Von 2008 bis 2010 prüften die Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz-Tänikon ART und Agroscope Changins-Wädenswil ACW Neuzüchtungen und empfohlene Sorten von Rotschwingel und Kammgras hinsichtlich ihrer Anbaueignung. Die Beurteilung der Sorten beruhte auf systematischen Erhebungen von Ertrag, Güte des Bestandes, Jugendentwicklung, Konkurrenzkraft, Ausdauer, Toleranz gegenüber Wintereinflüssen, Resistenz gegen Blattkrankheiten sowie der Anbaueignung für höhere Lagen. Beim Kammgras…
In der Schweiz wurden von 2005 bis 2010 durchschnittlich über 50 000 Tonnen Saatgut und Pflanzgut pro Jahr produziert. Die Saatgutzertifizierung und das Saatgutprüflabor der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART tragen dazu bei, dass das in der Schweiz produzierte Saatgut qualitativ einwandfrei ist und die sortenspezifischen Eigenschaften über die Vermehrungsschritte bis hin zum Saatguteinsatz erhalten bleiben.…
Die meisten Nutz- und Wildpflanzen bilden eine Symbiose mit einer speziellen Gruppe von Bodenpilzen, den Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM-Pilze). AM-Pilze übernehmen in allen von Pflanzen besiedelten Ökosystemen wichtige Funktionen. Sie bilden ein engmaschiges Pilzfadengeflecht im Boden und geben lebensnotwendige Nährstoffe aus dem Boden an die Pflanzen weiter und schützen diese gegen Stress und Trockenheit. Sie reduzieren…
Hinter abstrakten Namen von Forschungsprojekten wie AgriMontana, AlpFUTUR, Fusaprog, ProfiLait, Agrar- Umwelt-Monitoring stehen ganz konkrete Beispiele der aktuellen landwirtschaftlichen Forschung von Agroscope. Sie zeigen im Einzelnen, dass der Ansatz der problemorientierten Systemforschung von Agroscope einen Mehrwert für Forschung, Gesellschaft, Politik, Verwaltung und die landwirtschaftliche Praxis schafft.
Frauen in der Landwirtschaft – Aktuelle Debatten aus Wissenschaft und Praxis: Zu diesem Thema fand vom 27. bis 29. Januar 2011 eine internationale Tagung am Geografischen Institut der Universität Bern statt. 150 Frauen aus dem deutschsprachigen Raum (CH, D, A und Südtirol) nahmen daran teil. Interessante Beiträge zu geschlechtsspezifischen, arbeitswirtschaftlichen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Aspekten wurden…
Am Beispiel der Extension Obst wird aufgezeigt, wie die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW seit 2004 die Kunden des praxisnahen Versuchswesen bei Spezialkulturen in einem strukturierten Prozess in die jährliche Priorisierung und Evaluation der Projekte erfolgreich einbezieht. Die Extension muss die ganze thematische Breite von Sorten und Anbausystemen über produktionstechnische Fragen, Pflanzenschutz und Ertragsphysiologie bis hin…
Im Rahmen eines dem Getreidefruchtwechsel gewidmeten Langzeitversuchs wurden die seit 1967 bereits erforschten Faktoren Fruchtfolge und Bodenbearbeitung während drei Jahren (2006, 2008 und 2010) durch die Faktoren Sorte und Fungizidschutz ergänzt. Ziel war es, die Einflüsse des Anbausystems auf das Vorkommen von Krankheiten bei Winterweizen zu beurteilen und die Auswirkungen auf den Ertrag zu diskutieren.…
Ziel dieses Versuchs war es, die Schweizer Milchkuhrassen Holstein-Friesian (CH HF), Fleckvieh (CH FV) und Brown Swiss (CH BS) in Weidesystemen mit Blockabkalbung Ende Winter hinsichtlich Produktions-, Fruchtbarkeitsund Gesundheitsleistungen mit neuseeländischen Holstein-Friesian (NZ HF) zu vergleichen, die als Referenz für diesen Systemtyp gewählt wurden. Von 2007 bis 2009 wurden auf 15 Praxisbetrieben NZ HF Kühe…
Mit dem Ziel eine Gesamtsicht über die Beziehungen zwischen Klima und Landwirtschaft zu gewinnen, kommende Herausforderungen und Chancen durch den Klimawandel frühzeitig zu erkennen und daraus entsprechende Schritte ableiten zu können, wurde vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) unter breiter Mitwirkung eine Klimastrategie erarbeitet..
