Der durchschnittliche Weizenertrag in der Schweiz ist von 13dt/ha im Jahre 1850 auf heute 60dt/ha gestiegen. Diese Studie befasst sich mit dem Faktor Weizensorte in dieser beeindruckenden Ertragssteigerung. Die Erträge, die Ertragskomponenten und die Stickstoffeffizienz von sieben Schweizer Weizensorten, die zwischen 1926 und 2003 in den Sortenkatalog aufgenommen wurden, sowie die Französische Sorte Caphorn (2001)…
Anhand der Analysendaten von 1077 Dürrfutterproben, die im Rahmen der AGRIDEADürrfutterenquête 2005 bis 2009 anfielen, wurden statistische Effekte der Faktoren Jahrgang, Region, Höhenlage und botanische Zusammensetzung auf Nährwertbestimmende Inhaltsstoffe, Mineralstoffe und Spurenelemente von belüftetem Dürrfutter untersucht. Die Resultate zeigen einen signifikanten Einfluss der Region auf die Mehrheit an Inhaltsstoffen des Dürrfutters, mit Ausnahme von Kupfer.…
Bei den hochwachsenden Gewächshauskulturen Tomaten, Gurken, Auberginen und Paprika ist zur Zeit für die Praktiker unklar, wie sie die Dosierung der Fungizide, Insektizide und Akarizide an die wachsenden Kulturen anpassen sollen. In den meisten Fällen stellt die Blattfläche der Kultur die Zielfläche für den Einsatz von Produkten gegen Schädlinge und Pilzkrankheiten dar. Erste Messungen zeigen,…
Untersuchungen des biologisch produzierten Getreide-Saatgutes der letzten 15 Jahre haben gezeigt, dass der Kontrolle samenbürtiger Krankheiten eine grosse Bedeutung zukommt. Der Krankheitsdruck hängt von jährlichen, witterungsbedingten Schwankungen ab. Der Befall mit Stink- und Zwergbrand (Tilletia caries / T. controversa) hat aber in den letzten Jahren zugenommen. Bei Dinkel trat vor allem der Stinkbrand und bei…
Mit Pastor steht für die Schweizer Landwirtschaft zum ersten Mal eine Sorte von Rotklee zur Verfügung, die speziell auf Weideeignung gezüchtet und geprüft wurde. Pastor geht auf Kreuzungen zwischen einem aus dem Kanton Jura stammenden Ökotyp und Zuchtmaterial des Mattenklees zurück. Die neue Sorte zeichnet sich durch niedrigeren, flacheren Wuchs und kleinere Blätter als herkömmlicher…
Vernetzungsprojekte sollen Qualität und Vernetzung der ökologischen Ausgleichsflächen (öAF) verbessern. Wir untersuchten die Auswirkungen eines solchen Projektes in der Wauwiler Ebene (LU) auf die Verbreitung der Feldgrille (Gryllus campestris) und der Grossen Goldschrecke (Chrysochraon dispar). Die Vorkommen beider Arten sowie acht Habitatvariablen wurden kartiert. Es zeigte sich, dass für beide Arten die Vernetzung der öAF…
Der Versuch hatte zum Ziel, die Schweizer Rassen Holstein, Fleckvieh und Brown Swiss mit derjenigen neuseeländischer Holstein- Friesian auf Vollweidebetrieben mit saisonaler Abkalbung Ende Winter zu vergleichen. Die zwei Holsteintypen wiesen die besseren Milchleistungen auf, die Schweizer Fleckvieh des Versuchs dagegen eine optimale Fruchtbarkeit. Die Schweizer Holstein ist auch in Low-Input-Systemen eine effiziente Milchkuh, sie…
Schweizer Käser sind regelmässige Preisträger bei internationalen Wettbewerben. Es ist in der Fachwelt breit anerkannt, dass die mikrobiellen Kulturen aus dem Liebefeld massgeblich zu dieser Erfolgsgeschichte beitragen. Dank der Verwendung von Kulturen mit Bakterien der ursprünglichen Biodiversität aus dem Herkunftsgebiet kann auch die Verbindung der traditionellen Schweizer Käsesorten zu ihrem Terroir wesentlich verstärkt werden. Im…
