Archiv

2,826 Beiträge

Umwelt

Prasuhn V., Herzog F., Schärer M., Frossard E., Flühler H., Flury Ch., Zgraggen K.

Stoffflüsse im Greifenseegebiet: Phosphor und Stickstoff

Die Phosphorkonzentration im Greifensee übersteigt auf Grund zu hoher Phosphoreinträge nach wie vor den Zielwert. Beim Stickstoff liegen derzeit keine relevanten Gewässerbelastungen vor. Mit dem Stoffflussmodell «Modiffus» wurden die Phosphor- und Stickstoffeinträge aus diffusen Quellen abgeschätzt. Hohe Phosphoreinträge erfolgen vor allem aus drainierten Ackerflächen, durch Erosion und aus Graslandflächen durch Abschwemmung. Hohe Stickstoffeinträge resultieren aus…
Agrarwirtschaft

Zgraggen K., Flury Ch., Gotsch N., Rieder P.

Entwicklung der Landwirtschaft in der Region Greifensee

Im Rahmen des Greifenseeprojektes wurde ein landwirtschaftliches Sektormodell entwickelt, um die mittel- und langfristigen Entwicklungen der Landwirtschaft und der Landnutzung abzuschätzen und Politikmassnahmen zu evaluieren. Zur Beurteilung ökologischer Effekte weist das Modell einen hohen räumlichen Detaillierungsgrad auf. Der vorliegende Beitrag stellt das Optimierungsmodell vor und schätzt an Hand von zwei Szenarien für das Jahr 2011…
Agrarwirtschaft

Flury Ch., Gotsch N., Rieder P., Szerencsits E., Schüpbach B., Gantner U.

Projekt Greifensee: interdisziplinäre Forschung für die Landwirtschaft

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt Greifensee befasst sich mit der Land- und Landschaftsnutzung im dicht besiedelten Mittelland der Schweiz (siehe http://www.ito.umnw.eth.ch/SoilPhys/greifensee/). Am Beispiel der Region Greifensee werden wissenschaftliche Grundlagen für die Gestaltung und Steuerung einer nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft sowie von Politikmassnahmen zu deren Umsetzung erarbeitet. Teilaspekte der Fragestellung werden in naturwissenschaftlichen und ökonomischen Projekten untersucht und…
Umwelt

Keller F., Fuhrer J.

Die Landwirtschaft und der Hitzesommer 2003

Der August 2003 brachte der Schweiz die höchsten je gemessenen Temperaturen seit Beginn der instrumentellen Aufzeichnungen im Jahr 1753 und, zusammen mit dem sehr warmen Juli, einen ausserordentlich seltenen Hitzesommer. Die Niederschlagswerte waren vom Februar an sehr gering. Dies führte zusammen mit den hohen Temperaturen im Juni und August zum Austrocknen der Böden. Bei verschiedenen…
Umwelt

Keller A., Van der Zee S.

Phosphorverfügbarkeit in intensiv genutzten Graslandböden

Um die langfristige potenzielle Gefahr von Phosphorverlusten zu beurteilen, die, bedingt durch die Landwirtschaft, von hohen Phosphorgehalten im Boden ausgeht, wurde die Speicherkapazität und die Verfügbarkeit von Phosphor (P) im Einzugsgebiet Lippenrütibach (LU) untersucht. Die im Boden unterschiedlich verfügbaren P-Anteile wurden mit sechs verschiedenen P-Bestimmungsmethoden charakterisiert. Die Böden im Untersuchungsgebiet wiesen in der Regel eine…
Nutztiere

Morel I.

Maiskörner und Viergetreidemischung für Mastkälber

In zwei Versuchen von Agroscope Liebefeld-Posieux (ALP), die mit insgesamt 80 Stierkälbern in Posieux durchgeführt wurden, sollten Möglichkeiten untersucht werden, einen Teil des Flüssigfutters durch Getreide zu ersetzen. In jedem Versuch wurde eine Kontrollgruppe mit einer Versuchsgruppe verglichen. Die Tiere der Kontrollgruppen erhielten ad libitum eine Standardration aus Vollmilch und einem Milchersatzfutter. Die Tiere der…
Pflanzenbau

Hecker A., Bänziger I., Jenny E., Forrer H.-R., Vogelgsang S., Schachermayr G.

