Archiv

95 Beiträge

Pflanzenbau

Valenghi D.

Saatgut-Feldbesichtigungen 1998

Die feldbesichtigt anerkannten Saatgutflächen von Getreide, Hybridmais, Körnerleguminosen, Rotklee und Futtergräsern betrugen dieses Jahr 9‘431 Hektoren. Beim Saatgetreide wurden 92 % der angemeldeten Flächen anerkannt. Abweisungen gab es hauptsüchlich wegen Durchwuchs von fremden Arten, Trockenheitsschäden und Sortenvermischungen. Die gute und gesunde Kornausbildung ermöglichten eine qualitativ hochstehende Ernte. Die Hauptsorten waren Arina und Runal bei Winterweizen…
Lebensmittel

Lehmann O., Klantschitsch T., Puhan Z.

Ausbeute von Rohmilchkäse und Käse aus mikrofiltrierter Milch

Sporen von Clostridium tyrobutyricum können in Hart- und Halbhartkäse eine Spätblähung verursachen. Die Mikrofiltration ist eine für die Schweiz neue Technologie zur Eliminierung dieser Sporen, so dass eine Spätblähung im Käse verhindert wird. Für die Wirtschaftlichkeit der Mikrofiltration ist die Ausbeute mitentscheidend. Das Ziel des vorliegenden Testversuches war ein Vergleich der Ausbeute zwischen Rohmilchkäse und…
Lebensmittel

Künsch U., Schärer H., Patrian B., Hurter J., Conedera M., Sassella A., Jermini M., Jelmini G.

Qualitätsanalysen an Tessiner Kastanien

Im Tessin sollen geeignete Kastaniensorten für den kommerziellen Gebrauch angebaut werden. An verschiedenen einheimischen Sorten und einer Sorte aus dem Handel wurden Qualitätsanalysen durchgeführt. Die aus dem Piemont stammende Sorte Cuneo schnitt als beste Kastaniensorte ab. Von den einheimischen Sorten scheint sich Pinco für höher gelegene Standorte zu eignen.
Agrarwirtschaft

Hilfiker J., Daccord R., Herter U., Menzi M.

Wirtschaftliche Bewertung von Ertrag und Qualität bei Silomais

In der Schweiz werden rund 40 000 ha Silomais angebaut, die vor allem bei der Grossviehmast und der Winterfütterung von Milchvieh eingesetzt werden. Als energiereiches Rauhfutter ist es eine ideale Ergänzung zum eiweissreichen Futter von Natur- und Kunstwiesen. Die Maissorten variieren erheblich im Flächenertrag und der Qualität (Gehalt an verdaulicher organischer Substanz). Welches Gewicht sollen…
Agrarwirtschaft

Anwander Phan-Huy S.

Wahrnehmung von neuen Technologien im Ernährungsbereich

Ist die mehrheitlich ablehnende Haltung gegenüber der Gentechnologie im Ernährungsbereich nur eine vorübergehende, technikfeindliche Strömung, oder sind Produktion und Verarbeitung von Nahrungsmitteln ein besonders sensibler Bereich in der Wahrnehmung möglicher Risiken? In diesem Artikel soll gesellschaftlichen Entwicklungen nachgegangen werden, welche die Notwendigkeit eines breiten Diskurses über die zukünftige Ausgestaltung der Nahrungsmittelproduktion aufzeigen.
Umwelt

Zihlmann U., Weisskopf P.

Stickstoffdynamik bei Bodenseparierung im Kartoffelanbau

In einer Kalkbraunerde, die zur Schollenbildung neigt, untersuchten wir, wie sich die Bodenseparierungstechnik im Kartoffelanbau auf die Stickstoffdynamik auswirkt. Dazu wurden der N-Gehalt im Bodenwasser mit Saugkerzen beprobt und bodenphysikalische Messungen sowie Ertragserhebungen durchgeführt. In den Kartoffeldämmen mit Bodenseparierung zeigte sich ein ähnliches N-Mineralisierungspotential wie im herkömmlichen Anbauverfahren.
Umwelt

Pfiffner L.

Bodenseparierung Kartoffelanbau: Effekte auf Regenwurmfauna?

