„Eine Landwirtschaft für Mensch und Umwelt – Wir forschen für gesunde Lebensmittel und eine lebenswerte Landschaft.“ Im Sinne dieser Vision haben die landwirtschaftlichen Forschungsanstalten ihr Arbeitsprogramm für die Periode 2004 – 2007 ausgearbeitet. Eine Übersicht der 174 Projekte steht in Buchform oder im Internet zur Verfügung www.agroscope.ch
Nachdem milde Temperaturen im Dezember 2002 und im Januar 2003 vorherrschten, kam das kalte Winterwetter erst im Februar. Deutlich zu warm war es im Frühling. Der Jahrhundertsommer 2003 war extrem heiss mit Rekordtemperaturen und ausserordentlicher Trockenheit. So wurde ein Schweizer Hitzerekord in Grono mit 41.5 Grad gemessen. Relativ mild war es auch im Herbst. Nach…
Aufgrund des zunehmenden Kostendrucks im schweizerischen Kartoffelbau wurde von 1999 bis 2001 in Kleinparzellen und Praxisversuchen untersucht, wie sich maschinelles Schneiden des Pflanzgutes auf verschiedene Ertragsparameter bei der wichtigsten Sorte Agria auswirkt. Geschnittene Knollen bildeten 45 % weniger Keime pro Knollenstück als ganze Knollen. Pro Flächeneinheit standen in den Verfahren mit geschnittenen Knollen im Reckenholz…
Im Opti-Milch-Projekt der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft wurden zwei Gruppen von neun Betrieben mit Hochleistungs- (HL) bzw. Vollweide-Milchproduktion (VW) auf ihrem sehr unterschiedlichen Weg zum gemeinsamen Ziel einer nachhaltig wettbewerbsfähigen Milchproduktion ein erstes Stück weit begleitet. Ausser bei den Kraftfutterkosten der VW Betriebe und bei der Kontingentsgrösse der HL Betriebe waren die Opti-Milch-Pionierbetriebe in der…
Für unterschiedlich tierfreundliche Haltungsformen von Milchkühen wurde ein umfassender wirtschaftlicher Vergleich erarbeitet, in den auch Unterschiede bei der Tiergesundheit, der Arbeitsqualität, den Umweltwirkungen und der Produktequalität einflossen. Die Hauptergebnisse der wirtschaftlichen Analyse zeigen für Laufställe eine höhere durchschnittliche Milchleistung und geringere Aufzuchtkosten. Laufställe sind bei einer Bestandesgrösse von 40 Kühen den Anbindeställen wirtschaftlich deutlich überlegen.…
Laufkäfer, Kurzflügler und Spinnen gehören zu den nützlichen Bewohnern der Feldfauna. Auf dem Betrieb Burgrain wurde in den drei Anbausystemen integrierte Produktion (IP) intensiv, IP extensiv und biologisch von 1997 bis 2002 das Vorkommen dieser räuberischen Arthropoden mit Bodenfallen untersucht. Die Laufkäfer traten in den drei beprobten Kulturen Sommergerste, Winterweizen und Körnermais etwa gleich häufig…
Der Drahtwurm gehört in der Schweiz zu den wichtigsten Schädlingen, die die Qualität der Kartoffeln vermindern. Da die chemische Bekämpfung des Drahtwurms in Kartoffeln umstritten ist, wäre es interessant, ein biologisches Präparat gegen diesen Schädling zu entwickeln. Dazu scheint der insektentötende Bodenpilz Metarhizium anisopliae ein geeigneter Organismus zu sein. Um das Vorkommen des Pilzes in…
Die Zusammenhänge zwischen der Düngung, dem Futterertrag, dem Gehalt an Inhaltstoffen im geernteten Futter und der botanischen Zusammensetzung wurden während elf Jahren in einer Fromentalwiese untersucht. War die gedüngte P-Menge kleiner als ein Drittel des mit der Ernte entzogen Phosphors, war auf längere Sicht ein negativer Effekt auf den Ertrag und den P-Gehalt des Futters…
Die schweizerischen Milchproduzenten müssen ihre Kosten drastisch senken. Dazu brauchen sie umsetzungsorientierte und praxisgerechte Empfehlungen und Planungshilfen. Vielversprechend sind vor allem die Hochleistungsstrategie (HL) und die Vollweide- oder „low-cost“-Strategie (VW). Im Projekt Opti-Milch wurden diese beiden Strategien auf je neun Pionierbetrieben im Schweizer Mittelland konsequent optimiert und während zweieinhalb Jahren mit umfangreichen Erhebungen beobachtet und…
