Mit einem Anteil von je nach Untersuchung 30-50 % sind Fruchtbarkeitsstörungen und Euterkrankheiten weltweit die häufigsten Ursachen für ungewollte vorzeitige Tierabgänge in der Milchviehhaltung. Fruchtbarkeit und Gesundheit sind deshalb auch im Projekt Opti-Milch wichtige Kenngrössen, um die Hochleistungs- (HL) mit der Vollweidestrategie (VW) zu vergleichen. Bei beiden Strategien kam es nicht zu ausgeprägten Abnahmen der…
Die schweizerischen Milchproduzenten müssen ihre Kosten drastisch senken. Dazu brauchen sie umsetzungsorientierte und praxisgerechte Empfehlungen und Planungshilfen. Vielversprechend sind vor allem die Hochleistungsstrategie (HL) und die Vollweide- oder „low-cost“-Strategie (VW). Im Projekt Opti-Milch wurden diese beiden Strategien auf je neun Pionierbetrieben im Schweizer Mittelland konsequent optimiert und während zweieinhalb Jahren mit umfangreichen Erhebungen beobachtet und…
Mikroorganismen vermehren sich in Milchnebenprodukten rasch; deshalb müssen diese Flüssigfutter entweder rasch verfüttert oder mit einem Konservierungsmittel vor Verderb geschützt werden. Da von Landwirten häufig gefragt wird, welches Konservierungsmittel empfohlen werden könnte, verglichen wir in einer Untersuchung unter Laborbedingungen die Eignung von 0.2% Ameisensäure, 0.3% und 0.6% Propionsäure sowie von 0.05% Wasserstoffperoxid (H2O2) zur Konservierung…
In einem Versuch an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Nutztiere in Posieux mit 195 männlichen Kälbern – durchgeführt in drei Serien mit jeweils drei Varianten – wurden die Auswirkungen einer Tierhaltung mit Zugang zu einem Aussenauslauf auf die Leistung und Gesundheit von Aufzuchtkälbern während der Absetzphase untersucht. Die Kontrollgruppe hielt sich ausschliesslich im Inneren eines Freilaufstalles…
Drei Gruppen von je elf Milchkühen erhielten dieselbe Grundration bestehend aus Dürrfutter ad libitum, 15 kg Futterrüben und Kraftfutter. In einer ersten Versuchsphase wurde die tägliche Ration mit 1,0 kg gemahlenen Rapssamen, Sonnenblumenkernen respektive Leinsamen ergänzt. In der zweiten Phase des Versuches wurde die Menge der verabreichten Sonnenblumenkerne und Leinsamen auf 1,5 kg erhöht. Das…
Konservierungsmittel auf der Basis von Propionsäure stabilisieren Dürrfutter, das zuviel Restfeuchte enthält. Mit dem vermehrten Einsatz von Grossballenpressen ist das Interesse an Konservierungszusätzen gestiegen. Während dadurch die Erntearbeiten schlagkräftiger wurden, ist die Konservierung insbesonderse im Fall einer ungenügenden Abtrocknung von Dürrfutter (TS-Gehalt < 85 %) heikler geworden.Die Eidgenössische Forschungsanstalt von Posieux (RAP) hat im Rahmen…
Der Verlauf der Marge über die Mastperiode von Ochsen der Rassen Angus (AN), Simmental (SI), Charolais (CH), Limousin (LI), Blonde d’Aquitaine (BL) und Piemonteser (PI) wurde für zwei Verkaufskanäle – Standard oder als Label –untersucht. Diese Untersuchung stützt sich auf die Ergebnisse, die bei optimalem Ausmastgrad erreicht wurden (Teil 1). Dabei erzielten LI und CH…