Weniger Fusarien-Toxin durch geeignete Sortenwahl?

Anhand von Versuchen mit 20 Winterweizen-Sorten wurden die Auswirkungen einer Sporeninfektion und einer semi-natürlichen Maisstroh-Infektion auf den Befall mit Fusarium-Pilzen und die Belastung mit dem Toxin Deoxynivalenol (DON) verglichen. Die Maisstroh-Infektion ahmte die Situation einer Weizen-Direktsaat nach Körnermais nach. Die Infektionsart hatte keinen Einfluss auf die Anfälligkeit für Ährenbefall der einzelnen Sorten. Jedoch stand die…
Agrarwirtschaft

Stahli R., Merk-Lorez F., Weber A.

Projekt Opti-Milch: Zusammenarbeit in Erfahrungsgruppen

Partizipative Zusammenarbeit zwischen Forschern, Beratern und Landwirten wird seit mehr als sechzig Jahren propagiert und realisiert. In der schweizerischen Landwirtschaft jedoch sind partizipative Forschungs- oder Beratungsansätze noch wenig verbreitet. Im Rahmen des Forschungsprojektes Opti-Milch der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft wurde deshalb diese Thematik aufgenommen. Mittels Literaturstudien, Analyse bestehender Erfahrungen und durch den Aufbau zweier Erfahrungsgruppen…
Agrarwirtschaft

Frick C., Gutapfel N., Hebeisen Th.

Nachwachsende Rohstoffe in der Schweiz – eine Übersicht

Die Landwirtschaft kann neben Nahrungsmittel auch so genannte nachwachsende Rohstoffe produzieren. Solche pflanzliche Produkte wie Fasern, Öl, Stärke oder spezielle Inhaltsstoffe können vielfältig in der Industrie verarbeitet werden. Das EU-Projekt IENICA ermöglichte den europäischen Ländern, der Frage nachzugehen, wie nachwachsende Rohstoffe aktuell eingesetzt werden. Das Projekt konzentrierte sich auf die stofflichen Anwendungen im Bereich Anbau,…
Lebensmittel

Thomet A., Rehberger B., Wyss B., Bisig W.

Gewinnung von Zuckersirup aus Milchserum

In der Schweizer Milchwirtschaft sind für die wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Verwertung von Nebenprodukten wie Molke und Ultrafiltrations-Permeat (UF-Permeat) neue Lösungen gefragt. Eine mögliche Schlüsseltechnologie zur Verbesserung der aktuellen Situation stellt dabei die Nanofiltration (NF) dar. Der Einsatz der Nanofiltration ermöglicht die Gewinnung von Zuckerlösungen aus UF-Permeat oder Molke. Die von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für…
Pflanzenbau

Pellet D., Vullioud P.

Winter- und Sommerlein: eine bemerkenswerte Kultur

Die Kultur von Sommer- und Winteröllein (Linum usitatissimum L.) wird neu finanziell unterstützt und ist nun gegenüber den anderen Ölsaaten wettbewerbsfähig. In Form von Körnern wird der Lein hauptsächlich als Tierfutter verwertet, um die tierischen Produkte mit Omega-3-Fettsäuren anzureichern. Auf der Basis einer in Changins von 1994bis 1999 durchgeführten Versuchsfolge, die mit ausländischen Referenzen ergänzt…
Pflanzenbau

Suter D., Briner H.-U., Mosimann E., Stévenin L.

