Um die Bildung des unangenehmen und von Konsumenten nicht tolerierten Ebergeruchs zu verhindern, werden heute die männlichen Ferkel ohne Betäubung kastriert. Da dieses Vorgehen in der Schweiz ab 2010 verboten ist, hat das Projekt ProSchwein verschiedene Alternativen untersucht. Ein Narkoseapparat, der das Gas Isofluran verwendet, zeigte unter Praxisbedingungen, bei über 90% der Tiere eine gute…
Stallböden und im speziellen Laufflächen in Rindviehställen sind hohen chemischen und mechanischen Belastungen ausgesetzt. Um Daten zur Beanspruchung von Laufflächenmaterialien zu erhalten, wurden Kot-Harn-Gemische analysiert. Diese Ergebnisse sowie Angaben von 52 Praxisbetrieben über den Zustand und die Tiergerechtheit von Laufflächenmaterialien dienten als Grundlagen zur Entwicklung eines Verfahrens, mit dem sich die Beständigkeit von Laufflächen aus…
Im vorliegenden Versuch wurde untersucht, ob der Mutterkuh-Typ (Milch- oder Fleischtyp) die Mastleistung von Remonten nach dem Absetzen beeinflusst. Gleichzeitig wurde die Produktion von leichten Schlachtkörpern mit grossrahmigen Tieren getestet. Kastrierte männliche und weibliche Tiere (im Verhältnis 1:1) mit Limousin Vater (Li) und F1-Muttertieren Red Holstein x Li (Li75) oder Li (Li100) wurden während der…
Im vorliegenden Versuch wurde die Eignung einer mittel-intensiven Stallausmast von zwei Mastremontentypen untersucht, die für Grasland basierte Produktionssysteme bestimmt sind. Kastrierte männliche und weibliche Angus und Eringer Mutterkuhkälber (Geschlechtsverhältnis 1:3) wurden im Alter von zehn Monaten abgesetzt. Sie stammten von Mutterkühen, die bei ausschliesslicher Grünlandfütterung gehalten wurden. Die Grundration der Ausmast bestand aus Grassilage und…
Schon in zahlreichen Studien wurde untersucht, welche Möglichkeiten bestehen, um die Zusammensetzung des Milchfettes während der Laktation zu beeinflussen. Zu Beginn der Laktation stammen die Fettsäuren der Milch nicht nur aus der Futterration, sondern zum Teil auch aus den Körperreserven, die zur Kompensation des Energiedefizits mobilisiert werden. Hier werden erste Resultate eines Projekts vorgestellt, dessen…
In Form einer elektronischen Tabellenkalkulation wurde ein Hilfsmittel zur Unterstützung der Weideführung entwickelt. Die Anwendung der Tabellenkalkulation wird mittels eines praktischen Beispiels, Umtriebsweide mit Milchkühen auf dem Betrieb l’Abbaye in Sorens 2003, erläutert. Das Planungsmodell stützt sich für das Beispiel auf Referenzwerte für den Graswachstumsverlauf auf Weiden mit einem Ertragspotenzial von 9,5 t TS/ha/Jahr und…
Ziel der gemeinsamen Auswertung dreier Versuche war es zu untersuchen, welche Auswirkungen die unterschiedlich hohen Wachstumsgeschwindigkeiten während einer durch die Sömmerung bedingten Phase mit geringer Nährstoffzufuhr und während der Endmast auf die Fleischqualität haben. Insgesamt wurden in dieser Versuchsserie mit verschiedenen Fütterungsarten und -intensitäten 117 Limousin (LI) x Fleckvieh (FT)-Ochsen aus der Milchviehherde verwendet. Die…
Ochsen der Kreuzung Limousin x Fleckvieh wurden auf einer extensiven Bergweide bei unterschiedlichen Besatzstärken gesömmert und anschliessend ausgemästet. Das Ziel des vorliegenden Versuches bestand darin, den Einfluss der Fütterungsintensität während der Ausmast auf die Mastleistung zu untersuchen. Es wurden drei Fütterungsintensitäten verglichen, wobei die angestrebte Energieversorgung dem 1,5- (Int150), 1,75- (Int175) bzw. 2-fachen (Int200) Erhaltungsbedarf…
In der Schweiz wurde die Fettzahl als Instrument zur Sicherung einer guten Schweinespeckqualität eingeführt. Die Fettzahl, ein unspezifisches Mass für die Anzahl Doppelbindungen im Fett, wird mit zunehmendem Anteil von ungesättigten Fettsäuren im Futter und mit abnehmendem Fettansatz der Schweine unerwünscht erhöht. Der Zielkonflikt zwischen hohem Fleischanteil und guter Fettqualität kann aber möglicherweise entschärft werden,…
