Raps wird hauptsächlich im Mittelland, zwischen Genf und dem Kanton Thurgau, angebaut. Mit einer Anbaufläche von 15’000 ha ist Raps eine der wichtigsten Ackerkulturen und spielt eine wichtige Rolle in der Fruchtfolge der Schweizer Landwirtschaft. Auf den meisten Flächen wird Winterraps angebaut, der ab Ende August ausgesät wird. Mehrere Nachbarländer, insbesondere Frankreich und Deutschland, haben…
Im «Systemvergleich Milchproduktion Hohenrain » wurden zwei Milchviehherden während drei Jahren auf einer identischen Fläche in unterschiedlichen Produktionssystemen verglichen. Höhere Einzeltierleistung und intensive Stallfütterung kennzeichneten das System «Stallherde», während für die «Weideherde » eine Vollweide mit saisonaler Abkalbung unter arrondierten Bedingungen betrieben wurde. Eine wirtschaftliche Bewertung der beiden Systeme aufgrund der Versuchsdaten zeigt folgende Ergebnisse:…
In den Jahren 2008 bis 2010 wurden im Projekt «Systemvergleich Milchproduktion Hohenrain» zwei unterschiedliche Milchproduktionssysteme – weidebetontes System versus Stallfütterung mit Gras- und Maissilagen – verglichen. Im vorliegenden Beitrag werden die Ergebnisse zur Milchqualität und saisonaler Milchproduktion dargestellt. Die Fett- und Eiweissgehalte variierten in der Milch der Weideherde im Laufe des Jahres viel stärker als…
Die Debatte über mögliche Auswirkungen gentechnisch veränderter (GV) Nutzpflanzen auf die Biodiversität zeigt, dass es bisher keinen Konsens über allgemein akzeptierte Bewertungskriterien für Umweltschäden gibt. Diese Debatte resultiert nicht primär aus zu wenig Daten, sondern eher aus einem Mangel an Kriterien zur Bewertung der Auswirkungen von GV Pflanzen auf die Biodiversität. Da exakte Bewertungskriterien fehlen,…
Ziel des Projektes war, unter gleichen Bedingungen und bei gleicher Futterfläche auf dem gleichen Landwirtschaftsbetrieb von 2008 bis 2010 zwei Strategien der Milchproduktion, die Stallhaltung (SH) und die Weidehaltung (WH), zu vergleichen. Im SH-System mit 15,8 ha landwirtschaftliche Nutzfläche (LN) (42,9 % Grassilage, 18,3 % Maissilage, 8,9 % Getreide, 18,4 % Proteinkraftfuttermittel, 5,8 % Weide,…
Die Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz- Tänikon ART und Changins-Wädenswil ACW prüften von 2008 bis 2010 in Sortenversuchen drei Sorten von Esparsette und fünf Sorten von Schotenklee auf ihre Anbaueignung. Dabei untersuchten wir folgende Eigenschaften: Ertrag an Trockensubstanz, Wachstumsgeschwindigkeit, Bestandesgüte, Konkurrenzkraft, Krankheitsresistenz, Überwinterung und Anbaueignung für höhere Lagen sowie Ausdauer. Um die Sorten bewerten und miteinander vergleichen…
Auf der Lysimeteranlage Bern-Liebefeld wurde zwischen 2002 und 2009 der Einfluss der Düngerform auf den Sickerwasseranfall und die Nährstoffauswaschung in einer Fruchtfolge untersucht. Mit rein organischer Düngung wurden leicht höhere Pflanzenerträge erzielt als mit rein mineralischer oder organisch-mineralischer Düngung. Dies dürfte unter anderem eine Folge davon sein, dass in einem Lysimeterversuch ein optimales Hofdüngermanagement möglich…
In der Liste für die Ernte 2012 werden 27 Sorten empfohlen. Darunter befinden sich die sechs neu aufgenommenen Sorten CH Camedo (Top), Suretta (I), Rainer (II), Bockris (Futterweizen) und Cambrena (Biskuit)
Um Dürrfutter ohne Verderb lagern zu können, muss dieses genügend trocken sein. Eine Alternative stellt der Einsatz von Konservierungsmitteln für Feuchtheu beim Pressen der Ballen dar. In zwei Versuchen wurde die Wirksamkeit der beiden Konservierungsmittel Schaumasil supra NK und KRONI 909.01 Stabisil zur Stabilisierung von Feuchtheu bei unterschiedlichen TS-Gehalten geprüft. Als Negativkontrollen wurden unbehandelte Varianten…
In einem Vollweidesystem mit Frühjahrs- Blockabkalbung wird die Wirtschaftlichkeit verschiedener Kuhtypen untersucht. Hierfür erfolgte eine Herdensimulationsrechnung auf Basis der Versuchsdaten des Projekts «Weidekuh- Genetik». Die Ergebnisse zeigen Einkommensdifferenzen zwischen null und 15 %. Umgerechnet auf das Kilogramm Milch liegen die Differenzen bei null bis fünf Rappen. Eindeutige Vorteile eines bestimmten Kuhtyps sind nicht auszumachen. In…
