Agroscope Liebefeld-Posieux, die Eidgenössische Forschungsanstalt für Nutztiere und Milchwirtschaft (ALP), führt die Analysen für den Nachweis von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in Futtermitteln für Nutztiere durch. Seit 1999, als die Deklarationslimiten für GVO (3 % für Ausgangsprodukte und 2 % für Mischfuttermittel) eingeführt wurden, sind ungefähr 1600 Proben von der amtlichen Futtermittelkontrolle gezogen worden. Die…
Für die Auswertung betrieblicher Ökobilanzen werden Referenzwerte benötigt. Zu diesem Zweck wurden 27 Modellbetriebe für die Schweizer Landwirtschaft definiert, welche jeweils bestimmte Betriebsgruppen repräsentieren, aufgeteilt nach den Kriterien Betriebstyp (gemäss FAT-Typologie), Produktionsregion (Tal, Hügel, Berg) und Landbauform (integriert, biologisch). Die Betriebsdaten wurden aus Buchhaltungsdaten, Beratungsunterlagen, Empfehlungen und Expertenwissen hergeleitet. Bezüglich Umweltwirkungen pro Hektare landwirtschaftlicher Nutzfläche…
Der Einbau von wertvollen Molkenproteinen in die Käsematrix von Halbhartkäsen ist ein weitverbreitetes Ziel der Käseforschung. ALP hat ein attraktives, neues Verfahren entwickelt, um auch Molkenproteine in den Raclettekäse einzubauen. Das neu entwickelte Verfahren ermöglicht die Herstellung von Raclettekäse mit guten Qualitäts-, Reifungs- und Schmelzeigenschaften. Die Rohmilch wird vor der eigentlichen Käsefabrikation thermisch behandelt und…
Im DOK-Versuch hat Agroscope FAL Reckenholz, die Eidgenössische Forschungsanstalt für Agrarökologie und Landbau, von 1999 bis 2003 die Dynamik des mineralischen Stickstoffgehalts unter Kartoffeln untersucht. Die Kartoffeln wurden nach Kunstwiese-Umbruch und mit mechanischer Unkrautregulierung in den Systemen biologisch-dynamisch (D), organisch-biologisch (O), integriert mit organisch/mineralischer Düngung (K) und integriert mit mineralischer Düngung (M) angepflanzt. Gedüngt wurde…
Ein nur ein Mal tägliches Melken in der Spätlaktation verstärkt die ohnehin vorhandenen Veränderungen gegenüber der durchschnittlichen Milchzusammensetzung. Solche Milch weist deutlich höhere Fett- und Eiweissgehalte, schlechtere Gerinnungseigenschaften, höhere Plasminogen- beziehungsweise Plasminkonzentrationen und tendenziell höhere pH Werte auf. Trotz dieser kritischen Verarbeitungseigenschaften war bis zu einem Anteil von 50 % in der Verarbeitungsmilch keine Beeinträchtigung…
Im Opti-Milch-Projekt der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft wurden für je neun Betriebe mit Hochleistungs- (HL) bzw. Vollweide-Milchproduktion (VW) ehrgeizige, aber realisierbare einzelbetriebliche Planungen und Umsetzungskonzepte erarbeitet. Dabei zeigten beide Strategien grosse Potentiale zur nachhaltigen Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Milchproduktion im Schweizer Mittelland. Sowohl in der Rindviehhaltung mit einer Kostensenkung von 40 % je Kilogramm Milch…
Von 2001 bis 2003 prüften Agroscope FAL Reckenholz und RAC Changins, die Eidgenössischen Forschungsanstalten, 19 Sorten Wiesenschwingel und 13 Sorten Rotschwingel an fünf beziehungsweise sieben Versuchsorten. Die Sorten wurden in ihrer Ertragsleistung, Jugendentwicklung, Ausdauer, Krankheitsresistenz, Konkurrenzkraft und Anbaueignung für höhere Lagen verglichen. Beim Rotschwingel wurde die Überwinterung in den Vergleich miteinbezogen. Mit den Daten der…
