Archiv

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Pflanzenbau

Defila C.

Phänologischer Rückblick ins Jahr 2001

Das Jahr 2001 wird als weiteres warmes Jahr in die Geschichte der Klimatologie eingehen. Die warmen Wintermonate bewirkten einen frühen Start der Vegetationsperiode mit der Vollblüte der Hasel. Die spätere Vegetationsentwicklung verlief mehr oder weniger normal. Eine neue phänologische Anleitung soll die Aufgabe der Beobachter/innen erleichtern und eine noch bessere Datenqualität garantieren.
Pflanzenbau

Theiler R.

Entwicklung von Knollenfenchel und Schossneigung

Knollenfenchel ist eine obligate Langtagpflanze, die bei Tageslängen über 14 h/d Infloreszenzen (Schosser) bildet. Die Entwicklung der Knollen, von der Pflanzung bis zum Schossen, benötigt je nach Sorte 50 bis 65 Tage. Der Verlauf der Knollenentwicklung bis zum Schossen wurde an verschiedenen Sorten und zu unterschiedlichen Anbauterminen untersucht. Ausgehend von Messungen der Knollenhöhe und Knollenbreite…
Pflanzenbau

Steenblock T., Forrer H.-R.

Kartoffelanbau: Krautfäuleberatung via Internet

Seit Mai 2001 steht den Schweizer Kartoffelproduzenten das Warn- und Prognosesystem PhytoPRE+2000 zur Bekämpfung der Kraut- und Knollenfäule der Kartoffel auf dem Internet unter www.phytopre.ch zur Verfügung. Hauptelemente dieses Beratungssystems sind die momentane Krautfäule-Situation in der Schweiz und ein Modell, das aus aktuellen und prognostizierten Wetterdaten die Hauptinfektions- und Sporulationsperioden (HISPs) des Erregers Phytophthora infestans…
Umwelt

Külling D. R., Stadelmann F. X., Candinas T.

Nährstoffe und Schwermetalle im Klärschlamm 1975 – 1999

In der Schweiz wird die Zusammensetzung des Klärschlamms seit 25 Jahren intensiv überwacht. Die Nährstoffgehalte haben nur geringe Änderungen erfahren. Die Nährstofffracht stieg über die ersten 15 Jahre parallel zur Schlammmenge und ist seither stabil geblieben. Im Gegensatz dazu hat die Fracht aller Schwermetalle ausser jener des Kupfers nach einem Anstieg in den ersten fünf…
Umwelt

Häni F., Stämpfli A., Keller Th., Barth L.

MONA – Nachhaltigkeitsanalyse auf Betriebsebene

Zur umfassenden Beurteilung der Nachhaltigkeit auf regionaler oder nationaler Ebene gibt es zahlreiche Arbeiten und weithin akzeptierte Indikatoren. Nur wenige Angaben existieren für die praxisnahe Beurteilung einzelner Betriebe. Die von uns entwickelte „Massnahmen – orientierten Nachhaltigkeitsanalyse“ (MONA) erlaubt eine Beurteilung auf Betriebsebene. Sie ist systemorientiert und auf eine ganzheitliche Beratung, Weiterbildung und Planung ausgerichtet.Erfasst werden…
Umwelt

Dubois D.

Gedanken zur Forschung für eine nachhaltige Landwirtschaft

Das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung der Landwirtschaft will den Bedürfnissen der Gegenwart gerecht werden, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu beeinträchtigen. Es beinhaltet eine Wertvorstellung für das umfassende Management eines fünfteiligen Kapitalsystems mit den Elementen Finanzkapital, Humankapital, von Menschen geschaffenes Kapital, Sozialkapital und Naturkapital. Eine grosse Herausforderung für eine nachhaltigere Landwirtschaft in Europa liegt in…
Nutztiere

Bee G., Schwörer D.

Schweinefleischqualität – Einfluss des glykolytischen Potenzials

Für das Schweinefleisch sind Merkmale wie Farbe und Safthaltevermögen von grosser Bedeutung. Diese werden unter anderem durch das glykolytische Potenzial (GP) des Muskelgewebes bestimmt. Das GP ist ein Mass zur Schätzung des Potenzials des Muskelgewebes zur Bildung von Lactat post mortem. Weisse Muskeln weisen ein höheres GP auf als rote. In dieser Studie wurde untersucht,…
Nutztiere

Wyss U.

DOK-Versuch: Bewirtschaftungsart und Silagequalität

In den Jahren 1996 bis 1998 untersuchten wir bei Grassilagen den Einfluss der biologisch-dynamischen, der organisch-biologischen und der konventionellen Bewirtschaftungsart auf die Silagequalität. Bei allen Verfahren wurde unter einheitlichen Standortbedingungen dieselbe Gras-Klee-Mischung angebaut und die Parzellen je nach Bewirtschaftungsart unterschiedlich gedüngt. Pro Bewirtschaftungsart wurden zudem zwei Düngungsstufen angelegt. Die Parzellen wurden jeweils fünf Mal pro…
Umwelt

Spiess M., Marfurt Ch., Birrer S.

