Es wird der Zusammenhang zwischen einzelnen Bestandteilen bzw. Modulen der Standardarbeitskraft (SAK) und dem Arbeitseinkommen pro Jahresarbeitseinheit (JAE) untersucht. Das Modul 1 der SAK, das sich auf allgemeine Strukturmerkmale wie Fläche und Tierzahlen stützt, hat einen erheblichen positiven Einfluss. Die Zuschläge zum SAK-Modul 1 sowie das Modul 2 weisen hingegen keine einheitlichen Auswirkungen auf. Im…
Für sechs Ackerkulturen werden Vollkostenkalkulationen auf der Basis der Jahre 2001 bis 2003 erstellt. Die Direktkosten bewegen sich zwischen 20 und 30 Prozent. Mit gut 30 Prozent sind die Maschinen für den grössten Teil der Kosten verantwortlich, gefolgt von der Arbeit mit knapp 20 Prozent. Eine Gegenüberstellung der Vollkosten mit den Erlösen zeigt, dass Zuckerrüben…
Das Bodenrecht des deutschsprachigen Raums enthält Restriktionen zur Bewertung des Betriebs im Fall der Hofübergabe bzw. Vererbung. Mittels eines system dynamics-Modells wird abgeschätzt, welche Wirkung das Konzept des Einheits- bzw. Ertragswertes in der Gesetzgebung auf Agrarstruktur und Bodenmarkt hat. Es ergibt sich, dass die rechtlichen Bestimmungen den Strukturwandel verlangsamen und gegen eine breitere Verteilung von…
Mit Hilfe eines dynamischen Simulationsmodells wird die Entwicklung eines durchschnittlichen Verkehrsmilch-/ Ackerbau-Betriebs (20 Kühe) in der Talregion simuliert. Ein Weiterführen der bisherigen Betriebsweise ist infolge der Milchpreissenkungen mit einem chronischen Verlust von Eigenkapital verbunden. Alternativ dazu wird die Spezialisierung auf die Milchproduktion bei gleichzeitigem Stallneubau für 45 Kühe untersucht, was kaum zu einer Verbesserung führt.…
Basierend auf einer repräsentativen schriftlichen Befragung von 776 Betriebsleitern und Betriebsleiterinnen über 40 Jahren und ihren Kindern sowie mehreren Gruppendiskussionen hat Agroscope FAT Tänikon die Situation der Hofnachfolge in der Schweiz untersucht. Eine Analyse der Einflussfaktoren und Prozesse, die zur Hofübergabe oder zum Ausstieg aus der Landwirtschaft führen, ist zentral für das Verständnis des landwirtschaftlichen…
Bisherige Evaluationen der Direktzahlungen haben die Kosten für den Vollzug und die Kontrolle weitgehend vernachlässigt. Für die Ausgestaltung der Agrarpolitik stellt sich aber die Frage, inwieweit diese Transaktionskosten die Umsetzung und Effizienz der agrarpolitischen Massnahmen beeinflussen. Eine Schätzung der Transaktionskosten für die Kantone Graubünden und Zürich zeigt, dass die Kosten bei knapp 1’100 Fr. pro…
Unter dem Druck hoher Produktionskosten in der Schweizer Landwirtschaft hat der Faktor Arbeit zurecht an Beachtung gewonnen. In der angelaufenen Diskussion rund um die Arbeitsproduktivität wird häufig mit der Mengenproduktivität argumentiert. Eine hohe Arbeitsproduktivität kann allerdings auch mit einem unverhältnismässigen Kapitaleinsatz erkauft werden. In diesem Beitrag wird das erwirtschaftete Arbeitseinkommen des Betriebs je Normalarbeitstag als…
Das Projekt SULAPS macht für einen Zeithorizont von zehn bis 15 Jahren mit einem Agrarstrukturmodell Prognosen über die Entwicklung der Berglandwirtschaft in zwei Regionen Mittelbündens. Zwei der betrachteten Szenarien gehen von einer starken Liberalisierung der Agrarmärkte und einer Halbierung der Direktzahlungen aus: Im Szenarium «Liberalisierung mit Stellenangebot» bietet die regionale Wirtschaft den landwirtschaftlichen Betriebsleitenden vermehrt…
Sowohl die Schweiz als auch die EU berücksichtigen in ihren Agrarpolitiken die erschwerenden Produktions- und Lebensbedingungen, indem Erschwernisgebiete definiert und spezifische Massnahmen darauf abgestützt werden. Die bestehenden Perimeter der Erschwernisgebiete in der EU und der Schweiz unterscheiden sich hinsichtlich Abgrenzungskriterien, Methodik und Massstabsebene.Der vorliegende Artikel ist eine Zusammenfassung aus einem technischen Bericht. Er übernimmt die…
Die Zwischenbilanz der bisherigen Reform der Agrarpolitik fällt insgesamt positiv aus: Bezüglich Nachhaltigkeit, Marktausrichtung und Erbringung von gemeinwirtschaftlichen Leistungen durch die Landwirtschaft wurden deutliche Verbesserungen erreicht. Allerdings stagniert das landwirtschaftliche Einkommen. Damit die Landwirtschaft die Aufgaben auch unter den künftigen Rahmenbedingungen wahrnehmen kann, ist ein weiterer Reformschritt nötig. Mit einer auf fünf Handlungsachsen basierenden Strategie…
