Archiv

2,826 Beiträge

Agrarwirtschaft

Schenk A.

Akzeptanz von Bewirtschaftungsverträgen für Trockenstandorte

Trockenwiesen- und -weiden gehören in der Schweiz zu den gefährdeten Biotopen. Im Rahmen dieser Untersuchung, einem Begleitprojekt zu der vom Bund durchgeführten Inventarisierung der Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung¹, stand die Frage im Zentrum, welche Faktoren die Entscheidung der Bewirtschafter im Zusammenhang mit einem Vertragsabschluss für solche Flächen beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen, dass neben…
Umwelt

Nievergelt J.

Nitrat und Fruchtfolgen 20 Jahre lang beobachtet

Die Auswertung des Datenmaterials zur Nitratkonzentration im Sickerwasser der Lysimeteranlage Zürich-Reckenholz von 1981 bis 2000 ergibt, dass die Kulturübergänge im Nachsommer entscheidend sind für die Nitratkonzentration im Sickerwasser unter Fruchtfolgen. Die Menge Bodenstickstoff, die in mineralisierter Form vor der winterlichen Vegetationsruhe im Bodenprofil vorhanden ist, hängt einerseits ab vom Entzug des mineralischen Stickstoffes aus Düngung,…
Pflanzenbau

Daccord R., Arrigo Y., Jeangros B., Scehovic J., Schubiger F.X., Lehmann J.

Nährwert von Wiesenpflanzen: Energie- und Proteinwert

Von zehn wichtigen Wiesenpflanzen wurde der Energie- (NEL und NEV) und Proteinwert (APDE und APDN) auf der Grundlage der Verdaulichkeit der organischen Substanz berechnet, die nach der Methode von Tilley und Terry bestimmt wurde. Von den untersuchten Arten weist der Wiesenfuchsschwanz den insgesamt tiefsten (5,5 ± 1,0 MJ NEL/kg TS) und der Weissklee den höchsten…
Nutztiere

Wyss U.

Biertrebersilagen: Lagerdauer und Siliermitteleinsatz

Frischer Biertreber verdirbt sehr rasch. Eine Alternative zur Frischverfütterung ist die Silierung. Bedingt durch den tiefen Trockensubstanz- und Zuckergehalt sowie hohen Rohproteingehalt gilt der Biertreber als schwer silierbar. In zwei Versuchen haben wir den Einfluss der Lagerdauer der Silagen und den Einsatz von verschiedenen Siliermitteln auf die Qualität von Biertrebersilagen untersucht. Dabei haben wir Biertreber…
Nutztiere

Baumann B., Bilkei G.

Saugferkelkastration in Narkose

Der Versuch wurde in einem ungarischen Grossbestand durchgeführt. Zwei Gruppen von zu kastrierenden Saugferkeln wurden gebildet. Gruppe 1 (n=678): männliche Ferkel ohne Narkose am dritten Lebenstag kastriert. Gruppe 2 (n=678): männliche Ferkel in Ketamin – Azepromazin Narkose am dritten Lebenstag kastriert. Leistungsparameter: Ferkelgewichte am 3ten- 6ten-, 10ten-, 14ten- und 28sten Lebenstag. Am dritten Tag nach…
Nutztiere

Nosal D., Bilgery E.

Lärm und Vibrationen in Melkanlagen

Nur in einem Umfeld, in dem die Kuh sich wohl fühlt, kann sie ihr Leistungspotential voll ausschöpfen. Der Melkstand ist ein Teil dieses Umfeldes. Auch wenn die Melkanlage nach ISO-Norm 5707 installiert ist, stellt der Betreiber eines neuen Melkstandes oftmals nicht nur Vorteile fest, sondern macht Beobachtungen, die auf ungünstige Verhältnisse hinweisen: Kühe gehen nicht…
Pflanzenbau

Schwärzel R., Lê C.-L., Cazelles O., Röder O., Merz U.

Pflanzkartoffelbehandlung mit Elektronen

Das Behandeln der Saatknollen mit beschleunigten Elektronen war ungenügend um zwei verschiedene, latent vorkommende Krankheitskeime abzutöten. Sporenballen des Pulverschorfes haben nach der Behandlung nicht an Lebenskraft verloren. Die mit den Erwinia chrysanthemi Bakterien infizierten Knollen vor der Elektronenbehandlung zeigten nach der Behandlung keine messbaren Populationsunterschiede auf den Knollen auf.Die Knollenbehandlung mit niederenergetischen Elektronen von 50…
Umwelt

Peter B., Walter Th.

Heuschrecken brauchen ökologische Ausgleichsflächen

Die Wirksamkeit der Direktzahlungen für ökologische Ausgleichsflächen auf die Biodiversität wurde am Beispiel der Heuschrecken untersucht. Die Heuschrecken wurden einerseits als Indikatoren für die Veränderung der Landschaft ausgewählt, andererseits als kleiner, aber klangvoller und gefährdeter Bestandteil der Biodiversität. Eine wiederholte Kartierung der Heuschrecken in Schönenberg ZH 1990 und 2000 ermöglicht einen Vergleich vor und nach…
Nutztiere

Münger A., Jans F.