In den Jahren 2008 bis 2010 prüften die Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz- Tänikon ART und Agroscope Changins-Wädenswil ACW in vergleichenden Sortenversuchen an sieben Standorten insgesamt 18 Sorten von Wiesenschwingel, darunter 13 Neuzüchtungen. Die Beurteilung der Sorten beruhte auf systematischen Erhebungen von Ertrag, Güte des Bestandes, Jugendentwicklung, Konkurrenzkraft, Ausdauer, Toleranz gegenüber Wintereinflüssen, Resistenz gegen Blattkrankheiten, verdaulicher organischen…
Mit der Unterzeichnung des Göteborg-Protokolls und der dadurch verbundenen Verpflichtung, die Ammoniakemissionen zu reduzieren, ist die Landwirtschaft in der Schweiz gefordert, emissionsmindernde Massnahmen umzusetzen. Anpassungen – Optimierung der Rohproteingehalte – in der Fütterung greifen als Begin-ofpipe- Massnahme über den N-Input direkt und nachhaltig in den N-Umsatz ein. Die vorliegende Untersuchung hatte zum Ziel, eine Bestandesaufnahme…
Die Zentrale Auswertung von Buchhaltungsdaten erfasste im Jahr 2009 die Buchhaltungsdaten von knapp 3400 Referenzbetrieben. Bei der Analyse der Daten ist der Vergleich mit den Vorjahresergebnissen von hoher Bedeutung. Dabei zeigt die vorliegende Studie, dass die prozentualen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr deutlich von der jeweiligen Zusammensetzung der Stichprobe abhängen können. Beispielsweise sinkt das landwirtschaftliche Einkommen…
Im Rahmen eines Langzeitversuchs zur Getreidefruchtfolge wurden die seit 1967 bereits erforschten Faktoren – Fruchtfolge und Bodenbearbeitung – während drei Jahren (2006, 2008 und 2010) durch die Faktoren Sorte und Fungizidschutz erweitert. Diese Ergänzung erlaubt es zu beurteilen, inwieweit die Sortenresistenz gegenüber Krankheiten und der Fungizidschutz die phytosanitären Risiken im Zusammenhang mit einem hohen Winterweizenbesatz…
Der geringe Wärmeüberschuss im Jahr 2010 bewirkte, dass das phänologische Jahr 2010 mehrheitlich der Norm entsprach. Der phänologische Frühling – mit der Blüte des Huflattichs – begann etwas später als üblich. Dies ist die Folge der tiefen Temperaturen bis Mitte März. Die späteren phänologischen Frühlingsphasen traten mehrheitlich zum normalen Zeitpunkt ein. Der phänologische Sommer 2010…
Die Verwerter der Schweizer Weizenernte stellten in den letzten Jahren eine Abnahme des Feuchtglutengehalts fest. Um ein gutes Niveau zu sichern, führte swiss granum Schwellenwerte für Feuchtgluten ein. Diese Schwellenwerte liegen für die Klasse Top bei 31 %, für die Klasse I bei 29 % und für die Klasse II bei 27 %. Zum Ausgleich…
Die Schweiz ist ein Grasland. Die effiziente Nutzung der Ressource Gras ist für die Schweizer Milchindustrie zentral, weshalb effiziente Milchproduktionssysteme und dafür geeignete Kühe nötig sind. Die heutigen Schweizer Rassen sind stark von nordamerikanischer Genetik, die an die Stallhaltung mit Totalmischration adaptiert ist, mitgeprägt. Aufgrund der belegten Interaktion zwischen Genotyp und Umwelt für stark kontrastierende…
Um die Datengrundlage für Ammoniakemissionen (NH3) aus der Rindviehhaltung zu verbessern, müssen die relevanten Haltungssysteme und ein geeignetes Messkonzept definiert werden. Statistiken und eine Expertenumfrage zeigten, dass der Anteil von Laufställen und Laufhöfen in der Schweiz von 5 % im Jahr 1990 auf rund 40 % im Jahr gestiegen ist. Als häufigste Situation bei Laufstallhaltung…
Die Landwirtschaft ist Hauptemittentin der drei reaktiven Stickstoffverbindungen Ammoniak, Nitrat und Lachgas. Deshalb kommt ihr eine spezielle Verantwortung zur Minderung der umweltschädlichen Stickstoffemissionen zu. Dies umso mehr, weil in diesem Bereich teilweise beträchtliche Lücken zwischen den gesetzlich festgehaltenen Umweltzielen und der Ist-Situation bestehen. Im vorliegenden Artikel geht es deshalb um die Frage, welche agrarökologischen Etappenziele…
Sedimenteinträge durch Erosion sowie Abschwemmungen von Pflanzenschutzmitteln und Nährstoffen aus der Landwirtschaft belasten unsere Gewässer. Verschiedene Feldstudien weisen darauf hin, dass die Flächen, von denen diese Einträge stammen, räumlich begrenzt sind. Insbesondere Phosphor, Pflanzenschutzmittel und Sedimente gelangen vorwiegend durch schnelle Abflussprozesse auf einem geringen Anteil der landwirtschaftlichen Fläche in die Gewässer. Diese sogenannten beitragenden Flächen…
Seit mehr als zehn Jahren bieten regionale landwirtschaftliche Bildungszentren jeweils im Verbund mit einer sozialen Fach(hoch)schule die «Weiterbildung Betreuungsleistungen» an. Die regionalen Angebote unterscheiden sich in der Dauer und in der Ausrichtung auf einzelne oder mehrere Betreuungsgruppen – entsprechend den regionalen Gegebenheiten. Alle Angebote streben ein gemeinsames Ziel an: Befähigung zur kompetenten Betreuung von «Gastpersonen»…
Der Klimawandel stellt die Landwirtschaft vor neue Herausforderungen. Für die Planung von Anpassungsmassnahmen spielt die Beurteilung des Wasserbedarfs von Wiesen, Weiden und Ackerflächen – auf Grund des Verdunstungspotenzials – eine zentrale Rolle. Die Referenzverdunstung, ein Konzept, das von der Food and Agriculture Organization (FAO) in den 1990er Jahren eingeführt wurde und in dieser Arbeit vorgestellt…
Die hoch aufgelöste Erosionsrisikokarte der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Schweiz zeigt das potenzielle Erosionsrisiko aufgrund der Standortfaktoren Relief, Boden und Niederschlag – unabhängig von der jeweiligen Nutzung (Acker-, Dauergrünland oder Reben) und Bewirtschaftung. Stark erosionsgefährdete Bereiche innerhalb einer Parzelle oder eines Hanges wie beispielsweise Talwege können in der Karte gut identifiziert werden. Erosionsschadenskartierungen im Feld, Vergleiche…