Archiv

2,688 Beiträge

Agrarwirtschaft

Lips M., Rieder P.

Energieintensität der schweizerischen Agrarproduktion

Seit 1980 ist die Energieintensität der schweizerischen Agrarproduktion gesunken. Trotzdem ist sie im Vergleich mit anderen Industriestaaten immer noch hoch. In diesem Beitrag wird aufgezeigt, dass die Energieintensität mit der Arbeitsintensität zusammenhängt. Da letztere von der Agrarpolitik abhängt, ist der Zusammenhang von Energieintensität und Agrarpolitik eine wichtige zukünftige Fragestellung.
Umwelt

Wyss G.S., Müller-Schärer H.

Biologische Unkrautbekämpfung: Resistenzmechanismen

Im Rahmen eines europäischen Gemeinschaftsprojektes (COST 816) wird neben anderen wichtigen Unkräutern Senecio vulgaris als Modellpflanze zur biologischen Bekämpfung untersucht. Ein in der Schweiz eingeschleppter Rostpilz kommt als potentieller Krankheitserreger in Frage. Anhand einer Dissertation der ETH Zürich, in Zusammenarbeit mit der Universität Fribourg und der FAW, wurden die Resistenzmechanismen von S. vulgaris gegenüber dem…
Umwelt

Chervet A., Stricker L.

Bodenbeobachtung im Kanton Bern – erste Ergebnisse

Die Bodenschutzfachstelle des Kantons Bern betreibt seit 1993 ein Bodenbeobachtungsnetz. Die im Juli 1997 veröffentlichten Ergebnisse der Erstbeprobungsphase zeigen, dass die Bodenfruchtbarkeit der untersuchten, intensiv genutzten Ackerböden im Berner Mittelland im Vergleich zu nahegelegenen Naturwiesenböden im Durchschnitt um rund 25 % tiefer ist.
Umwelt

Bigler F., Jeanneret Ph., Lips A., Schüpbach B., Waldburger M., Fried P.

Wirkungskontrolle der Ökomassnahmen: Biologische Vielfalt

Fünf bis sieben Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche müssen auf jedem Betrieb als ökologische Ausgleichsflächen ausgewiesen sein um produkteunabhängige Direktzahlungen beziehen zu können. Zeigen die Öko-Massnahmen eine positive Wirkung auf die biologische Vielfalt? Werden dadurch die landwirtschaftlich genutzten Räume wieder vielfältiger und artenreicher? Welchen Beitrag liefern die Ökologischen Ausgleichsflächen? Diese Fragen versucht die FAL in Zusammenarbeit…
Pflanzenbau

Ruffner H.P.

Weinbau in der Ostschweiz: woher und wohin?

Diese Zusammenfassung der geschichtlichen Entwicklung des Weinbaus in der Ostschweiz versucht auf die Gründe einzugehen, die zur aus heutiger Sicht unsinnig erscheinenden Ausdehnung der Ostschweizer Rebfläche im Mittelalter geführt haben. Umgekehrt werden die Ursachen der Rebbaukrise um Anfang dieses Jahrhunderts beleuchtet und die Frage gestellt, ob eine solche agronomische Katastrophe heute noch vorstellbar ist.
Nutztiere

Wyss U.

Verbesserung der aeroben Stabilität mit Siliermitteln

Der Einsatz eines Siliermittels auf der Basis von Milch- und Propionsäurebakterien, sowohl als Granulat als auch flüssig appliziert eingesetzt, verbesserte die aerobe Stabilität von Maissilagen nicht. Die Silagen erwärmten sich jeweils mehr als einen Tag schneller im Vergleich zu den Vorianten ohne Zusatz. Bei verschiedenen Luftstressbedingungen während der Lagerung vermochten auch chemische Produkte die aerobe…
Nutztiere

Daccord R., Arrigo Y.

Nährwert von Triticale für den Wiederkäuer

Triticale ist in der Schweiz ein wichtiges Futtergetreide geworden. Zahlreiche an der RAP analysierte Proben von Triticale und Ergebnisse von einem Verdauungsversuch mit Schafen haben die in den wichtigsten Tabellenwerken aufgeführten Nährwerte von Triticale bestätigt. Dieses Getreide weist einen für den Wiederkäuer hohen Nährwert auf, der dem von Weizen ähnlich ist und höher liegt als…
Lebensmittel

Zehntner U.