In der Schweiz sowie in den EU-Nachbarländern Deutschland und Frankreich wurden Produzentenpreise für Dünger, Pflanzenschutzmittel, Saatgut und Tierarzneimittel erhoben und verglichen. Die in der öffentlichen Diskussion von verschiedenen Seiten geäusserte Vermutung eines höheren Schweizer Preisniveaus konnte grundsätzlich bestätigt und mit breiter abgestütztem Zahlenmaterial dokumentiert werden. Allerdings stellte sich heraus, dass insbesondere bei Düngemitteln, sowohl innerhalb…
Ziel der vorliegenden Diplomarbeit war anhand von Praxisbeispielen den Investitionsbedarf für Mastschweineställe zu ermitteln. Bei 24 zwischen 1997 und 2004 realisierten Bauprojekten mit durchschnittlich 372 Mastschweineplätzen (MSP; 200 bis 800 MSP) wurden die Kosten untersucht. Anhand der Baukostenabrechnungen wurden die Fremdkosten ermittelt. Die Eigenleistungen wurden geschätzt. Der Mittelwert der Fremdkosten betrug Fr. 1’429.- pro MSP…
Für die Ermittlung arbeitswirtschaftlicher Kennzahlen in Spezialkulturen wie Reben, Obst und Beeren sowie Gemüse kommt das gleiche methodische Instrumentarium zur Anwendung, das sich schon bei der Analyse anderer landwirtschaftlicher Betriebszweige bewährt hat. Der Begriff „Planzeit“ steht dabei im Mittelpunkt des Interesses. Die Anwendung von daraus abgeleitetenden Planungs- und Kalkulationsinstrumenten kann dazu beitragen, dass gerade in…
Die angebotsseitigen volkswirtschaftlichen Kosten der Schweizer Landwirtschaft sind mit der Trennung der Preis- und Einkommenspolitik seit Anfang der 1990er Jahre deutlich gesunken. Sie liegen für das Jahr 2002 in der Grössenordnung von einer halben Milliarde Franken und entsprechen damit ungefähr 0,15 Prozent des Nettosozialprodukts. Der volkswirtschaftliche Nutzenentgang der in der Landwirtschaft gebundenen Produktionsfaktoren kann daher,…
Die Landwirtschaft allein kann die Besiedlung nicht mehr sicherstellen. Zur Erhaltung der dezentralen Besiedlung drängt sich vielmehr ein integrierter, regionaler Ansatz auf. Dieser Beitrag untersucht auf der Basis eines dynamischen Simulationsmodells die Zukunftsperspektiven gefährdeter Gemeinden und die Wirkung von Entwicklungsstrategien zur Stabilisierung der Beschäftigung und Bevölkerung. Die Modellrechnungen zeigen, dass die zukünftige Besiedlung je nach…
Ziel dieses Artikels ist es, die Aufgabenerfüllung der Landwirtschaft bezüglich ihres Beitrags zur dezentralen Besiedlung und die entsprechenden Massnahmen des Bundes zu analysieren. In einem ersten Schritt untersuchen wir die Rolle der Landwirtschaft für die Gefährdungssituation der dezentralen Besiedlung und kommen zum Schluss, dass die Landwirtschaft nur in relativ wenigen Gemeinden der Schweiz einen wesentlichen…
Der Milch- und Fleischmarktpolitik des Bundes steht in den nächsten Jahren eine Umgestaltung bevor. Dieser Beitrag untersucht die Konsequenzen mehrerer Politikalternativen im Bereich der Milch- und Fleischmarktpolitik mittels Modellrechnungen. Diese zeigen deutlich, dass eine Reduktion der Milchmarktstützung ohne Änderung des Direktzahlungssystems zu einem Rückgang der Zahl der Milchkühe und damit auch der Milch- und Rindfleischproduktion…
Der Milch- und der Fleischmarkt sind angebotsseitig eng miteinander verknüpft. Veränderungen bei den Rahmenbedingungen im Milchmarkt beeinflussen damit nicht nur den Milch- sondern auch den Fleischmarkt. Ein verändertes Angebot führt im Zusammenspiel mit der Konsumnachfrage zu neuen Marktgleichgewichten und Preisen, wobei allfällige Anpassungen im Aussenhandel und beim Grenzschutz ebenfalls einen Einfluss haben.Die Entwicklung des Milch-…
Die Ermöglichung des Handels mit Milchkontingenten veränderte die betrieblichen Strukturen der Milchproduktionsbetriebe seit 1999 mehr als in den zwanzig Jahren davor. Der gleichzeitig wirkende Preisdruck bewirkt, dass die Landwirte die Struktur ihrer Betriebe anpassen. Diese Anpassungen werden für die Jahre 1999-2002 anhand von 131 definierten Betriebstypen analysiert. Die Betriebstypen unterscheiden sich bezüglich Klimazone, Flächengrösse und…