Eine mühsame und undankbare Arbeit – das Jäten von Unkraut auf kultiviertem Land – wurde durch die Einführung von Herbiziden in den letzten Jahrzehnten enorm erleichtert. Und doch, der allgemeine Gebrauch dieser Produkte verursacht Probleme, die es heute zu beachten gilt. Es lassen sich grundsätzlich drei Hauptnachteile, verursacht durch den Einsatz von Herbiziden in grossem…
Die Anzahl herbizidresistenter Unkräuter nimmt weltweit ständig zu. Auch die Schweiz bleibt nicht verschont, wenn auch die Lage im Vergleich zu einigen unserer Nachbarländer beneidenswert ist. Der vorliegende Artikel schildert die Entwicklung der Herbizidresistenz in der Schweiz, die sich zurzeit auf Triazine und Harnstoffderivate beschränkt. Er zeigt die Risiken der Sulfonylharnstoffe auf und skizziert die…
Der Nährstoffverlust, der durch auslaufenden Gärsaft bei der Lagerung von Grassilage-Rundballen entsteht, ist aus ökonomischen und ökologischen Gründen unerwünscht. In Praxisversuchen erwies sich der Trockensubstanzgehalt des Ausgangsfutters als wichtigster Einflussfaktor auf den Gärsaftabfluss. Die Resultate zeigen, dass ab 25 % Trockensubstanz (TS) im Ausgangsfutter in der Regel kein Gärsaft mehr aus den Ballen fliesst. Bei feuchteren…
Im Rahmen der Evaluation der Ökomassnahmen in der schweizerischen Landwirtschaft werden anhand einer Nitratdatenreihe für den Kanton Bern die Veränderungen des Nitratgehalts im Grundwasser erfasst. Damit wird in den Regionen Jura, Mittelland, Voralpen und Alpen überprüft, ob das Reduktionsziel erreicht werden kann, wonach der durchschnittliche Nitratgehalt des Grundwassers von 1990 bis 2005 um 5 mg…
Bei Schweinefleisch ist die Fettbeschaffenheit ein wichtiges Qualitätskriterium, wobei die Fütterung eine entscheidende Rolle spielt. Eine vermehrte Zufuhr von ungesättigten Fettsäuren über das Futter verändert das Fettsäurenmuster in den Fettgeweben markant. Durch den vermehrten Einsatz von Futterfetten sind ebenfalls die Monoensäuren – zum Beispiel die Ölsäure – für die Qualität der Depotfettgewebe von Bedeutung. Die…
In einem Versuch mit 160 Stierkälbern wurde von Agroscope Liebefeld-Posieux (ALP) untersucht, wie sich die Haltung mit Zugang zu einem Aussenauslauf (RAUS-Verfahren) auf die Gesundheit und Leistung der Mastkälber auswirkt. Der Versuch wurde in zwei Serien, die eine im Sommer, die andere im Winter, in Posieux durchgeführt. Die Tiere der Kontrollgruppe wurden ausschliesslich im Inneren…
In der Untersuchung wurde überprüft, wie sich eine rationierte Fütterung mittels einer Abruffütterungsanlage, bei der die Sau während des Fressens nicht vor anderen Sauen geschützt ist, auf das Verhalten der Tiere auswirkt.Für den Versuch wurden in einer dynamischen Grossgruppe für maximal 36 Sauen drei Futterstationen eingebaut (maximales Tier-Fressplatzverhältnis von 12:1). An sechs Tagen im Abstand…
In diesem Artikel wird das System der flächengebundenen Direktzahlungen evaluiert. Modellrechnungen für den Schweizer Alpenraum zeigen, dass über eine Regionalisierung dieser Beiträge Effizienzgewinne erzielt werden können. Bei der Neugestaltung des Direktzahlungssystems für das Berggebiet muss das Ziel der Einkommenssicherung vom Ziel der Flächenbewirtschaftung getrennt werden. Flächenbezogene Beiträge werden dann nur noch so hoch angesetzt, dass…
