In einer Versuchsserie wurde die Wirkung ätherischer Öle und von Hanfblütenextrakt gegen die bakterielle Nassfäule der Kartoffeln, verursacht durch Erwinia carotovora (Helmers et Dowson) Dye, geprüft. Getestet wurden die Extrakte sowohl in vitro an einer Bakterienreinkultur als auch in vivo an natürlich kontaminierten Kartoffelknollen. Die ätherischen Öle bewirkten teilweise eine deutliche Hemmung des Erregers. Am…
Untersucht wurde, ob die Bewirtschaftung und die Verteilung der Buntbrachen im landwirtschaftlich genutzten Raum die Bodenspinnen (Araneae) beeinflussen. Durch Mulchen oder Schnitt der Buntbrachen im Frühling ergab sich kein negativer Einfluss auf die bodenlebenden Spinnen. Dagegen spielte die Distanz zum nächstgelegenen Wald für die Zusammensetzung der Spinnenpopulation eine wichtige Rolle.
Die Kontaktfläche Pneu/Untergrund wurde bei sechs verschiedenen Reifen in Abhängigkeit des Reifeninnendruckes bestimmt. Bei allen Reifen liess sich eine Zunahme der Kontaktfläche bei abnehmendem Pneuinnendruck fest-stellen. Bei welchem Pneuinnendruck die Kontaktfläche am meisten zunimmt, ist sehr unterschiedlich. Mit Hilfe einer multiplen Regression wurde eine neue Gleichung errechnet, um die Kontaktfläche aufgrund der Pneubreite, des Pneudurchmessers…
In der Schweiz werden seit 1993 Gelder für ökologische Leistungen der Landwirtschaft ausgeschüttet. Über die Wirkung und Wirksamkeit dieser Gelder kann bis jetzt noch keine zuverlässige Aussage gemacht werden. Eine Befragung von Fachleuten liefert Grundlagen für ein Monitoring der Umweltwirkung ökologischer Direktzahlungen und erste Antworten bezüglich konkreter Umweltwirkungen.
Welche Anbauform (konventionell, integriert, biologisch) einer pflanzlichen Produktion eignet sich ökologisch am besten? Mit der Methode der Ökobilanzierung wurde am Beispiel der Weizenproduktion versucht, die Umweltauswirkungen möglichst umfassend und sachlich abzuschätzen. Eines der Resultate ergab, dass diejenigen Weizenanbauvarianten am vorteilhaftesten abschnitten, die einen reduzierten Inputeinsatz hatten und ein bestimmtes Ertragsniveau nicht unterschritten.
Die landschaftsökologische Qualität angemeldeter Öko-Ausgleichsflächen ist oft unbefriedigend. Die ungenügende Wirksamkeit des Vertragsnatur-schutzes lässt sich ökonomisch erklären. Eine Untersuchung der Beteiligung von Zürcher Landwirtinnen und Landwirten bestätigt, dass diese von Wirtschaftlichkeitsüberlegungen bestimmt wird. Eine zielgerechte Weiterentwicklung der Öko-Ausgleichspolitik ist nötig.
Die feldbesichtigt anerkannten Saatgutflächen von Getreide, Hybridmais, Körnerleguminosen, Rotklee und Futtergräsern betrugen dieses Jahr 9‘431 Hektoren. Beim Saatgetreide wurden 92 % der angemeldeten Flächen anerkannt. Abweisungen gab es hauptsüchlich wegen Durchwuchs von fremden Arten, Trockenheitsschäden und Sortenvermischungen. Die gute und gesunde Kornausbildung ermöglichten eine qualitativ hochstehende Ernte. Die Hauptsorten waren Arina und Runal bei Winterweizen…
Untersuchungen der RAP sowie Praxiserhebungen kommen zum gleichen Schluss: Die Kupfergehalte der Schweizer Kalbslebern sind für die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten unbedenklich. Auch deuten sie nicht auf eine chronische Kupfervergiftung der Mastkälber hin.
Sporen von Clostridium tyrobutyricum können in Hart- und Halbhartkäse eine Spätblähung verursachen. Die Mikrofiltration ist eine für die Schweiz neue Technologie zur Eliminierung dieser Sporen, so dass eine Spätblähung im Käse verhindert wird. Für die Wirtschaftlichkeit der Mikrofiltration ist die Ausbeute mitentscheidend. Das Ziel des vorliegenden Testversuches war ein Vergleich der Ausbeute zwischen Rohmilchkäse und…
Im Tessin sollen geeignete Kastaniensorten für den kommerziellen Gebrauch angebaut werden. An verschiedenen einheimischen Sorten und einer Sorte aus dem Handel wurden Qualitätsanalysen durchgeführt. Die aus dem Piemont stammende Sorte Cuneo schnitt als beste Kastaniensorte ab. Von den einheimischen Sorten scheint sich Pinco für höher gelegene Standorte zu eignen.