Landwirtschaftliche Ökonomiegebäude beanspruchen einen beachtlichen Anteil der Strukturkosten. Um wirtschaftlich zu produzieren sind deshalb preisgünstige Betriebsgebäude Voraussetzung. Da ein vorgegebenes Raumprogramm auf unterschiedliche Art realisiert werden kann, sollte man auf der Suche nach der �besten Lösung� verschiedene Gebäudevarianten prüfen. Dabei sind neben Funktionalität auch Investitionsbedarf und Jahreskosten zu beurteilen. Mit Hilfe des FAT-Preisbaukastens ist es…
Die Akzeptanz der Ökomassnahmen ist eine entscheidende Voraussezung, um die ökologischen Ziele der Schweizer Landwirtschaft zu erreichen. Mittels deskriptiver sowie ökonometrischer Analysen kann gezeigt werden, dass die produktionstechnische Kompatibilität mit dem Betrieb ein ausschlaggebender Faktor für die Akzeptanz der Programme ist. Dass der Ausbildungsgrad des Landwirts dagegen nur einen begrenzten Einfluss hat, zeigt, dass die…
Mit multivariaten statistischen Methoden wurde nach den Bestimmungsfaktoren des Strukturwandels (SW) in der Schweizer Landwirtschaft gesucht. Dazu wurden die relative Veränderung (a) der Landwirtschafts-, (b) der Haupterwerbs- und (c) der Erwerbskombinationsbetriebe sowie (d) der Teilzeitbeschäftigten in der Landwirtschaft in der Periode 1985 bis 2000 in den Bezirken der Schweiz untersucht. 32 sozioökonomische und landwirtschaftliche Variablen…
Die laufende Diskussion zur Agrarpolitik 2011 wird primär unter Fachleuten, Politikern und landwirtschaftlichen Interessensvertretern geführt. Um die breite Bevölkerung für die Entwicklung der Landwirtschaft zu sensibilisieren, zeigen wir die Zusammenhänge zwischen Markt, Politik und landwirtschaftlicher Strukturentwicklung auf. Dazu erstellen wir fotorealistische Bilder zur zukünftigen Landnutzung, deren Entwicklung wir mit einem landwirtschaftlichen Sektormodell abschätzen. Die Szenarien…
Anhand von einzelbetrieblichen Angaben bauen wir mittels Clusteranalyse eine Typologie für Milchwirtschaftsbetriebe des Kantons Freiburg auf. Die drei resultierenden Gruppen werden hinsichtlich ihrer Anpassungsfähigkeit bzw. ihrer Dynamik interpretiert. Die grösste Gruppe zeichnet sich durch eine sehr hohe Dynamik aus. Die entsprechenden Betriebe sind in der Vergangenheit stark gewachsen und beabsichtigen dies auch in der Zukunft…
Gegenwärtig werden die Weichen gestellt für die Neuausrichtung der öffentlichen Beiträge an die Landwirtschaft (AP 2011). Die erstmals in der Schweizer Agrarpolitik drohenden Budgetkürzungen und die für die Landwirtschaft existentiellen Forderungen der WTO werden grundsätzliche Anpassungen unumgänglich machen. Derzeit werden nur mit einem kleinen Bruchteil der Mittel explizit gemeinwirtschaftliche Leistungen abgegolten. Die Höhe der zukünftig…
Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Bedeutung, den Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren von Bio-Vermarktungsinitiativen in der Schweiz. Bio-Vermarktungsinitiativen zeichnen sich aus durch eine grundsätzlich ähnliche Geschäftsidee (Bündelung, Verarbeitung und/oder gemeinschaftliche Vermarktung von Rohstoffen), unterscheiden sich sonst jedoch deutlich hinsichtlich ihrer Zielsetzungen, den beteiligten Personen, Größe, Organisationsstrukturen und Marketingstrategien. Die Untersuchung der Rahmenbedingungen für Bio-Vermarktungsinitiativen zeigte, dass…
Ausgehend von der erwarteten Entwicklung der Landwirtschaft in der Region Greifensee untersucht der vorliegende Beitrag, welche Bedeutung die ökologischen Direktzahlungen haben, um eine umweltverträgliche Landnutzung zu gewährleisten. Die Berechnungen mit einem ökonomischen Landnutzungs-Optimierungsmodell für das Jahr 2011 zeigen, dass die heutigen Ökobeiträge bzgl. der Vernetzung von für die Artenvielfalt wertvollen Lebensräumen ineffektiv und ineffizient sind.…
Die produktive Landwirtschaft und die Landschaftspflege erbringen für die Gesellschaft verschiedene gemeinwirtschaftliche Leistungen ökologischer, ästhetischer und kultureller Art. Die Nachfrage der Bevölkerung nach diesen Leistungen lässt sich allerdings nicht wie bei privaten Gütern auf Märkten beobachten. Vor diesem Hintergrund haben wir ein Befragungsexperiment durchgeführt, welches die Wertschätzung für verschiedene Landnutzungen im Kanton Zürich in Form…