Archiv

107 Beiträge

Pflanzenbau

Schärer H.J., Hasler T

Feuerbrand, ein Dauerbrenner

Der Feuerbrand ist die gefährlichste Krankheit im Kernobstbau. Die Feuerbrand-Situation in der Schweiz hat sich in den letzten Jahren dramatisch verändert und verlangt höchste Aufmerksamkeit. In weiten Teilen der Schweiz wurde die bakterielle Krankheit bereits nachgewiesen. Als Infektionsgebiete kamen im laufenden Jahr bedeutende Regionen der Kantone Thurgau, St. Gallen, Zürich und Luzern dazu. Wirksame und…
Pflanzenbau

Müller M.D., Poiger T., Buser H.-R.

Pflanzenschutzchemie – im Dienst von allen

Pflanzenschutzmittel (PSM) sind biologisch hochwirksame Produkte und sollen Kulturen vor Schadorganismen schützen. Ungeeignete PSM oder unsachgemässe Verwendung können jedoch zu beträchtlichen Schäden auf den Kulturen, in der Umwelt und bei Menschen führen. Neben der Wirksamkeit muss deshalb die Sicherheit des Produktes beurteilt werden. In diesem Beitrag wird das Verfahren zur Prüfung und Bewilligung von PSM…
Lebensmittel

Höhn E.

Früchte- und Gemüsequalität vom Anbau bis auf den Tisch

Karotten, Salat, Äpfel, Erdbeeren und andere Früchte und Gemüse sind gesund. Dies ist unbestritten, trotzdem essen die Schweizerinnen und Schweizer zuwenig dieser Nahrungsmittel. Gute Essqualität und attraktives Aussehen ist eine Voraussetzung für einen Mehrkonsum. Saftige, geschmackvolle Äpfel oder knackige, süsse Karotten erreichen die Konsumentinnen und Konsumenten nur, wenn jeder Schritt vom Anbau bis zum Verkauf…
Umwelt

Graf B., Höhn H., Holliger E., Siegfried W., Höpli H.-U.

Pflanzenschutz-Warndienst im Obst-und Weinbau heute und morgen

Seit mehr als vierzig Jahren betreibt die Forschungsanstalt Wädenswil (FAW) einen Prognosedienst für Schädlinge und Krankheiten bei mehrjährigen Obstgehölzen. Damit werden die Bemühungen der Produzenten für einen ökologischere Anbau unterstützt. Entwickelt als Entscheidungshilfe, wird dieser Prognosedienst in enger Zusammenarbeit zwischen der FAW, der Schweizerischen Meteorologischen Anstalt (SMA), dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), den kantonalen…
Umwelt

Baur R., Gut D

Begrünungspflege und Biodiversität im Deutschschweizer Rebbau

„In den Jahren 1994 bis 1999 wurden die Zusammenhänge zwischen Intensität der Unterwuchspflege und botanischer sowie faunistischer Vielfalt auf 11 Betrieben in klimatisch unterschiedlichen Weinbauregionen der Deutschschweiz untersucht. Pro Betrieb wurde eine botanisch homogene Parzelle halbiert. In einer Hälfte wurde die Unterwuchspflege leicht extensiviert (ohne Ertrags- und Qualitätsminderung), in der anderen blieb sie unverändert („“intensiv““).<br><br>Die…
Pflanzenbau

Baumann D.T., Total R.

Anbautechnik: der Schlüssel zum Qualitätsgemüse

Der Gemüsebau kann als vielfältigster und anspruchsvollster Produktionszweig der Schweizerischen Landwirtschaft bezeichnet werden. Obwohl das Gefüge von Kulturtechnik, Anbausystem und Produktionssystem nicht grundsätzlich von jenem anderer Produktionsbereiche abweicht, stellt die Kulturvielfalt und die Marktsituation im Gemüsebau besonders hohe Anforderungen an Fachwissen, Organisationstalent und betriebswirtschaftliches Geschick der Produzenten. In keinem anderen Produktionsbereich sind die Zeithorizonte für…
Weitere

Spiess E., Anken T., Heusser J., Weisskopf P., Högger C., Oberholzer H.-R.

