Boswil ist eine kleine Gemeinde im aargauischen Freiamt. Eine Gesamtmelioration berücksichtigt die verschiedenen Interessen von Raumplanung, Ökologie und Landwirtschaft.
Seit vielen Jahren werden an der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW neue Apfelsorten gezüchtet. Dabei werden Sorten angestrebt, die robust und krankheitstolerant sind und möglichst wenig Pflanzenschutz benötigen. Bei den zwei Neuzüchtungen ACW 6375 und ACW 11907 stehen Entscheidungen zur Markteinführung bevor. Deshalb wurde anhand von zwei Konsumententests, einem in der deutschen Schweiz und einem in…
Ende 2010 wurde das EU-Projekt ENDURE (European Network for the Durable Exploitation of Crop Protection Strategies) abgeschlossen. Im vierjährigen Projekt wurde ein Kompetenzzentrum aufgebaut, mit dem langfristigen Ziel, als Anlaufstelle und Plattform für Fragen des nachhaltigen Pflanzenschutzes in der EU zu dienen. Agroscope war für das Teilprojekt zur Beurteilung der Nachhaltigkeit von Pflanzenschutzsystemen verantwortlich. Neben…
Bei der Zertifizierung von Bio-Weizensaatgut wird oft die erforderliche Keimfähigkeit nicht erreicht. Dies ist häufig auf einen zu starken Krankheitsbefall mit dem Erreger des Schneeschimmels, Microdochium nivale, zurückzuführen. Mit einer Warmwasserbehandlung könnte der Befall auf dem Saatgut wirksam bekämpft werden. Wegen des hohen energetischen Aufwands für die Rücktrocknung konnte sich dieses Verfahren in der Praxis…
Mit der Publikation der Umweltziele Landwirtschaft UZL liegen erstmals verbindliche Zielwerte für die Artenvielfalt im Kulturland vor. Wir präsentieren einen neu entwickelten Index, der die Bestandsentwicklung der Brutvögel gemäss UZL und damit einen Teilbereich der UZL-Zielerreichung abbildet. Die Situation der Brutvogelbestände im Kulturland ist nach wie vor kritisch. Zwar verläuft der Index für die als…
Die Wiederkauaktivität gilt als wichtiger, nicht invasiv messbarer Parameter für die Früherkennung von Stoffwechselproblemen bei Wiederkäuern. Herkömmliche Wiederkausensoren weisen vor allem beim Einsatz im Stallbereich Nachteile auf. Der neu entwickelte ART-Wiederkausensor enthält einen Nasenbandsensor bestehend aus einem mit Flüssigkeit gefüllten Schlauch und Drucksensor, einem Datalogger und der Software für die Auswertung. Die Daten werden über…
An der 28. internationalen Konferenz der Hortikulturwissenschaften (www.ihc2010.org) haben sich Ende August in Lissabon 3�500 Forschende und Vertreterinnen und Vertreter der Vor- und nachgelagerten Bereiche der Hortikultur aus Europa, Amerika, Afrika, Asien und Ozeanien getroffen. Die Konferenz wird alle vier Jahre durch die International Society of Horticultural Science (ISHS; siehe www.ishs.org) organisiert. Wissenschaftler der Forschungsbereiche…
Der Strukturwandel in der Schweizer Landwirtschaft, unter anderem der sinkende Milchpreis, veranlasst viele kombinierte Milchvieh-Ackerbaubetriebe zur Aufgabe der Milchproduktion. Dadurch werden die Kunstwiesenjahre innerhalb der Fruchtfolge nicht mehr benötigt, was negative Konsequenzen auf die biologische Stickstofffixierung (Weissklee), die Bodenstruktur und die Erosion haben kann. Die Fleischproduktion auf Kunstwiesenflächen während der Vegetationsperiode könnte ein möglicher Betriebszweig…
Im weiterentwickelten Direktzahlungssystem sind neu Versorgungssicherheitsbeiträge vorgesehen. Diese bezwecken die optimale Nutzung des natürlichen Produktionspotenzials und sollen so zur Erhaltung der Produktionskapazität der Schweizer Landwirtschaft beitragen. Voraussetzung für die Ausrichtung von Versorgungssicherheitsbeiträgen auf dem Grünland ist ein Mindesttierbesatz an raufutterverzehrenden Grossvieheinheiten (GVE) pro Hektare. Negative Auswirkungen der heutigen Tierbeiträge können mit dem neuen Direktzahlungsinstrument reduziert…
Neun Jungsauen erhielten ab 80 kg Lebendgewicht ein Alleinfutter, das 2 mg Deoxynivalenol (DON) und 0,4 mg Zearalenon pro kg enthielt. Im Vergleich zu den Kontrollsauen ohne Mykotoxinbelastung wuchsen sie bis 100 kg Lebendgewicht langsamer. Die Mykotoxinbelastung beeinflusste jedoch weder den Eintritt der Geschlechtsreife noch die Fertilität der Jungsauen. Im zweiten Versuch erhielten Altsauen während…
Die Landwirtschaft trägt ungefähr 11 % zu den Treibhausgas Emissionen in der Schweiz bei. Eine Möglichkeit, die Klimabilanz der Landwirtschaft zu verbessern, stellen Agroforstsysteme dar. Agroforstsysteme sind eine Kombination einer verholzenden Dauerkultur mit einer Ackerkultur oder mit Grünland auf derselben Fläche. Ein Vorteil von Agroforstsystemen ist die Möglichkeit, CO2 zu sequestrieren. Das CO2 wird dabei…
