Archiv

2,826 Beiträge

Pflanzenbau

Bohren Ch., Mermillod G., Delabays N.

Erstmals Resistenz gegen Sulfonylharnstoffe in der Schweiz bestätigt

Auf Windhalm (Apera spica venti (L.) P.B.) wurde in der Schweiz erstmals die Sulfonylharnstoff-Resistenz nachgewiesen. Das Ausmass und die Art der Resistenz müssen erst präzisiert werden, aber die Regeln, eine Resistenz-Entwicklung zu bremsen – wie Wechsel der Bekämpfungsmethode, Wechsel des Wirkmechanismus von Herbiziden oder vielseitige Fruchtfolge – müssen auf allen Parzellen mit Windhalm ab sofort…
Agrarwirtschaft

Buchli S., Flury Ch.

Vollzugs- und Kontrollkosten der Direktzahlungen

Bisherige Evaluationen der Direktzahlungen haben die Kosten für den Vollzug und die Kontrolle weitgehend vernachlässigt. Für die Ausgestaltung der Agrarpolitik stellt sich aber die Frage, inwieweit diese Transaktionskosten die Umsetzung und Effizienz der agrarpolitischen Massnahmen beeinflussen. Eine Schätzung der Transaktionskosten für die Kantone Graubünden und Zürich zeigt, dass die Kosten bei knapp 1’100 Fr. pro…

Zur Arbeitsproduktivität in der Landwirtschaft

Unter dem Druck hoher Produktionskosten in der Schweizer Landwirtschaft hat der Faktor Arbeit zurecht an Beachtung gewonnen. In der angelaufenen Diskussion rund um die Arbeitsproduktivität wird häufig mit der Mengenproduktivität argumentiert. Eine hohe Arbeitsproduktivität kann allerdings auch mit einem unverhältnismässigen Kapitaleinsatz erkauft werden. In diesem Beitrag wird das erwirtschaftete Arbeitseinkommen des Betriebs je Normalarbeitstag als…
Umwelt

Hausheer R. M., Conradin H., Flisch R.

P-Verluste in Wiesen auf drainierten grundnassen Böden

Nährstoffverluste in der Landwirtschaft sind sowohl ökologisch wie ökonomisch unerwünscht. In einem etwa zehn Hektaren grossen Einzugsgebiet in der Gemeinde Reichenburg (SZ) in der Linthebene wurde die Phosphorauswaschung aus futterbaulich genutzten Flächen ins Drainagewasser untersucht. Die hauptsächlichen Einflussfaktoren für Phosphorverluste ins Drainagewasser sind Niederschlagsereignisse, Grundwasserstand, Bodentyp und Nutzung, insbesondere die Düngung. Die vorliegenden Untersuchungen haben…
Umwelt

Eggenschwiler L., Iseli R., Nievergelt J., Conradin H., Keller S., Schweizer Ch.

Profitiert der Boden von Buntbrachen?

Buntbrachen fördern zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Ob auch der Boden von diesem ökologischen Ausgleichselement profitiert, war bisher nicht bekannt. Aus diesem Grund wurden in den Kantonen Aargau und Basel-Landschaft zwei Bodenaspekte untersucht: Fünf- und sechsjährige Buntbrachen wurden hinsichtlich des Zustandes des Bodengefüges und des Vorkommens des insektenpathogenen Bodenpilzes Metarhizium anisopliae (Grüne Muskardine) mit Getreideflächen und…
Pflanzenbau

Kleijer G., Schwärzel R.

Backqualität von Winterweizen in Bio- und Extenso-Zulassungsprüfungen

Die Winterweizen-Zulassungsprüfungen wurden in den Jahren 2002, 2003 und 2004 separat in einem Bio- und einem Extenso- Anbauversuchsnetz durchgeführt. Es wurden die Analyseresultate zur Backqualitätsbestimmung verglichen. Generell sind die Resultate der rheologischen Analysen im Bioversuchsnetz tiefer. Die Backtests ergeben in beiden Versuchsnetzen hingegen ähnliche Resultate. Die Korrelationen der Backeigenschaften zwischen den beiden Versuchsnetzen sind sehr…
Pflanzenbau

Schwärzel R., Lévy L., Menzi M., Anders M., Winzeler H., Dörnte J.

Winterweizensorten im biologischen und extensiven Anbau

Von 2002 bis 2004 wurden Sortenversuche für Winterweizen in zwei getrennten Versuchsnetzen durchgeführt. Zum einen nach den Anforderungen des biologischen Anbaus, zum anderen unter den Extensobedingungen. Der Vergleich zwischen den Versuchsnetzen hatte nicht zum Ziel, die unterschiedlichen Anbaumethoden zu beurteilen. Vielmehr sollten mögliche Wechselwirkungen zwischen Anbaumethode und Sorten hervorgehoben werden. Trotz grosser Unterschiede der beiden…
Pflanzenbau

Huguenin-Elie O., Stutz C., Lüscher A., Kessler W., Gago R.