Evaluation der Ökomassnahmen mit Hilfe von Brutvögeln

1997 bis 1999 untersuchten wir im Schweizer Mittelland die Auswirkung angemeldeter ökologischer Ausgleichsflächen (öAF) auf die Brutvögel. Hierzu kartierten wir die Reviere von 39 Indikator-Vogelarten. 29 Arten kamen in mindestens einem Untersuchungsgebiet als Brutvogel vor. Die Artenzahl war mit durchschnittlich neun Arten pro Gebiet klein. Nur drei Vogelarten brüteten in mehr als drei Viertel der…
Umwelt

Hofer G., Herzog F., Spiess M., Birrer S.

Vegetation und Brutvögel als Öko-Indikatoren im Mittelland

Im Rahmen des Projektes «Evaluation der Ökomassnahmen des Bundes – Bereich Biodiversität» wird geprüft, ob die 1993 vom Bund eingeführten Ökomassnahmen ihr Ziel erreichen. Diese sollen die Erhaltung der natürlichen Artenvielfalt und die Förderung und Wiederausbreitung seltener Arten sichern. Im Teil «Mittelland-Monitoring» untersuchte die FAL zwischen 1998 und 2001 die botanische Artenzusammensetzung von beitragsberechtigten ökologischen…
Umwelt

Jacot K., Eggenschwiler L., Studer S.

Bunt- und Rotationsbrachen: Erfahrungen aus der Praxis

Um Erfahrungen mit Brachen in der Praxis aufzeigen zu können, wurden in verschiedenen Kantonen der Schweiz Landwirte befragt und deren Brachen bezüglich ausgewählter spontaner und angesäter Arten untersucht. Die Befragungen zeigen, dass die meisten Landwirte den Aufwand mit Brachen im Vergleich zur bisherigen Fruchtfolge als geringer einschätzen. Dieser hängt jedoch stark von der Pflegeintensität, der…
Umwelt

Dreier S., Hofer G., Herzog F.

Qualität der Wiesen im ökologischen Ausgleich

Im Rahmen des Projektes «Evaluation der Ökomassnahmen – Bereich Biodiversität» haben wir in den Jahren 2000 und 2001 die botanische Zusammensetzung der Wiesen des ökologischen Ausgleichs im schweizerischen Mittelland untersucht. In 1401 Vegetationsaufnahmen wurden 511 krautige Pflanzenarten notiert. Es wurden 17 Arten der gesamtschweizerischen Roten Liste und 70 Arten mit regionalem Rote Liste Status gefunden.…
Umwelt

Schwab A., Dubois D.

Methoden zur raschen Beurteilung von Ökoflächen

Für den Erfolg des ökologischen Ausgleichs ist die Qualität der Ökoflächen ein entscheidender Faktor. Zurzeit fehlt eine Methode, die eine rasche Beurteilung der biologischen Vielfalt einer Vielzahl von Ökoflächen erlaubt. Deshalb führte die FAL methodische Abklärungen zur Eignung verschiedener Tier- und Pflanzenarten als Indikatoren und zur Aussagekraft der Vegetationsstruktur durch. Für die beiden Ökoflächentypen Wiesen…
Umwelt

Ulrich Ch., Jeanneret Ph., Schüpbach B., Lips A., Fried P.

Artenvielfalt von Pflanzen in extensivierten Wiesen

Welche Faktoren spielen für die Artenvielfalt und die Artenzusammensetzung von Wiesen eine wichtige Rolle? Zur Beantwortung dieser Frage untersuchten wir im luzernischen Ruswil / Buttisholz für 32 extensiv bewirtschaftete Wiesen im ökologischen Ausgleich, welchen Einfluss der Standort, verschiedene Landschaftselemente und die Bewirtschaftungsgeschichte haben. Die artenreichsten Wiesen wurden an steilen Hängen und auf eher mageren Böden…
Nutztiere

Morel I., Schick M.

Tränkeautomat oder Eimertränke für die Kälbermast?

Zur Tränke von Mastkälbern stehen vorwiegend die Verfahren „Eimertränke“ und „Tränkeautomat“ zur Verfügung. Im Rahmen von zwei Versuchen wurden die Auswirkungen der beiden Tränkeverfahren auf den Futterverzehr, die Mastleistungen, die Wirtschaftlichkeit und arbeitswirtschaftliche Aspekte untersucht. Die Versuche wurden in je zwei Gruppen von 17 (1. Versuch) bzw. 18 Tieren (2. Versuch) durchgeführt. Im ersten Versuch…
Lebensmittel

Bachmann H.-P., Bobst C., Bütikofer U., DallaTorre M., Fröhlich-Wyder M.-T., Fürst M.

