Forstfachleute müssen Jahrzehnte voraus planen und Szenarien des Klimawandels berücksichtigen. Auch Sturm- und Käferkatastrophen können zur Notwendigkeit führen, den Wald vorzeitig und rasch zu verjüngen. Als Alternative zu klassischen Pflanzungen wird ein innovatives Waldsaatverfahren vorgeschlagen. Getüftelt wurde mit gängigen landwirtschaftlichen Geräten wie Druckfässern, Pumpen, Schlauchhaspel und Wasserwerfer mit Dosiergerät. Die Idee: Das Saatgut wird mittels…
Der traditionelle qualitative Nachweis von Yarwood für die bodenbürtigen Schadpilze Chalara elegans (synanamorph: Thielaviopsis basicola) und C. thielavioides (synanamorph:Chalaropsis thielavioides) in Böden und Substraten wurde modifiziert, um quantitative Aussagen zur Populationsdichte der Pilze in Böden zu ermöglichen. Erste Ergebnisse unabhängig wiederholter Untersuchungen verschiedener Böden zeigen eine gute Wiederholbarkeit über die Zeit mit akzeptablem Streuungswerten für…
Nachbauprobleme im Obstbau äussern sich in schwachem Wuchs und reduziertem Ertrag bei einer Wiederbepflanzung mit der gleichen Obstart. Solche Symptome sind seit langem bekannt und können verschiedene Ursachen haben. Eine Umfrage der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW bei kantonalen Obstfachstellen zeigte, dass in der Schweiz, wie in anderen Ländern auch, der Apfelanbau in zunehmendem Mass von…
Die Kohlhernie verursacht im Gemüseanbau bei Kulturarten aus der Familie der Cruciferae in steigendem Masse Ertragsausfälle. In den Jahren 2007 und 2008 wurde am Standort Wädenswil auf einer stark mit Kohlhernie verseuchten Fläche mit einem pH-Wert von 6.8 bei Weisskohl die Wirkung von Kalkstickstoff in unterschiedlichen Aufwandmengen und Einsatzstrategien geprüft. Bei einzelnen Verfahren kam Kalkstickstoff…
Eine kürzlich an der ETH Zürich abgeschlossene Studie zeigt, dass die Entwicklung der landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen aus der Schweizer Landwirtschaft auch in der näheren Zukunft in erster Linie von der Entwicklung der Tierbestände abhängig sein wird. Der Einsatz technischer Reduktionsmassnahmen dürfte angesichts der relativ hohen Vermeidungskosten beim aktuellen Stand der Technik – zumindest für das nächste…
In dem als ‚Kyoto-Wiese‘ bekannten Versuch bei Oensingen wird neben dem Kohlenstoff-Haushalt seit 2006 auch der gesamte Stickstoff-Haushalt einer gedüngten und einer ungedüngten Mähwiese untersucht (nach Umwandlung von Ackerland im Jahr 2001). Dabei wird der Ein- und Austrag von Stickstoff in den verschiedenen möglichen Formen gemessen. Obwohl der Stickstoffeintrag in die ungedüngte Wiese viel geringer…
Die Futterpreise sind wichtige Bestimmungsfaktoren des Kraft- und Grundfuttereinsatzes in der Milchviehhaltung. Berechnungen mit dem Modellsystem SILAS zeigen, dass bei weiteren Zollsenkungen und damit günstigeren Preisen für Kraftfuttermittel deutlich höhere Kraftfuttergaben wirtschaftlich werden. Nachhaltigkeitsanalysen, welche neben den ökonomischen gleichzeitig die sozialen und ökologischen Auswirkungen mit einbeziehen, ergeben für moderate Preissenkungen (bis zu 65 Franken je…
Die gesteigerte Nachfrage nach gesunden tierischen Produkten bei knapper werdenden Ressourcen und zunehmendem ökonomischem und ökologischem Druck, wird als eine der grossen Herausforderungen für die Tierproduktion der nächsten Jahrzehnte angesehen. Tierzucht- und Genetikforschung sind auch in der Schweiz gefordert ihren Beitrag zu leisten. Das selektive Anpaaren von Elterntieren stellt einen entscheidenden Schritt ganz am Anfang…
Die beiden Siliermittel Silostar Protect und Alltech Fireguard WS wurden im im Hinblick auf die Verbesserung der aeroben Stabilität bei Maissilagen geprüft. Zusätzlich wurde neben einer Negativkontrolle ohne Zusatz auch eine Positivkontrolle mit Propionsäure mitberücksichtigt. Die Versuche wurden mit Silomais der Sorte Amadeo bei drei Trockensubstanz(TS)-Gehalten zwischen 25 und 42 % TS in Laborsilos zu…
