Direktsaat ist eine wirksame Erosionsschutzmassnahme, die ökologische und ökonomische Vorteile aufweist. Obwohl ihre Verbreitung seit Mitte der 1980er Jahre kontinuierlich gestiegen ist und ihre Anwendung von einigen Kantonen aktiv gefördert wird, ist ihr Anteil am gesamten Ackerland mit ca. 4 % nach wie vor gering. Die vorliegende Studie über die Gründe der Übernahme respektive Ablehnung…
Kreuzungen zwischen Pferd und Esel treten in der Natur auf und sie werden als Maultiere und Maulesel in der Landwirtschaft verwendet. Andere Kreuzungstypen sind selten und wenig erforscht. Systematische Kreuzungsversuche werden nur mit Ausnahmeregelungen erlaubt, sind sehr zeit-und kostenaufwendig und werden daher selten durchgeführt. In dieser Arbeit werden Kreuzungstiere aus der Kombination Hauspferd, Przewalski und…
Die Entwicklung der Alpwirtschaft hängt stark von der Entwicklung der Heimbetriebe ab. Gemäss repräsentativen Befragungen sömmernder (n = 856) und nicht-sömmernder Heimbetriebe (n = 233) in der Schweiz ist die vorhandene Futterfläche auf den Heimbetrieben ein Schlüsselparameter der Sömmerungsnachfrage: Sie ist sowohl wichtigster Sömmerungs- und Nicht-Sömmerungsgrund als auch potenzieller und tatsächlicher Ausstiegsgrund. In den kommenden…
Die Schweizer Agrarpolitik verfolgt das Ziel, durch Direktzahlungen die ökologischen Leistungen von Landwirtschaftsbetrieben zu fördern. Evaluierungsprogramme zeigen jedoch, dass finanzielle Anreize allein nicht ausreichen, um die Umsetzung von Ökoausgleichsmassnahmen zu gewährleisten. Vor diesem Hintergrund wurde untersucht, welche Rolle ökonomische, ökologische und soziale Motivationen bei der Umsetzung von Massnahmen im Ökoausgleich für Landwirte im Talgebiet spielen.…
Parallel zur Landwirtschaft im Talgebiet befindet sich auch die Alpwirtschaft im Wandel. Im Rahmen des Verbundprojektes AlpFUTUR wurden drei repräsentative schriftliche Befragungen durchgeführt: Bewirtschaftende von Alpbetrieben sowie sömmernder und nicht-sömmernder Heimbetriebe wurden zu Fakten, Meinungen und Einschätzungen befragt. Die Ergebnisse zeigen unter anderem die nach wie vor starke Verankerung der Alpwirtschaft in der Schweizerischen Landwirtschaft:…
Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVP) muss laut Gentechnikgesetz in der Schweiz von einem Umweltmonitoring begleitet werden. Das Umweltmonitoring soll dazu beitragen, mögliche negative Auswirkungen auf die Umwelt möglichst frühzeitig zu erkennen und allfällige Massnahmen zu ergreifen. Entsprechend müssen die Behörden in der Lage sein, Umweltveränderungen zu erkennen und als Umweltschaden einzustufen. Aus unserer…
Seit 1976 werden an der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW in Changins die Auswirkungen des Einsatzes verschiedener organischer Dünger (Senf-Gründüngung, Getreidestroh, 35 und 70 t ha-1 Mist alle drei Jahre und 60 m3 ha-1 Gülle alle drei Jahre) getestet. Diese Studie untersucht deren langfristige Auswirkungen (34 Jahre) auf die Erträge der Kulturen, den Bedarf an Stickstoffdünger…
Mit dem Klimawandel steigen die Temperaturen in der Schweiz. Damit nimmt auch das Risiko für Hitzestress bei Nutztieren zu. Basierend auf der Auswertung eines Temperatur- Feuchte-Indexes für ausgewählte Standorte konnte gezeigt werden, dass dieses Risiko im Tagesdurchschnitt für Milchkühe während der letzten 30 Jahre an mehreren Orten bereits deutlich angestiegen ist, während sich die Extremwerte…
Die Auswirkungen unterschiedlicher Düngungsverfahren werden von der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW am Standort Changins seit 1976 getestet. Einerseits wurden organische (Gründüngung, Getreidestroh, 35 bzw. 70 t ha-1 Mist alle drei Jahre und 60 m3 ha-1 Gülle alle drei Jahre) andererseits mineralische Dünger (vier abgestufte Stickstoffmengen) eingesetzt. Diese Studie untersucht die Langzeiteffekte dieser Düngungsverfahren auf die…
Das Jahr 2010 wurde von den Vereinten Nationen zum Jahr der Biodiversität erklärt. Der Schweizerische Schafzuchtverband stellte in diesem Kontext Herdebuchdaten der vier grössten Schweizer Schafrassen zur Analyse der genetischen Diversität zur Verfügung. Untersucht wur-den das Braunköpfige Fleischschaf (BFS; n=10 858), das Schwarzbraune Bergschaf (SBS; n=10 964), das Walliser Schwarznasenschaf (SN; n=14 371) und das…
Alpprodukte sind Nischenprodukte, die auf öffentliches Interesse stossen. An einer Angebotserhebung zu Alpprodukten und -dienstleistungen beteiligten sich 262 Alpbewirtschafter aus sechs Regionen. Diese Befragung zeigt, dass der Produktions- und Angebotsschwerpunkt beim traditionellen Produkt Alpkäse liegt; dieser wird oft direkt – in kleinen Mengen – vermarktet. Während die schweizweite Alpkäse-Produktion in den letzten Jahren stieg, ist…
Die Liste der empfohlenen Eiweisserbsensorten 2012 hat sich im Vergleich zur letztjährigen verändert: Bei den Sommer-Eiweisserbsensorten wird neu nebst Hardy, Starter, Gregorletztes Jahr) und Alvesta noch Audit empfohlen. Mascara wurde von der Liste gestrichen. Bei den Winter-Eiweisserbsen ergänzt Igloo die Sorten Isard, Cartouche (letztes Jahr) und Enduro.
