Archiv

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Pflanzenbau

Krebs H., Dubois D., Külling C., Forrer H.-R., Streit B., Rieger S., Richner W

Fusarien- und Toxinbelastung des Weizens bei Direktsaat

Aus zwei Feldversuchen mit Pflug, Grubber und Direktsaat wurde der Gesundheitszustand der geernteten Weizenkörner untersucht. Analysiert wurde der Fusarienbefall und der Deoxynivalenol-Gehalt des Erntegutes. In allen Stichproben wurden Fusarium graminearum, F. avenaceum and Microdochium nivale isoliert. Der höchste Krankheitsbefall (über 42 % F. graminearum) und Mykotoxingehalt (über 6 ppm DON) wurde im Direktsaatverfahren mit Mais…
Pflanzenbau

Jenny E., Hecker A., Kessler P., Külling C., Forrer H.-R.

Getreidefusariosen: Sortenresistenz und Toxingehalte

In drei künstlich infizierten Feldversuchen wurde die Anfälligkeit von Schweizer Winterweizensorten auf Fusarium culmorum und F. graminearum untersucht. Sowohl beim Befall und Ertrag, als auch im Deoxynivalenol-Gehalt wurden wesentliche Sortenunterschiede festgestellt. Bei Fusariumproblemen spielt neben Fruchtfolge und Bodenbearbeitungsmassnahmen die Sortenwahl eine entscheidende Rolle. Durch den Anbau wenig anfälliger Sorten können sowohl grosse Ertragsausfälle, als auch…
Umwelt

Jäggi W., Weisskopf P., Oberholzer H.-R., Zihlmann U.

Mikrobielle Biomasse zweier Ackerböden

Während zwei Jahren wurden die Veränderungen bodenmikrobiologischer Kennwerte in zwei Ackerböden verfolgt und mit den Standortverhältnissen verglichen. In der Ackerkrume einer Kalkbraunerde lag der Gehalt an mikrobieller Biomasse im Mittel um 42 % höher als in jener eines Braunerde-Gleys. Ein höherer pH-Wert und ein lockereres Gefüge begünstigten die Bodenmikroorganismen in der Kalkbraunerde. Grundwassereinfluss und starke…
Pflanzenbau

Forrer H.-R., Hecker A., Külling C., Kessler P., Jenny E., Krebs H.

Fusarienbekämpfung mit Fungiziden?

1998 und 1999 wurde in Feldversuchen die Wirkung von Azol- und Strobilurin-Fungiziden auf den Fusarium-Befall von Weizenähren untersucht. In allen Versuchen wurde der Weizen bei der Blüte (DC 63-65) mit Fusarium culmorum infiziert. 1998 wurde ein Versuch mit den drei Winterweizensorten Arina, Runal und Terza, 1999 ein Winterweizen- und ein Sommerweizenversuch mit den Sorten Runal…
Pflanzenbau

Thomet P., Hadorn M., Troxler J., Koch B.

Entwicklung von Raigras/Weissklee-Mischungen bei Kurzrasenweide

Während vier Jahren wurde an einem Mittellandstandort untersucht, wie sich die Pflanzenbestände von vier Gras/Weisskleemischungen bei Umtriebs- und Kurzrasenweide entwickeln. Die mittlere Besatzstärke der Weiden war mit 6,3 Ochsen/ha sehr hoch.<br>Zwischen den Weidesystemen konnten nur geringfügige Unterschiede der botanischen Zusammensetzung festgestellt werden. Das Englisch Raigras war in allen Mischungen und Parzellen auch im letzten Hauptnutzungsjahr…
Umwelt

Pfiffner L., Luka H., Jeanneret P., Schüpbach B

Evaluation Ökomassnahmen: Biodiversität: Effekte ökologischer Ausgleichsflächen auf die Laufkäferfauna

Haben ökologische Ausgleichsflächen positive Effekte auf die Laufkäferfauna? In zwei unterschiedlich genutzten Landschaften sind wir dieser Frage nachgegangen. Die Ergebnisse des ersten Erhebungsjahres 1997 zeigen, dass die Arten- und Individuenzahlen der Laufkäfer innerhalb der gleichen Lebensraumtypen stark variieren können. Dies kann teils auf die Qualität dieser Elemente sowie auf Standortverhältnisse und Landschaftseinbettung zurückgeführt werden. Im…
Pflanzenbau

Muheim R., Hebeisen T., Winiger F.A.

