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Gaume A., Bütikofer U., Flury C., Lobsiger M.

Ein Jahr Agroscope-Forschungsprogramme

Die Agroscope-Forschungsprogramme sind erfolgreich gestartet. Bereits im ersten Jahr wurden erste Ergebnisse zu den aufgeworfenen Fragestellungen publiziert. Damit stossen die Programme nicht nur in der Schweiz, sondern auch international auf Interesse. Dieses Echo erklärt sich primär damit, dass diese neuen Forschungsprogramme alle Ebenen und Akteure miteinander verbinden, welche notwendig sind, um praktikable Problemlösungen für die…
Pflanzenbau

Schweiger J., Ferjani A., Kurmann T., Zimmermann A.

Gentechnisch veränderte Pflanzen in der Schweiz?

Im Rahmen eines Projektes des nationalen Forschungsprogramms zur Gentechnik (NFP 59) wurden Interviews mit Landwirten im Kanton Zürich durchgeführt. Das Ziel war, die Bereitschaft einer möglichen Nutzung von gentechnisch veränderten Pflanzen abzuschätzen. 31 Prozent der Befragten würden eine Nutzung der Technologie in Erwägung ziehen, während ihr 62 Prozent ablehnend gegenüber stehen. Diese unterschiedlichen Haltungen spiegeln sich unter…
Umwelt

Peter M., Lüscher A.

Floristische Entwicklung der Magerwiesen in den Alpen

Magerwiesen der Alpen zählen zu den artenreichsten Habitaten Europas. In dieser Studie wurde untersucht, wie sich die Diversität und Zusammensetzung dieser Pflanzenbestände in den letzten 25 Jahren verändert haben. Dazu wiederholten wir in Château-d’Oex, Grindelwald, Tujetsch und Sent insgesamt 151 Vegetationsaufnahmen aus den Jahren 1975 bis 1985. Es zeigte sich, dass die Magerwiesen nach wie…
Umwelt

Ramseier L., Chervet A., Sturny W. G., Weisskopf P., Sommer M.

Bodenbeeinträchtigungen durch Tractor Pulling

Auf einer ackerbaulich genutzten, tiefgründigen Parabraunerde wurde in Niederbipp, Kanton Bern, in den Jahren 2002 bis 2006 jährlich eine Tractor-Pulling-Veranstaltung durchgeführt. Da zu befürchten war, dass der Boden insbesondere im Pistenbereich starken mechanischen Belastungen ausgesetzt sein wird, arbeitete die kantonale Bodenschutzfachstelle Auflagen für das Bewilligungsverfahren aus, um einen minimalen Schutz des Bodens vor anhaltenden Gefügeschäden…
Agrarwirtschaft

Ammann H., Brecht I., Albisser Vögeli G.

Holzheizungen im Vergleich

Die Nutzung von Energieholz zur Wärmeerzeugung nahm in den letzten Jahren kontinuierlich zu. Holzheizsysteme sind nicht nur für Waldbesitzer ökonomisch sinnvoll. Immer häufiger beziehen Nicht-Waldbesitzer ihre Wärme von Holzheizwerken. Verglichen wurden Holzheizsysteme in drei Leistungskategorien: 20, 60 und 100 Kilowatt. Die Wärmegestehungskosten bewegen sich von 16,4 bis 34,0 Rappen je Kilowattstunde. In der Gruppe 20-Kilowatt-Leistung…
Agrarwirtschaft

Mencarelli Hofmann D.

Für eine nachhaltige Wirtschaftlichkeit im Apfelanbau

Welche Faktoren und Strategien sind für eine nachhaltige Wirtschaftlichkeit der Apfelproduktion wirkungsvoll? Über diese Forschungsfrage hat die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Obstverband (SOV) eine repräsentative Umfrage durchgeführt. Dieser Artikel fasst die Resultate der IP-Produzenten zusammen. Die Auswertungen zeigen, dass Vermarktung, Produktionskosten und Grösse der Apfelfläche entscheidende Faktoren sind und dass…

Erfahrungen zum ökonomischen Nutzen herbizidtoleranter Kulturen

Ob herbizidtolerante Kulturen Mehrerträge erbringen und dabei helfen, dauerhaft Herbizide einzusparen oder Pflanzenschutzkosten zu senken, ist umstritten. Ökonomische Vorteile können sich jedoch aus der vereinfachten Umsetzung der pfluglosen Bodenbearbeitung und einer verbesserten beziehungsweise erleichterten chemischen Unkrautkontrolle ergeben. In einer Literaturübersicht werden Erfahrungen zur Wirtschaftlichkeit von gentechnisch veränderten, herbizidtoleranten Kulturen aus Ländern in Nordamerika, in denen…
Agrarwirtschaft

Dux D., Matz K., Gazzarin C., Lips M.

