Archiv

2,688 Beiträge

Pflanzenbau

Suter D., Mosimann E., Briner H., Hirschi H., Frick R., Demenga M., Jeangros B.

Neue empfohlene Sorten von Knaulgras

Die Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz-Tänikon ART und Agroscope Changins-Wädenswil ACW führten von 2005 bis und mit 2007 an sieben Versuchsstandorten vergleichende Sortenversuche mit Knaulgras (Dactylis glomerata L.) durch. Dabei wurden systematisch die Eigenschaften Ertrag, Jugendentwicklung, Güte des Bestandes, Konkurrenzkraft, Resistenz gegen Krankheiten, Toleranz gegen Wintereinflüsse, Verdaulichkeit der organischen Substanz und die Ausdauer erhoben. Aus den Ergebnissen…
Pflanzenbau

Charles R., Bovet V., Bouttet D., Poivet K., Casta P., Bengochea A.

Welche Körnerleguminosen für die Schweiz?

Im Rahmen eines europäischen Projekts GL-Pro (European extension network for the development of grain legume production in the EU), ist ein Netz von Demonstrationsplattformen mit Körnerleguminosen geschaffen worden, um das Potential dieser Kulturen abzuschätzen und so zu ihrer Entwicklung beizutragen. In der Schweiz wurden Kulturen bei Landwirten angebaut und sind beobachtet worden, um ihre Eigenschaften,…
Pflanzenbau

Bohren Ch., Delabays N., Rometsch S.

Invasive Pflanzen: Herausforderung für die Landwirtschaft?

In der Schweiz – wie auch in anderen Ländern – wird den Pflanzenarten zur Zeit viel Beachtung geschenkt, die sich – aus anderen Kontinenten eingeschleppt – stark vermehren können. Diese invasiven Neophyten bedrohen durch ihre rasche Ausbreitung vor allem in natürlichen Habitaten die vorhandene Pflanzenvielfalt. Der Grossteil dieser Arten kann im landwirtschaftlichen Umfeld nicht überleben.…
Pflanzenbau

Bohren Ch., Delabays N., Mermillod G., Baker A., Vertenten J.

Ambrosia artemisiifolia L: Optimieren des Schnittregimes

Über Ambrosia (A. artemisiifolia L.) wird in der Schweiz gegenwärtig viel geschrieben, vor allem wegen ihrer allergenen Pollen. Die Bekämpfungspflicht verlangt eine gründlichere Unkrautkontrolle als für gewöhnliche Unkräuter. Verseuchte Parzellen müssen saniert werden. Dazu braucht es die Unterbrechung des Lebenszyklus, das heisst die Samenbildung muss auf jeden Fall verhindert werden. Die vorliegende Arbeit beleuchtet den…

Bioenergieproduktion auf Agrarland – Utopie oder bald Realität

Modellrechnungen der ETH Zürich zeigen, dass die Bioenergieproduktion auf landwirtschaftlicher Nutzfläche erst bei stark ansteigenden Energiepreisen flächenmässig relevant werden könnte. Voraussetzung dazu wäre zudem eine generelle Befreiung der Biotreibstoffe von der Mineralölsteuer und ein Grenzschutz gegenüber billigen Bioenergieimporten. Der Beitrag zur inländischen Energieversorgung bliebe dennoch marginal und würde weniger als 8 % des fossilen Energieverbrauchs…
Umwelt

Meyer M.

Vom Hafer für das Pferd zum Pflanzenöl für die Landmaschine

Das Vorhaben �Rapsöl-Blockheizkraftwerk ist ein Gemeinsamprojekt von Privatwirtschaft und öffentlicher Hand. Seine Hauptansprüche sind das exemplarische Aufzeigen der Gewinnung von kraftstofftauglichem Rapsöl und seiner störungsfreien dieselmotorischen Nutzung. Mit der Inbetriebnahme der Forschungs-Ölmühle Suberg und der Entwicklung eines Verfahrens zur adsorbtiven Entfernung der qualitätsentscheidenden Parameter Phospor und Erdalkali, ist ein europaweit beachteter Vorwärtsschritt in der Kaltpressung…
Nutztiere

Müller M., Wenk C., Scheeder M.R.L.