Die Pflanzgutherkunft beeinflusst Ertragsparameter

Wir haben Pflanzgut von 28 Kartoffelsorten aus verschiedener Höhenlage auf ihre Ertragsparameter untersucht. Unterschiedliche Witterungsbedingungen beeinflussen das physiologische Alter der Pflanzgutknollen. Unsere Annahme basierte auf der Tatsache, dass Herkünfte aus höheren Lagen physiologisch jünger sind wegen der kürzeren Wachstumsperiode und den tieferen Temperaturen. Die Anzahl Stängel und Knollen pro Pflanze wird durch die apikale Dominanz…
Nutztiere

Kessler J.

Dürrfutter-Kraftfutterangebot und Viehsalzversorgung des Wiederkäuers

In zwei Bilanzversuchen mit 15 beziehungsweise 16 laktierenden Saanenziegen als Modelltier für die Milchkuh wurde der Einfluss des Natriumchlorid(NaCl)-Angebotes sowie des Dürrfutter-Kraftfutterverhältnisses auf Leistung und Stoffwechsel untersucht. Das NaCl-Angebot betrug je nach Verfahren 100, 200 oder 300 % des empfohlenen Angebotes (RAP 1999). Die geprüften Dürrfutter-Kraftfutterverhältnisse waren 50:50 und 80:20. Versuchsparameter bildeten der Futterverzehr und…
Umwelt

Dreier S., Lips A., Volkart G., Schüpbach B., Bigler F.

Evaluation Ökomassnahmen: Biodiversität: Ökologische Ausgleichsflächen im Mosaik von Kulturlandschaften

Im Rahmen der Evaluation Biodiversität wurde in drei Fallstudiengebieten das floristische Artenspektrum der ökologischen Ausgleichsflächen (extensiv und wenig intensiv genutzte Wiesen, Buntbrachen, Hecken), der dominanten Kulturen (Winterweizen, intensiv genutzte Wiesen und Streuobstwiesen) und der Waldränder aufgenommen. Mit der Habitatspezifität, berechnet aufgrund des Vorkommens der Pflanzenarten in den verschiedenen Biotoptypen, wurde eine Gewichtung der einzelnen obengenannten…
Lebensmittel

Bachmann H.-P.

Proteinase-bildende Kulturen verbessern Schmelzverhalten von Raclette-Käse

Der Proteinabbau während der Reifung (Proteolyse) beeinflusst das Schmelzverhalten von Raclette-Käse stark. Mit einem multifaktoriellen Versuch wurde der Einfluss der Proteinase (Protein-spaltendes Enzym) der Laktokokken-Kultur und der Folienreifung auf das Schmelzverhalten von Raclette-Käse untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass die Proteinase eine Möglichkeit ist, um die Proteolyse im Käse zu steuern. Beim Raclette-Käse im ungeschmolzenen…
Nutztiere

Wyss U.

Grassilagen: TS-Gehalt beeinflusst Gärung und aerobe Stabilität

In den Jahren 1996 bis 1998 haben wir bei Grassilagen den Einfluss des Anwelkgrades auf die Gärung und die aerobe Stabilität untersucht. Einerseits silierten wir Futter von der gleichen Parzelle mit zwei TS-Gehalten im Praxismassstab in Hochsilos beziehungsweise Quaderballen. Andererseits haben wir vom gleichen Ausgangsmaterial wie für die Hochsilos beziehungsweise Ballensilage in einigen Fällen Gras…
Umwelt

Keller A.

Biologisch abbaubare Silagestretchfolien prinzipiell möglich

Die Anforderungen an die mechanischen Eigenschaften und die Sauerstoffdurchlässigkeit von Silagestretchfolien werden von Folien aus dem Copolyester Ecoflex (BASF AG) erfüllt und aus mit Russ stabilisiertem Ecoflex fast erfüllt. Diese beiden Folien wurden zur Herstellung von Silageballen verwendet, die unter Dach, im Freien auf der Wiese und im Freien auf Paletten gelagert wurden. Je nach…
Umwelt

Hütter E., Bigler F., Fried P.M.

Transgene schädlingsresistente Pflanzen in der Schweiz?

Transgene schädlingsresistente Pflanzen wurden 1999 weltweit auf einer Fläche von rund 9 Mio. Hektaren zu kommerziellen Zwecken angebaut. Die Entwicklung dieser Pflanzen hat das Ziel, Ertragseinbussen zu reduzieren und den Einsatz von chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln zu vermindern. In dieser Studie wurden die möglichen Nachteile von Bacillus thuringiensis-exprimierendem Mais (Bt-Mais), Bt-Kartoffeln und Protease-Inhibitor-exprimierendem Raps (PI-Raps) untersucht.<br>In der…
Weitere

Frick R.

