An der RAP wurde 1998 das Produkt All-Sil Granular auf seine Wirksamkeit zur Verbesserung des Gärverlaufs geprüft. Bei der Siliermittelprüfung ist der Buttersäuregehalt das wichtigste Beurteilungskriterium. Die Unter-suchungen zeigten, dass das Produkt wirksam war, wenn das Ausgangs-material genügend Zucker aufwies oder zusätzlich Dextrose beigefügt wurde. Während der Lagerung nahm jedoch die Laktobakterienkeimzahl ab. Dies bedeutet,…
In einem Versuch wurde die Eignung von zwei Typen von Rundballen-Raufen getestet, die im Laufhof eines Milchvieh-Laufstalles aufgestellt waren und mit Bodenheu oder Grassilage gefüllt wurden. Die Futtervorlage im Laufhof führte zu einer Verdoppelung der Zeit, die die Kühe dort verbrachten. Die Gestaltung der Raufe erwies sich als wichtiger Faktor, um eine Benachteiligung rangtiefer Kühe…
Der Mineralstoffgehalt von Futter aus Kurzrasenweiden entspricht demjenigen von üblichem Wiesenfutter mit vergleichbarer botanischer Zusammensetzung. Somit sind die für das Milchvieh allgemein gültigen Regeln zur Mineralstoffergänzung von raufutterbetonten Rationen auch auf die Kurzrasenweide anwendbar.
Welche Wirkung zeigen die Ökomassnahmen und Tierhaltungsprogramme? Inwieweit sind die gesetzten Ziele erreicht worden? Diese Fragen werden anhand der breit angelegten und bis 2005 dauernden Evaluationsarbeiten angegangen. Die daraus resultierenden Erkenntnisse tragen dazu bei, die Massnahmen mit fundierten Entscheidungsgrundlagen weiterzu-entwickeln, weitere Optionen zu überprüfen und nicht zuletzt Rechenschaft über die Verwendung von öffentlichen Geldern abzulegen.
Fünfmal genutzte und mit Rindervollgülle (30 kg Ammonium-Stickstoff (NH4-N) pro ha und Aufwuchs) gedüngte Bestände von Klee-Gras-Gemengen lieferten pro Jahr durchschnittlich 318 kg Stickstoff(N)/ha im Futter. 47 % dieses N-Ertrages stammten aus der biologischen Stickstoff-Fixierung und 33 % aus dem Bodenvorrat. 20 % des N-Ertrages kamen aus der Rindervollgülle, was einer scheinbaren N-Ausnutzung des NH4-N…
Die Mineralisierung des in Komposten enthaltenen organisch gebundenen Stickstoffes im Boden und die daraus resultierende N-Düngewirkung kann bisher nicht zum Voraus berechnet werden. Neben den spezifischen Eigenschaften des Kompostes wie pH-Wert, Gehalt an organischem Kohlenstoff und Stickstoff haben die physikalisch-chemischen Eigenschaften, die biologische Aktivität des Bodens und die klimatischen Bedingungen wesentlichen Einfluss auf die N-Freisetzung.…
Im DOK-Versuch werden seit 1978 zwei biologische und ein konventionel-les Anbausystem unter einheitlichen Standortbedingungen verglichen. Die mehrjährigen Erhebungen liefern aktuelle Erkenntnisse, wie sich die Umstellung auf Biolandbau oder eine Reduktion der Anbauintensität längerfristig auf Ertrag, Bodenfruchtbarkeit und Umwelt auswirken kann.
In den Jahren 1998 bis 2000 prüften die beiden Forschungsanstalten Zürich-Reckenholz und Nyon-Changins 71 Sorten von Englischem Raigras (Lolium perenne L.) unter unseren Anbaubedingungen. Die dabei beobachteten Fortschritte einzelner Sorten in den agronomischen Eigenschaften wie Konkurrenzkraft, Ausdauer und Resistenz gegenüber Bakterienwelke und Rost sind beachtlich. Aufgrund der erzielten Versuchsresultate werden folgende Sorten neu zum Anbau…
Die grossen Unterschiede im Ertragsvermögen zwischen schlechten und guten Sorten bestätigen, wie entscheidend eine gezielte Sortenwahl ist. Auch andere Sorteneigenschaften sind für die Aufnahme neuer Sorten in die «Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen» massgebend. Das Vorgehen bei der Sortenprüfung und bei der anschliessenden Auswertung der Resultate wird dargestellt.