Folgewirkungen von Bodenbearbeitungsmassnahmen

Übermässig hohe Bearbeitungsintensitäten brachten auch bezüglich der Lockerung keine erkennbaren Vorteile. Bei der Stabilität des gelockerten Bodengefüges gibt es hingegen gerätespezifische Unterschiede. Der durch die Bearbeitung ausgelöste Anstieg der Nitratkonzentration kann mit geeigneten Begrünungspflanzen bedeutend reduziert werden. Wider Erwarten hatte nicht die feinste Bearbeitung die stärkste Mineralisierung zur Folge. Die Unterschiede zwischen den Bearbeitungssystemen sind…
Weitere

Spiess E., Anken T., Heusser J., Weisskopf P., Högger C., Oberholzer H.-R.

Bodenbearbeitung: Energie-Input und Saatbettstruktur

Verschiedene Bearbeitungssysteme zeigen bei Böden mit hohem Bearbeitungswiderstand relativ grosse Unterschiede hinsichtlich Bearbeitungseffekt, Energiebedarf und -effizienz. Aktive Systeme (zapfwellengetriebene Werkzeuge) sind den passiven diesbezüglich überlegen. Dies trifft vor allem für das System des Zinkenrotors zu. Eine übermässige Steigerung der Bearbeitungsintensität erwies sich als ineffizient. Der Energie Input liegt in der gleichen Grössenordnung wie bei der…
Agrarwirtschaft

Radlinsky A., Theler C., Lehmann B.

Soziale Nachhaltigkeit in der Schweizer Landwirtschaft

Der sozialen Dimension kommt im Nachhaltigkeitskonzept eine zentrale Rolle zu. Im Rahmen einer Studie über die soziale Lage in der Schweizer Landwirtschaft werden zentrale Aspekte sozialer Nachhaltigkeit fundiert analysiert. Als theoretischer Ansatz dient das Konzept der Lebensqualität.<br>Im Frühjahr 2000 wurden 1‘500 Landwirtinnen und Landwirte im Kanton Bern mittels einer postalischen Umfrage mit standardisiertem Fragebogen über…
Pflanzenbau

Meisser M.

Ursachen von Nährwertschwankungen in Silomais

Eigenschaften wie Ertragsvermögen, Energiegehalt, Schmackhaftigkeit und hohe Futteraufnahme erklären die grosse Ausdehnung, die der Anbau von Silomais in den letzten 30 Jahren in Europa erfahren hat. Auch wenn Silomais die weltweit am häufigsten angebaute Futterpflanze ist, sind die Methoden der Nährwertschätzung noch verbesserungswürdig. Dazu müssen verschiedene Einflussfaktoren, insbesondere der des Wetters, besser ermittelt werden. Dieser…
Umwelt

Gulz P., Gupta S.-K.

Arsenaufnahme von Kulturpflanzen

In der Schweiz ist über Arsen in der Umwelt wenig bekannt. Zur Untersuchung der ökotoxikologischen Risiken dieses Schadstoffs wurde ein vom Schweizerischen Nationalfonds finanziertes Forschungsprojekt gestartet. Im Mittelpunkt dieses Projektes steht die Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen, die zur Risikoabschätzung der Wirkungspfade Pflanze – Mensch, Pflanze – Tier – Mensch nötig sind. Bisher weiss man wenig über…
Nutztiere

Wyss U.

Siliermittel und aerobe Stabilität – Testergebnisse 1999

Bei zwei Siliermitteln haben wir die Wirksamkeit zur Verbesserung der aeroben Stabilität untersucht. Neben einer Negativkontrolle ohne Zusatz wurde auch eine Variante mit Propionsäure (Luprosil) berücksichtigt. Die Versuche wurden mit Silomais bei zwei TS-Stufen (31 und 37 % TS) in Laborsilos zu 1,5 Liter Inhalt durchgeführt. 7 Tage vor der Entnahme haben wir die Silagen…
Pflanzenbau

Jeangros B., Scehovic J., Troxler J., Bosset J.O.

Ist Futter aus Berg- und Talweiden unterschiedlich zusammengesetzt?

„Die Rolle des Wiesenfutters in der Kette „“Gras-Milch-Käse““ ist noch wenig bekannt. Im Rahmen einer interdisziplinären Studie, in welcher der Einfluss des Futters auf den Käse vom Typ Gruyère untersucht wird, haben wir die botanische und chemische Zusammensetzung des Weidefutters aus verschiedenen Höhenlagen verglichen. Die untersuchten Kunstwiesen aus dem Talgebiet setzen sich nur aus Gräsern…
Pflanzenbau

Fuchs J.G., Bieri M.