Umtriebs- und Kurzrasenweide für Milchkühe im Vergleich

Die Weidesysteme Umtriebs- und Kurzrasenweide wurden an der RAP während vier Weideperioden (1995 – 98) verglichen, jedes mit einer Herde von 24 Kühen verschiedenen Alters und in verschiedenen Laktationsstadien, Galtkühe eingeschlossen. Die Herden wurden nochmals unterteilt, um eine unterschiedliche Beifütterung zu testen. Eine Hälfte erhielt bis fünf kg (Trockensubstanz) Maissilage pro Tier und Tag, die…
Pflanzenbau

Hebeisen Th., Ballmer Th., Winiger F.A†., Reust W.

Neue Kartoffelsorten für den Frischkonsum

1998 und 1999 wurde eine Auswahl mittelfrüher Speisesorten an sieben Versuchsstandorten und in ergänzenden Untersuchungen geprüft. Die Versuche wurden im Rahmen des Tätigkeitsprogrammes der Arbeitsgruppe Sorten (AGS) der swisspatat durchgeführt und von den beiden landwirtschaftlichen Forschungsanstalten Zürich-Reckenholz und Changins geleitet. Für die Sorten Victoria und Appell wird eine Auswahl von Resultaten zu agronomischen Eigenschaften, Anfälligkeiten…
Nutztiere

Wyss U.

Silagequalität aus Futter einer Fromentalwiese

Mit der Erhaltung von wenig intensiv genutzten Wiesen soll in der Schweiz das Landschaftsbild bereichert und die Artenvielfalt gefördert werden. Dieses Futter, besonders vom ersten Aufwuchs, hat einen geringen Nährwert. Wie es mit der Silagequalität von solchem Futter steht, wurde in verschiedenen Versuchen an der RAP geprüft. Während drei Jahren wurde Futter einer Fromentalwiese vom…
Lebensmittel

Sieber R., Eyer H.

Milch und Milchprodukte – von der Wiege bis zur Bahre

Der Mensch weist je nach Alter an die Zufuhr von Nährstoffen unterschiedliche Anforderungen auf, denen nur über eine vielseitig zusammengesetzte Nahrung entsprochen werden kann. Milch und Milchprodukte spielen in der menschlichen Ernährung dank ihrer vielseitigen Zusammensetzung eine wichtige Rolle als Lieferanten verschiedener Nährstoffe. Hervorzuheben sind die Proteine, unter den Bestandteilen des Milchfettes die konjugierten Linolsäuren,…
Nutztiere

Daccord R.

Ist der steigende Nährstoffbedarf der Milchkuh mit der Nachhaltigkeit kompatibel?

Die Milchleistung unserer Kühe hat bis anhin kontinuierlich zugenommen. Der damit einhergehende gestiegene Nährstoffbedarf zieht einen zunehmenden Kraftfutteranteil in der Ration nach sich. Diese Entwicklung führt zu einem intensiven Produktionssystem, dessen Bedarf an Energie und Stickstoff kaum mehr im Einklang mit dem Konzept der Nachhaltigkeit steht. Auch wenn die Hochleistungskuh vorwiegend in intensiven Produktionssystemen gezüchtet…
Lebensmittel

Bogdanov S., Blumer P.

Natürliche antibiotische Eigenschaften des Honigs

Die antibakteriellen Eigenschaften des Honigs haben ihren Ursprung in einer Vielzahl von natürlichen Faktoren, genannt Inhibine. Bisher wurde angenommen, dass Wasserstoffperoxid die wichtigiste antibiotische Substanz des Honigs ist. Unsere Resultate zeigen, dass im Honig auch verschiedene anderen, natürliche antibakterielle Substanzen enthalten sind. Im Gegensatz zu den Peroxidinhibinen, sind sie weitgehend unempfindlich gegenüber Wärme, Licht und…
Umwelt

Weisskopf P., Zihlmann U., Walther U.

Einfluss der Bewirtschaftung auf die Stickstoffdynamik im Bodenwasser

Der Mineralstickstoffgehalt im Boden verändert sich über die Zeit hinweg sehr schnell: Mehrere zusammenwirkende Prozesse führen zu teilweise rasch aufeinanderfolgenden Überschuss- oder Mangelsituationen für Pflanzen und Bodenorganismen. Mit sogenannten Mineralstickstoff-Profilen ist es möglich, dieses Geschehen grob abzubilden, so dass sich Abläufe und Abhängigkeiten erkennen lassen. Dabei zeigt sich, dass bei optimierter N-Düngung während der Hauptwachstumsperiode…
Nutztiere

Vögeli P., Neuenschwander St., Pliška V.

Prinzipien der naturwissenschaftlichen Forschung

Wissenschaft besteht darin, Fakten in einen Sinnzusammenhang zu bringen. Sache der Wissenschaft ist es, die Gesetze, die diesen Fakten zugrunde liegen, aufzufinden und ihren Geltungsbereich abzuklären. Die wissenschaftliche Arbeit muss handwerklich gut und exakt sein. Wahre Wissenschafterinnen und Wissenschafter zeichnen sich dadurch aus, dass sie bereit sind, eine Hypothese fallen zu lassen, wenn sie den…