An der Hochschule Wädenswil werden pro Jahr etwa 70‘000 Freilandfarne in 55 Arten als Jungpflanzen oder als Halbfertigware produziert. Der Produktionsvorgang leidet gelegentlich unter hartnäckigen Problemen: Pilzinfektionen oder Verunreinigungen der Kulturen durch Algen und Moose. In Zusammenarbeit mit der Forschungsanstalt Wädenswil wird versucht, diese Probleme in den Griff zu bekommen. Durch eine Aussaat direkt in…
Für rund 20 verschiedene Viren ist eine Übertragung auf den Menschen über Milch oder Milchprodukte vorstellbar. Es sind einerseits milchoriginäre Viren und andererseits Viren, die mit Wasser in die Milch oder Milchprodukte gelangen könnten. Aufgrund der Datenlage ist es zurzeit lediglich möglich, das Risiko einer Kontamination von Milch und Milchprodukten durch Viren qualitativ abzuschätzen. Über…
In der Schweiz werden zur Milch- und Fleischproduktion vorwiegend Fleckvieh-, Braunvieh- und Holsteintiere gehalten. In den Zuchtprogrammen aller drei Rassen nehmen die Milchleistungsmerkmale eine zentrale Stellung ein. Es stellt sich die Frage, ob der Trend zu immer leistungsfähigeren Milchkühen aus betriebswirtschaftlicher Sicht sinnvoll ist. Weiter ist von Interesse, mit welchen Massnahmen die Wirtschaftlichkeit der Rindviehhaltung…
In einem langjährigen Feldversuch mit sehr hohem Einsatz von Klärschlamm und Schweinegülle stiegen die Nährstoffgehalte, besonders der Phosphatgehalt des Bodens, stark an. Auf Parzellen ohne Düngung und bei hohen Schweinegüllegaben wurde eine Tendenz zur Versauerung (Absenkung der pH-Werte) des Bodens festgestellt. Sehr hohe Gaben von Schweinegülle hatten bei einigen Kulturen statistisch signifikante Ertragseinbussen zur Folge.
Erstmals wurde für die Schweiz eine umfassende Bestandesaufnahme der Abfälle erstellt, welche für die Verwendung im landwirtschaftlichen und para-landwirtschaftlichen 1 Pflanzenbau in Frage kommen. Um welche Stoffe und Mengen geht es? Welche Bedeutung haben sie für die Düngung und den Bodenschutz? Welche Massnahmen sind zu treffen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Untersuchung.
In einer Versuchsserie wurde die Wirkung ätherischer Öle und von Hanfblütenextrakt gegen die bakterielle Nassfäule der Kartoffeln, verursacht durch Erwinia carotovora (Helmers et Dowson) Dye, geprüft. Getestet wurden die Extrakte sowohl in vitro an einer Bakterienreinkultur als auch in vivo an natürlich kontaminierten Kartoffelknollen. Die ätherischen Öle bewirkten teilweise eine deutliche Hemmung des Erregers. Am…
Untersucht wurde, ob die Bewirtschaftung und die Verteilung der Buntbrachen im landwirtschaftlich genutzten Raum die Bodenspinnen (Araneae) beeinflussen. Durch Mulchen oder Schnitt der Buntbrachen im Frühling ergab sich kein negativer Einfluss auf die bodenlebenden Spinnen. Dagegen spielte die Distanz zum nächstgelegenen Wald für die Zusammensetzung der Spinnenpopulation eine wichtige Rolle.
Die Kontaktfläche Pneu/Untergrund wurde bei sechs verschiedenen Reifen in Abhängigkeit des Reifeninnendruckes bestimmt. Bei allen Reifen liess sich eine Zunahme der Kontaktfläche bei abnehmendem Pneuinnendruck fest-stellen. Bei welchem Pneuinnendruck die Kontaktfläche am meisten zunimmt, ist sehr unterschiedlich. Mit Hilfe einer multiplen Regression wurde eine neue Gleichung errechnet, um die Kontaktfläche aufgrund der Pneubreite, des Pneudurchmessers…
In der Schweiz werden seit 1993 Gelder für ökologische Leistungen der Landwirtschaft ausgeschüttet. Über die Wirkung und Wirksamkeit dieser Gelder kann bis jetzt noch keine zuverlässige Aussage gemacht werden. Eine Befragung von Fachleuten liefert Grundlagen für ein Monitoring der Umweltwirkung ökologischer Direktzahlungen und erste Antworten bezüglich konkreter Umweltwirkungen.
Welche Anbauform (konventionell, integriert, biologisch) einer pflanzlichen Produktion eignet sich ökologisch am besten? Mit der Methode der Ökobilanzierung wurde am Beispiel der Weizenproduktion versucht, die Umweltauswirkungen möglichst umfassend und sachlich abzuschätzen. Eines der Resultate ergab, dass diejenigen Weizenanbauvarianten am vorteilhaftesten abschnitten, die einen reduzierten Inputeinsatz hatten und ein bestimmtes Ertragsniveau nicht unterschritten.
Die landschaftsökologische Qualität angemeldeter Öko-Ausgleichsflächen ist oft unbefriedigend. Die ungenügende Wirksamkeit des Vertragsnatur-schutzes lässt sich ökonomisch erklären. Eine Untersuchung der Beteiligung von Zürcher Landwirtinnen und Landwirten bestätigt, dass diese von Wirtschaftlichkeitsüberlegungen bestimmt wird. Eine zielgerechte Weiterentwicklung der Öko-Ausgleichspolitik ist nötig.
Die feldbesichtigt anerkannten Saatgutflächen von Getreide, Hybridmais, Körnerleguminosen, Rotklee und Futtergräsern betrugen dieses Jahr 9‘431 Hektoren. Beim Saatgetreide wurden 92 % der angemeldeten Flächen anerkannt. Abweisungen gab es hauptsüchlich wegen Durchwuchs von fremden Arten, Trockenheitsschäden und Sortenvermischungen. Die gute und gesunde Kornausbildung ermöglichten eine qualitativ hochstehende Ernte. Die Hauptsorten waren Arina und Runal bei Winterweizen…