Was kostet offenes Grünland im Berggebiet?

Nicht ohne Folgen für die Landschaft bleibt die Tendenz, dass Schweizer Landwirtschaftsbetriebe sich zusehends spezialisieren und vergrössern. Arbeitszeit wird knapp. Damit nimmt der Anreiz ertragsschwache und arbeitsaufwändige Flächen zu bewirtschaften ab. Dies hat Folgen für die Landschaft: Der Wald erobert sich aufgegebene Flächen zurück, die Biodiversität nimmt ab und die mosaikartige Kulturlandschaft verändert sich. Wie…
Umwelt

Jung V., Decrausaz B.

Beurteilung der Nachhaltigkeit mittels Monitoringdaten

Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) führt periodisch eine Nachhaltigkeitsbeurteilung der Landwirtschaft durch und berichtet darüber im Agrarbericht. Die Analyse basiert auf den Ergebnissen eines umfassenden agrarpolitischen Monitorings und gliedert sich nach den drei Dimensionen Ökonomie, Soziales und Ökologie. Im Bereich Ökologie werden ab 2009 Daten auf Betriebsebene erhoben, um die Ergebnisse nach Regionen und Betriebstypen…
Nutztiere

Frick G., Dubois S., Chaubert C., Ampuero Kragten S.

Erkennen von gefälschtem Maiskleber

Mikroskopische und chemische Methoden sowie eine neue chemometrische Methode, die elektronische Nase, wurden eingesetzt, um gefälschte Maiskleberprodukte zu erkennen. Beobachtungen unter dem Mikroskop von zahlreichen Stärkekörnchen, Samenkapseln und Weizenkleiefragmente zeigten deutlich, dass atypische Maiskleberpartikel in Proben mit sonst normalem Rohproteingehalt (≥ 60%) und der üblichen gold-gelben Farbe vorhanden waren. Chemische Analysen bestätigten in einigen Proben…
Nutztiere

Pauly C., Kupper T., Spring P.

Jungebermast – eine Möglichkeit in der Schweiz?

In der vorliegenden Studie wurden die Mastleistungen, der Magerfleischanteil (MFA) und der Anteil von Schlachtkörpern mit Ebergeruch von gemästeten Jungebern unter schweizerischen Produktionsbedingungen untersucht. Zwischen 2005 und 2007 mästete der Gutsbetrieb Juchhof 1094 Jungeber. Die Fütterung erfolgte mit einer Suppe ad libitum (15,5 MJ VES/kg TS). Vom ersten zum zweiten Versuchsjahr wurden das mittlere Schlachtalter…
Nutztiere

Spring P., Kupper T., Pauly C.

ProSchwein: Alternativen zur konventionellen Ferkelkastration

Um die Bildung des unangenehmen und von Konsumenten nicht tolerierten Ebergeruchs zu verhindern, werden heute die männlichen Ferkel ohne Betäubung kastriert. Da dieses Vorgehen in der Schweiz ab 2010 verboten ist, hat das Projekt ProSchwein verschiedene Alternativen untersucht. Ein Narkoseapparat, der das Gas Isofluran verwendet, zeigte unter Praxisbedingungen, bei über 90% der Tiere eine gute…
Agrarwirtschaft

Wolf D., Albisser Vögeli G.

Ökonomischer Nutzen von Bt-Mais ist relativ

Der ökonomische Nutzen von gentechnisch verändertem, insektenresistentem Mais, auch Bt-Mais genannt, ist relativ. Dies zeigt eine von Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART erfolgte Literatur-Review. Diese fasste Erfahrungen zur Wirtschaftlichkeit von Bt-Mais jener EU-Länder, in denen ein kommerzieller Anbau stattfindet, zusammen. Die Ergebnisse zeigen, dass Bt-Mais nicht per se Mehrerträge liefert. Der ökonomische Nutzen ist in Relation…
Pflanzenbau

Hebeisen T., Ballmer T., Musa T., Schwaerzel R., Reust W., Torche J.-M.