Im Rahmen einer Studie der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft wurde untersucht, welche Kooperationsformen in der Schweizer Waldwirtschaft bestehen und welche Faktoren die Gründung begünstigt haben. Generell wurde dabei eine grosse Vielfalt der Zusammenarbeitsformen festgestellt. Die Vielfalt betrifft dabei die Kooperationstiefe, die Wahl der Rechtsform und die Anzahl beteiligter Partner. Ein einzelnes «bestes» Modell konnte nicht…
Um Care Farming (das Erbringen von sozialen Dienstleistungen in der Landwirtschaft) besser zu verstehen und um vorhandene Potenziale besser zu erschliessen, führten die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz- Tänikon ART und die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) im Jahr 2010 drei Workshops mit Fachleuten aus unterschiedlichsten Berufsfeldern durch. Die Teilnehmenden der Workshops waren sich einig, dass…
Zukünftige Pflanzenschutzstrategien müssen wirksam, wirtschaftlich und umweltfreundlich sein. Mit der vorgestellten SustainOSMethodik kann die Nachhaltigkeit von Pflanzenschutzstrategien für den Apfelanbau untersucht werden. Die Methodik beinhaltet eine Systembeschreibung, einen Berechnungsschritt für Teilkriterien der Nachhaltigkeit und eine Aggregation der Teilkriterien zur Gesamtnachhaltigkeit. In einer Fallstudie wurde die Methode auf vier verschiedene Pflanzenschutzstrategien für die Schweizer Bodensee-Region angewendet.…
Im Rahmen des Interreg-Projektes «Betriebsmanagament Obstbau» zur Förderung von Betriebsmanagementfähigkeiten im Erwerbsobstanbau der Bodenseeregion konnten 90 Obstproduzenten aus Deutschland und der Schweiz ihre zukünftigen Herausforderungen ins Visier nehmen. Mithilfe der Aktionsforschung konnten diese Herausforderungen grenzüberschreitend mit der Bildung von Arbeitskreisen bearbeitet werden. Mit den erarbeiteten Informationen wird ein Leitfaden für Obstproduzenten der Bodenseeregion zusammengestellt. Der…
Von 2008 bis 2010 prüften die Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz-Tänikon ART und Agroscope Changins-Wädenswil ACW Neuzüchtungen und empfohlene Sorten von Rotschwingel und Kammgras hinsichtlich ihrer Anbaueignung. Die Beurteilung der Sorten beruhte auf systematischen Erhebungen von Ertrag, Güte des Bestandes, Jugendentwicklung, Konkurrenzkraft, Ausdauer, Toleranz gegenüber Wintereinflüssen, Resistenz gegen Blattkrankheiten sowie der Anbaueignung für höhere Lagen. Beim Kammgras…
In der Schweiz wurden von 2005 bis 2010 durchschnittlich über 50 000 Tonnen Saatgut und Pflanzgut pro Jahr produziert. Die Saatgutzertifizierung und das Saatgutprüflabor der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART tragen dazu bei, dass das in der Schweiz produzierte Saatgut qualitativ einwandfrei ist und die sortenspezifischen Eigenschaften über die Vermehrungsschritte bis hin zum Saatguteinsatz erhalten bleiben.…
Die meisten Nutz- und Wildpflanzen bilden eine Symbiose mit einer speziellen Gruppe von Bodenpilzen, den Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM-Pilze). AM-Pilze übernehmen in allen von Pflanzen besiedelten Ökosystemen wichtige Funktionen. Sie bilden ein engmaschiges Pilzfadengeflecht im Boden und geben lebensnotwendige Nährstoffe aus dem Boden an die Pflanzen weiter und schützen diese gegen Stress und Trockenheit. Sie reduzieren…
Hinter abstrakten Namen von Forschungsprojekten wie AgriMontana, AlpFUTUR, Fusaprog, ProfiLait, Agrar- Umwelt-Monitoring stehen ganz konkrete Beispiele der aktuellen landwirtschaftlichen Forschung von Agroscope. Sie zeigen im Einzelnen, dass der Ansatz der problemorientierten Systemforschung von Agroscope einen Mehrwert für Forschung, Gesellschaft, Politik, Verwaltung und die landwirtschaftliche Praxis schafft.