Die Ergebnisse eines Mastversuches mit Ochsen im Gewichtsbereich 300 kg Lebendgewicht (LG) bis optimaler Ausmastgrad dienten als Grundlage für einen Wirtschaftlichkeitsvergleich zwischen den Rassen Angus (AN), Simmental (SI), Charolais (CH), Limousin (LI), Blonde d’Aquitaine (BL) und Piemonteser (PI). Mehr als 95 % der Margenvariation zwischen den Rassen ist auf Unterschiede zwischen den Anschaffungskosten und den…
Der Einfluss der Haltung von Mastschweinen im Vollspaltenbodensystem (ohne Aussenklimabereich) und Mehrflächensystem mit eingestreutem Liegebereich und Aussenklimabereich auf den Magerfleischanteil wurde anhand von Daten aus 95 Betrieben untersucht. Dabei war der Magerfleischanteil (MFA) des Schlachtkörpers und des Bauches im Vollspaltenbodensystem gegenüber dem Mehrflächensystem signifikant höher. Im Durchgang 2 (Winter-Frühling 2000/2001) waren die MFA-Werte höher als…
Die ruminale Rohproteinabbaubarkeit (aRP) ist ein wichtiger Basiswert, um den Gehalt von absorbierbarem Protein am Darm (APD) in Futtermitteln berechnen zu können. Da die herkömmliche in sacco Methode zur Bestimmung der Abbaubarkeit sehr aufwendig ist, wäre es wünschenswert, für Routineuntersuchungen eine in vitro Methode einsetzen zu können. In einem Versuch mit 17 kommerziell in der…
Ab 2004 müssen die Futtermittelhersteller alle Ausgangsprodukte in Mischfuttermitteln deklarieren. Ebenso ist über den genauen Anteil jedes Produktes Aufschluss zu geben. Die Futtermittelkontrollbehörde, d.h. die Eidgenössische Forschungsanstalt für Nutztiere (RAP) muss die Einhaltung dieser Vorschrift überwachen. Neben der Kontrolle der Etiketten müssen Futtermittelproben auf ihre Zusammensetzung geprüft werden. Für die mikroskopische Untersuchungen werden die Bestandteile…
Trotz zunehmend erschwerter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ist das Interesse an Automatischen Melksystemen (AMS) nach wie vor erstaunlich hoch. Für einen möglichst rationellen Einsatz eines AMS sind dessen Leistungsfähigkeit und damit verbunden die erforderlichen Prozess- und Arbeitszeiten von besonderem Interesse.Auf insgesamt sechs Betrieben mit Bestandesgrössen zwischen 37 und 66 Milchkühen (Mittel 53 Kühe) wurden deshalb Messungen zu…
Im Anschluss an die Ernte 2002 wurden 353 Halmgetreide- und 32 Maisproben aus Schweizer Anbau gezogen und mit halbquantitativen ELISA-Tests auf die Mycotoxine Deoxynivalenol (DON) und Zearalenon untersucht. Mais wies einen viel höheren Anteil an kontaminierten Proben als die Halmgetreide auf. Unter den Getreiden scheint Triticale besonders häufig mit Fusarientoxinen kontaminiert zu sein. Die Getreideproben,…
Die vergleichende Untersuchung zur Haltung von insgesamt 112 neugeborenen Kälbern in den ersten zwei Lebenswochen in Einzeliglus und in Einzelboxen im Warmstall während der kalten Jahreszeit hat gezeigt, dass sich die Haltung in Kälberhütten günstig auf die Gesundheit und das Wachstum auswirkt. Die tiefen Umgebungstemperaturen scheinen das Anpassungsvermögen gesunder neugeborener Kälber nicht zu überfordern.