Sortenversuche mit Timothe und Kammgras

Von 2001 bis 2003 prüften Agroscope FAL Reckenholz und RAC Changins, die Eidgenössischen Forschungsanstalten, 27 Sorten Timothe und von 2000 bis 2003 in zwei Serien erstmals insgesamt sechs Sorten von Kammgras. Die Sortenvergleiche basierten auf Werten der Ertragsleistung, Jugendentwicklung, Ausdauer, Krankheitsresistenz, Konkurrenzkraft und Anbaueignung für höhere Lagen. Bei Timothe interessierte zusätzlich die verdauliche organische Substanz…
Nutztiere

Thomet P., Leuenberger S., Blättler Th.

Projekt Opti-Milch: Produktionspotenzial des Vollweidesystems

An einem typischen Standort des Schweizer Mittellandes wurde während drei Jahren (April 2001 bis März 2004) untersucht, wie hoch die Produktivität eines Milchproduktionssystems mit maximalem Weideanteil ist. Die Versuchsherde umfasste 14 Fleckvieh und 2 Jersey Kühe mit einem mittleren Lebendgewicht von 592 kg/Kuh. Nach einem mittleren Abkalbetermin um Mitte Februar begann die Weide Ende März…
Nutztiere

Roetschi A., Deru J.-Y.

GVO-Nachweis in Futtermitteln: Theorie und Praxis

Agroscope Liebefeld-Posieux, die Eidgenössische Forschungsanstalt für Nutztiere und Milchwirtschaft (ALP), führt die Analysen für den Nachweis von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in Futtermitteln für Nutztiere durch. Seit 1999, als die Deklarationslimiten für GVO (3 % für Ausgangsprodukte und 2 % für Mischfuttermittel) eingeführt wurden, sind ungefähr 1600 Proben von der amtlichen Futtermittelkontrolle gezogen worden. Die…
Umwelt

Nemecek Th., Gaillard G., Zimmermann A.

Referenzwerte für Ökobilanzen

Für die Auswertung betrieblicher Ökobilanzen werden Referenzwerte benötigt. Zu diesem Zweck wurden 27 Modellbetriebe für die Schweizer Landwirtschaft definiert, welche jeweils bestimmte Betriebsgruppen repräsentieren, aufgeteilt nach den Kriterien Betriebstyp (gemäss FAT-Typologie), Produktionsregion (Tal, Hügel, Berg) und Landbauform (integriert, biologisch). Die Betriebsdaten wurden aus Buchhaltungsdaten, Beratungsunterlagen, Empfehlungen und Expertenwissen hergeleitet. Bezüglich Umweltwirkungen pro Hektare landwirtschaftlicher Nutzfläche…
Lebensmittel

Thomet A., Bachmann H.-P., Schafroth K.

Raclettekäse mit Molkenproteinen – innovativ und wirtschaftlich

Der Einbau von wertvollen Molkenproteinen in die Käsematrix von Halbhartkäsen ist ein weitverbreitetes Ziel der Käseforschung. ALP hat ein attraktives, neues Verfahren entwickelt, um auch Molkenproteine in den Raclettekäse einzubauen. Das neu entwickelte Verfahren ermöglicht die Herstellung von Raclettekäse mit guten Qualitäts-, Reifungs- und Schmelzeigenschaften. Die Rohmilch wird vor der eigentlichen Käsefabrikation thermisch behandelt und…
Umwelt

Zihlmann U., Weisskopf P., Jossi W.

DOK-Versuch: Stickstoffdynamik im Boden beim Kartoffelanbau

Im DOK-Versuch hat Agroscope FAL Reckenholz, die Eidgenössische Forschungsanstalt für Agrarökologie und Landbau, von 1999 bis 2003 die Dynamik des mineralischen Stickstoffgehalts unter Kartoffeln untersucht. Die Kartoffeln wurden nach Kunstwiese-Umbruch und mit mechanischer Unkrautregulierung in den Systemen biologisch-dynamisch (D), organisch-biologisch (O), integriert mit organisch/mineralischer Düngung (K) und integriert mit mineralischer Düngung (M) angepflanzt. Gedüngt wurde…
Nutztiere

Schaeren W., Sollberger H., Münger A.