In einer Feldstudie wurde der Einfluss von Haltungssystemen auf den pH-Wert des Musculus long. dorsi beim Mastschwein untersucht. Verglichen wurden alternative (ALT) entsprechend den BTS- (besonders tierfreundliche Stallhaltung) und RAUS- ( regelmässiger Auslauf um Freien) Richtlinien mit konventionellen (KON) Haltungssystemen. Der pH wurde bei 35 Minuten, zwei und 24 Stunden post mortem gemessen. Generell waren…
Das Verhalten eines Pferdes, typischer Vertreter der Flucht- und Herdentiere, ist ein entscheidender Faktor für dessen Gebrauch – unabhängig davon, wozu es eingesetzt wird. Für einen durchschnittlichen Reiter oder Fahrer ist das Temperament das wichtigste Kriterium eines Pferdes. Dies vor dessen Körperbau, Grösse oder dem Kaufpreis. Trotz der unbestrittenen grossen wirtschaftlichen Bedeutung und auch der…
Zur Abklärung, ob mit Fusarientoxinen kontaminiertes Streustroh die Fruchtbarkeit von Zuchtsauen beeinflusst, wurden 48 Sauen während der gesamten Galtperiode auf Stroh gehalten, welches mit 1.4 mg/kg Deoxynivalenol (DON) und 0.9 mg/kg Zearalenon (Medianwerte) kontaminiert war. Die 48 Kontrollsauen wurden während der Galtzeit auf unkontaminiertem Stroh gehalten. Die beiden Gruppen unterschieden sich weder in der Anzahl…
Die Bioethanolproduktion aus Getreide ist weltweit stark im Vormarsch. Dabei entstehen proteinreiche Trockenschlempen, die als Eiweisskomponenten im Futter eingesetzt werden können. In einem Pouletsmastversuch wurde am Aviforum der Einsatz von Weizentrockenschlempe in unterschiedlichen Einsatzmengen in ihrer Wirkung auf die Mastleistung untersucht.
Erstmals wurden in der Schweiz Produktionskosten von Freilandschweinen, welche in einer Fruchtfolge integriert waren, von der Aufzucht, der Zuchtphase bis und mit der Mast ermittelt. Der Arbeitszeitaufwand für die Aufzucht belief sich auf 2,7 AKmin, für die Freilandhaltung der Zuchtsauen 15,6 AKmin und für die Mastphase 2,3 AKmin pro Tier und Tag. Im Durchschnitt der…
Das Produktionssystem mit saisonaler Freilandhaltung von Schweinen kann bei einer korrekten Fruchtfolgeplanung umweltverträglich ausgestaltet werden. Eine weite Fruchtfolge von 6 – 7 Jahren schont die Böden, vermindert den Parasitendruck und erlaubt auch den Anbau von Körnerleguminosen. Durch die Produktion von betriebseigenen proteinreichen Futterkomponenten ist es möglich, eine ausgeglichene N-Bilanz zu erreichen. Die praktische Umsetzung des…
Im Bergmilch-Projekt stand die Produktionstechnik nicht im Zentrum. Sie beeinflusst aber die Strategiefindung stark und wird dann bei der Umsetzung zur grossen Herausforderung. Anhand von zwei Beispielbetrieben konnte gezeigt werden, dass die beiden Basisstrategien �Grundnutzen mit Wachstum� und �Zusatznutzen mit Mehrpreis� auch die produktionstechnische Umsetzung stark beeinflussen, dass aber die Produktionssysteme ebenso entscheidend geprägt werden…
Erstlaktierende Kühe sind noch nicht voll ausgewachsen und haben daher besondere Anforderungen an die Fütterung. Da es nur wenige Information über die Fütterungsnormen von tragenden Rindern und erstlaktierenden Kühen auf schweizerischen Betrieben gibt, möchte dieses Projekt aufzeigen, wie diese Tiere in der Praxis gefüttert werden. Daten über die Futterrationen, die Milchproduktion und den Gesundheitszustand von…
Die Untersuchung möglicher Einflüsse unterschiedlicher Haltungssysteme auf die Fettqualität (Fettzahl des Auflagefetts) von Mastschweinen förderten generell keine Nachteile von Haltungssystemen nach den BTS- und RAUS-Richtlinien zutage. Die Fettzahl wurde vom kälteren Temperaturniveau im Winter bei Schweinen mit Auslauf nicht relevant beeinflusst. Eine Erklärung dafür können Vorkehrungen in diesem Haltungssystem (Einstreu, geschütztes Nest) bieten, die offenbar…
In einem Versuch mit drei Varianten von je sechs Milchkühen wurde Gras einer Kunst- und Naturwiese sowie Naturwiesenfutter ergänzt mit 5 kg TS Maissilage verfüttert. Das Ziel war, den Einfluss der Fütterung auf die Milchfettzusammensetzung zu untersuchen. Der Versuch dauerte fünf Wochen. Das Grünfutter wurde im Stall ad libitum verfüttert. Alle Kühe erhielten zusätzlich die…
