Archiv

2,688 Beiträge

Pflanzenbau

Flisch R., Zihlmann R., Briner P., Richner W.

Das CULTAN-Verfahren im Eignungstest für den schweizerischen Ackerbau

In den Jahren 2008 bis 2010 wurde das CULTANVerfahren (Controlled Uptake Long Term Ammonium Nutrition) auf Praxisfeldern im Schweizer Mittelland geprüft. In Parzellenversuchen mit Winterweizen und Körnermais wurde flüssiges Ammonsulfat mit dem CULTAN- Verfahren in einer einmaligen Gabe appliziert und mit Ammonsalpeter und Ammonsulfat verglichen, welche mit einem pneumatischen Düngerstreuer breitflächig ausgebracht wurden. Bei Winterweizen…
Pflanzenbau

Bertossa M., Morisoli R., Colombi L.

Die Bekämpfung des Maiswurzelbohrers in der Schweiz – bis jetzt eine Erfolgsgeschichte

Die Schweiz gehört seit dem Jahr 2000 zu den 22 Europäischen Ländern, die vom Quarantäne-Schädling Diabrotica virgifera virgifera LeConte, dem Maiswurzelbohrer, befallen worden sind. Es handelt sich um den wichtigsten Maisschädling mit weltweit geschätzten Schäden von ca. 1,5 Milliarden $. In der Schweiz ist der Käfer nur im Kt. Tessin etabliert, auf der Alpennordseite konnte…
Nutztiere

Sollberger E., Bracher A., Burren C., Spring P.

Stickstoffeffizienz in der Schweinemast

In tierdichten Regionen werden die sogenannten Import/Export Bilanzen als Hilfsmittel benutzt, um auf Stufe Einzelbetrieb den Einsatz von phosphor- und stickstoffreduziertem Futter nachzuweisen und einen vom Standardwert abweichenden Nährstoffanfall geltend zu machen. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurden von 1665 Schweinehaltungsbetrieben des Kantons Luzern die Import/Export Bilanz für das Jahr 2008 in einer eigens erstellten…
Pflanzenbau

Kölliker R., Wichmann F., Vorhölter F.J., Conradin C., Reinhard S., Boller B., Widmer F.

Bakterienwelke – eine rätselhafte Krankheit von Futtergräsern

Bakterienwelke an Futtergräsern wird verursacht durch das Bakterium Xanthomonas translucens pv. graminis (Xtg) und führt zu grossen Schäden in Wiesen und Weiden. Um die Züchtung von resistenten Sorten zu unterstützen, untersuchen wir die genetischen Grundlagen der Interaktion zwischen den Bakterien und den Pflanzen. Dabei hat sich gezeigt, dass diese Interaktion im Vergleich zu anderen durch…
Pflanzenbau

Hunziker K., Noser S., Ingenfeld A., Frey J., Kellerhals M.

Obstgenressourcen: Vielfalt für die Zukunft

Seit 1999 unterstützt das Bundesamt für Landwirtschaft im Rahmen des Nationalen Aktionsplans zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der pflanzengenetischen Ressourcen (NAP-PGREL) das Sammeln, Sichern und Beschreiben von alten Obstsorten. Im Rahmen einer Obstsorteninventarisierung konnte die Vereinigung Fructus in Zusammenarbeit mit ACW und weiteren Partnern über 2000 Varietäten in Feldsammlungen sichern. Im vierjährigen NAP-Projekt «Beschreibung von…
Nutztiere

Willems H., Werder C., Kreuzer M., Leiber F.

Das Weidesystem beeinflusst Schlachtleistung und Fleischqualität von gesömmerten Lämmern

Die Sömmerungsbeiträge für Schafe sind in der Schweiz nach Weidesystem gestaffelt und bei Umtriebsweide höher als bei Standweide. In dieser Studie wurden in einem kontrollierten Alpweideversuch die in diesen beiden Weidesystemen erzielbare Mast- und Schlachtleistung sowie die Fleischqualität verglichen. Hierzu wurden 55 männliche kastrierte Lämmer (36,2±4,2 kg schwer und 27±3 Wochen alt) der Schweizer Rassen…
Nutztiere

Wyss U., Goy D.

Sporengehalte an Buttersäurebakterien in Silagen und Feuchtheu unter der Lupe

Die Pflichtenhefte diverser traditioneller Schweizer Halbhart- und Hartkäse verbieten die Verfütterung von konserviertem Futter mit mehr als 18 % Wasser an Milchkühe. In zwei Versuchen wurde die Buttersäurebakterien- Belastung des Futters, des Kotes und der Milch bei der Verfütterung von Feuchtheu und Silagen untersucht. Zudem wurde aus der Milch Hartkäse hergestellt. Im ersten Versuch wurden…
Pflanzenbau

Hiltbrunner J., Buchmann U., Vogelgsang S., Gutzwiller A., Ramseier H.

Körnersorghum – eine in der Schweiz noch unbekannte, interessante Ackerkultur

Weltweit ist Sorghum bicolor (L.) Moench mit einer Anbaufläche von 40,5 Millionen Hektaren die fünftwichtigste Ackerkultur. Trotz ihres Hauptanbaugebietes in wärmeren Regionen hat die Fläche in Europa in den letzten Jahren wieder zugenommen – unter anderem auch weil Sorghum mit wenig verfügbarem Wasser interessante Erträge hervorbringt. Um die wenigen aus der Schweiz vorhandenen Informationen zum…
Agrarwirtschaft

Mann S., Ferjani A., Zimmermann A.