Phagenuntersuchung in CH-Milchwirtschaftsbetrieben

Seit 1986 bietet die FAM Phagenanalysen als Dienstleistung für den milchwirtschaftlichen Beratungsdienst an. Die Methoden wurden seither optimiert und konnten 1994 in einen akkreditierten Bereich eingebracht werden. Unsere Erfahrung zeigt, dass Phagen ursächlich an den meisten Säuerungsstörungen von Starterkulturen beteiligt sind. Die Anwesenheit von Phagen im Betrieb muss akzeptiert werden, nicht hingegen ihre massive Anreicherung.…
Lebensmittel

Bosset J.O., Berger T., Bütikofer U., Collomb M., Gauch R., Lavanchy P., Sieber R., Jeangros B.

Hartkäse Typ Gruyère des Berg- und Talgebietes im Vergleich

Hartkäse vom Typ Gruyère wurde an vier unterschiedlichen Produktionsorten während des Sommers 1995 (anfangs Juni bis Mitte September) hergestellt: L’Etivaz-Käse von zwei verschiedenen Orten (L’Etivaz 1 und L’Etivaz 2, 1300-2100 m ü. M.) sowie Gruyère-Käse von Montbovon (1000 m ü. M.) und Posieux (600 m ü. M.). Diese Arbeit zeigt verschiedene statistisch signifikante Unterschiede in…
Pflanzenbau

Meisser M., Wyss U.

Wettereinfluss auf Wachstum und Reifung von Silomais

Das Wetter beeinflusst die Wachstumsentwicklung der Maispflanzen stark. Die benötigte Temperatursumme bis zum Erreichen des Stadiums der Blüte ist sehr konstant. Es besteht eine enge Beziehung zwischen Temperatursumme und Trockensubstanzgehalt des Kolbens beziehungsweise der Ganzpflanze. Bei normalem Wachstum ist die Verdaulichkeit der organischen Substanz (vOS) und auch der Energiegehalt relativ konstant. Bei ungünstigen Witterungsbedingungen, speziell…
Pflanzenbau

Boller B.

Neue Bastard-Raigräser: Antilope, Dorcas und Redunca

Bastard-Raigras hat Eigenschaften des Italienischen und des Englischen Raigrases. Mit den neuen Schweizer Sorten Antilope, Dorcas und Redunca stehen krankheitsresistente Typen zur Verfügung, die im Wuchs und im Konkurrenzverhalten dem Italienischen Raigras nahe kommen, aber durch die Einkreuzung von Englischem Raigras eine verbesserte Winterfestigkeit und im Hochsommer eine höhere Verdaulichkeit erreichen.
Nutztiere

Wechsler B., Oester H.

Das Prüf- und Bewilligungsverfahren für Stalleinrichtungen

Serienmässig hergestellte Aufstallungssysteme und Stalleinrichtungen für landwirtschaftliche Nutztiere unterliegen in der Schweiz einem Bewilligungsverfahren. Bewilligungen werden erteilt, wenn die Anforderungen an eine tiergerechte Haltung erfüllt sind. Das Verfahren wurde 1981 eingeführt und hat zu einer Verbesserung der Qualität der Tierhaltung geführt. Der Artikel gibt einen Überblick über den Ablauf des Verfahrens und die damit gemachten…
Nutztiere

Gebert St., Messikommer R., Pfirter H.P., Bee G., Wenk C.

Nahrungsfette und Vitamin E im Legehennenfutter

An Legehennen wurde der Einfluss von Nahrungsfetten mit unterschiedlichem Süttigungsgrad einerseits und verschieden hoher Vitamin E-Zulagen andererseits auf die Legeleistung sowie die Oxidationsstabilitut und das Fettsäuremuster von frischen und gelagerten Eiern untersucht. Es zeigte sich, dass die Vitamin-E-Konzentration im Eidotter durch eine Vitamin-E Zulage des Futters massgeblich beeinflusst werden kann. Ausserdem weisen die Ergebnisse auf…
Agrarwirtschaft

Lehmann H.-J., Heinzer C., Waldner R.

Landschaftskonzept Schweiz – Agrarräume nachhaltig nutzen

Die Biodiversität bildet seit jeher die Grundlage für die landwirtschaftliche Produktion und damit für die sichere Versorgung der Menschheit mit Nahrungsmitteln. Die Managementpläne für diese Ressourcen sind in der Regel aber nicht weitreichend genug, um die genetische Vielfalt für die Ernährung sicher zu stellen. Um diese wichtigen Ressourcen zu erhalten, wurden deshalb in den letzten…
Agrarwirtschaft

Freyer B.

Umstellung auf IP oder Bio – eine Prognose

Nach den Ergebnissen einer Umfrage im Baselbiet, den Entwicklungen seit Einführung von Art. 31 b Landwirtschaftsgesetz (LwG) und neueren agrar- und umweltpolitischen Entwicklungen, ist mittel- bis langfristig mit zirka 10 bis 15 % Biobetrieben zu rechnen, während IP bis auf wenige konventionelle Betriebe zum Standard wird. Es werden die Gründe für diese Prognose aufgezeigt.
Agrarwirtschaft

Freyer B.