In der Schweiz werden rund 40 000 ha Silomais angebaut, die vor allem bei der Grossviehmast und der Winterfütterung von Milchvieh eingesetzt werden. Als energiereiches Rauhfutter ist es eine ideale Ergänzung zum eiweissreichen Futter von Natur- und Kunstwiesen. Die Maissorten variieren erheblich im Flächenertrag und der Qualität (Gehalt an verdaulicher organischer Substanz). Welches Gewicht sollen…
Ist die mehrheitlich ablehnende Haltung gegenüber der Gentechnologie im Ernährungsbereich nur eine vorübergehende, technikfeindliche Strömung, oder sind Produktion und Verarbeitung von Nahrungsmitteln ein besonders sensibler Bereich in der Wahrnehmung möglicher Risiken? In diesem Artikel soll gesellschaftlichen Entwicklungen nachgegangen werden, welche die Notwendigkeit eines breiten Diskurses über die zukünftige Ausgestaltung der Nahrungsmittelproduktion aufzeigen.
In einer Kalkbraunerde, die zur Schollenbildung neigt, untersuchten wir, wie sich die Bodenseparierungstechnik im Kartoffelanbau auf die Stickstoffdynamik auswirkt. Dazu wurden der N-Gehalt im Bodenwasser mit Saugkerzen beprobt und bodenphysikalische Messungen sowie Ertragserhebungen durchgeführt. In den Kartoffeldämmen mit Bodenseparierung zeigte sich ein ähnliches N-Mineralisierungspotential wie im herkömmlichen Anbauverfahren.
Mit der Technik der Bodenseparierung wird im Kartoffelanbau ein zusätzlicher, grosser Eingriff in das Bodenleben vorgenommen. Es bestehen beträchtliche Wissenslücken bezüglich den Auswirkungen auf wesentliche umweltrelevante Parameter wie Bodentiere, Stickstoffmineralisierung, Verschlämmungs-, Erosions-, Verdichtungsneigung und Bodenstruktur. Die Effekte der Bodenseparierung auf die Regenwürmer wurden deshalb im Rahmen einer 2-jährigen Feldstudie untersucht. Sie hat gezeigt, dass die…
Bei abgesetzten Ferkeln sind durch Colibakterien verursachte Erkrankungen die häufigste Todesursache. Durch geeignete Fütterungsmassnahmen wie restriktive Fütterung und die Zufuhr von rohfaserreichen Futtermitteln lassen sich die Verluste reduzieren, wobei ein vermindertes Wachstum der Ferkel in Kauf genommen werden muss. Im Tierversuch reduzierte ein während zwei Wochen eingesetztes rohfaserreiches Diätfutter die Anzahl krankheitsbedingter Todesfälle noch dem…
Die Meinung, dass beim Menschen der Verzehr von Milch zu einer erhöhten Schleimbildung führt, ist verbreitet. Nach dem Milchverzehr veränderten sich einige Parameter der Schleimbildung. Doch sind diese Wirkungen nicht für Milch spezifisch, da ein Nicht-Kuhmilch-Getränk mit gleichartigen sensorischen Eigenschaften dieselben Veränderungen bewirkte. Personen, die von einer Wirkung der Milch auf die Schleimbildung überzeugt sind,…
Der physikalische Bodenschutz ist aufgerufen, angesichts der zunehmenden Mechanisierung in der Landwirtschaft, neue Bestelltechniken wie die Bodenseparierung auf ihre Bodenverträglichkeit kritisch zu prüfen. Die Frage nach der Bodenverträglichkeit lässt sich jedoch nicht unabhängig von ihrer konkreten Anwendung im Feld beantworten. Die Plattform «physikalischer Bodenschutz» der Bodenkundlichen Gesellschaft der Schweiz veranlasste deshalb im Sommer 1995 eine…
Die Wirtschaftlichkeit von Erstlingssauen zur kombinierten Nutzung für die Ferkel- und die Fleischproduktion wurden mit einem praktischen Versuch und mit Modellrechnungen untersucht. Die Wirtschaftlichkeitsberechnungen zeigen, dass für Erstlingssauen rund derselbe Preis wie für Mastschweine erzielt werden müsste, damit ein reines Erstlingssauensystem erfolgversprechend ist.