Diese Studie hatte das Ziel, im Berggebiet produziertes Rindfleisch zu charakterisieren. Insgesamt wurden 88 Rinder der robusten Schweizer Eringer-Rasse miteinander verglichen, die von extensiven Grünlandbetrieben in den Alpen (1200 und 1800 m ü.M.) und im Jura (1200 m) stammten sowie von einem Betrieb, welcher in der Talgebiet Intensivmast ohne Grünfutter betreibt. Das in mittlerer Höhe…
Dieser Teil des PASTO-Projektes hatte zum Ziel, ein extensives Produktionssystem für Betriebe des Bergebietes zu entwickeln, das eine Doppelfunktion erfüllen soll: Rindfleischproduktion (kommerziell) und Landschaftspflege (nicht-kommerziell). Als Vergleichbasis dient ein konventionelles System. Das Projekt basiert auf der Verwendung der Eringer-Rasse in Mutterkuhhaltung. Diese wurde ausschliesslich im Berggebiet gehalten: einerseits im Jura (Basisversuchsbetrieb) und anderseits zur…
Auf der Suche nach der idealen Weidekuh lancierte die SHL Zollikofen zusammen mit der KTI, der IG Weidemilch, Swissgenetics und weiteren Partnern im Jahr 2007 das Projekt „Weidekuh-Genetik“. In diesem Projekt werden aus Irland importierte Holstein-Kühe mit neuseeländischem Vater und Grossvater (Mutterseite) mit den drei Schweizer Milchviehrassen Braunvieh, Fleckvieh und Holstein bezüglich ihrer Vollweidetauglichkeit verglichen.…
Seit 30 Jahren werden im DOK-Versuch in Therwil BL biologische und konventionelle Anbausysteme, die sich hauptsächlich in der Düngung und im Pflanzenschutz unterscheiden, verglichen. Dabei werden die drei Systeme biologisch-dynamisch (D), organisch-biologisch (O) und konventionell (K) sowie die beiden Zusatzverfahren, konventionell nur mineralisch gedüngt (M) und ungedüngt (D0), nebeneinander angebaut. Die Parzellen D, O, K…
Die vorliegende Studie hatte das Ziel, Feldproben von Agroscope ART Reckenholz mittels Röntgen-Fluoreszenzspektrometrie (RFS) zu analysieren und die Resultate mit denen anderer analytischer Methoden für die Charakterisierung des Bodens zu vergleichen. Die Erarbeitung von Homogenitätskriterien soll es erlauben, in einer Ackerparzelle homogene Bodeneinheiten für einen Langzeitversuch zu lokalisieren. Vorerst wurde eine Methode zur Bestimmung des…
Ökobilanzierungen basieren auf einer Vielzahl von Datenbanken in den Bereichen Energie, Transport, Entsorgung, Chemikalien, landwirtschaftliche Prozesse und Einrichtungen. Die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART hat die landwirtschaftsspezifischen Daten im Bereich der Gebäude erweitert. Der Vergleich von vier verschiedenen Milchviehställen zeigt, dass mit der Wahl eines Mehrgebäudelaufstalls in einfacher Konstruktionsart die Umweltwirkungen in der Inputgruppe Gebäude auf…
Anhand eines Fokusgruppen-Gesprächs wurde die Wahrnehmung von Kooperationsformen untersucht. Beteiligt waren sechs Betriebsleiter aus einem Futterbaugebiet im Raum Ostschweiz. Obschon die gesammelten Aussagen nicht verallgemeinert werden dürfen, erschliessen sie Einstellungen und Denkschematas: Die Betriebsleiter betrachten die intensiveren Kooperationsformen – Betriebszweig- und Betriebsgemeinschaft – differenziert und sehen ihre Vor- und Nachteile. Letztere überwiegen und es zeigt…
Die Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz-Tänikon ART und Agroscope Changins-Wädenswil ACW führten von 2006 bis und mit 2008 an sechs beziehungsweise sieben Standorten Sortenversuche mit Rohrschwingel (Festuca arundinacea Schreber) und Timothe (Phleum pratense L.) durch. Hierfür haben wir folgende Eigenschaften systematisch erhoben: Ertrag, Jugendentwicklung, Güte des Bestandes, Konkurrenzkraft, Resistenz gegen Blattkrankheiten, Überwinterung, Ausdauer und verdauliche organische Substanz .…
