter steckt die selten hinterfragte Annahme, dass diese Organismengruppen die gesamte Artenvielfalt eines Lebensraums gut widerspiegeln. Wir überprüften diese Annahme, indem wir auf 24 Weiden des Schweizer Mittellandes die Vielfalt von Kuhdunginsekten mit jener von Heuschrecken-, Tagfalter-, Gefässpflanzen- sowie nahe…
Pflanzenbau

Bossuyt N., Wirthner J., Dussoulier C., Frund D., Meisser M., Ampuero Kragten S., Eric Mosimann M.

Wann sollten intensiv genutzte Wiesen gemäht werden?

Der optimale Mähzeitpunkt im Frühling wird unter Produzenten kontrovers diskutiert. Ist mit einem frühen Schnitt die Qualität des Futters höher zu gewichten oder mit einer späteren Ernte die Menge des Futters? Im Rahmen der Projekte «Progrès-herbe» und «Vorbereitung der Futterproduktion auf den Klimawandel» wurden zwischen 2014 und 2016 Versuche mit Mähwiesen durchgeführt. Die Frage der…
Lebensmittel

Heine D., Rauch M., Ramseier H., Müller S., Schmid A., Kopf-Bolanz K., Eugster E.

Pflanzliche Proteine als Fleischersatz: eine Betrachtung für die Schweiz

Soll die Eigenversorgung an pflanzlichem Protein für die menschliche Ernährung ausgebaut werden, bedarf es einer möglichst gesamthaften Betrachtung. In dieser Studie wird die Situation in der Schweiz systemisch analysiert. Es wird aufgezeigt, welche proteinreichen Pflanzen sich besonders für einen nachhaltigen und ökologischen Anbau eignen, welches ernährungsphysiologische Potenzial sie mitbringen und welche Prozessschritte notwendig sind, um…
Nutztiere

Frutschi Mascher V., Altermath J., Notz Ch.

Reduktion des Antibiotikaeinsatzes und Erhöhung der Fütterungsautonomie in der Milchproduktion

Der Einsatz von Antibiotika und Kraftfutter in der Milchproduktion wird kontrovers diskutiert. Die Antibiotika werden zur Verbesserung der Eutergesundheit und zur Sicherung der Milchqualität eingesetzt, doch sie verursachen grosse Kosten und können die Entwicklung von resistenten Bakterien bei Tieren und Menschen begünstigen. Um den Einsatz von Kraftfutter zu reduzieren, ist eine Verbesserung des Grundfutters für…
Pflanzenbau

Vuffray Z., Deléglise C., Schori F., Glauser W., Calanca P., Meisser M., Frund D., Stévenin L., Bittar A., Mosimann E.

Typologie der Produktion von Weiden

Bei der Planung der Viehbesatzdichte von Weiden stützt sich die Berechnung der voraussichtlich erforderlichen Fläche auf die Einschätzung des Potenzials zur Futterproduktion. Das Wachstum des Grases wurde seit 2000 auf verschiedenen intensiv und mittel intensiv bewirtschafteten Weiden im Südosten der Schweiz gemessen. Es wurden die Amplitude und die Dynamik über den Jahresverlauf von 226 Wachstumskurven…