Von 1994 bis 2003 wurden auf dem Milchviehbetrieb La Frêtaz, wo seit 1994 auf den Dauerwiesen kein Handelsdünger ausgebracht wurde, drei Berechnungsmethoden zur Nährstoffbilanzierung verglichen. Der Vergleich von Nährstoffausfuhr und -einfuhr auf dem ganzen Betrieb weist beim Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium und Magnesium einen Null- bis Positivsaldo auf. Die zwei Methoden, welche den Nährstoffbedarf…
Am 17. Mai 2006 hat der Bundesrat die Botschaft zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik (Agrarpolitik 2011) verabschiedet. Die vorgeschlagenen Änderungen in 6 Bundesgesetzen sind ein weiterer Schritt in der seit 15 Jahren laufenden Reform der schweizerischen Agrarpolitik. Der Bundesrat verfolgt damit drei Ziele. Erstens soll das Kostensenkungspotenzial im Ernährungssektor genutzt werden, um Konsumenten und Steuerzahlende in…
Aus der Glücksforschung ist bekannt, dass bestimmte soziale und ökonomische Faktoren unsere Zufriedenheit systematisch beeinflussen. Mit Daten der Gesundheitsbefragung wird geprüft, ob Landleben und eine landwirtschaftliche Tätigkeit zu diesen Faktoren gehören. Tatsächlich sind Menschen in kleinen Gemeinden im Durchschnitt glücklicher als Menschen in urbanen Zentren. Doch die Landwirtschaft trägt nur dann (scheinbar) zur Lebenszufriedenheit bei,…
Es wird der Zusammenhang zwischen einzelnen Bestandteilen bzw. Modulen der Standardarbeitskraft (SAK) und dem Arbeitseinkommen pro Jahresarbeitseinheit (JAE) untersucht. Das Modul 1 der SAK, das sich auf allgemeine Strukturmerkmale wie Fläche und Tierzahlen stützt, hat einen erheblichen positiven Einfluss. Die Zuschläge zum SAK-Modul 1 sowie das Modul 2 weisen hingegen keine einheitlichen Auswirkungen auf. Im…
Um zwei schweizerische Referenz-Methoden zur Abschätzung der Pflanzenverfügbarkeit von Phosphor (P) vergleichen zu können, wurden deren chemischen Prozesse detailliert untersucht: Extraktion von Böden im Verhältnis 1 g pro 2,5 ml CO2-gesättigtes Wasser (CO2-P) und im Verhältnis 1 zu 10 mit reinem Wasser (H2O10-P), beide mit kolorimetrischer P-Bestimmung (Molybdänblau-Heissfärbung). Diese erfasst neben Orthophosphat weitere P-Formen, die…
In den Jahren 2003 bis 2005 führten Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) und Agroscope Changins-Wädenswil (ACW) an acht Standorten Sortenversuche mit 61 Sorten von Englischem Raigras durch. Die Eigenschaften Ertragsleistung, Jugendentwicklung, Ausdauer, Krankheitsresistenz, Überwinterung, Konkurrenzkraft und Anbaueignung für höhere Lagen wurden systematisch erhoben. Mit den Daten der erfassten Merkmale berechnete man einen Indexwert, der eine Gesamtbeurteilung der…
Von 42 verschiedenen Futtern wurden die Aminosäurengehalte (AS) analysiert. In einem Zeitraum von drei Jahren wurde Futter derselben Parzelle von verschiedenen Schnitten und in zwei verschiedenen Entwicklungsstadien im Abstand von 30 Tagen geerntet. Nach dem Mähen wurden die Futter weiter verarbeitet, um sie auf folgende Arten zu konservieren: Tiefgefrieren (-20°C), Entfeuchten (Lufttemperatur 30°C, relative Feuchte…
Von 2003 bis 2005 führten Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) und Agroscope Changins-Wädenswil (ACW) mit 25 Sorten von Weissklee und vier Sorten von Straussgräsern an fünf beziehungsweise acht Orten Sortenversuche durch. Zum Vergleich der Sorten wurden Ertragsleistung, Jugendentwicklung, Ausdauer, Krankheitsresistenz, Überwinterung, Konkurrenzkraft und die Anbaueignung für höhere Lagen erhoben. Damit eine Gesamtbeurteilung der Sorten vorgenommen werden konnte,…
Dieser Bericht stellt das Züchtungsprogramm für Sommerweizen der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW und die Ergebnisse vor, welche auf nationaler Ebene, aber auch weltweit, erzielt wurden. Seit den ersten Kreuzungen im Jahr 1947 ist das Ziel der Sommerweizenzüchtung, Sorten mit bester Backqualität (Klassen I oder TOP) und sehr guter Krankheitsresistenz zu züchten. Die Sorte GREINA (Klasse…
Zum Verbrauch von Antibiotika in der Milchproduktion sind bisher nur grobe Schätzungen vorhanden. Unser Ziel war es deshalb, mit einer Auswertung der in den Milchproduktionsbetrieben vorgeschriebenen Aufzeichnungen zum Antibiotikumeinsatz aussagekräftige Informationen zum durchschnittlichen Verbrauch und der Art der eingesetzten Antibiotika zu erhalten. Die Auswertung der Aufzeichnungen in einer repräsentativen Auswahl von Milchproduktionsbetrieben der Jahre 2003…