Neue Oberflächen-Kulturen für die Käsereifung

Viele traditionelle Schweizer Käsesorten wie zum Beispiel Gruyère, Raclette, Appenzeller und Tilsiter erfahren eine Oberflächen-Reifung, die in der Fachsprache auch Schmiere-Reifung genannt wird. Die Käse-Schmiere ist ein sehr komplexes mikrobielles Oekosystem bestehend aus Schimmelpilzen, Hefen und Bakterien. Sie ist sehr wichtig für die Flavour- und die Texturentwicklung während der Käsereifung. Ursprünglich wurde die Käse-Schmiere mit…
Agrarwirtschaft

Schwab P.

Vorausschauend in die Zukünfte

Wir können nicht die Zukunft planen, deshalb ist es nötig, für die Zukunft zu planen. Der Forschungsstab des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW), wel-cher mit den sechs Forschungsanstalten die Geschäftseinheit Landwirtschaftli-che Forschung (GLF) bildet, initiierte einen „Foresight“-Prozess: Ziel ist es, mit-tels strategischer Planung eine Strategie für die Forschung auszuarbeiten, wel-che so robust als möglich für die…
Pflanzenbau

Jossi W., Zihlmann U., Valenta A., Scherrer C., Krebs H., Dubois D., Fried P., Malitius O., Anken T., Sidler A., Bergmann F.

Vielseitige Fruchtfolge fördert die Ertragsfähigkeit

Der Versuch Chaiblen in Tänikon hat während 27 Jahren die agronomischen und betriebswirtschaftlichen Auswirkungen einer vielseitigen, einer getreidebetonten und einer maisbetonten Fruchtfolge untersucht. Der Vergleich der Stichjahre mit Silomais und Winterweizen in den drei Fruchtfolgen zeigte, dass eine vielseitige, futterbaubetonte Fruchtfolge die besten Voraussetzungen schafft, die Ertragsfähigkeit eines schweren Ackerbodens zu erhalten sowie Unkräuter und…
Pflanzenbau

Jossi W., Dubois D., Zihlmann U., Fried P., Malitius O., Anken T., Sidler A., Bergmann F.

Einfluss der Anbauintensität auf Ertrag und Deckungsbeitrag

Auf einem Lehmboden im Versuchsgebiet «Chaiblen» in Tänikon wurden ortsüblich intensive und integrierte Produktion in drei Fruchtfolgen miteinander verglichen. Die Ergebnisse von zwei fünfjährigen Fruchtfolgeperioden zwischen 1991 bis 2000 zeigten im integrierten Verfahren bei Kunstwiese keine, bei Silomais geringe und bei Getreide und Raps bedeutende Ertragseinbussen. Die reduzierten Kosten bei der Düngung und dem Pflanzenschutz…
Pflanzenbau

Frick C., Mediavilla V., Hebeisen T.

Lupinen – eine alternative Eiweisskultur

Mit der Züchtung von neuen bitterstoffarmen Sorten und der Auszahlung von Anbauprämien sind blaue und weisse Lupinen für die Schweizer Landwirtschaft wieder interessant. In einem zweijährigen Vergleich wurden verschiedene Sorten untersucht. Gute Erträge brachte die weisse Lupine Amiga mit über 40 dt/ha. Die blauen Sorten waren mit rund 30 dt/ha ertragsschwächer. Aufgrund ihrer besseren Toleranz…
Pflanzenbau

Menzi M., Anders M.

Getreidesortenversuche unter Bedingungen des Biolandbaus

Ab der Herbstaussaat 2001 ist bei der Sortenprüfung von Winterweizen eine wesentliche Neuerung eingetreten: Die bisherigen Sortenversuche unter Biobedingungen haben den Status der offiziellen Sortenprüfung erlangt. Damit kann eine geeignete Sorte zukünftig aufgrund der Biosortenprüfung in den Nationalen Sortenkatalog aufgenommen werden, ohne dass sie sich zwingend auch für IP-Bedingungen eignen muss. Nach drei Jahren wird…
Nutztiere

Bracher A., Stoll P., Jost M.

Abgehende Muttersauen eignen sich gut für die Salamiproduktion

Abgehende Muttersauen erfüllen das für Salamischweine geforderte höhere Alter (>270 Tage) und Gewicht (­ 150 kg LG). Um auch die gewünschte Schlachtkondition und Fettgewebequalität (tiefer Polyensäurengehalt, Fettzahl <60) zu erreichen, wurde in einem Versuch an der Forschungsanstalt Posieux mit insgesamt 52 abgehenden Sauen untersucht, wie lange diese vor der Schlachtung mit einem « Salamifutter »…
Lebensmittel

Eyer H., Collomb M., Sieber R.

Alpsömmerung führt zu wertvollem Milchfett

Das Fett der Alpenmilch enthält nicht nur deutlich höhere Anteile an einfach ungesättigten Fettsäuren, auch die Werte der ?-3 Fettsäuren, der konjugierten cis/trans Linolsäuren sowie der trans Fettsäuren übertreffen eindeutig die eines durchschnittlichen Sommermilchfettes. Die in einer Modellstudie festgestellten speziellen Eigenschaften des Milchfettes aus der Alpsömmerung konnten bestätigt werden und zwar mit Milchfettproben, die von…