Im Milchfett enthaltene konjugierte Linolsäuren (CLA) weisen ein hohes gesundheitsförderndes Potenzial auf. Die Fähigkeit verschiedener Mikroorganismen, CLA aus der mehrfach ungesättigten Fettsäure Linolsäure zu bilden, könnte dazu genutzt werden, den CLA-Gehalt in fermentierten Milchprodukten zu erhöhen. In einem mit Linolsäure angereicherten Medium waren dazu einige Laktobazillen-, Laktokokken- und Streptokokken- wie auch drei von sechs Propionsäurebakterienstämmen…
Die Schlagzeile „Obst und Gemüse verlieren an ernährungsphysiologischer Qualität“ erschien in den letzten Jahren in den Medien. Diese angeblichen Gehaltsabnahmen wurden klischeehaft mit der Intensivierung der Landwirtschaft verbunden. Zur Abschätzung allfälliger Veränderungen des Trockensubstanzgehaltes und des Gehalts von 9 Mineralstoffen und 11 Vitaminen der fünf wichtigsten Obstarten in der Schweiz während der letzten Jahrzehnte, wurden…
Der Bruttoenergie-G Gehalt wurde mittels Kalorimetrie in 439 Proben von 10 wichtigen Wiesenpflanzen bestimmt. Der Bruttoenergieg Gehalt wird hauptsächlich durch den Gehalt an Rohprotein (R2 = 0,31) und organischer Substanz (R2 = 0,26) beeinflusst. Der Effekt dieser Komponenten ist stärker bei den Kräutern ausgeprägter als bei den Leguminosen und Gräsern. Das Entwicklungsstadium und der Aufwuchs…
Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der in der Verfassung verankerten Aussage, die Landwirtschaft habe einen besonderen Beitrag zur dezentralen Besiedlung des Landes zu leisten. Mittels einer Regressionsanalyse wird geprüft, welchen Beitrag zusätzliche Unternehmen der einzelnen Sektoren in ländlichen Gemeinden zur Besiedlungsdynamik leisten. Obwohl landwirtschaftliche Unternehmen weit weniger Beschäftigte haben als Unternehmen im zweiten und dritten…
Die Schlagzeile „Obst und Gemüse verlieren an ernährungsphysiologischer Qualität“ erschien in den letzten Jahren in den Medien. Diese angeblichen Gehaltsabnahmen wurden klischeehaft mit der Intensivierung der Landwirtschaft und verarmten Böden verbunden. Zur Abschätzung allfälliger Veränderungen des Trockensubstanzgehaltes und des Gehalts von 9 Mineralstoffen und 11 Vitaminen der sieben wichtigsten Gemüsearten in der Schweiz während der…
Um die Angaben zum Nährwert von 10 wichtigen Wiesenpflanzen zu vervollständigen, wurde deren Aminosäuregehalt in 70 der 555 Proben aus dem Forschungsprojekt bestimmt. Der Gehalt an im Darm verdaulichen Aminosäuren (DVAA) wird von der Pflanzenart und dem Entwicklungsstadium nur wenig beeinflusst. Knaulgras und Weissklee weisen den höchsten Lysingehalt auf, während der tiefste Gehalt im Rotklee…
Abgesehen von zwei Freisetzungsversuchen in den Jahren 1991 und 1992 hat in der Schweiz bis heute keine beabsichtigte Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVP) stattgefunden. Während der kommerzielle Anbau von GVP in der Europäischen Union bald Realität sein könnte, scheint dies in der Schweiz in den nächsten Jahren zwar unwahrscheinlich zu sein, kann aber für…
Im Projekt Radar wird beschrieben, wie sich das für die Agrarforschung relevante Umfeld entwickelt. Im Bereich Politik ist eine abnehmende Bedeutung des Staates festzustellen. Die technologische Entwicklung geht weiter und äussert sich zum Beispiel in einer Zunahme des weltweiten Anbaus von gentechnisch veränderten Organismen (GVO). Im ökonomischen Bereich nimmt der Güter- und Dienstleistungsaustausch zwischen den…