Neue Pflanzentests, um die Kompostqualität zu charakterisieren

Damit die biologische Qualität von Kompost charakterisiert werden kann, braucht es aussagekräftige und reproduzierbare Methoden, solche fehlten bis anhin. Um diesen Mangel zu beheben, haben wir ein neues Testset entwickelt und in einem Ringversuch1 überprüft. Es wurden acht Pflanzentests ausgewählt mit denen vier Komposte beurteilt wurden. Dank des mitgeführten definierten Referenzsubstrates konnten wir trotz unterschiedlicher…
Nutztiere

Bühlmann G., Finessi-Draškovic S.

Gesamtkeimzahl in Ziegenmilch

„Die Ergebnisse von 2400 „“Gesamtkeimzahl““-Bestimmungen in Ziegenmilch aus dem Berner Oberland und der Zentralschweiz sind nicht normalverteilt. Die arithmetischen Mittelwerte (gemessen in KbE/ml) sind höher, die Medianwerte jedoch eher tiefer als bei Kuhmilch. In den Jahren 1995 bis 1997 gelang den Ziegenmilch-Produzierenden eine kontinuierliche Steigerung des Anteils der besten Qualitätsstufe auf über 90 %. Gründe…
Agrarwirtschaft

Anwander Phan-Huy S.

Ökologisierung der schweizerischen Agrarpolitik

Anfang der 70er Jahre haben Medienmeldungen über Umweltprobleme in der Landwirtschaft die Öffentlichkeit aufgeschreckt. Seither wurden erst zögerliche, mit der Agrarreform AP 2002 entscheidende Schritte für eine bessere und umfassende Berücksichtigung der Umweltanliegen in der Agrarpolitik unternommen. Erste Wirkungsanalysen zeigen denn auch, dass der Einsatz von Pestiziden und Düngern seit Beginn der 90er Jahre stark…
Pflanzenbau

Krebs H., Dubois D., Külling C., Forrer H.-R., Streit B., Rieger S., Richner W

Fusarien- und Toxinbelastung des Weizens bei Direktsaat

Aus zwei Feldversuchen mit Pflug, Grubber und Direktsaat wurde der Gesundheitszustand der geernteten Weizenkörner untersucht. Analysiert wurde der Fusarienbefall und der Deoxynivalenol-Gehalt des Erntegutes. In allen Stichproben wurden Fusarium graminearum, F. avenaceum and Microdochium nivale isoliert. Der höchste Krankheitsbefall (über 42 % F. graminearum) und Mykotoxingehalt (über 6 ppm DON) wurde im Direktsaatverfahren mit Mais…
Pflanzenbau

Jenny E., Hecker A., Kessler P., Külling C., Forrer H.-R.

Getreidefusariosen: Sortenresistenz und Toxingehalte

In drei künstlich infizierten Feldversuchen wurde die Anfälligkeit von Schweizer Winterweizensorten auf Fusarium culmorum und F. graminearum untersucht. Sowohl beim Befall und Ertrag, als auch im Deoxynivalenol-Gehalt wurden wesentliche Sortenunterschiede festgestellt. Bei Fusariumproblemen spielt neben Fruchtfolge und Bodenbearbeitungsmassnahmen die Sortenwahl eine entscheidende Rolle. Durch den Anbau wenig anfälliger Sorten können sowohl grosse Ertragsausfälle, als auch…
Umwelt

Jäggi W., Weisskopf P., Oberholzer H.-R., Zihlmann U.

Mikrobielle Biomasse zweier Ackerböden

Während zwei Jahren wurden die Veränderungen bodenmikrobiologischer Kennwerte in zwei Ackerböden verfolgt und mit den Standortverhältnissen verglichen. In der Ackerkrume einer Kalkbraunerde lag der Gehalt an mikrobieller Biomasse im Mittel um 42 % höher als in jener eines Braunerde-Gleys. Ein höherer pH-Wert und ein lockereres Gefüge begünstigten die Bodenmikroorganismen in der Kalkbraunerde. Grundwassereinfluss und starke…