Das Bodenrecht des deutschsprachigen Raums enthält Restriktionen zur Bewertung des Betriebs im Fall der Hofübergabe bzw. Vererbung. Mittels eines system dynamics-Modells wird abgeschätzt, welche Wirkung das Konzept des Einheits- bzw. Ertragswertes in der Gesetzgebung auf Agrarstruktur und Bodenmarkt hat. Es ergibt sich, dass die rechtlichen Bestimmungen den Strukturwandel verlangsamen und gegen eine breitere Verteilung von…
Für sechs Ackerkulturen werden Vollkostenkalkulationen auf der Basis der Jahre 2001 bis 2003 erstellt. Die Direktkosten bewegen sich zwischen 20 und 30 Prozent. Mit gut 30 Prozent sind die Maschinen für den grössten Teil der Kosten verantwortlich, gefolgt von der Arbeit mit knapp 20 Prozent. Eine Gegenüberstellung der Vollkosten mit den Erlösen zeigt, dass Zuckerrüben…
Das Bodenrecht des deutschsprachigen Raums enthält Restriktionen zur Bewertung des Betriebs im Fall der Hofübergabe bzw. Vererbung. Mittels eines system dynamics-Modells wird abgeschätzt, welche Wirkung das Konzept des Einheits- bzw. Ertragswertes in der Gesetzgebung auf Agrarstruktur und Bodenmarkt hat. Es ergibt sich, dass die rechtlichen Bestimmungen den Strukturwandel verlangsamen und gegen eine breitere Verteilung von…
Während mehrerer Jahre wurden auf einem mittelschweren Boden am Inforama Rütti in Zollikofen BE innerhalb einer Ackerfruchtfolge ohne Bracheperioden die Gehalte an mineralischem Stickstoff unter den beiden Anbausystemen «Direktsaat» (DS) und «Pflug» (PF) verglichen. In beiden Systemen erhielten die Pflanzenbestände gleichviel Stickstoff in mineralischer Form (meist Ammonsalpeter) aber nur rund zwei Drittel der empfohlenen Norm.Bei…
Obschon das Jahr 2005 mehrheitlich zu trocken war, kam es vom 18. bis 22. August zu Starkniederschlägen, welche in verschiedenen Regionen grosse Unwetterschäden verursachten. In den Niederungen war das Jahr 2005 wärmer als im Mittel (1961-1990) während in den höheren Lagen die Werte leicht unter dem Mittel lagen. Der Start der Vegetationsperiode wurde durch die…
In einem Fütterungsversuch mit Milchkühen wurden die Auswirkungen der Zufütterung von anionischen Salzen und des Kalziumangebots auf den Mineralstoffmetabolismus und den Säure-Basenhaushalt im Zeitraum um das Abkalben untersucht. 24 Holsteinkühe wurden ab dem 263. Trächtigkeitstag bis zum Abkalben gleichmässig auf vier Verfahren verteilt (n = 6). Zwei Gruppen erhielten eine Ration mit niedrigem Kalziumgehalt (3 g/kg TS)…
Mit unseren Sorten Arvella (diploid), Salamandra und Alligator (beide tetraploid) erfährt das Sortiment der für den Futterbau verfügbaren Schweizer Sorten von Englischem Raigras (Lolium perenne L.) eine markante Erweiterung. Arvella ist ähnlich frühreif wie Arion und besitzt im Vergleich zu dieser Standardsorte eine deutlich verbesserte Resistenz gegenüber dem Kronenrost. Arvella kann deshalb Arion in den…
Auf der Dauerbeobachtungsfläche „Oberacker“ am Inforama Rütti werden seit 1994 die beiden Anbausysteme „Direktsaat“ (DS) und „Pflug“ (PF) auf einer tiefgründigen, mittelschweren, grundfeuchten Braunerde miteinander verglichen. Die im Rahmen der kantonalen Bodenbeobachtung (KABO) zwischen 1999 und 2004 durchgeführten bodenphysikalischen Untersuchungen liefern Angaben zum Gefügeaufbau, zum Verschlämmungsverhalten und zum Wasserinfiltrationsvermögen des Bodens. Mit Begleituntersuchungen wurde der…
Im Rahmen des nationalen Forschungsprogramms «Landschaften und Lebensräume in den Alpen» (NFP48) wurden in 20 Gemeinden der Nordalpen und der östlichen Zentralalpen die drei Bewirtschaftungstypen extensiv und wenig intensiv genutzte Öko-Wiesen sowie nicht als ökologische Ausgleichsflächen (öAF) angemeldete Wiesen untersucht. Im Vergleich zum Mittelland war die ökologische Qualität der öAF im Berggebiet deutlich höher. In…
Mit Hilfe eines dynamischen Simulationsmodells wird die Entwicklung eines durchschnittlichen Verkehrsmilch-/ Ackerbau-Betriebs (20 Kühe) in der Talregion simuliert. Ein Weiterführen der bisherigen Betriebsweise ist infolge der Milchpreissenkungen mit einem chronischen Verlust von Eigenkapital verbunden. Alternativ dazu wird die Spezialisierung auf die Milchproduktion bei gleichzeitigem Stallneubau für 45 Kühe untersucht, was kaum zu einer Verbesserung führt.…