Einfluss von Stickstoff und Kalium auf eine Fromentalwiese

Während elf Jahren wurde der Einfluss der Stickstoff- und der Kalidüngung auf den Futterertrag, den Gehalt an Inhaltstoffen im geernteten Futter und auf die botanische Zusammensetzung einer Fromentalwiese untersucht. Der Verzicht auf eine N-Düngung führte zu einer ähnlich ausgeprägten Ertragsminderung wie der Verzicht auf eine K-Düngung. Betrug die gedüngte Kaliummenge weniger als 40 % des…
Umwelt

Kampmann D., Herzog F., Konold W.

Ökomassnahmen im Berggebiet erhalten die Artenvielfalt

Im Schweizer Berggebiet werden zwischen 2 % und weit über 40 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche einer Gemeinde als ökologische Ausgleichsfläche (öAF) angemeldet. Wie können diese Unterschiede aus klimatischer, agronomischer und sozioökonomischer Sicht erklärt werden? Welche Bedeutung haben die unterschiedlichen Anteile an öAF für die Erreichung der Ziele des ökologischen Ausgleichs? Zur Beantwortung dieser Fragen haben…
Weitere

Alföldi T., Tutkun-Tikir A., Lehmann B.

Wie Schweizer Medien über die Landwirtschaft berichten

Die vorliegende Inhaltsanalyse gibt erstmals einen Überblick, wie häufig, wie umfangreich und über welche landwirtschaftlichen Themen Schweizer Medien im Jahre 2004 berichten. Untersucht wurden insgesamt 586 Artikel aus acht Zeitungen und 55 Beiträge aus sechs Fernsehsendungen. Die Beiträge werden überwiegend als tatsachenbetonte journalistische Formen wie Nachrichten und Berichte verfasst. Meinungsbetonte Formen wie Kommentare sind selten.…
Lebensmittel

Berger T., Badertscher R.

Probenahme bei Milch und Milchprodukten

Grundlegend für jede Probenahme ist eine eindeutige Problemdefinition und eine klare analytische Fragestellung. Daraus leitet sich die detaillierte Probenahmeplanung ab, unter Berücksichtigung statistischer Überlegungen und eingebunden in das Qualitätssicherungs-System. Die Probenahme von Milch und Milchprodukten ist in amtlichen Dokumenten und internationalen Standards gut beschrieben. Der Leitfaden ISO 707 | IDF 50 ist dabei von zentraler…
Agrarwirtschaft

Lauber S., Erzinger S., Pfefferli S.

Arbeitsmarktabhängiger Strukturwandel im Berggebiet

Das Projekt SULAPS macht für einen Zeithorizont von zehn bis 15 Jah­ren mit einem Agrarstrukturmodell Prognosen über die Entwicklung der Berglandwirtschaft in zwei Regionen Mittelbündens. Zwei der be­trachte­ten Szenarien gehen von einer starken Liberalisierung der Agrar­märkte und einer Halbierung der Direktzahlungen aus: Im Szenarium «Liberali­sierung mit Stellenangebot» bietet die regionale Wirtschaft den land­wirt­schaftlichen Betriebsleitenden vermehrt…
Pflanzenbau

Krebs H., Dorn B., Forrer H.R.

Krautfäulebekämpfung mit Suspensionen aus Heilpflanzen?

Für den Ersatz von kupferhaltigen Pflanzenschutzmitteln im Bio-Landbau untersuchten wir die Wirkung von unterschiedlich aufbereiteten Heilpflanzen gegen die Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans) der Kartoffel. Fein gemahlenes Pflanzenmaterial wurde mit Ethanol extrahiert oder in Wasser suspendiert und in Feuchtkammer- oder Feldversuchen auf Kartoffelpflanzen appliziert. Dabei war die Wirkung der Suspensionen mit jener der Extrakte vergleichbar…
Pflanzenbau

Musa-Steenblock T., Forrer H.R.

Immer heftigere Krautfäule-Epidemien in der Schweiz?

Seit 1990 zählt die Kraut- und Knollenfäule der Kartoffel zu den Forschungsgebieten von Agroscope FAL Reckenholz, der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Agrarökologie und Landbau. Ein Schwerpunkt liegt in der Entwicklung des Warn- und Prognosemodells PhytoPRE zur Bekämpfung der Kraut- und Knollenfäule für den Ökologischen Leistungsnachweis für die integrierte Produktion und den biologischen Kartoffelanbau in der Schweiz.…
Umwelt

Spiess E., Prasuhn V.