Die Jahresleistung pro Kuh ist als Kennzahl für die Effizienz der Milchproduktion wenig geeignet, weil sie abhängig ist vom Lebendgewicht, der Laktationsdauer und dem gewählten Produktionssystem. Die Futterkonvertierungseffizienz (kg ECM/ kg TS verzehrt) und die Flächenleistung (kg ECM/ha) sind bessere Parameter zur Beurteilung der Produktivität. Die Milchleistung pro Kuh sollte auf das Gewicht bezogen werden…
Bei unterschiedlichen Schnitten und Wachstumsstadien wurde eine Klee-Grasmichung einer Parzelle geerntet und anschliessend konserviert durch Tiefgefrieren, schonende Trocknung (Dehydratation), Heubelüftung, Feldtrocknung, Silierung bei 30 % Trockensubstanz (TS) und Silierung bei 50 % TS. Die Verdaulichkeit der Futter wurde in vivo mit Hammeln untersucht. Bei allen 42 Futtermitteln wurden die Mengenelemente analysiert. Die Konservierungsart beeinflusst zwar…
In einem Fütterungsversuch mit Schweinen im Gewichtsbereich 15-45 kg Lebendgewicht (LG) wurde die von ALP empfohlene Zufuhr an verdaulichem Phosphor (VDP) überprüft. Die Kontrolltiere (P) erhielten Futter mit dem empfohlenen Gehalt an VDP, während das Futter der drei Versuchsgruppen P-, P+ und P++ 20 % weniger bzw. 20 % und 40 % mehr VDP enthielt.…
Die Zellzahl in der Milch wird bei Kühen seit Jahrzehnten als wichtiges diagnostisches Hilfsmittel für die Erkennung von Euterentzündungen verwendet. Mit unserer in drei Betrieben während einer gesamten Laktation durchgeführten Untersuchung wollten wir abklären, welches die wichtigsten Mastitiserreger bei Milchschafen sind und ob die Bestimmung des Zellgehaltes als diagnostisches Hilfsmittel für die Erkennung von Euterentzündungen…
Die ersten weichen, verformbaren Liegematten, die in Liegeboxen-Laufställen eingesetzt wurden, sind mittlerweile rund zehn Jahre alt. Wie sich das Alter der Matten auf die Gesundheit der Gelenke der Kühe auswirkt, wurde anhand von Schadenserhebungen an den Sprunggelenken untersucht. Die Erhebungen fanden auf Praxisbetrieben statt, deren Matten zwischen acht und zehn Jahre im Einsatz standen. Die…
Im beschriebenen Versuch wurden die Auswirkungen einer bestimmten Fütterungsstrategie während der Ausmast auf die Fleischqualität untersucht. Die Ausmast der Ochsen erfolgte nach der Sömmerung auf einer extensiven Bergweide. Der Versuch wurde mit 48 Limousin x Fleckvieh-Ochsen durchgeführt. Dabei standen sowohl die Dauer der Ausmast als auch möglicherweise auftretendes kompensatorisches Wachstum im Mittelpunkt des Interesses. Die…
In einem im Jahr 2003 unter überdurchschnittlich trockenen und warmen Bedingungen durchgeführten Weideversuch mit drei Gruppen von jeweils 20 Jungrindern wurde die Wirkung einer biologischen (Duddingtonia flagrans) und einer medikamentösen (Paratect Flex-Bolus; PFB) Kontrollmethode gegen Befall mit Magen-Darm-Nematoden (MDN) gegenüber einer unbehandelten Kontrollgruppe verglichen. Die meteorologischen Bedingungen führten über direkte (reduzierter Übergang der Infektionsstadien auf…
Nach der Sömmerung auf einer extensiven Bergweide wurde der Einfluss der anschliessenden Ausmast unterschiedlicher Dauer auf die Mastleistung von 48 Ochsen der Kreuzung Limousin x Fleckvieh untersucht. Die Schlachtungen fanden in der Gruppe ohne Ausmast direkt nach Alpabtrieb statt und in den andern Verfahren nach 4, 8 und 12 Wochen Ausmast in einem Laufstall. Die…
In einem Rassenvergleichsversuch wurde die Fleischqualität von 138 Ochsen der sechs Fleischrassen Angus (AN), Simmental (SI), Charolais (CH), Limousin (LI), Blonde d’Aquitaine (BL) und Piemonteser (PI) untersucht. Die Ochsen wurden in der ersten Serie (Serie FG3) bei gleichem Ausmastgrad (Fettgewebeklasse 3, CH-TAX) und in der zweiten Serie (Serie IMF) bei Erreichen eines intramuskulären Fettgehaltes (ImF)…
Von sieben Gräser- und drei Leguminosenarten wurde die Silierbarkeit und die Qualität der Silagen untersucht. Vom ersten, zweiten und vierten Aufwuchs wurden Proben auf 30 bis 35 % Trockensubstanz angewelkt, kurz gehäckselt und in Laborsilos einsiliert. Die verschiedenen Arten unterschieden sich bezüglich Rohprotein-, Rohfaser-, Zuckergehalt und auch der Pufferkapazität. Dies führte zu unterschiedlichen Vergärbarkeitskoeffizienten, die…