Wie sicher ist die Ernährungssicherung?

Nach den positiven Erfahrungen einer möglichst grossen Ausdehnung der Inlandproduktion zur Sicherung der Nahrungsmittelversorgung im Zweiten Weltkrieg hat die Anbauplanung und Lagerhaltung für Krisensituationen in der Schweiz ein grösseres Gewicht erhalten als im benachbarten Ausland. Mit dem Aufkommen des Operation- Research wurden Systeme zur reinen Optimierung der Kalorien- und Nährstoffversorgung zum festen Bestandteil der Krisenvorsorge.…
Umwelt

Knauer K., Félix O.

Pflanzenschutzmittel und Oberflächengewässer: praxisnahe Schutzmassnahmen

Pflanzenschutzmittel (PSM) werden zum Schutz der Nutzpflanzen vor Schadorganismen auf landwirtschaftlichen Nutzflächen ausgebracht. Von da können sie durch Abdrift und Abschwemmung in angrenzende Lebensräume eingetragen werden. Für PSM-Wirkstoffe werden regulatorisch akzeptable Konzentrationen (RAC) für aquatische Organismen im Rahmen der Zulassung von PSM festgelegt. Die Umweltrisikobewertung vergleicht diese RAC-Werte mit erwarteten Umweltkonzentrationen in Oberflächengewässern. Wird ein…
Pflanzenbau

Mosimann E., Meisser M., Deléglise C., Jeangros B.

Das Futterpotenzial der Juraweiden

Die nächste Agrarreform wird die Viehhalter zwingen die lokalen Futterresourcen möglichst gut zu bewerten. Entlang der Jurakette zeigt sich die Uneinheitlichkeit der natürlichen Bedingungen in einer Vielzahl von Vegetationsgesellschaften mit unterschiedlichem Produktionspotenzial, welches oft schwierig zu erfassen ist. In den Tal- und Berglagen wurden verschiedene Methoden erprobt um die Erträge der Weiden besser bestimmen zu…
Nutztiere

Arrigo Y.

Bestimmter und geschätzter Futterwert von Zichorie, Hornklee und Esparsette

Die generell für die Futterwertschätzung verwendeten Schätzgleichungen sind nicht auf Pflanzen zugeschnitten, welche reich an kondensierten Tanninen (KT) sind. Um zu prüfen, wie sich das Vorhandensein kondensierter Tannine auswirkt, werden in der vorliegenden Studie die in Tierversuchen (in vivo, in sacco) oder über Schätzgleichungen ermittelten Futterwerte von Zichorie (Cychorium intybus), Esparsette (Onobrychis viciifolia) und Hornklee…
Umwelt

Schrade S., Keck M.

Ammoniak aus Rindviehställen: Entwicklung der Emissionen für die Schweiz

Zur Berechnung der Emissionen von Ammoniak (NH3) aus der Rindviehhaltung für die Jahre 1990 bis 2020 dienten jährliche Tierzahlen, die Verbreitung von Stallsystemen und NH3-Emissionsfaktoren. Emissionsfaktoren für den Laufstall mit Laufhof wurden anhand einer modellbasierten Kalkulation basierend auf Emissionsmessungen von sechs Milchviehställen, Milchharnstoffgehalten, Temperaturen sowie typischen Windgeschwindigkeiten berechnet. Die modellierten NH3-Emissionsfaktoren variierten von 22 bis…
Pflanzenbau

Goelles M., Widmer A., Baumgartner D.

Fruchtansatzprognose beim Apfel unterstützt die chemische Fruchtbehangsregulierung

In den letzten Jahren wurden zwei Methoden zur Prognose des Fruchtansatzes beziehungsweise der Intensität des Junifruchtfalls beim Apfel geprüft. Bei der ersten Methode wurde mittels Fruchtwachstumsmessungen an zwei Terminen kurz nach der Blüte der Fruchtzuwachs bestimmt, auf Basis dessen dann die Prognose berechnet wurde. Grundlage für das Modell ist die Annahme, dass alle Früchte, die…
Pflanzenbau

Kuster M., Herzog F., Rehnus M., Sorg J.-P.

Innovative Agroforstsysteme – On farm monitoring von Chancen und Grenzen

Von der Landwirtschaft wird eine ökologische Intensivierung erwartet. Agroforstsysteme, die Gehölzpflanzen mit Ackerkulturen und/oder Grasland kombinieren, bieten ökologische wie auch ökonomische Vorteile. Zum einen zeichnen sich Agroforstsysteme durch eine insgesamt höhere Produktivität aus. Andererseits erwartet man von ihnen einen verbesserten Ressourcenschutz und einen Beitrag zur Förderung der Biodiversität. Ob sich dieses Potenzial effektiv realisieren lässt…
Pflanzenbau

Schumpp O., Berger V., Remolif E., Messerli B., Frei P., Monod M., Wolfender J.L., Gindro K.

Neue pilzabweisende Eigenschaften von mit UV-Licht behandelten Pflanzen

Unter Stress erzeugen Pflanzen chemische Verbindungen, um sich zu schützen. Diese Moleküle helfen ihnen, sich an Veränderungen in ihrer Umwelt anzupassen und sich, unter anderem, gegen Pilzkrankheiten zu verteidigen. Gewisse pflanzenpathogene Pilze, insbesondere jene, die zur Gruppe der Fusarien gehören, sind fähig, auch beim Menschen Krankheiten hervorzurufen. Um neue, pilzabtötende Moleküle zu entdecken welche im…