Absetzferkel sind gegenüber Verdauungsstörungen besonders anfällig. Das durch den Absetzstress gestörte Darm-Ökosystem erhöht das Risiko von Durchfall und enterotoxischen Coli-Infektionen verbunden mit Wachstumsverzögerung und zum Teil hohen Tierverlusten. Auf dem Markt sind eine Reihe von nicht antimikrobiellen Futterzusätzen erhältlich, um die kritische Absetzphase zu meistern. Dazu gehören die Hefeprodukte.<br>In einem 5-wöchigen Ferkelaufzuchtversuch mit 128 Ferkeln…
„Vier Gruppen zu je 492 Tieren der braunen Hybridherkunft „“Isa braun““ wurden als Eintagesküken in eine Aufzuchtvoliere (Natura Typ AZ-187) eingestallt. Am 1. Lebenstag wurden die Schnäbel der Hälfte der Tiere mittels heissem Schnitt touchiert, während die Schnäbel der übrigen Tiere intakt blieben. Zu Beginn der 16. Alterswoche erfolgte die Umstallung von je 375 zufällig…
Die Schweizer Landwirtschaft war zwischen 1939 und 1990 im Durchschnitt einem schwachen Strukturwandel ausgesetzt. Die Konstellation von schwachem Anpassungsdruck und starkem Abwanderungssog ermöglichte einen sozialverträglichen Strukturwandel. Die alte Agrarpolitik (bis 1992) verminderte nicht nur erfolgreich den Anpassungsdruck auf die Landwirtschaft, sondern neutralisierte mit progressiv steigendem Mittelaufwand die Sogwirkung der übrigen Wirtschaft in einem bedeutenden Ausmass.…
In zwei vierwöchigen Fütterungsversuchen mit je 90 Absetzferkeln wurden der Einfluss unterschiedlicher Aminosäure-Versorgung und der Valin:Lysin Verhältnisse auf die Leistung und Gesundheit von Ferkeln getestet. Beide Versuche waren als Blockversuch mit drei Varianten und sechs Wiederholungen (insgesamt 18 Buchten mit je fünf Ferkeln) aufgebaut. In den beiden Versuchen wurden folgende Futtervarianten verglichen; Versuch 1: (i)…
Keine Kuh gleicht in ihrem Verhaltenscharakter einer anderen. Obwohl diese individuellen Unterschiede schwer zu messen sind, könnten sie doch ein Schlüssel sein für ein besseres Verstndnis der unterschiedlichen Stressanfälligkeit und letztlich der Wirtschaftlichkeit der einzelnen Kuh. Untersuchungen sollen jetzt zeigen, ob sich Milchkühe anhand ihres Verhaltens individuell charakterisieren lassen und ob sich hieraus Hinweise auf…
Die feldbesichtigt anerkannten Saatgutflächen 2000 von Getreide, Hybridmais, Körnerleguminosen, Rotklee und Futtergräsern betrugen 8‘945 Hektaren. Beim Saatgetreide wurden 92,5% der angemeldeten Flächen anerkannt. Abweisungen (2,1%) oder Rückzug der Felder von der Feldkontrolle (5,4%) gab es hauptsächlich wegen Unwetterschäden (Hagel) und Durchwuchs von fremden Arten, etwas weniger häufig wegen Sortenvermischungen. Die Schlechtwetterperiode vor der Ernte führte…
Die Verabreichung von gequetschter Gerste oder Körnermais zu Vollmilch in der Kälbermast hat gegenüber einer Standardration mit Milchpulver keine verminderten Mast- und Schlachtleistungen zur Folge. Der Einsatz dieser Getreide könnte unter gewissen Umständen interessant sein, besonders wenn es darum geht, das Ansehen des Kalbfleisches zu erhöhen.
Aus drei Versuchen mit Mastschweinen geht hervor, dass eine Zulage von 200 mg Chrom pro t Futter eine ausreichende Dosierung ist. Allerdings übte die Futterzusammensetzung einen grossen Einfluss auf das Ausmass der Chromwirkung aus. So standen die Chromeffekte mit der Menge und Herkunft des Futterproteins ungleich stärker in Wechselwirkung als mit dem Gehalt und der…
Bis 1997 häuften sich Schadenfälle bei glasfaserverstärkten Kunststoffsilos (GFK) infolge Umsturzes. Abgesehen von den materiellen Verlusten, die nur zum Teil durch Sachversicherungen gedeckt sind, bleibt ein Risiko mit Personenschaden. Das Schadenbild ist in der Regel geprägt durch einen Bruch, ausgehend von der untersten Luke und Umsturz in Richtung Lukenband.
In einem Feldversuch wurde eine tiefgründige Kalkbraunerde mit einem Zuckerrübenvollernter einmal überrollt. Dabei haben wir zwei unterschiedliche Radlasten und Bodenfeuchtigkeiten untersucht. Die feuchte Parzelle reagierte bei hoher Last mit einer Erhöhung der Lagerungsdichte, der Vorbelastung und einer Abnahme der Luftpermeabilität und der Grobporen in einer Tiefe von 0,15 m. In 0,35 m Tiefe ergaben die…
In den letzten Jahren hat das Pressen von Dürrfutter auf dem Feld mit Rund-oder Quaderballenpressen zugenommen. Da das Futter zum Teil nicht genügend trocken ist, werden Konservierungsmittel eingesetzt. In einem Versuch haben wir unterschiedliche Konservierungsverfahren für Dürrfutter geprüft. Bei Feuchtheu haben sich sowohl die ohne als auch zum Teil die mit Konservierungsmittel behandelten Quaderballen stark…
In einem Versuch über zwei Winter wurden bei der Selbstfütterung am Fahrsilo das Tier-Fressplatzverhältnis und die Fressplatzgestaltung untersucht. Die Erweiterung des Tier-Fressplatzverhältnisses auf 2,5:1 wirkte sich nicht nachteilig auf die Dauer des Aufenthalts rangtiefer Kühe am Silofressgitter aus. Die Gestaltung des Fressgitters kann das Auftreten von Schäden an den Kühen entscheidend beeinflussen.
Für eine ausreichende Versorgung von Mensch und Tier mit dem essentiellen Spurenelement Selen (Se) sind die natürlichen Umweltbedingungen in der Schweiz ungünstig. Eingehende Untersuchungen haben aber gezeigt, dass die Bevölkerung trotzdem ausreichend mit Selen versorgt ist. In den letzten 15 Jahren hat sich der Selenstatus der schweizerischen Bevölkerung nicht wesentlich verändert, da der tiefere Beitrag…
Für den gezielten Hofdüngereinsatz werden zuverlässige Angaben über den Anfall und die Zusammensetzung von Gülle und Mist benötigt. Als Grundlage für entsprechende neue Richtwerte für Rindviehmastbetriebe wurden Bilanzversuche auf Praxisbetrieben durchgeführt. Die Ergebnisse zu Nährstoffausscheidungen sowie Anfall und Zusammensetzung von Gülle und Mist zeigen, dass nur kleinere Anpassungen an den bisherigen Richtwerten notwendig sind.
In 200 Kompostierungsanlagen werden 450’000 t Frischmaterial verarbeitet. Zur Bestandesaufnahme von 1998 lieferten zwei Drittel aller Anlagen Daten. Diese erfüllten weitgehend die Anforderungen an den Schwermetallgehalt. Auch die Fremdstoffe sind im abgabefertigen Kompost selten ein Problem. Hingegen wird die hygienische Beschaffenheit von weniger als einem Viertel aller Anlagen überwacht. Bisher hat ein Drittel aller Anlagen…