In zwei vierwöchigen Fütterungsversuchen mit je 90 Absetzferkeln wurden der Einfluss unterschiedlicher Aminosäure-Versorgung und der Valin:Lysin Verhältnisse auf die Leistung und Gesundheit von Ferkeln getestet. Beide Versuche waren als Blockversuch mit drei Varianten und sechs Wiederholungen (insgesamt 18 Buchten mit je fünf Ferkeln) aufgebaut. In den beiden Versuchen wurden folgende Futtervarianten verglichen; Versuch 1: (i)…
Der Rüsselkäfer Sitona lineatus L. besiedelt vereinzelt im Frühling die Eiweisserbsenkulturen und schädigt das Wurzelsystem. Um die Wirksamkeit einer Insektizidbehandlung gegen diesen Schädling verbessern zu können, wurden dessen zeitliche und räumliche Dynamik sowie die Wirkung einer Insektizidbehandlung in einer Erbsenkultur mittels Aufsaugmethode und Fallenfang untersucht. Der Erbsenblattrandkäfer erschien beim Auflaufen der Erbse, das heisst nach…
Für die Abschätzung der Düngerbemessung von Phosphor und Kalium ist die Extraktion mit CO2-gesättigtem Wasser eine der schweizerischen Referenzmethoden. Laborexperimente zeigen, dass die Wechselwirkung von CO2, Calcium, Phosphat und den schwerlöslichen Calcium-Phosphaten sowie Kalk eine wesentliche Rolle spielt. Da auch die Bodenluft erhöhte CO2-Gehalte aufweist, beeinflussen diese Lösungsgleichgewichte auch auf dem Feld die unmittelbare Pflanzenverfügbarkeit…
Die Pilze der Gattung Fusarium sind gefährliche Krankheitserreger für Pflanzen und Menschen. Die Infektionen, die sie hervorrufen, sprechen schlecht auf herkömmliche Behandlungen an. In einem innovativen Ansatz prüfen Forschende Möglichkeiten, die chemischen Substanzen, die in der Kriegsführung zwischen Pilzen zum Einsatz kommen, zur Pilzbekämpfung in der Medizin wie auch in der Agronomie zu nutzen. Dieses…
Die Brunsterkennung beim Milchvieh ist in vielen Betrieben zu einem Problem geworden. Kühe mit steigender Milchleistung zeigen die Brunst immer undeutlicher und die Hauptbrunst wird immer kürzer. Obschon bereits vor 30 Jahren die ersten Hilfsmittel eingesetzt wurden, hat sich bis heute kein sicheres automatisches Brunsterkennungssystem etablieren können. Viele Ansätze sind zu kompliziert und erleichtern die…
Die schweizerische Rindfleischbranche versteht unter Verwachsung der Unterspälte (VUS) einen Qualitätsmangel an einem Stotzenmuskel, dem biceps femoris (BF) oder gluteobiceps, der hauptsächlich für die Herstellung von Trockenfleisch verwendet wird. Dieses in letzter Zeit häufigere Problem ist seit Jahrzehnten bekannt. Die Ursachen dafür sind jedoch bis heute unbekannt. Aus diesem Grund hat die Fleischbranche einen Forschungsauftrag…
Im Rahmen des Informationsnetzes landwirtschaftlicher Buchführungen der Europäischen Union wird ab 2010 der Standardoutput zur Klassifizierung von landwirtschaftlichen Betrieben verwendet. Als monetäre Grösse beschreibt der Standardoutput den durchschnittlichen Geldwert der landwirtschaftlichen Erzeugung zu Produzentenpreisen. Um die Buchhaltungsergebnisse der Schweizer Landwirtschaft weiterhin mit denjenigen der EU-Länder vergleichen zu können, muss das Konzept des Standardoutputs auf die…
Ziel dieser Studie, die anhand eines von AGRIDEA betreuten Netzes von Pilotbetrieben in der Westschweiz und im Tessin durchgeführt wurde, ist es, eine synthetische Übersicht über die Entwicklung der Pflanzenschutzpraxis im Ackerbau zu liefern. Für die Praxisbewertung wurden die Anzahl Interventionen in den einzelnen Kulturen, die Anzahl Applikationen und die Menge Wirkstoff pro Hektar berücksichtigt.…
In dieser Arbeit wird das Prinzip der ökonomisch optimalen N-Düngung (Nopt) erläutert. Es erlaubt die quantitative Ableitung von Stickstoffdüngungsnormen anhand von N-Düngungsversuchen. Das so gefundene optimale Niveau der N-Düngung stellt einen guten Kompromiss dar zwischen den ökonomischen und ökologischen Zielen des Ackerbaus. Im Rahmen der Arbeiten für die ‚Grundlagen der Düngung im Acker- und Futterbau…
Die in vitro-Produktion von Kartoffel-Mikroknollen umfasst verschiedene Etappen: Heranwachsen der Mikropflanze, Auslösung der Ausläuferbildung und Knollenbildung. Während der Knollenbildungsphase ist es möglich, bezüglich Gewicht und Grösse qualitativ hochwertige Mikroknollen zu entwickeln: Der hier beschriebene Versuch zeigt, dass die Qualität des erzeugten Materials sich noch verbessert, wenn die Tuberisation über die 16 Wochen in vitro-Kultivierung hinaus…
In den 2008 gestarteten Agroscope Forschungsprogrammen werden nach zweieinhalb Jahren Laufzeit immer mehr Projektergebnisse sichtbar. Parallel dazu erarbeiten die in den Programmen eingebundenen Projekte gemeinsam erste Syntheseprodukte. Neben den laufenden Forschungsaktivitäten hat zudem die Weiterentwicklung der Programme im Hinblick auf das Arbeitsprogramm 2012-2013 begonnen.