aAuf zwei Direktsaat-Betrieben wurden in den Jahren 2007 und 2008 in drei Versuchen neun Winterweizensorten bezüglich Fusarium-Befall und Deoxynivalenol (DON)-Gehalt untersucht. Die Versuche waren Teil einer Studie über die Machbarkeit von Sortenversuchen in Kleinparzellen in Direktsaatsystemen. In diesem Artikel wird vor allem die Fusarium- und Mykotoxinsituation beleuchtet. 2007 fielen die Sorten Caphorn und Tapidor in…
In einer zweijährigen Untersuchung wurden Ernteproben von Praxis-Weizenfeldern der Schweiz auf den Befall durch verschiedene Fusarium-Arten untersucht und die Anbaudaten mit erfasst. In drei Viertel der Proben wurde zusätzlich das Mykotoxin Deoxynivalenol (DON) gemessen. In den 248 Proben aus 16 Kantonen waren drei Fusarium-Arten dominant: F. graminearum, gefolgt von F. poae und F. avenaceum. Der…
Erstmalig in der Schweiz wurden in einer zweijährigen Untersuchung an verschiedenen Standorten der natürliche Fusarium-Befall und die Fusarium-Artenhäufigkeit auf Körnermais erhoben. Dazu wurden Sortenversuche an zwei Standorten in der Ost- und an je einem Standort in der West- und Südschweiz beprobt. Zwischen 0,4 und 49,7 Prozent der Maiskörner wiesen Fusarienbefall auf und zwischen 24,2 und…
Die Rasse Schwarzbraunes Bergschaf (SBS) zeichnet sich vor allem durch eine gute Reproduktionsleistung und seine Asaisonalität aus. In der vorliegenden Arbeit wurden Herdebuchdaten der Rasse SBS aus den letzten 21 Jahren (1987 bis 2008) ausgewertet. In dieser Zeitperiode wurden phänotypisch die Reproduktionsleistungen mit Ausnahme der Zwischenlammzeit leicht verbessert, die durchschnittlichen Gewichtszunahmen bis zum 30. Tag…
Ende 2008 konnte das KTI-Projekt �Pflanzenöl-Blockheizkraftwerk� des Bereiches Agrartechnik der SHL und seiner Wirtschafts- und Förderpartner erfolgreich abgeschlossen werden. Mit der Verarbeitung von NawaRo-Raps aus dem Lyssbachtal hat das Referenzvorhaben den geschlossenen Nischenenergiekreislauf zur Förderung der ländlichen Region exemplarisch verwirklicht und hinterlässt zwei bleibende Werte: Eine ausgefeilte Klein-Ölmühle zur Gewinnung des Rapsölkraftstoffes (RK), in der…
In einem Langzeitversuch auf dem Landwirtschaftsbetrieb Burgrain in Alberswil (LU) wurde der Ertrag, die Qualität und Gesundheit des Erntegutes von Winterweizen der drei Anbausysteme ‚Biologisch‘, ‚IP-Extensiv‘ und ‚IP-Intensiv‘ verglichen. Beim Anbausystem ‚Biologisch‘ wurde gepflügt, mit Hofdünger gedüngt und das Unkraut mit dem Hackstriegel reguliert. Bei ‚IP-Extensiv‘ wurde der Weizen pfluglos angebaut; die Gülledüngung mit Ammonsalpeter…
Im Rahmen der Apfelzüchtung und in Lagerversuchen erforscht die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW seit vielen Jahren die qualitätsbestimmenden Faktoren neuer Sorten und den Einfluss von verschiedenen Lagertechniken auf die Endproduktqualität von Tafeläpfeln. Neben den klassischen Qualitätseigenschaften Festigkeit, Zucker- und Säuregehalt ist für die Akzeptanz von Tafeläpfeln bei Konsumentinnen und Konsumenten v.a. das Aroma von grosser…
Mit Kulturpflanzen verwandte Wildarten (crop wild relatives, CWR) können als Wildpflanzen definiert werden, die mit Kulturpflanzen mehr oder weniger nahe verwandt sind und mit letzteren Gene austauschen können. CWR sind somit ein wichtiger Teil des Genpools von Kulturpflanzen. Sie besitzen ein hohes Potenzial für die Zucht von Kulturpflanzen oder für die Nutzung als neue Kulturpflanzen.…
Es existieren nur wenige Analysen über den Fleischmarkt der Eringerrasse und dessen Entwicklungspotentials. Dieser Artikel verweist auf die Situation einer starken Nachfrage gegenüber einem ungenügenden Angebot. Nahe die Hälfte des Produktevolumens fliesst in die Selbstversorgung der Tierhalter oder deren Vermarktung in der nahen Umgebung, obwohl eine Konsumentenumfrage zeigt, dass die Nachfrage und die Zahlungsbereitschaft für…