Unterstützt oder torpediert der ungebremst voranschreitende Strukturwandel der Landwirtschaft eine ökologischere Bewirtschaftung? Trotz der agrarpolitischen Bedeutung der Frage fehlten bisher empirische Daten. Die hier zusammengefasste Pilotstudie zeigt am Beispiel einer Testregion im Zürcher Berggebiet, dass die Hypothese «grösser = extensiver = ökologischer» und «biologisch = ökologischer» differenziert und teilweise revidiert werden muss. Ein Beitrag zur…
In der Literatur liegen Angaben vor, die darauf hinweisen, dass mit zusätzlichem Vitamin E im Futter die Oxidations- und Farbstabilität sowie das Safthaltevermöen von Schweinefleisch verbessert wird. Die Verarbeitungs- und Genussqualität wird dadurch erhöht. Erste Ergebnisse eines Praxisversuches der Firma Hoffrnann-La Roche deuteten auch eine Erhöhung der Masttageszunahmen durch eine Vitamin-E-Zulage im Futter an. Unsere…
In einem fünfwöchigen Ferkelaufzuchtversuch wurde die Wirkung des multiaktiven probiotischen Wachstumsförderers Sanobiotic® S einzeln und in Kombination mit 50 mg Corbadox (Handelsname Mecadox®) im Vergleich zu einer Negativ- (ohne Futterzusätze) und einer Positivkontrolle (50 mg Corbadox) auf Futteraufnahme Gewichtszuwachs, Futterverwertung und Häufigkeit von Durchfällen untersucht. Sanobiotic verringerte statistisch tendenzmässig die Tierabgänge, therapeutischen Behandlungen und bewirkte…
Seit marktbedingt Futter ohne tierische Eiweissträger an Legehennen verfüttert wird, treten vermehrt verschiedene Probleme mit Federpicken beziehungsweise Kannibalismus auf. Bis heute fehlt in der Literatur jedoch ein direkter Vergleich der Leistung von Legehennen in Abhängigkeit der Eiweissherkunft beziehungsweise der Verfügbarkeit der Aminosäuren. Die im vorliegenden Versuch getesteten Végétalfutter wirkten sich bei weissen Legehennen nicht nachteilig…
Vitamin E ist ein Antioxidans. Verschiedene ausländische Arbeiten mit Vitamin-E-Zulagen weisen auf eine bessere Fleischqualität wegen erhöhter Farb- und Oxidationsstabilität hin. Mit der Kontrollration von 40 mg Vitamin E/kg Futter gemäss den schweizerischen Fütterungsempfehlungen für Mastschweine wurde eine sehr gute Farb- und Oxidationsstabilität erreicht. Eine zusätzliche Zulage von 100 mg Vitamin E bewirkte keine Verbesserungen.
Wie im Zweiten und Dritten finden sich auch im Vierten Schweizerischen Ernährungsbericht verschiedene Aussagen zur Bedeutung der Milch und Milchprodukte in der Ernährung. Diese betreffen regionale Unterschiede im Ernährungsverhalten, die Ernährung einzelner Bevölkerungsgruppen sowie Kenntnisse der Konsumentinnen und Konsumenten zu Milch und Milchprodukten in der Ernährung.
Der Vierte Schweizerische Ernährungsbericht befasst sich wie der Zweite und Dritte mit der Ernährungssituation und dem Ernährungszustand der schweizerischen Bevölkerung. Verschiedene Aussagen zur Bedeutung der tierischen Lebensmittel, insbesondere die Entwicklung des Verbrauchs sowie deren Beitrag zur Nährstoffversorgung, wie auch zu toxikologischen und mikrobiologischen Aspekten werden hier zusammengefasst.
Die Betriebskosten der verschiedenen Verarbeitungsverfahren für biogene Abfälle sind bisher selten vergleichend untersucht worden. In diesem Bericht werden folgende Varianten miteinander verglichen: Die landwirtschaftliche Kompostierung am Feldrand in zwei Grössenklassen, die Kompostierung auf einer kleinen und zwei mittleren Anlagen und einem grossen, eingehausten Werk, eine Kombination Vergärung mit Kompostierung und eine Vergärungsanlage. Zwischen diesen acht…