Mit der Technik der Bodenseparierung wird im Kartoffelanbau ein zusätzlicher, grosser Eingriff in das Bodenleben vorgenommen. Es bestehen beträchtliche Wissenslücken bezüglich den Auswirkungen auf wesentliche umweltrelevante Parameter wie Bodentiere, Stickstoffmineralisierung, Verschlämmungs-, Erosions-, Verdichtungsneigung und Bodenstruktur. Die Effekte der Bodenseparierung auf die Regenwürmer wurden deshalb im Rahmen einer 2-jährigen Feldstudie untersucht. Sie hat gezeigt, dass die…
Nutztiere

Gutzwiller A., Jost M.

Ferkeldurchfälle und Ödemkrankheit: Vorbeugen ist besser…

Bei abgesetzten Ferkeln sind durch Colibakterien verursachte Erkrankungen die häufigste Todesursache. Durch geeignete Fütterungsmassnahmen wie restriktive Fütterung und die Zufuhr von rohfaserreichen Futtermitteln lassen sich die Verluste reduzieren, wobei ein vermindertes Wachstum der Ferkel in Kauf genommen werden muss. Im Tierversuch reduzierte ein während zwei Wochen eingesetztes rohfaserreiches Diätfutter die Anzahl krankheitsbedingter Todesfälle noch dem…
Lebensmittel

Sieber R.

Erhöht Milchkonsum Schleimbildung und Asthma?

Die Meinung, dass beim Menschen der Verzehr von Milch zu einer erhöhten Schleimbildung führt, ist verbreitet. Nach dem Milchverzehr veränderten sich einige Parameter der Schleimbildung. Doch sind diese Wirkungen nicht für Milch spezifisch, da ein Nicht-Kuhmilch-Getränk mit gleichartigen sensorischen Eigenschaften dieselben Veränderungen bewirkte. Personen, die von einer Wirkung der Milch auf die Schleimbildung überzeugt sind,…
Pflanzenbau

Rüttimann M., StrickerL.

Erfahrungen mit der Bodensepariertechnik im Kartoffelbau

Der physikalische Bodenschutz ist aufgerufen, angesichts der zunehmenden Mechanisierung in der Landwirtschaft, neue Bestelltechniken wie die Bodenseparierung auf ihre Bodenverträglichkeit kritisch zu prüfen. Die Frage nach der Bodenverträglichkeit lässt sich jedoch nicht unabhängig von ihrer konkreten Anwendung im Feld beantworten. Die Plattform «physikalischer Bodenschutz» der Bodenkundlichen Gesellschaft der Schweiz veranlasste deshalb im Sommer 1995 eine…
Agrarwirtschaft

Zbinden P., Hofer A., Künzi N.

Erstlingssauen: Sind Ferkel- und Fleischerzeugung rentabel?

Die Wirtschaftlichkeit von Erstlingssauen zur kombinierten Nutzung für die Ferkel- und die Fleischproduktion wurden mit einem praktischen Versuch und mit Modellrechnungen untersucht. Die Wirtschaftlichkeitsberechnungen zeigen, dass für Erstlingssauen rund derselbe Preis wie für Mastschweine erzielt werden müsste, damit ein reines Erstlingssauensystem erfolgversprechend ist.
Agrarwirtschaft

Bosshard A.

Betriebsstruktur und ökologische Leistung der Landwirtschaft

Unterstützt oder torpediert der ungebremst voranschreitende Strukturwandel der Landwirtschaft eine ökologischere Bewirtschaftung? Trotz der agrarpolitischen Bedeutung der Frage fehlten bisher empirische Daten. Die hier zusammengefasste Pilotstudie zeigt am Beispiel einer Testregion im Zürcher Berggebiet, dass die Hypothese «grösser = extensiver = ökologischer» und «biologisch = ökologischer» differenziert und teilweise revidiert werden muss. Ein Beitrag zur…
Nutztiere

Stoll P.

Schweinemast mit erhöhtem Vitamin-E-Gehalt in der Ration

In der Literatur liegen Angaben vor, die darauf hinweisen, dass mit zusätzlichem Vitamin E im Futter die Oxidations- und Farbstabilität sowie das Safthaltevermöen von Schweinefleisch verbessert wird. Die Verarbeitungs- und Genussqualität wird dadurch erhöht. Erste Ergebnisse eines Praxisversuches der Firma Hoffrnann-La Roche deuteten auch eine Erhöhung der Masttageszunahmen durch eine Vitamin-E-Zulage im Futter an. Unsere…
Nutztiere

Jost M., Bracher-Jakob A.