Die Abnahme der Mostapfelbestände, mit verursacht durch den Feuerbrand, gefährdet zunehmend die Versorgung der Mostereien mit qualitativ hochwertigen Schweizer Mostäpfeln. Feuerbrandrobuste Sorten sind zentraler Bestandteil eines nachhaltigen Feuerbrand-Managements, stellen die Versorgung mit hochwertigem Schweizer Mostobst sicher und helfen mit, den landschaftsprägenden und ökologisch wichtigen Feldobstbau langfristig zu erhalten. In einem zunehmend liberalisierten Marktumfeld sind hohe…
Zwischen 2008 und 2010 führte die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART ein erstes schweizweites Körnermais-Monitoring mit Proben aus der Praxis durch. Ziel der dreijährigen Studie war es einerseits, das Vorkommen und die Bedeutung der verschiedenen Fusarium-Arten abzuklären, um das mögliche Mykotoxin-Risiko abzuschätzen. Andererseits sollten Anbaufaktoren, welche den Befall beeinflussen, identifiziert werden, um Empfehlungen zur Vermeidung von…
ProfiGemüse CH ist ein integriertes Projekt von ProfiCrops und hat zum Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Gemüseproduzenten zu stärken. Dies wird erreicht, indem die Beschaffung von produktionstechnischem und betriebswirtschaftlichem Wissen und dessen Transfer in die Praxis gefördert wird. Die Vernetzung vorhandener Kompetenzen bei den Partnern in Forschung und Beratung steht dabei im Vordergrund. So können…
Die Grüne Salatlaus, Nasonovia ribisnigri (Mosley), ist in Mitteleuropa die wichtigste Blattlausart an Salaten im Freiland. Der Anbau von Sorten mit Resistenz gegenüber dieser Blattlausart (Nr:0-Resistenz) war europaweit ein wichtiges Element ihrer Bekämpfung, bis es zum Durchbruch dieser Resistenz kam. Ab dem Jahr 2007 trat ein neuer Biotyp der Grünen Salatlaus auf, der die Nr:0-Resistenz…
Die Rapsglanzkäferbekämpfung ohne Insektizide ist eine grosse Herausforderung für die ökologische Landwirtschaft. Für die Bioproduktion und für den Anbau gemäss den Richtlinien von IP-SUISSE stehen derzeit keine wirksamen Bekämpfungsmöglichkeiten zur Verfügung. Zur Abschätzung des Potenzials mikrobieller Schädlingsbekämpfungsstrategien wurde ein Verfahren auf der Basis eines insektentötenden Pilzes geprüft. Einheimische Isolate von Beauveria bassiana, welche als natürliche…
Nutzen und Umweltrisiken von gentechnisch verändertem (GV) Sommerweizen mit verbesserter Mehltauresistenz wurde von einem Verbund Schweizer Forschungsgruppen von 2008 bis 2010 an zwei Standorten im Freiland untersucht. GV Weizenlinien mit spezifischer Resistenz gegen Mehltau und allgemeiner Pilzresistenz wurde mit Kontrolllinien, kommerziellen Weizensorten sowie Gerste und Triticale verglichen. Neben der Mehltauresistenz wurden die Auswirkungen auf Insekten…
Durch einen gezielten Einsatz von wirksamen Siliermitteln können die Nachgärungen verhindert werden. Die Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP hat das Siliermittel Schaumasil supra NK bei Silomais zur Verbesserung der aeroben Stabilität geprüft. Zusätzlich wurde neben einer Negativkontrolle ohne Zusatz auch eine Positivkontrolle mit Luprosil mitberücksichtigt. Die Versuche wurden mit Silomais der Sorte Amadeo mit Trockensubstanz (TS)-Gehalten…
Die Regenwürmer verbessern mit ihrer Tätigkeit die Bodenfruchtbarkeit. Die höchsten Regenwurmpopulationen im Landwirtschaftsareal findet man in mehrjährigen Wiesen. Die Auswirkungen der Bodenbearbeitungsart und -intensität auf die Regenwurmpopulation wurden in den zwei langjährigen nbausystemversuchen Burgrain (Alberswil LU) und Hausweid (Aadorf TG) untersucht. In einer sechsjährigen Fruchtfolge zeigten sich auf Burgrain in den Verfahren IP-Mulchsaat bei Raps…