Analyse von Schweinerückenspeck mittels Nahinfrarot-Spektroskopie

In der Schweiz wurde die Fettzahl als Instrument zur Sicherung einer guten Schweinespeckqualität eingeführt. Die Fettzahl, ein unspezifisches Mass für die Anzahl Doppelbindungen im Fett, wird mit zunehmendem Anteil von ungesättigten Fettsäuren im Futter und mit abnehmendem Fettansatz der Schweine unerwünscht erhöht. Der Zielkonflikt zwischen hohem Fleischanteil und guter Fettqualität kann aber möglicherweise entschärft werden,…
Pflanzenbau

Musa-Steenblock T., Gaillard G., Hayer F., Kägi T., Klaus I., Mack G., Hernandez-Rivera J., Patocchi A., Koller T., Samietz J., Bigler F.

ENDURE – ein Europäisches Netzwerk für den Pflanzenschutz

Im Januar 2007 hat das EU-Projekt ENDURE im Rahmen des sechsten EU-Rahmenprogramms �Nahrungsqualität und Sicherheit� begonnen. ENDURE steht für European Network for the Durable Exploitation of Crop Protection Strategies. In diesem vierjährigen Projekt soll ein Europäisches Kompetenzzentrum für nachhaltige Pflanzenschutzstrategien aufgebaut werden.
Agrarwirtschaft

Moriz C., Lehmann B., Meier W.

Betriebsführungsarbeiten erfassen und planen

Die Betriebsführung nimmt in landwirtschaftlichen Unternehmen eine zentrale Stellung ein. Das in diesem Bereich für Planungszwecke zur Verfügung stehende Datenmaterial entspricht aber weder quantitativ noch qualitativ der Bedeutung dieser Tätigkeiten. Am Beispiel der Milchviehhaltung wurden verlässliche Planungsdaten für die Betriebsführung erarbeitet. Neben dem eigentlichen Zahlenmaterial selbst, basiert die Arbeit auf der Entwicklung einer systematischen Gliederung…
Umwelt

Tobias S., Stettler M, Haberecht M., Meyer M., Ingensand H.

Setzungsmessungen bei der Befahrung rekultivierter Böden

Verbesserte Rekultivierungstechniken ergeben locker geschüttete Böden, die während einigen Jahren nur extensiv landwirtschaftlich bewirtschaftet werden dürfen. Wir untersuchten den Einfluss des Alters rekultivierter Böden auf ihre mechanische Belastbarkeit sowie die Fähigkeit der Böden zur Erholung von mechanischen Belastungen. Dazu führten wir Befahrungsexperimente mit einem Traktor und Güllefass auf zwei Rekultivierungen, die drei bzw. ein Jahr…
Umwelt

Fuchs T., Berner A., Mayer J., Schleiss K.

Einfluss von Komposten und Gärgut auf die Bodenfruchtbarkeit

Um den Einfluss von Kompost und Gärgut auf die Bodenfruchtbarkeit und auf das Pflanzenwachstum abzuschätzen zu können wurden hundert, für die Schweiz repräsentative, Proben untersucht.Die Gehalte an Nährstoffen und an Salz waren vom Ausgangsmaterialien abhängig. Die Gehalte an organischer Substanz sowie die Atmungs- und Enzymaktivitäten nahmen mit zunehmender Kompostreife ab. Bei einigen jungen Komposten konnten…
Umwelt

Kupper T., Brändli R., Pohl M., Bucheli T., Becker-van Slooten K.

Organische Schadstoffe in Kompost und Gärgut der Schweiz

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), polychlorierte Biphenyle (PCB), polychlorierte Dibenzo-p-dioxine und -furane, dioxin-ähnliche PCB, bromierte Flammschutzmittel, perfluorierte Alkyl-Verbindungen, chlorierte Paraffine und Phthalate wurden in Kompost, Gärgut und Presswasser von 39 Anlagen gefunden. Die Gehalte lagen meist im Bereich von µg/kg TS, jedoch über den Konzentrationen von Böden mit einer üblichen Hintergrundbelastung. Die höchsten Gehalte wiesen PAK…
Pflanzenbau

Koller M., Vieweger A., Total R., Bauermeister R., Suter D., Mäder P.

Stickstoffwirkung von Gründüngungen auf Bio-Weisskohl

Im Biogemüsebau können Gründüngungen (GD) eine wichtige Rolle zur Versorgung mit Stickstoff übernehmen. In zwei Versuchen wurde der Einfluss der Pflege und Einarbeitung von GD auf die Stickstoffwirkung in der Folgekultur Kohl untersucht. Standardmässig wurden die GD vor der Einarbeitung gemulcht und dann eingearbeitet. Im ersten Versuch hatte die Art der Pflege einer GD (Kleegras,…
Pflanzenbau

Kockerols K., Widmer A., Gölles M., Bertschinger L., Schwan S.

