Im Anschluss an die Ernte 2002 wurden 353 Halmgetreide- und 32 Maisproben aus Schweizer Anbau gezogen und mit halbquantitativen ELISA-Tests auf die Mycotoxine Deoxynivalenol (DON) und Zearalenon untersucht. Mais wies einen viel höheren Anteil an kontaminierten Proben als die Halmgetreide auf. Unter den Getreiden scheint Triticale besonders häufig mit Fusarientoxinen kontaminiert zu sein. Die Getreideproben,…
In einem Versuch haben wir die Gärqualität, die mikrobielle Qualität und die aerobe Stabilität von Apfel- und Birnentrestersilagen sowie von Mischsilagen mit Apfeltrester und Silomais untersucht. Dabei haben wir die Trester aus der Region Bern in Säcke (0,6 m3) einsiliert und mit den Trestern aus der Ostschweiz Siloballen (1,2 m3) hergestellt. Der frische Apfeltrester wies…
In den letzten Jahren hat die DTR-Blattdürre des Weizens in Europa grosse Bedeutung erlangt. Verursacht wird die Krankheit durch den Pilz Drechslera tritici-repentis (DTR) mit der Hauptfruchtform Pyrenophora tritici-repentis. In der Schweiz hatte die Krankheit bisher nur eine geringe Bedeutung. Mit der Zunahme der nicht wendenden Bodenbearbeitung ist aber mit einem verstärkten Auftreten zu rechnen,…
Als Folge der rasch steigenden Nachfrage nach tierischem Eiweiss findet in Asien ein rasantes Wachstum der intensiven Tierproduktion statt. Die oft landunabhängige, industriell organisierte Produktion verursacht eine erhebliche Umweltbelastung. Im Rahmen einer internationalen Initiative werden Entscheidungshilfen zur Beurteilung der Situation und zur Erarbeitung nachhaltiger Lösungsstrategien ausgearbeitet. In diesem Zusammenhang wurden die Nutztierdichte und die landwirtschaftlichen…
Die vergleichende Untersuchung zur Haltung von insgesamt 112 neugeborenen Kälbern in den ersten zwei Lebenswochen in Einzeliglus und in Einzelboxen im Warmstall während der kalten Jahreszeit hat gezeigt, dass sich die Haltung in Kälberhütten günstig auf die Gesundheit und das Wachstum auswirkt. Die tiefen Umgebungstemperaturen scheinen das Anpassungsvermögen gesunder neugeborener Kälber nicht zu überfordern.
Mit den Ergebnissen einer ex post-Analyse zu den Bestimmungsgründen des landwirtschaftlichen Strukturwandels werden Voraussagen über den zukünftigen Strukturwandel in der Schweiz getroffen. Ergebnis ist, dass sich der Strukturwandel mit 2,7 Prozent weniger Betrieben pro Jahr in Zukunft unvermindert fortsetzen wird. Dabei haben kleine Betriebe mit bis zu zehn Hektaren Fläche eine unterdurchschnittliche Chance, weiter zu…
Vollmilch wurde nach zwei Verfahren pasteurisiert (direktes Erhitzungssystem bei 125 °C und indirektes bei 115 °C). Nach der Erhitzung sowie nach 1 und 4 Wochen Lagerung bei 5 °C wurden die Vitamine B1, B6, B12 und Folsäure untersucht. Beim Vitamin B12 und bei der Folsäure wurden keine Verluste festgestellt. Die lagerungsbedingten Verluste bewegten sich beim…
Kronenrost (Puccinia coronata f. sp. lolii) ist die wichtigste Rostkrankheit der Raigräser. Der Zwischenwirt dieses wirtswechselnden Pilzes ist der Kreuzdorn (Rhamnus cathartica). Resistenz gegen Kronenrost ist in der Gräserzüchtung eines der wichtigsten Zuchtziele. Wir prüften, inwiefern verschiedene Kronenrost-Populationen aus der Schweiz auf Italienischem, Bastard- und Englischem Raigras Krankheiten verursachen. Zwischen den 26 geprüften Sorten gab…
Der Wandel der Schweizer Agrarstruktur 1985-2001 wird mittels gesamtwirtschaftlichen, sektoralen und einzelbetrieblichen Variablen erklärt. Dabei ergeben sich erwartete Erklärungsmuster (z.B. der Einfluss des Alters des Betriebsleiters), aber auch unerwartete Zusammenhänge. So spielt das Nebenerwerbseinkommen eine wichtigere Rolle für den Strukturerhalt als das landwirtschaftliche Einkommen. Die Fläche als Grössenvariable hat eine stabilisierende Wirkung, während von der…
Zur Zeit steht die bäuerliche Arbeit vermehrt im Fokus der öffentlichen Diskussion. Der Arbeitszeitbedarf eines bäuerlichen Betriebes ist bekanntlich auch für verschiedene agrarpolitische Massnahmen von Bedeutung. Doch wie wird die bäuerliche Arbeit gemessen oder kalkuliert? Je nach Massnahme kommen unterschiedliche Definitionen zur Anwendung. Eine Harmonisierung ist vorgesehen
In vier langfristigen Anbausystem-Versuchen wurde die Frassleistung von räuberischen Arthropoden mit ausgelegten Köderlarven gemessen. In den ökologischen Anbauverfahren wurde im Durchschnitt eine leicht höhere Frassintensität festgestellt als bei der intensiven Bewirtschaftung. Die Unterschiede waren jedoch gering. Die mittleren Frassmengen in den Versuchen Burgrain, Strickhof und Chaiblen korrelierten gut mit den Laufkäferfängen der Bodenfallen, welche gleichzeitig…
In der Schweiz werden auf einer Fläche von knapp 2’900 Hektaren Proteinerbsen angebaut. Bei Sommereiweisserbsen stehen mehrere ertragsstarke, standfeste und qualitativ gute Sorten zur Verfügung. In einigen Gebieten etablierte sich ein erfolgreicher Anbau von Wintereiweisserbsen, weil die Kältetoleranz, die Standfestigkeit sowie die Körnerqualität züchterisch verbessert wurden. Im Herbst gesäte Sommereiweisserbsen weisen an den meisten Standorten…
An rund 700 Ferkeln wurde geprüft, ob die örtliche Betäubung vor der Kastration unter Praxisbedingungen durchführbar ist. Die Injektion von je 0.5 ml Lidocain 2% in beide Hoden führte bei keinem der ein- bis zweiwöchigen Ferkeln zu Nebenwirkungen. Der Zeitaufwand für die Lokalanästhesie und die 10 Minuten später erfolgende Kastration war schätzungsweise doppelt so hoch…
Mit einer Verlängerung der Weideperiode im Spätherbst kann teures Winterfutter eingespart werden. Während drei Jahren wurde an je drei Standorten das Ertragspotential von zehn Stoppelrübensorten zusammen mit Vergleichskulturen geprüft. Die Stoppelrüben lieferten mit durchschnittlich 65 dt TS/ha deutlich höhere Erträge als die Standardmischung 200 (29 dt TS/ha) und waren auch anderen Brassica-Arten wie Chinakohlrübsen überlegen…