Ballensilage mit farbigen PE-Stretchfolien

In einem Versuch klärte man die Eignung farbiger PE-Stretchfolien für Rundballensilage ab. Es kamen vier Stretchfolien (weiss, schwarz, olivgrün und braun) von zwei Herstellern (Silotite und Teno-Spin) zum Einsatz. Untersucht wurden die Erwärmung in 10 cm Tiefe unter der Stretchfolie, der Einfluss auf die Futterqualität und die mechanischen und physikalischen Eigenschaften der Folien im Neuzustand…
Umwelt

Defila C

Phänologischer Rückblick ins Jahr 1999

Das Jahr 1999 war geprägt durch extreme Wetterereignisse. Neben Rekordschneemengen, Lawinenniedergängen und Überschwemmungen waren auch heftige Winterstürme zu verzeichnen. Gesamthaft war das Jahr 1999 erneut zu warm und zeitweise fielen heftige Niederschläge. Die Vegetationsentwicklung verlief mehrheitlich im normalen zeitlichen Rahmen. Gegen den Sommer hin konnte eine leichte Verfühung festgestellt werden. Im Herbst blühten die Herbstzeitlosen…
Nutztiere

Wyss U.

Ergebnisse der Siliermittelprüfung 1999

1999 haben wir die Wirksamkeit zur Förderung der Hauptgärung von sechs Produkten untersucht. Dabei handelte es sich bei allen Produkten um Milchsäurebakterien-Impfzusätze. Die Versuche wurden in Laborsilos mit einem Luzerne-Knaulgras-Gemisch durchgeführt. Dabei wurde sowohl Futter des ersten als auch des zweiten Schnittes mit zwei unterschiedlichen TS-Gehalten (rund 20 und 30 % TS) einsiliert. Die Silierdauer…
Umwelt

Schüpbach B., Gfeller M., Wachter U., Lips A., Harding J., Bigler F., Reisner Y., Volkart G.

Evaluation Ökomassnahmen: Biodiversität:: Die Landschaften der drei Fallstudiengebiete

Biodiversität, die Vielfalt des Lebens vom Kleinsten bis ins Grosse, ist eine besondere Eigenschaft der Erde und Bedingung für menschliches Leben. Interessanterweise wurde Biodiversität erst in den letzten zwei Jahrzehnten zu einem wichtigen wissenschaftlichen Thema. Aktuelle Forschungsarbeiten beschäftigen sich insbesondere mit der Erfassung von Biodiversität, ihren Steuergrössen und ihren Auswirkungen. Die Schweiz weist dank ihresn…
Umwelt

Schüpbach B., Gfeller M., Wachter U., Bigler F.

Evaluation Ökomassnahmen: Biodiversität: Veränderungen ökologischer Ausgleichsflächen

In drei Fallstudiengebieten besteht eine Tendenz, ökologische Ausgleichsflächen angrenzend an bereits bestehende auszuscheiden. Von 1997 auf 1998 verdoppelte sich im Fallstudiengebiet Ruswil/Buttisholz die Fläche der extensiv genutzten Wiesen und verdreifachte sich die Fläche der wenig intensiv genutzten Wiesen. Im Rafzerfeld nahm die Fläche der extensiv genutzten Wiesen auf Dauergrünland um 30 % zu.
Umwelt

Lips A., Harding J., Schüpbach B., Jeanneret P., Bigler F., Volkart G.

Evaluation Ökomassnahmen: Biodiversität: Botanische Vielfalt von Wiesen in drei Fallstudiengebieten

Etwa achtzig Prozent der beim Bund angemeldeten ökologischen Ausgleichsflächen sind extensiv oder wenig intensiv bewirtschaftetes Wiesland. Im Rahmen der Evaluation der Ökomassnahmen stellt sich die Frage, ob diese Flächen die Erwartungen hinsichtlich Artenvielfalt und -zusammensetzung erfüllen. Tendenziell wiesen die als ökologische Ausgleichsflächen angemeldeten Wiesen eine leicht höhere Artenvielfalt auf. Der Einfluss der Region auf die…
Umwelt

Jeanneret P., Schüpbach B., Steiger J., Waldburger M., Bigler F.

Evaluation Ökomassnahmen: Biodiversität: Tagfalter und Spinnen

In der Futterbauregion Ruswil/Buttisholz (LU) wurden 1998 gesamthaft nur 16 Tagfalter-Arten beobachtet. 84 % der 892 beobachteten Individuen gehörten drei Weisslingsarten an. Als etwas artenreicher erwies sich die Ackerbauregion des Rafzerfeldes, wo 1998 total 966 Tagfalter beobachtet wurden, die 22 Arten angehörten. Von den 135 Spinnen-Arten, die wir in Ruswil/Buttisholz gefangen haben, kamen 4 Arten…