Umfrage zum umweltgerechten Landbau in den Kantonen BL und BS

Im Rahmen eines interdisziplinören Forschungsprojektes über den umweltgerechten Landbau wurden im Baselbiet zirka 11 % der landwirtschaftlichen Betriebe befragt. Die IP-Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter der ersten Stunde sind Neuerungen gegenüber besonders aufgeschlossen, meist jünger, bezüglich der betrieblichen Faktorausstattung im Vergleich zu konventionell Wirtschaftenden begünstigt und prüfen die Betriebsausrichtung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Bio wird nicht von vornherein…
Pflanzenbau

Schubiger F.X., Bosshard H.-R., Dietl W.

Nährwert von Alpweidepflanzen

Pflanzen von Alpweiden lieferten Futter mit unterschiedlichem Gehalt an Nettoenergie Laktation (NEL). Wertvolle Futtergräser hatten Ende Juni einen NEL-Gehalt von 6,5 Megajoule(MJ)/kg Trockensubstanz (TS), das schlecht verdauliche Borstgras aber nur einen von 4,7 MJ/kg TS. Klee und Kräuter enthielten deutlich weniger Zellwände, dafür mehr Rohprotein, viermal mehr Kalzium und doppelt soviel Magnesium wie die Gräser.
Pflanzenbau

Dietl W.

Wichtige Pflanzenbestände und Pflanzenarten der Alpweiden

Das artenreiche und ausdauernde Pflanzenkleid unserer Alpweiden bildet die Grundlage der Alpwirtschaft. Die wechselnden natürlichen Bedingungen sowie die verschiedenen Massnahmen der Düngung, Nutzung und Pflege ermöglichen eine grosse Vielfalt der Standorte und der Pflanzenbestände. Es sind Gemeinschaften von Gräsern, Kleearten und anderen krautigen Arten, die die Ertragsfähigkeit und den Futterwert entscheidend beeinflussen.
Nutztiere

Walser P., Pfirter P.

Futtereinflüsse auf das Verzehrsmuster bei Legehennen

Bei Legehennen können Verhaltensstörungen, in erster Linie Federpicken und Kannibalismus, grosse wirtschaftliche Verluste verursachen. Zu ihrer Entstehung tragen verschiedene Faktoren bei. Eine entscheidende Rolle spielt die täglich für Nahrungssuche und -aufnahme investierte Zeit, die sich verlängern lässt und dazu beitragen kann, das gegenseitige Picken zu vermindern.
Nutztiere

Schmid I., Wechsler B.

Artgemässe Haltungssysteme für japanische Wachteln

Japanische Wachteln werden für die Fleisch- und Eierproduktion meist in Batteriekäfigen gehalten. In einem vierjährigen Forschungsprojekt beobachteten wir das Normalverhalten dieser Tierart in naturnahen Aussenvolieren und führten Experimente zur Legenestwahl und zur Reduktion der Aggressionen in Zuchtgruppen durch. Die Ergebnisse zeigen, dass es möglich sein sollte, artgemässe und praxistaugliche Haltungssysteme für japanische Wachteln zu entwickeln.
Nutztiere

Kessler J., de Faria A.

Organische Spurenelement-Mischung in der Milchviehfütterung

Die Ergänzung einer üblichen Milchviehration mit organischen im Vergleich zu anorganischen Spurenelement-Verbindungen führt zu keiner Verbesserung der Milchleistung. Auch die Zusammensetzung der Milch sowie die Milchzellzahl wird nicht wesentlich beeinflusst. In der Spurenelement-Konzentration der wichtigsten Zielorgane sind nur geringe Unterschiede zu beobachten. Das Gleiche gilt für die vom Spurenelement-Angebot abhängigen Blutparameter.
Lebensmittel

Künsch U., Schärer H., Hurter J., Konrad P., Kressebuch B., Jelmini G., Chettrini S.

Ca-Gehalt von Broccoli und Federkohl: Einfluss der Anbauverfahren

Eine tägliche Kalziumversorgung von 800 bis 1200 mg im jugendlichen Alter wirkt einem späteren Knochenschwund (Osteoporose) entgegen. Vegetarisch orientierte Konsumentinnen und Konsumenten sind auf kalziumreiches Gemüse angewiesen. Neue Erkenntnisse zeigen, dass bei Kohlarten – speziell bei Broccoli und Federkohl – die Bioverfügbarkeit von Kalzium (Ca) praktisch so gut ist wie bei Milchprodukten. Broccoli na Federkohl…
Lebensmittel

Bachmann H.-P.