Sanobiotic(r)S im Futter für Aufzuchtferkel

In einem fünfwöchigen Ferkelaufzuchtversuch wurde die Wirkung des multiaktiven probiotischen Wachstumsförderers Sanobiotic® S einzeln und in Kombination mit 50 mg Corbadox (Handelsname Mecadox®) im Vergleich zu einer Negativ- (ohne Futterzusätze) und einer Positivkontrolle (50 mg Corbadox) auf Futteraufnahme Gewichtszuwachs, Futterverwertung und Häufigkeit von Durchfällen untersucht. Sanobiotic verringerte statistisch tendenzmässig die Tierabgänge, therapeutischen Behandlungen und bewirkte…
Nutztiere

Hadorn R., Wiedmer H., Gloor A.

Legehennenfutter mit und ohne tierische Eiweissträger

Seit marktbedingt Futter ohne tierische Eiweissträger an Legehennen verfüttert wird, treten vermehrt verschiedene Probleme mit Federpicken beziehungsweise Kannibalismus auf. Bis heute fehlt in der Literatur jedoch ein direkter Vergleich der Leistung von Legehennen in Abhängigkeit der Eiweissherkunft beziehungsweise der Verfügbarkeit der Aminosäuren. Die im vorliegenden Versuch getesteten Végétalfutter wirkten sich bei weissen Legehennen nicht nachteilig…
Nutztiere

Dufey P.-A.

Schweinefleisch: Einfluss einer zusätzlichen Vitamin-E-Zulage

Vitamin E ist ein Antioxidans. Verschiedene ausländische Arbeiten mit Vitamin-E-Zulagen weisen auf eine bessere Fleischqualität wegen erhöhter Farb- und Oxidationsstabilität hin. Mit der Kontrollration von 40 mg Vitamin E/kg Futter gemäss den schweizerischen Fütterungsempfehlungen für Mastschweine wurde eine sehr gute Farb- und Oxidationsstabilität erreicht. Eine zusätzliche Zulage von 100 mg Vitamin E bewirkte keine Verbesserungen.
Lebensmittel

Sieber R.

Milch und Milchprodukte und der Vierte CH-Ernährungsbericht

Wie im Zweiten und Dritten finden sich auch im Vierten Schweizerischen Ernährungsbericht verschiedene Aussagen zur Bedeutung der Milch und Milchprodukte in der Ernährung. Diese betreffen regionale Unterschiede im Ernährungsverhalten, die Ernährung einzelner Bevölkerungsgruppen sowie Kenntnisse der Konsumentinnen und Konsumenten zu Milch und Milchprodukten in der Ernährung.
Lebensmittel

Sieber R.

Tierische Lebensmittel und der Vierte CH-Ernährungsbericht

Der Vierte Schweizerische Ernährungsbericht befasst sich wie der Zweite und Dritte mit der Ernährungssituation und dem Ernährungszustand der schweizerischen Bevölkerung. Verschiedene Aussagen zur Bedeutung der tierischen Lebensmittel, insbesondere die Entwicklung des Verbrauchs sowie deren Beitrag zur Nährstoffversorgung, wie auch zu toxikologischen und mikrobiologischen Aspekten werden hier zusammengefasst.
Agrarwirtschaft

Schleiss K., Meier U., Dumondel M., Lehmann B.

Grünabfallverarbeitung: betriebswirtschaftliche Betrachtungen

Die Betriebskosten der verschiedenen Verarbeitungsverfahren für biogene Abfälle sind bisher selten vergleichend untersucht worden. In diesem Bericht werden folgende Varianten miteinander verglichen: Die landwirtschaftliche Kompostierung am Feldrand in zwei Grössenklassen, die Kompostierung auf einer kleinen und zwei mittleren Anlagen und einem grossen, eingehausten Werk, eine Kombination Vergärung mit Kompostierung und eine Vergärungsanlage. Zwischen diesen acht…
Agrarwirtschaft

Lips M., Rieder P.

Energieintensität der schweizerischen Agrarproduktion

Seit 1980 ist die Energieintensität der schweizerischen Agrarproduktion gesunken. Trotzdem ist sie im Vergleich mit anderen Industriestaaten immer noch hoch. In diesem Beitrag wird aufgezeigt, dass die Energieintensität mit der Arbeitsintensität zusammenhängt. Da letztere von der Agrarpolitik abhängt, ist der Zusammenhang von Energieintensität und Agrarpolitik eine wichtige zukünftige Fragestellung.
Umwelt

Wyss G.S., Müller-Schärer H.