Frauen in der Landwirtschaft – Aktuelle Debatten aus Wissenschaft und Praxis: Zu diesem Thema fand vom 27. bis 29. Januar 2011 eine internationale Tagung am Geografischen Institut der Universität Bern statt. 150 Frauen aus dem deutschsprachigen Raum (CH, D, A und Südtirol) nahmen daran teil. Interessante Beiträge zu geschlechtsspezifischen, arbeitswirtschaftlichen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Aspekten wurden…
Am Beispiel der Extension Obst wird aufgezeigt, wie die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW seit 2004 die Kunden des praxisnahen Versuchswesen bei Spezialkulturen in einem strukturierten Prozess in die jährliche Priorisierung und Evaluation der Projekte erfolgreich einbezieht. Die Extension muss die ganze thematische Breite von Sorten und Anbausystemen über produktionstechnische Fragen, Pflanzenschutz und Ertragsphysiologie bis hin…
Im Rahmen eines dem Getreidefruchtwechsel gewidmeten Langzeitversuchs wurden die seit 1967 bereits erforschten Faktoren Fruchtfolge und Bodenbearbeitung während drei Jahren (2006, 2008 und 2010) durch die Faktoren Sorte und Fungizidschutz ergänzt. Ziel war es, die Einflüsse des Anbausystems auf das Vorkommen von Krankheiten bei Winterweizen zu beurteilen und die Auswirkungen auf den Ertrag zu diskutieren.…
Ziel dieses Versuchs war es, die Schweizer Milchkuhrassen Holstein-Friesian (CH HF), Fleckvieh (CH FV) und Brown Swiss (CH BS) in Weidesystemen mit Blockabkalbung Ende Winter hinsichtlich Produktions-, Fruchtbarkeitsund Gesundheitsleistungen mit neuseeländischen Holstein-Friesian (NZ HF) zu vergleichen, die als Referenz für diesen Systemtyp gewählt wurden. Von 2007 bis 2009 wurden auf 15 Praxisbetrieben NZ HF Kühe…
Mit dem Ziel eine Gesamtsicht über die Beziehungen zwischen Klima und Landwirtschaft zu gewinnen, kommende Herausforderungen und Chancen durch den Klimawandel frühzeitig zu erkennen und daraus entsprechende Schritte ableiten zu können, wurde vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) unter breiter Mitwirkung eine Klimastrategie erarbeitet..
In den Jahren 2008 bis 2010 prüften die Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz- Tänikon ART und Agroscope Changins-Wädenswil ACW in vergleichenden Sortenversuchen an sieben Standorten insgesamt 18 Sorten von Wiesenschwingel, darunter 13 Neuzüchtungen. Die Beurteilung der Sorten beruhte auf systematischen Erhebungen von Ertrag, Güte des Bestandes, Jugendentwicklung, Konkurrenzkraft, Ausdauer, Toleranz gegenüber Wintereinflüssen, Resistenz gegen Blattkrankheiten, verdaulicher organischen…