Ein Mal Melken pro Tag: Milch- und Käsequalität

Ein nur ein Mal tägliches Melken in der Spätlaktation verstärkt die ohnehin vorhandenen Veränderungen gegenüber der durchschnittlichen Milchzusammensetzung. Solche Milch weist deutlich höhere Fett- und Eiweissgehalte, schlechtere Gerinnungseigenschaften, höhere Plasminogen- beziehungsweise Plasminkonzentrationen und tendenziell höhere pH Werte auf. Trotz dieser kritischen Verarbeitungseigenschaften war bis zu einem Anteil von 50 % in der Verarbeitungsmilch keine Beeinträchtigung…
Agrarwirtschaft

Durgiai B., Müller R.

Projekt Opti-Milch: Betriebswirtschaftliche Planungen

Im Opti-Milch-Projekt der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft wurden für je neun Betriebe mit Hochleistungs- (HL) bzw. Vollweide-Milchproduktion (VW) ehrgeizige, aber realisierbare einzelbetriebliche Planungen und Umsetzungskonzepte erarbeitet. Dabei zeigten beide Strategien grosse Potentiale zur nachhaltigen Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Milchproduktion im Schweizer Mittelland. Sowohl in der Rindviehhaltung mit einer Kostensenkung von 40 % je Kilogramm Milch…
Pflanzenbau

Suter D., Briner H.-U., Mosimann E., Stévenin L.

Sortenversuche mit Wiesenschwingel und Rotschwingel

Von 2001 bis 2003 prüften Agroscope FAL Reckenholz und RAC Changins, die Eidgenössischen Forschungsanstalten, 19 Sorten Wiesenschwingel und 13 Sorten Rotschwingel an fünf beziehungsweise sieben Versuchsorten. Die Sorten wurden in ihrer Ertragsleistung, Jugendentwicklung, Ausdauer, Krankheitsresistenz, Konkurrenzkraft und Anbaueignung für höhere Lagen verglichen. Beim Rotschwingel wurde die Überwinterung in den Vergleich miteinbezogen. Mit den Daten der…
Weitere

Delabays N.

Unkräuter bilden Resistenzen

Eine mühsame und undankbare Arbeit – das Jäten von Unkraut auf kultiviertem Land – wurde durch die Einführung von Herbiziden in den letzten Jahrzehnten enorm erleichtert. Und doch, der allgemeine Gebrauch dieser Produkte verursacht Probleme, die es heute zu beachten gilt. Es lassen sich grundsätzlich drei Hauptnachteile, verursacht durch den Einsatz von Herbiziden in grossem…
Pflanzenbau

Delabays N., Mermillod G., Bohren Ch.

Herbizidresistente Unkräuter in der Schweiz – gestern, heute und morgen

Die Anzahl herbizidresistenter Unkräuter nimmt weltweit ständig zu. Auch die Schweiz bleibt nicht verschont, wenn auch die Lage im Vergleich zu einigen unserer Nachbarländer beneidenswert ist. Der vorliegende Artikel schildert die Entwicklung der Herbizidresistenz in der Schweiz, die sich zurzeit auf Triazine und Harnstoffderivate beschränkt. Er zeigt die Risiken der Sulfonylharnstoffe auf und skizziert die…
Nutztiere

Dürr L.

Gärsaftanfall bei der Lagerung von Grassilage-Rundballen

Der Nährstoffverlust, der durch auslaufenden Gärsaft bei der Lagerung von Grassilage-Rundballen entsteht, ist aus ökonomischen und ökologischen Gründen unerwünscht. In Praxisversuchen erwies sich der Trockensubstanzgehalt des Ausgangsfutters als wichtigster Einflussfaktor auf den Gärsaftabfluss. Die Resultate zeigen, dass ab 25 % Trockensubstanz (TS) im Ausgangsfutter in der Regel kein Gärsaft mehr aus den Ballen fliesst. Bei feuchteren…