Die Liste der empfohlenen Sojasorten für die Ernte 2012 enthält sieben Sorten in drei verschiedenen Reifegruppen. In der frühreifen Gruppe sind die Sorten Merlin und Gallec klassiert. Die mittelfrühe Reifegruppe beinhaltet die Sorte Aveline und die mittelspäte Reifegruppe umfasst die Sorten Opaline, Amphor, Protéix und London. Essor wurde von der Liste gestrichen.
Die Änderungen gegenüber der letztjährigen Liste betreffen die Aufnahme von sieben Silomaissorten sowie die Streichung von drei Silomais-, acht Körnermais- und zwei Zweinutzungssorten. Das Maisjahr 2011 kann durch sehr hohe Erträge und eine frühe Ernte charakterisiert werden. Der Druck der Helminthosporium- Blattflecken war auch im 2011 in einigen Regionen vergleichsweise hoch. Da es in der…
Für den Anbau 2012 stehen vier Standard- und vier ölsäurereiche Sorten zur Verfügung. Drei ertragsreiche Sorten vervollständigen die Liste: die Normalsorte Es Biba und zwei ölsäurereiche Sorten, PR64H41 und SY Valeo. Die Vertragsmengen betragen 18 000 Tonnen, wovon maximal 12 000 Tonnen ölsäurereiche Sorten sind.
Der Rückgang der Biodiversität im Schweizer Kulturland konnte bisher trotz des im Ökologischen Leistungsnachweis geforderten ökologischen Ausgleichs nicht aufgehalten werden. Oft erfüllen die ökologischen Ausgleichsflächen (öAF) aufgrund minderwertiger Qualität oder ungeeignetem Standort ihre Rolle zu Gunsten der Biodiversität nicht. Unsere Studie zeigt, dass diese Mängel mit einer gesamtbetrieblichen Beratung effizient behoben werden können – sogar…
Von allen ökologischen Ausgleichsflächen in der Schweiz belegen die extensiven Wiesen die grösste Fläche. Das Ziel dieser Studie war, die Attraktivität von extensiven Wiesen auf fliegende Getreideblattlausfeinde zu untersuchen und zwar in unmittelbarer Nähe zu Getreidepflanzen. An vier Standorten im Schweizer Mittelland wurde im Frühjahr 2010 Weizen in Töpfen jeweils in einer Wiesenkerbel- dominierten extensiven…
Um einen Überblick der Kulturmassnahmen von Wintergerste und insbesondere der Unterschiede zwischen sechs- und zweizeiligen Wintergersten zu geben, wurden in Changins und Goumoëns in den Jahren 2005 bis 2007 Versuche durchgeführt. Die sechsund zweizeiligen Sorten unterscheiden sich im Ertrag, in der Ertragsbildung und in den Qualitätsfaktoren. Eine Saatdichte zwischen 150 und 300 Körnern/m² reichte im…
2008 und 2009 untersuchten die beiden Forschungsanstalten Agroscope Changins- Wädenswil ACW und Agroscope Reckenholz- Tänikon ART in Feldversuchen an den Standorten Changins-Nyon (VD) und in Zürich-Reckenholz den sortenspezifischen Stickstoff (N)-Bedarf von Gourmandine, Jelly, Laura sowie Lady Jo (nur in Changins). Die N-Verfahren variierten von 0 bis 200 kg N pro Hektare. Alle Sorten reagierten auf…
Die erzeugte Milchmenge pro Hektar Futterbaufläche ist ein Mass für die Effizienz der Milchproduktion. Die vorliegende Studie soll aufzeigen, welche Faktoren für die Variation der Flächenproduktivität im Kanton Freiburg bestimmend sind. Die Analyse beruht auf der Befragung von 266 Betrieben im Zeitraum 2002 – 2009. Die Höhenlage ist erwartungsgemäss ein wesentlicher struktureller Faktor, der die…
Ziel dieses Versuchs war es festzustellen, ob ein Zusammenhang zwischen den Säure-Basen Parameter vor der Abkalbung und dem Ca- Gehalt kurz nach der Abkalbung besteht. Das Versuchsverfahren war für alle 100 Milchkühe identisch. Die Futterration der Galtkühe basierte auf Gras- und Maissilage und auf Heu zur freien Verfügung. Die Harnentnahme zur Bestimmung des pH-Wertes erfolgte…