Lipolyse im Käse: nicht zu viel – nicht zu wenig

Eine zu starke Lipolyse (Fettspaltung) führt zu ranzigen Käsen, was diese völlig entwertet. Es erscheint aber plausibel, doss die Spaltprodukte aus der Lipolyse, wenn sie nur in kleinen Mengen vorliegen, das Aroma des Käses entscheidend mitprägen können. In der Tat korrelierte in verschiedenen Käseversuchen der FAM eine verstärkte Lipolyse mit einer höheren Aromaintensität und einer…
Umwelt

Schaffner D., Keller S.M., Fried P.M.

Spontanbegrünung von Brachen – im Mittelland sinnvoll?

Während drei Jahren haben wir überprüft, ob auf typischen Ackerböden des Mittellandes durch Spontanbegrünung vielfältige Pflanzenbestände auf Bracheflächen entstehen. Es traten keine seltenen Arten auf und die Vielfalt an Blütenpflanzen blieb tief. Ausserdem waren auf spontan begrünten Flächen mehr landwirtschaftliche Problemunkräuter zu beobachten als auf Vergleichsflächen, die mit einer Buntbrachemischung angesät worden waren. Erfahrungen aus…
Umwelt

Jossi W., Dubois D.

Kartoffelkäferbefall, Ertragsverluste und Bekämpfungsschwelle

Der Kartoffelkäfer kann bei warmer, trockener Witterung beträchtliche Ertragseinbussen an Kartoffeln verursachen. Messungen haben ergeben, dass eine Kartoffelkäferlarve 40 bis 50 cm2 Blattfläche zerstört. Ab einem Befall von fünf Larven pro Pflanze sind wirtschaftliche Schäden zu erwarten. Eine Bekämpfung ist angebracht, wenn auf etwa 30 Prozent der Pflanzen junge Larven festgestellt werden.
Umwelt

Forrer H.-R., Jenny E., Hecker A.

Bekämpfungsschwellen für Septoria tritici bei Weizen

Die Septoria tritici-Blattdürre ist heute zu einer der wirtschaftlich wichtigsten Weizenkrankheiten in der Schweiz geworden. Seit 1997 dürfen Fungizide zu deren Bekämpfung eingesetzt werden. Basierend auf Feldversuchen von 1993 bis 1996 mit unterschiedlichen Befallssituationen und Sorten ermittelten wir Bekämpfungsschwellen. Diese schätzten 30 von 33 Situationen richtig ein und empfohlen – richtigerweise – nur in einem…
Pflanzenbau

Schubiger F.X., Bosshard H.-R., Lehmann J.

Nettoenergiegehalt von Futtergräsern

Gräser liefern Futter mit unterschiedlichem Gehalt an Nettoenergie Laktation. Je nach Entwicklungsstadium, Jahreszeit und Wetter fällt dieser Gehalt höher oder tiefer aus. Englisches Raigras gehörte in unseren Versuchen zu den qualitativ wertvollsten Arten. Die Rangfolge der übrigen Arten bezüglich Energiegehalt hing davon ab, ob wir die Pflanzen bei gleichem Aufwuchsalter oder gleichem Entwicklungsstadium miteinander verglichen.
Pflanzenbau

Mediavilla V., Bassetti P., Konermann M., Schmid-Slembrouck I.

Optimierung der Stickstoffdüngung und Saatmenge im Hanfanbau

Hanf (Cannabis sativa L.) wird in letzter Zeit in der Schweiz und mehreren Nachbarländern wieder angebaut und als Industriepflanze genutzt. Die Fasern werden zum Beispiel für Papier und Verbundwerkstoffe eingesetzt. Zusützlich können Samen, Öl und Duftstoffe der Blüten mit Erfolg vermarktet werden. Hanf ist an unsere klimatischen Bedingungen gut angepasst und eignet sich für einen…
Pflanzenbau

Keller B.

Gentechnik und ihre Anwendungen im Pflanzenbau

Gentechnik ist in der heutigen Landwirtschaft eine Realität. In Nord- und Südamerika werden transgene Sorten auf einer landwirtschaftlichen Flä angebaut, die dreimal der Gesamtfläche der Schweiz entspricht. Neben den bereits zugelassenen Sorten wird bei mehr als 60 verschiedenen Kulturpflanzen daran gearbeitet, gentechnisch veränderte Pflanzen zu züchten. Die möglichen Folgen dieser dynamischen Entwicklung für Landwirtschaft, Umwelt…