Die Schwerpunkte der Forschungstätigkeit von Agroscope FAT Tänikon im Zeitraum 2004-2007 lassen sich wie folgt charakterisieren:Aus ökonomischen Analysen und Prognosen des Agrarsektors resultieren Entscheidungsgrundlagen für die Agrarpolitik. Gegenstand unserer Forschung sind die Produktivitätsentwicklung, der Mitteleinsatz des Bundes, das Direktzahlungssystem, die Milchwirtschaft, Nahrungsmittelketten und die wirtschaftliche Situation der Landwirtschaft.Die Grundlagen und Konzepte für eine zukunftsorientierte Agrarstruktur…
Die Schwerpunkte der Forschungstätigkeit von Agroscope FAT Tänikon im Zeitraum 2004-2007 lassen sich wie folgt charakterisieren:Aus ökonomischen Analysen und Prognosen des Agrarsektors resultieren Entscheidungsgrundlagen für die Agrarpolitik. Gegenstand unserer Forschung sind die Produktivitätsentwicklung, der Mitteleinsatz des Bundes, das Direktzahlungssystem, die Milchwirtschaft, Nahrungsmittelketten und die wirtschaftliche Situation der Landwirtschaft.Die Grundlagen und Konzepte für eine zukunftsorientierte Agrarstruktur…
Der Strukturwandel in der Landwirtschaft steht immer wieder im Zentrum agrar- und zunehmend auch regionalpolitischer Diskussionen. Unabhängig von den jeweiligen Positionen stellt sich die Frage nach dem langfristig notwendigen Strukturwandel, um die landwirtschaftlichen Ziele und die Lebensfähigkeit der Betriebe zu sichern. Die Fragestellung wird umso bedeutender, wenn die erwarteten Preisrückgänge bei unveränderten Produktionskosten eintreffen und…
Mit einem Anteil von je nach Untersuchung 30-50 % sind Fruchtbarkeitsstörungen und Euterkrankheiten weltweit die häufigsten Ursachen für ungewollte vorzeitige Tierabgänge in der Milchviehhaltung. Fruchtbarkeit und Gesundheit sind deshalb auch im Projekt Opti-Milch wichtige Kenngrössen, um die Hochleistungs- (HL) mit der Vollweidestrategie (VW) zu vergleichen. Bei beiden Strategien kam es nicht zu ausgeprägten Abnahmen der…
Die Mikrofiltration (MF) eignet sich vorzüglich zur Teilkonzentrierung der Kessimilch auf einen Protein- und Fettgehalt von 5 bis 6 %. Das Mengenverhältnis der Hauptbestandteile Protein, Fett und Laktose lässt sich mit der MF-Technologie (Filter 0.1 µm) ziemlich genau einstellen. Somit können die saisonalen Gehaltsunterschiede der Rohmilch vor der Käsefabrikation ausgeglichen werden. Die MF-Methode erlaubt es,…
Colletotrichum trifolii, der Erreger des südlichen Stängelbrenners, ist in der Schweiz zurzeit die wichtigste von Pilzen verursachte Krankheit auf Rotklee. In Versuchen im Gewächshaus reagierten Rotkleesorten unterschiedlich auf den Befall durch den südlichen Stängelbrenner. Sieben Wochen nach der Inokulation betrug der Anteil an lebenden Pflanzen bei den geprüften Sorten zwischen 3 % und 52 %.…
Die beiden neuen, diploiden Rotkleesorten Merula und Pavo zeichnen sich durch eine hervorragende Ausdauer über drei Jahre aus. Damit erfährt eine zentrale Werteigenschaft des frühreifen schweizerischen Mattenklees eine weitere Verbesserung. Bestände von Merula und Pavo werden durch Colletotrichum trifolii, den Erreger des Südlichen Stängelbrenners, wesentlich weniger geschädigt als alle bisher empfohlenen Mattenkleesorten. Dadurch bleiben sie…
Ökologische Ausgleichsmassnahmen in der Landwirtschaft haben zum Ziel, die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft zu erhalten und zu erhöhen. Wir untersuchten die Heuschreckenfauna auf extensiv genutzten Wiesen, dem häufigsten Typ ökologischer Ausgleichsflächen, und verglichen sie mit derjenigen auf intensiv genutzten Wiesen. Die Untersuchung erfolgte in den drei Gemeinden Bauma, Ruswil und Flühli. In Bauma und Flühli…