Ausdünnung von Äpfeln durch Beschattung

Die Beschattung von Apfelbäumen mit 2 m bzw. 3 m breiten Matten, welche die photosynthetisch aktive Strahlung um 74 % reduzieren, führte in Versuchen in den Jahren 2006 und 2007 zu einer erfolgreichen Fruchtausdünnung beim Apfel (Sorten Golden Delicious, Elstar, Topaz). Die Fruchtqualitätsförderung war praxistauglich und eine Reduktion bei der jährlichen Alternanz gegeben. Die Sorten…
Pflanzenbau

Ochsenbein C., Hoffmann T., Keiser A.

Bestimmung der Kocheigenschaften von Kartoffeln im Handel

Mit Hilfe eines Farbleitsystems werden Speisekartoffeln zunehmend nach ihren Kocheigenschaften (Kochtyp) deklariert und verkauft. Der Handel stützt sich dabei auf einen sortentypischen Kochtyp. Warenpartien, welche aufgrund von Umwelteinflüssen davon abweichen, führen zu Kundenunzufriedenheit. In einem dreijährigen Projekt, untersuchten wir den Einfluss der Sorte, der Knollendichte (d.h. Stärkegehalt) und der Herkunft auf die Kochqualität von Kartoffeln…
Weitere

Gaume A., Bütikofer U., Flury C.

Start der Agroscope Forschungsprogramme

Am 1. Januar 2008 ist nicht nur das neue Agrosocope-Arbeitsprogramm 2008-2011 für die Forschungsanstalten ACW, ALP und ART angelaufen, auch die Agroscope Forschungsprogramme ProfiCrops, NutriScope und AgriMontana sind formell gestartet. Die Forschungsprogramme, sind wichtige Schwerpunkte von Agroscope in der Periode 2008-2011. Das Interesse der Stake­holder ist gross und es werden vielfältige Fragen an die Programme…
Umwelt

Szerencsits E.

Gewässerschonstreifen – Wie viel Fläche ist betroffen?

Am 1. Januar 2008 ist eine Revision der Direktzahlungsverordnung in Kraft getreten. Neu wird unter anderem entlang von Oberflächengewässern ein Gewässerschonstreifen von mindestens sechs Metern Breite, statt bisher drei Metern, vorgeschrieben. Im Rahmen der Vernehmlassung wurde vor allem auf die grosse Fläche verwiesen, die von Nutzungsauflagen betroffen ist. Analysen der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART zeigen:…
Pflanzenbau

Bohren Ch., Delabays N., Mermillod G.

Ambrosia artemisiifolia L.: Feldversuche mit Herbiziden

Ambrosia breitet sich seit einigen Jahren in unserem Land aus. De facto ist dieses Unkraut seit 2006 ein Quarantäneorganismus, da es für die menschliche Gesundheit, die Biodiversität und die Landwirtschaft eine Bedrohung darstellt. Für Landwirte besteht eine Bekämpfungspflicht. Um die Wirkung der in der Schweiz bewilligten Herbizide auf Ambrosia zu beurteilen, hat die Gruppe für…
Pflanzenbau

Becker K., Buchmann M., Kunz P.

Unterscheidung von Dinkel und Weizen mittels Gelelektrophorese

2004 wurde in der Schweiz ein Klassifizierungssystem für Dinkel eingeführt. Damit soll aufgrund von vorwiegend marktpolitischen Interessen reiner Dinkel von Dinkel mit Weizeneinkreuzung unterschieden und getrennt vermarktet werden. Neben Herkunftsbezeichnung und morphologischen Kriterien wird zur Klassifizierung das Gliadinmuster der Dinkelsorten herangezogen. Eine Bande im Bereich der ω-Gliadine und zwei Banden im Bereich der α-Gliadine sollen…
Pflanzenbau

Defila C.

Phänologischer Rückblick ins Jahr 2007

Das Jahr 2007 war geprägt vom wärmsten Winter 2006/07 und Frühling 2007 seit Messbeginn 1864. Auf diese Situation reagierte die Vegetationsentwicklung entsprechend stark. So konnten im phänologischen Jahr 2007 24.9% neue Rekorde verzeichnet werden, das heisst phänologische Eintrittstermine, die bei den entsprechenden Stationen noch nie so früh beobachtet werden konnten. Diese extrem frühe Vegetationsentwicklung konnte…
Pflanzenbau

Leumann M., Bravin E.