Schweizerische Sortenliste für Kartoffeln 2009

Die Schweizerische Sortenliste für Kartoffeln hat empfehlenden Charakter. Sie wird von der Arbeitsgruppe «Sortenfragen / Pflanzgut» der swisspatat herausgegeben, welche die Interessen der Kartoffelbranche vertritt. Für die Beurteilung der Sorten sind die eidgenössischen Forschungsanstalten Agroscope Changins-Wädenswil ACW und Reckenholz-Tänikon ART zuständig. Diese Liste wird jährlich überarbeitet. Es werden unter Berücksichtigung der sortenspezifischen Anbaueignung, der Marktbedürfnisse,…
Agrarwirtschaft

Lips M., Ulrich C., Ammann H., Steingruber E.

Kalkulationen von Reparaturfaktoren und Belastungsgraden von Motoren

Zur Berechnung von Reparatur- und Maschinenkosten sind zwei Koeffizienten wichtig, der Reparaturfaktor und der Belastungsgrad. Der Reparaturfaktor gibt an, welchen Anteil des Neuwerts im Verlaufe der Nutzungsdauer als Reparaturkosten anfällt. Mit dem durchschnittlichen Belastungsgrad des Motors wird der Treibstoffverbrauch und somit die Treibstoffkosten kalkuliert. Basierend auf einer empirischen Untersuchung werden für sieben Maschinenkategorien, darunter Mähdrescher…
Agrarwirtschaft

Lauber S., Seidl I., Böni R., Herzog F.

Sömmerungsgebiet vor vielfältigen Herausforderungen

Obwohl sich das Nationale Forschungsprogramm NFP48 «Landschaften und Lebensräume der Alpen» intensiv mit dem Berggebiet auseinander setzte, wurde das Schweizer Sömmerungsgebiet als solches nur in wenigen Projekten mit bearbeitet. Es bestehen in diesem Bereich nach wie vor breite Wissenslücken. Im Rahmen einer Vorstudie, die als Grundlage für ein Verbundprojekt zur Zukunft des Sömmerungsgebiets dienen soll,…
Agrarwirtschaft

Gazzarin Ch., Lips M.

Milchproduktion: Kennzeichen von Wachstumsbetrieben?

Die Aufhebung der Milchkontingentierung im Jahre 2009 verändert die Milchproduktion grundlegend. Eine repräsentative Umfrage in der Ostschweiz untersucht, wie sich Betriebe mit einem hohen Kontingentswachstum charakterisieren. Die Auswertung zeigt, dass ein positiver Zusammenhang zwischen dem erfolgten Wachstum in der Vergangenheit, und der Absicht, zukünftig weiter zu wachsen, besteht. Wachstumsbetriebe zeichnen sich zudem dadurch aus, dass…
Nutztiere

Steiner B., Van Caenegem L., Schellenberg K.

Beständigkeit von Stallböden aus Gussasphalt

Stallböden und im speziellen Laufflächen in Rindviehställen sind hohen chemischen und mechanischen Belastungen ausgesetzt. Um Daten zur Beanspruchung von Laufflächenmaterialien zu erhalten, wurden Kot-Harn-Gemische analysiert. Diese Ergebnisse sowie Angaben von 52 Praxisbetrieben über den Zustand und die Tiergerechtheit von Laufflächenmaterialien dienten als Grundlagen zur Entwicklung eines Verfahrens, mit dem sich die Beständigkeit von Laufflächen aus…
Nutztiere

Chassot A.

Mutterkuh-Typ und Mastleistung von Limousin-Remonten

Im vorliegenden Versuch wurde untersucht, ob der Mutterkuh-Typ (Milch- oder Fleischtyp) die Mastleistung von Remonten nach dem Absetzen beeinflusst. Gleichzeitig wurde die Produktion von leichten Schlachtkörpern mit grossrahmigen Tieren getestet. Kastrierte männliche und weibliche Tiere (im Verhältnis 1:1) mit Limousin Vater (Li) und F1-Muttertieren Red Holstein x Li (Li75) oder Li (Li100) wurden während der…
Agrarwirtschaft

Contzen S.

Wenn das Einkommen nicht mehr reicht

Schweizer Bauernhaushalte stehen aufgrund der agrarpolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen unter Druck. Die Einkommenssituation ist für viele von ihnen unbefriedigend. Einige befinden sich sogar in prekären Einkommenssituationen. Der vorliegende Artikel beleuchtet die prekäre Situation von sieben Bauernfamilien. Die Gründe, weshalb finanzielle Prekarität entsteht, sind vielschichtig und komplex. Auszumachen sind zwei Grundmuster: a) Ein einschneidendes Ereignis bringt…