An rund 700 Ferkeln wurde geprüft, ob die örtliche Betäubung vor der Kastration unter Praxisbedingungen durchführbar ist. Die Injektion von je 0.5 ml Lidocain 2% in beide Hoden führte bei keinem der ein- bis zweiwöchigen Ferkeln zu Nebenwirkungen. Der Zeitaufwand für die Lokalanästhesie und die 10 Minuten später erfolgende Kastration war schätzungsweise doppelt so hoch…
Mit einer Verlängerung der Weideperiode im Spätherbst kann teures Winterfutter eingespart werden. Während drei Jahren wurde an je drei Standorten das Ertragspotential von zehn Stoppelrübensorten zusammen mit Vergleichskulturen geprüft. Die Stoppelrüben lieferten mit durchschnittlich 65 dt TS/ha deutlich höhere Erträge als die Standardmischung 200 (29 dt TS/ha) und waren auch anderen Brassica-Arten wie Chinakohlrübsen überlegen…
Im Zusammenhang mit der Rinderkrankheit BSE werden die in der Schweiz produzierten und verkauften Futtermittel für Nutztiere im Rahmen der amtlichen Futtermittelkontrolle auf tierische Bestandteile untersucht. Die angewandte Methode basiert auf Fraktionierung (sedimentieren und sieben), Färbung und Beobachtung mittels Mikroskop. Tierische Bestandteile werden an ihren charakteristischen Farben, Formen und Strukturen erkannt. Die Methode erlaubt den…
„In einem Versuch mit total 4’200 Broilern der Hybridherkunft Ross (PM3) konnte in 20 Abteilen zu je 16 m2 gezeigt werden, dass sich die Mastleistungen bis zur Schlachtung am 41. Tag im Bereich einer Besatzdichte von 25 bis 35 kg Lebendgewicht pro m2 nicht signifikant verändern. Über 30 kg pro m2 stiegen die Verschmutzung der…
Im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit der Milchproduktion sind effiziente Hochleistungskühe gefordert. Sie zeichnen sich durch eine hohe Futterkonvertierungseffizienz von über 1,20 energie-korriigierter Milch (ECM) pro Kilo Trockensubstanz in der Jahres-Futterration aus, ebenfalls durch Frühreife und eine lange Nutzungsdauer. Die Jahres-Milchleistung pro Kuh sagt wenig aus über die Effizienz, weil sie stark vom Lebendgewicht der Kuh…
In einem Rassenvergleichsversuch wurde die Schlachtkörperqualität von 138 Ochsen der sechs Fleischrassen Angus (AN), Simmental (SI), Charolais (CH), Limousin (LI), Blonde d’Aquitaine (BL) und Piemonteser (PI) untersucht. Die Ochsen wurden in einer Serie bei gleichem Ausmastgrad (gleichmäßig gedeckt, Fettgewebeklasse 3, CH-TAX) und in der andern Serie bei Erreichen eines intramuskulären Fettgehaltes (ImF) im langen Rückenmuskel…
Es werden Versuchsergebnisse zum Potenzial selten eingesetzter Futtermittel vorgestellt. Dabei wird bei Wiederkäuern im Wachstum die Eignung von Ölsaaten einerseits zur Steuerung der Produktequalität (vor allem Verlängerung der Haltbarkeit von Fleisch) und andererseits zur Senkung der Methanemission belegt. Die untersuchten Saaten (Raps, Sonnenblume, Lein) wirken jeweils etwas unterschiedlich. Bei der ansonsten besonders effizienten Sonnenblumensaat scheint…
Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Agrarwirtschaft und Landtechnik (FAT) in Tänikon überarbeitet zur Zeit im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) den FAT-Bericht Nr. 476 über die Mindestabstände von Tierhaltungsanlagen zu Wohnzonen (Richner und Schmidlin 1995). Mit der bestehenden Richtlinie wurden allgemein gute Erfahrungen bei den �traditionellen� geschlossenen zwangsbelüfteten Ställen gemacht. Diese wird…
In einem Rassenvergleichsversuch wurde die Mastleistung von insgesamt 138 Ochsen der sechs Fleischrassen Angus (AN), Simmental (SI), Charolais (CH), Limousin (LI), Blonde d’Aquitaine (BL) und Piemonteser (PI) über zwei Mastserien untersucht. Die ad libitum gefütterte Grundfutterration setzte sich aus Gras- und Maissilage im Verhältnis 1:2 in der Trockensubstanz zusammen, die mit einem Kraftfutter ergänzt wurde.…
Für das Schweinefleisch sind Merkmale wie Farbe und Safthaltevermögen von grosser Bedeutung. Diese werden unter anderem durch das glykolytische Potenzial (GP) des Muskelgewebes bestimmt. Das GP ist ein Mass zur Schätzung des Potenzials des Muskelgewebes zur Bildung von Lactat post mortem. Weisse Muskeln weisen ein höheres GP auf als rote. In dieser Studie wurde untersucht,…