Obstbau: Entscheidungsgrundlage bei der Sortenwahl

Für die Apfelproduzenten ist die Sortenwahl eine wichtige Entscheidung. Der Preis, der Anteil höchster Qualitätsklasse und der Ertrag sind die Schlüsselfaktoren. Diese Faktoren sind je nach Sorte unterschiedlich. Die Zusammenstellung des Sortenmix beeinflusst die Schlüsselfaktoren. Durch die Portfolio Analyse der Marktanteilen und des Marktwachstums der zehn wichtigsten Apfelsorten haben wir vier Gruppen mit vier Strategien…
Pflanzenbau

Samietz J., Graf B., Höhn H., Schaub L., Höpli H.U.

Schädlingsprognose für den Obstbau

Das Prognosewerkzeug SOPRA wurde mit dem Ziel entwickelt, die Überwachungs- und Bekämpfungsmassnahmen bei Obstschädlingen zu optimieren. Unter Nutzung von „Time-varying distributed delays“ wurden Phänologiemodelle auf der Basis von Stundenwerten der klimatischen Variablen Sonnenstrahlung, Lufttemperatur und Bodentemperatur für folgende Arten erstellt und validiert: Mehlige Apfelblattlaus (Dysaphis plantaginea), Apfelsägewespe (Hoplocampa testudinea), Apfelwickler (Cydia pomonella), Kleiner Fruchtwickler (Grapholita…
Lebensmittel

Zehntner U.

Das Verhalten von Lactobacillus gasseri K7 in gereiftem Halbhartkäse

Die technologische Eignung von zwei Stämmen der Art Lactobacillus gasseri als Zusätze im Käse wurde geprüft. Dazu wurden die Stämme bei der Herstellung zweier verschiedener Halbhartkäse (Tilsiter und Grosslochkäse mit Oberflächenreifung) zusammen mit den Starterkulturen zugesetzt. In definierten zeitlichen Abständen wurde das Überleben der L. gasseri-Stämme geprüft. Es zeigte sich, dass nur der Stamm K7…
Weitere

Holpp M.

Praxisumfrage zu Eletronik und Informationstechnik

Um mehr Informationen über Elektronik und Informationstechnik (IT) in der Landwirtschaft zu bekommen, wurde im Sommer 2006 von Agroscope Reckenholz-Tänikon ART und der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft SHL eine Praxisumfrage durchgeführt. Ziel war es, den aktuellen Stand des Einsatzes von Elektronik und IT in der Pflanzen-, Milch- und Schweineproduktion und im Betriebsmanagement zu erheben und…
Umwelt

Mann S.

Was beeinflusst die Flächenversiegelung?

Über 400 Quadratmeter pro Person dienen heute im Durchschnitt als Siedlungs- und Verkehrsfläche. Diese Flächen wurden bis anhin und werden auch weiterhin fast ausschliesslich der landwirtschaftlichen Nutzung entzogen. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den Bestimmungsgründen für die Versiegelung von Flächen und vergleicht unterschiedliche Schutzkategorien. Dabei wird deutlich, dass der Bund zwar über sehr wirkungsvolle Instrumente…
Nutztiere

Bärlocher H., Wenk C., Scheeder M.R.L.

Haltungssysteme und Fleischqualität von Mastschweinen

In einer Feldstudie wurde der Einfluss von Haltungssystemen auf den pH-Wert des Musculus long. dorsi beim Mastschwein untersucht. Verglichen wurden alternative (ALT) entsprechend den BTS- (besonders tierfreundliche Stallhaltung) und RAUS- ( regelmässiger Auslauf um Freien) Richtlinien mit konventionellen (KON) Haltungssystemen. Der pH wurde bei 35 Minuten, zwei und 24 Stunden post mortem gemessen. Generell waren…
Nutztiere

Burger D., Bachmann I., Poncet P.A.

Angewandte Verhaltensforschung beim Pferd

Das Verhalten eines Pferdes, typischer Vertreter der Flucht- und Herdentiere, ist ein entscheidender Faktor für dessen Gebrauch – unabhängig davon, wozu es eingesetzt wird. Für einen durchschnittlichen Reiter oder Fahrer ist das Temperament das wichtigste Kriterium eines Pferdes. Dies vor dessen Körperbau, Grösse oder dem Kaufpreis. Trotz der unbestrittenen grossen wirtschaftlichen Bedeutung und auch der…