Weniger Nitrat im Grundwasser dank Ökomassnahmen

Der Einfluss der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung auf den Nitratgehalt des Grundwassers wurde im Kanton Bern mit Hilfe des Stofffluss-Modells MODIFFUS untersucht. Zwischen 1990 und 1999 nahm der durchschnittliche Gehalt um 12 % ab, wobei der Rückgang je nach Region unterschiedlich hoch ausfiel. Die Resultate der Modellrechnungen zeigten teilweise eine gute Übereinstimmung mit einer Reihe von Messwerten aus…
Umwelt

Flury Ch.

Agrarökologie und Tierwohl 1994 bis 2005

Die Evaluation der Ökomassnahmen und der Tierhaltungsprogramme zeigt, dass sich die positiven Umwelteffekte der Landwirtschaft erhöht und die negativen Externalitäten reduziert haben, seit die Programme 1993 eingeführt wurden. Der ökologische Leistungsnachweis und die Ökomassnahmen haben zur messbaren Verminderung der Umweltbelastung und zur Stabilisierung und Förderung der Artenvielfalt beigetragen. Die Entwicklung wird aber auch durch die…
Pflanzenbau

Hebeisen Th., Ballmer Th., Reust W., Bertossa M.

Neue Frühkartoffelsorten mit verbesserter Speisequalität

Von 2000 bis 2002 wurde eine Auswahl früher bis mittelfrüher Speisekartoffelsorten an sieben Versuchsstandorten und in ergänzenden Untersuchungen geprüft. Agroscope FAL Reckenholz und RAC Changins, die eidgenössischen landwirtschaftlichen Forschungsanstalten, führten die Versuche im Rahmen des Tätigkeitsprogramms der Arbeitsgruppe Sortenfragen und Pflanzgut (AGS) von swisspatat durch. Für sieben Prüfsorten wird eine Auswahl von Resultaten zu agronomischen…
Agrarwirtschaft

Schmid C., Tschumi B.

Sind die Erschwernisgebiete der Schweiz EU-kompatibel?

Sowohl die Schweiz als auch die EU berücksichtigen in ihren Agrarpolitiken die erschwerenden Produktions- und Lebensbedingungen, indem Erschwernisgebiete definiert und spezifische Massnahmen darauf abgestützt werden. Die bestehenden Perimeter der Erschwernisgebiete in der EU und der Schweiz unterscheiden sich hinsichtlich Abgrenzungskriterien, Methodik und Massstabsebene.Der vorliegende Artikel ist eine Zusammenfassung aus einem technischen Bericht. Er übernimmt die…
Nutztiere

Wyss U., Collomb M.

Sonnenblumenkerne und Grünfutter: Milchfettzusammensetzung

In einem Versuch mit 3 Varianten von je 6 Kühen wurden unterschiedliche Mengen einer Sonnenblumen-Kleie-Mischung (0, 2 und 3 kg) zu Grünfutter verfüttert. Ziel war es, den Einfluss der Sonnenblumenkerne, die sich durch einen hohen Anteil an Linolsäure (C18:2) auszeichnen, auf die Milchfettzusammensetzung zu untersuchen. Bei der Variante mit 3 kg frassen nicht alle Kühe…
Nutztiere

Schori F., Fragnière C., Schaeren W., Stoll W.

Leinsamen und Sonnenblumenkerne in der Milchviehfütterung

Drei Gruppen mit je 11 Milchkühen erhielten dieselbe Ration, bestehend aus Dürrfutter ad libitum, 15 kg Futterrüben und Kraftfutter. Während der Versuchsphase wurden zusätzlich 500 g Fett in Form von Sonnenblumenkernen, Leinsamen unbehandelt oder extrudiert verabreicht.Die Dürrfutter- und Gesamtfutteraufnahmen wiesen je nach Variante keine Unterschiede auf. Keine signifikanten Unterschiede wurden auch bei den durchschnittlichen Milchleistungen…
Nutztiere

Morel I., Wyss U., Collomb M., Bütikofer U.

Grün- oder Dürrfutterzusammensetzung und Milchinhaltstoffe

Zwei Versuche mit jeweils 15 Milchkühen hatten zum Ziel, den Einfluss der botanischen Zusammensetzung von Grün- und Dürrfutter auf die chemische Zusammensetzung der Milch und besonders auf die Zusammensetzung der Fettsäuren in der Milch zu untersuchen. Geprüft wurden Mischungen mit Gräsern, mit Gräsern und Klee sowie mit Gräsern und Luzerne. Der Versuch mit Grünfutter umfasste…