Biologische Unkrautbekämpfung: Resistenzmechanismen

Im Rahmen eines europäischen Gemeinschaftsprojektes (COST 816) wird neben anderen wichtigen Unkräutern Senecio vulgaris als Modellpflanze zur biologischen Bekämpfung untersucht. Ein in der Schweiz eingeschleppter Rostpilz kommt als potentieller Krankheitserreger in Frage. Anhand einer Dissertation der ETH Zürich, in Zusammenarbeit mit der Universität Fribourg und der FAW, wurden die Resistenzmechanismen von S. vulgaris gegenüber dem…
Umwelt

Chervet A., Stricker L.

Bodenbeobachtung im Kanton Bern – erste Ergebnisse

Die Bodenschutzfachstelle des Kantons Bern betreibt seit 1993 ein Bodenbeobachtungsnetz. Die im Juli 1997 veröffentlichten Ergebnisse der Erstbeprobungsphase zeigen, dass die Bodenfruchtbarkeit der untersuchten, intensiv genutzten Ackerböden im Berner Mittelland im Vergleich zu nahegelegenen Naturwiesenböden im Durchschnitt um rund 25 % tiefer ist.
Umwelt

Bigler F., Jeanneret Ph., Lips A., Schüpbach B., Waldburger M., Fried P.

Wirkungskontrolle der Ökomassnahmen: Biologische Vielfalt

Fünf bis sieben Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche müssen auf jedem Betrieb als ökologische Ausgleichsflächen ausgewiesen sein um produkteunabhängige Direktzahlungen beziehen zu können. Zeigen die Öko-Massnahmen eine positive Wirkung auf die biologische Vielfalt? Werden dadurch die landwirtschaftlich genutzten Räume wieder vielfältiger und artenreicher? Welchen Beitrag liefern die Ökologischen Ausgleichsflächen? Diese Fragen versucht die FAL in Zusammenarbeit…
Pflanzenbau

Ruffner H.P.

Weinbau in der Ostschweiz: woher und wohin?

Diese Zusammenfassung der geschichtlichen Entwicklung des Weinbaus in der Ostschweiz versucht auf die Gründe einzugehen, die zur aus heutiger Sicht unsinnig erscheinenden Ausdehnung der Ostschweizer Rebfläche im Mittelalter geführt haben. Umgekehrt werden die Ursachen der Rebbaukrise um Anfang dieses Jahrhunderts beleuchtet und die Frage gestellt, ob eine solche agronomische Katastrophe heute noch vorstellbar ist.
Nutztiere

Wyss U.

Verbesserung der aeroben Stabilität mit Siliermitteln

Der Einsatz eines Siliermittels auf der Basis von Milch- und Propionsäurebakterien, sowohl als Granulat als auch flüssig appliziert eingesetzt, verbesserte die aerobe Stabilität von Maissilagen nicht. Die Silagen erwärmten sich jeweils mehr als einen Tag schneller im Vergleich zu den Vorianten ohne Zusatz. Bei verschiedenen Luftstressbedingungen während der Lagerung vermochten auch chemische Produkte die aerobe…
Nutztiere

Daccord R., Arrigo Y.

Nährwert von Triticale für den Wiederkäuer

Triticale ist in der Schweiz ein wichtiges Futtergetreide geworden. Zahlreiche an der RAP analysierte Proben von Triticale und Ergebnisse von einem Verdauungsversuch mit Schafen haben die in den wichtigsten Tabellenwerken aufgeführten Nährwerte von Triticale bestätigt. Dieses Getreide weist einen für den Wiederkäuer hohen Nährwert auf, der dem von Weizen ähnlich ist und höher liegt als…
Lebensmittel

Zehntner U.

Phagenuntersuchung in CH-Milchwirtschaftsbetrieben

Seit 1986 bietet die FAM Phagenanalysen als Dienstleistung für den milchwirtschaftlichen Beratungsdienst an. Die Methoden wurden seither optimiert und konnten 1994 in einen akkreditierten Bereich eingebracht werden. Unsere Erfahrung zeigt, dass Phagen ursächlich an den meisten Säuerungsstörungen von Starterkulturen beteiligt sind. Die Anwesenheit von Phagen im Betrieb muss akzeptiert werden, nicht hingegen ihre massive Anreicherung.…